Der Sohn des Kesa aus Kalamo kam zum Buddha und klagte: „Meister, jeder Priester und Mönch
preist mir seinen Glauben als den allein wahren an und verdammt den der anderen als falsch. Zweifel
quält mich, ich weiß nicht, auf wessen Worte ich hören soll."
Der Buddha antwortete:
„Deine Zweifel sind begründet, Sohn des Kesa. Höre meine Anweisung:
Glaube nichts auf bloßes Hörensagen hin: glaube nicht an Überlieferungen, weil sie alt und durch
viele Generationen auf uns gekommen sind; glaube nichts auf Grund von Gerüchten, oder weil die
Leute viel davon reden; glaube nicht, bloß weil man dir das geschriebene Zeugnis irgend eines alten
Weisen vorlegt; glaube nie etwas, weil Mutmaßungen dafür sprechen oder weil langjährige
Gewohnheit dich verleitet, es für wahr zu halten; glaube nichts auf die bloße Autorität deiner Lehrer
und Geistlichen hin.
Was nach eigener Erfahrung und Untersuchung mit deiner Vernunft übereinstimmt und zu deinem
eigenen Wohle und Heile wie zu dem aller anderen Wesen dient, das nimm als Wahrheit an und lebe
danach. (Anguttara Nikayo)
Als Wahrheitssucher kann ich dem absolut nichts hinzufügen
Es sind viele tausend Jahre vergangen und immer noch gibt es unzählige, die behaupten sie alleine wüssten was richtig ist und alle anderen nicht. Schlimmer noch ist dass es viele (Interessengruppen) gibt, die uns sogar konditionieren, also unsere Leben mit Inhalt füllen. Zu wenig wird getan, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Wir schulen viel zu wenig unseren Geist, unsere Gedanken, unsere Empfindungen und den gesunden Menschenverstand, um der Wahrheit näher zu kommen. Dabei ist das was hinter dem Schleier ist so unglaublich. Das "selbst wollen" ohne weitere kreative Ausreden sollte unsere Leben bestimmen. Freiheit und Erkenntnis anstatt Sklave und Unwissenheit.
Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich nun mit dem Wesen Mensch und unter anderem mit unserer Sprache. Inspiriert bin ich vor allem von Marschall B. Rosenberg und "seiner" gewaltfreien Kommunikation (GFK).
Unsere Kommunikation ist vor allem eines: uns nicht zuträglich. Sie ist geprägt durch unser Denken, nicht durch unser Herz - obwohl wir letzteres mehr sind als ersteres! Diese kulturelle Gewalt in der Sprache führt zur Entfremdung von dem was wir sind. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass wir Herzenswesen sind und keine Verstandeswesen oder ähnliches. Dazu gibt es sogar wissenschaftliche Beweise - vor allem in einer relativ neuen Wissenschaft, der Neurobiologie.
Aber zurück zum Thema.
Was möchten wir eigentlich spüren, wenn wir miteinander Reden? Alle Menschen wollen wahrgenommen, berührt, respektiert und verstanden werden. Kommt man dem nicht nach, findet sich kein erhebendes Gefühl zwischen den Menschen ein und ärgert sich eventuell sogar. Empathie ist das Zauberwort. Empathie zielt auf ein tiefes Verständnis, den anderen ernst zu nehmen, ihn nicht "schlecht" zu machen, ihn anzunehmen wie er ist. Urteilslos, wie einen Fremden gegenüber mit dem man die ersten Worte wechselt und so liebevoll und freundschaftlich wie mit dem besten Freund oder der besten Freundin. Es ist die ideale Basis um unserem Wesen zu entsprechen.
Typischer Weise ist unser Denken analytischer Natur und damit auch unsere Kommunikation. Dies führt jedoch nicht zur Einheit, dem Einssein wie es alle Religionen anstreben sondern zum Gegenteil. Es sät nicht den Frieden, nicht die Freude nach der wir uns sehnen. Dazu benötigt es andere Wege.
Beobachtet einmal wie oft ihr in einem Gespräch lebensentfremdende Kommunikation wählt:
Drohen, unter Druck setzten (wenn..., dann...)
Vorschläge unterbreiten (ohne danach zu fragen)
Meinung erfragen
Belehrungen
Ratschläge unaufgefordert mitteilen
moralisch Urteilen
Werturteile
verurteilen
schlechtes Gewissen machen
Vergleiche anstellen
Verantwortung leugnen (muss/müsste, sollte)
interpretieren
meckern
denken uns was der andere meint (ohne sicher sein zu können)
diagnostizieren
usw.
Das führt allzu oft zu Verletzungen und Leid, entweder bei dem einen, den anderen oder beiden. Es führt nicht zu einer tiefen Verbindung mit einem Menschen und führt auch nicht dazu, dass der andere sich verstanden fühlt. Und genau darauf kommt es aber an. Vieles davon wird sicherlich gut gemeint sein, doch reflektiert betrachtet kommt es dann auch so an? Selbst wenn wir unsere Bedürfnisse erfüllt sehen wollen, dann stoßen wir mit diesen Kommunikationsmustern sicher nicht auf besonders große Gegenliebe.
Das tragische daran ist, dass es den Hauptteil unserer Kommunikation ausmacht und wir es für völlig normal halten. Es ist aber nur in dem Sinne normal, weil es die meisten genau so handhaben - also rein statistisch eben. Wären wir so analytisch, würden wir andere Wege suchen und schauen wie erfolgreich diese wären und dann den besseren Weg in Zukunft nehmen. Doch tragischer Weise sind wir dazu nicht in der Lage - bis wir aus diesem Kommunikationsalbtraum erwachen.
Solange wir unser Denken und damit unsere Kommunikation nicht ändern, können wir auch keinen inneren (und äußeren) Frieden finden.
Ich will jetzt mal mit der Schwarzmalerei schluss machen und darauf hinweisen, dass es einen wunderbaren Ausweg gibt. Aber dazu ein anderes mal mehr
Es gibt Menschen, die verändern mein Denken. Es ist ein Geschenk mit
welcher Klarheit und Einfachheit Karl R. Popper Dinge formuliert.
Dafür, dass er mein Leben bereichert hat bin ich ihm zu tiefst dankbar. Hier eines meiner Lieblingsthemen von ihm:
Das intellektuelle Gefängnis
Im laufe eines Lebens (oft schon in jungen Jahren) baut man sich selber sein intellektuelles
Gefängnis. Was bedeutet dies? Wir entscheiden uns manchmal durch
Abwägung oder auch nicht für oder gegen Hypothesen oder Theorien
wie die Welt funktioniert.
Wie ist es gebaut?
Verschiedene Strukturen oder Standorte bauen diese Gefängnismauern. Gefangen sein können wir nicht nur in einer Sprache, sondern auch
in verschiedenen Systemen von Annahmen, Theorien, Glaubenssystemen,
"Ismen", Ethik, Werte und Moral. Denkende Menschen pflegen einen Rahmen zu entwickeln, in
den sie jede neue Idee, die ihnen begegnet, einzupassen versuchen.
Das Gefängnis ist eine Metapher, da wir es normalerweise
dies nicht als ein solches empfinden.
Aufmerksam werden wir erst durch den Zusammenprall der Kulturen. Genau
diese Aufmerksamkeit erlaubt es uns aus dem Gefängnis auszubrechen,
wenn wir wollen. Wir können es überwinden, wenn wir die neue Sprache
untersuchen, sie mit unserer eigenen Vergleichen und ihre neuen
Möglichkeiten ausnützen. Zugegeben, wenn wir so ausbrechen, gelangen
wir in ein neues Gefängnis, aber es ist ein viel größeres und
weiteres Gefängnis und ebenso wie vorher werden unter dem neuen Gefängnis
nicht leiden oder besser: wir haben jederzeit die Freiheit es kritisch
zu untersuchen und so wiederum in ein noch geräumigeres Gefängnis
auszubrechen.
Dieser Ausbruch aus dem Gefängnis ist natürlich keine Routine, er
kann nur das Ergebnis einer kritischen und schöpferischen
Bemühung.
Eine fruchtbare Diskussion kommt immer nur dann zustande,
wenn möglichst unterschiedliche Standpunkte aufeinander treffen.
die frühe Entscheidung
Viele Menschen entscheiden sich früh für ein solches Gefängnis und halten daran zwanghaft ein leben lang fest. Doch kommt man so der Wahrheit meist nicht näher. Ihr kommt man nur näher, wenn man immer wieder die eine Theorie gegen eine andere abwägt.
Massenmedien
Interessant finde ich, dass gerade die Massenmedien uns künstlich vorgaukeln, wie unsere Welt aussieht, bzw. aussehen soll und das Erfolgreich. Viele orientieren sich danach und bauen genauso ihr Mauern auf. Sie verinnerlichen dieses System so sehr, dass schon das kleinste in Fragestellen zu heftigen Reaktionen führt.
Dogmatismus
Sogar dieser lässt sich beinahe mit dem oben gesagten verstehen. Fanatiker und Dogmatiker haben ein besonders kleines aber sehr "lieb" gewonnenes Gefängnis. An diesem wird unter allen Umständen festgehalten und dieses bis auf das äußerste verteidigt. Hinter die Mauern schauen ist einfach nicht zulässig.
Schlussfolgerungen
Mir hilft diese Metapher auf verschiedene Weise. Zum einen hilft es andere Menschen zu verstehen. Sie haben sich oft eingemauert und es ist auch nicht immer angenehm hinschauen zu wollen. Denn erst beim hinschauen stellt man fest, dass man sich eingemauert hat und dahinter kommt erstmal unbekanntes und das ist unheimlich.
Zum anderen verstehe ich mein eigenes Leben besser. Wenn ich auf mein Leben zurück schaue, dann bin ich ständig dabei mein (neues) Gefängnis kritisch zu beäugen, nach dem Weg hinaus zu suchen und zu finden. Ein skeptischer Sucher. Ich suche den schöpferischen Umgang mit anderen Strukturen mit all seinen Konsequenzen - der Wahrheit zur Liebe!
Quellen:
Realismus und das Ziel der Wissenschaft Von Karl R. Popper, William Warren Bartley
Karl Popper in einem Vortrag über den "Mythos vom Standort"
Angesichts des vielen Blablas der Politikerkaste, möchte ich mich einfach dem Aufruf von Reinhard Mey anschließen, für alle die nicht mehr gewillt sind den Mund zu halten und nicht alles nachplappern was diese Damen und Herren so von sich geben, um uns ruhig zu stellen:
Das kleine Büchlein macht Spaß zu lesen. Beim lesen wird man oft denken, dass nicht alles so neu zu sein scheint, doch solange man sich dessen nicht Bewusst ist, sollte man es nochmal lesen. Das Buch transportiert die Weisheit des Lebens eindrücklich am Beispiel des Reichtums.
Wer glaubt, Reichtum habe etwas mit Geld zu tun, hat bereits das erste Problem. Geld ist erstmal weder gut noch schlecht: Es ist. Fragt sich nur was wir damit anstellen.
Das LOLA-Prinzip (Aktion=Reaktion, Loslassen, Liebe) beschreibt letztlich haargenau, wie ein optimales Energiemanagement zustande kommt. Da alles Energie ist, brauchen wir uns um nichts anders zu kümmern als um den optimalen Umgang mit dieser allgegenwärtigen Energie.
Die Frage ist ja nur, wohin wir unser Potenzial hinlenken. Nicht nur Geld ist Energie, sondern auch Angst, Wut, Hass, Vertrauen, Verantwortung, Liebe, Leben und so weiter. Unser Bewusstsein spielt hier eine große Rolle, aber bitte nicht mit Naivität verwechseln und das Geld (was man "noch" nicht hat) nur aus blindem Glauben, dass man nun reich ist, verbrasst.
Wahre Liebe ist nicht begrenzt. Wahre Liebe ist unbegrenzt und schließt damit auch das Geld ein.
Arm und unglücklich wird man durch das Leben in der Zukunft, je weiter weg, desto ärmer. Je "crashiger" desto unglücklicher. Verantwortung abschieben ist ein weiteres Rädchen in diesem Getriebe. Man kann sich auch arm und unglücklich machen durch ständiges vergleichen. Je größer die Unterschiede, desto wirksamer. Wohin wir die Energie lenken, wird sich auch unser Leben hinbewegen.
1. Aktion=Reaktion
Was sie säen, das werden Sie ernten. Worauf man sich konzentriert, das wächst. Was für Bauern selbstverständlich und allgemein anerkannt ist, ist anscheinend bei Reichtum nicht der Fall. Also säen wir ab sofort Wertschätzung gegenüber anderen Menschen - und den Tieren und der Natur und den Maschinen, d.h. zum Beispiel dass ich meine Rechnungen sofort, korrekt und mit Freude bezahle - übervorteile mich niemals. Man kann nämlich nur Menschen betrügen aber nicht das Leben.
Mein Produkt ist das, was ich von ihm denke. Der Preis meines Produktes ist das, was ich von ihm denke. Meine Arbeit ist das, was ich von ihr denke. Meine Kunden sind das, was ich von ihnen denke. Die Produkte, die ich einkaufe, sind das, was ich von ihnen Denke...
2. Loslassen
Wenn alles Energie ist und wer etwas festhält, der blockiert Energie und diese kann nicht mehr fließen. Festhalten ist auch gleichzusetzen mit einem Konflikt. Daraus folgt, hat man mit dem Leben ein Konflikt oder eben keinen? Loslassen hat auch etwas mit Vertrauen zu tun. Vertrauen in das Leben. Der IST-Zustand wird sich solange nicht verändern können, solange er festgehalten wird. Erstmal den IST-Zustand so akzeptieren wie er gerade ist, dann kreiert man keinen Konflikt (mit dem Leben!). Energetisch betrachtet ist das sogar leichter, weil man keinen Kampf führen muss.
Man verliert unnötig Energie wenn:
wenn ich die Situation nicht akzeptieren kann
wenn ich mich über etwas ärgere
wenn ich Situationen oder Menschen verurteile
wenn ich wütend bin
wenn ich zweifel
wenn ich kämpfe
Die Lösung ist wie immer "einfach", das Leben im Hier und Jetzt, denn es ist die einzige Realität. Und dies ist auch gar nicht so schwer, man muss nur:
die Vergangenheit weglassen
die Zukunft weglassen
das Verurteilen weglassen
das Vergleichen weglassen
die Zweifel weglassen
das Kämpfen weglassen
Also die Gedanken gehen nur noch in den Augenblick, ich akzeptiere den gegenwärtigen Augenblick vollkommen. Ich liebe den Augenblick, wie immer er auch aussieht. Es gibt nichts Erfolgreicheres als das Leben im Hier-und-Jetzt.
3. Liebe
Ist Kampf die einzige Lösung, um Ziele zu erreichen? In unserer Gesellschaft ist das meist die einzige verfolgte Strategie. Sie fallen damit auf einen Irrtum herein. Schon aus ökonomischen Gesichtspunkten kostet Kamp viel mehr als Liebe. Unser Wirtschaftssystem basiert auf Schwäche, Angst und Unsicherheit und selten auf Stärke, also dem Gegenteil von Liebe, von innerer Stärke.
Liebe ist Einheit und nicht Trennung. Wenn Sie sich getrennt fühlen vom Leben, vom Geld und Überfluss, dann hat das als Resultat Probleme und Konflikte, denn Trennung führt zu Konflikten. Leben in der Zukunft oder Vergangenheit ist ebenfalls ein Mangel an Liebe. Diese "Aktion" führt unweigerlich nicht zur gewünschten Reaktion. Auch sie sind das Leben und wenn sie sich nicht lieben, verneinen sie auch das Leben selbst... Die Idee der Trennung ist jedoch eine Illusion.
Unsere Energie und unserer Lebensstrom ist abhängig von der Liebe, die wir empfangen und senden. Je mehr wir geben, desto mehr werden wir empfangen und haben.
Zurück zur Armut und zum Reichtum. Armut ist immer ein Mangel an Liebe dem Leben gegenüber.
Senden sie Liebe an jeden und allem, trennen sie nichts wem oder was sie Liebe senden. Das schließt Menschen (Kunden, Chef, Mitarbeiter, Nachbarn, Konkurrenten etc.), Natur (Pflanzenreich, Tierreich, Mineralreich), Gegenstände, aber auch sein Bankkonto mit ein. Und ganz wichtig: Liebe sendet man nicht, um etwas zu erreichen und ohne Erwartungen! Und das LOLA-Prinzip wendet man ganzheitlich an und differenziert nicht nach bei dem ja und bei dem nein (Trennung=Konflikt=gegen das Leben)...
Dankbarkeit allem und jedem Gegenüber hat als Reaktion zur Folge, dass auch das Leben "Danke" sagen wird. Wo immer sie sich auch bedanken, sie bedanken sich immer beim Leben. Selbst die besten Marketingstrategien sind für den Mülleimer, wenn die Dankbarkeit fehlt. Dankbarkeit ist Aktion=Reaktion und Loslassen (akzeptieren wie es ist). Dankbarkeit ist ganzheitlich und enthält demnach alle drei Teile des LOLA-Prinzips.
Nun bleibt mir nur gute Saat zu wünschen, ein Versuch sollte es mindestens Wert sein
Zufällig bin ich über eine echte Definition von Nachhaltigkeit gestolpert. Viele hab ich schon gelesen, doch diese von den Onandaga-Indianern ist die beste:
Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als unsere - und hoffentlich besser.
Wenn wir auf der Mutter Erde gehen, setzen wir die Füße vorsichtig auf, denn wir wissen, dass die Gesichter unserer zukünftigen Generationen zu uns hochblicken. Wir vergessen sie nie. (Onandaga)
In unserer Kultur wird wahrscheinlich nur deshalb über Nachhaltigkeit geredet, weil sie nicht Bestandteil davon ist. Nach jahrtausendlangen sozialen Ungerechtigkeiten und Kultur der Ausbeutung, sind wir heute immer noch nicht sehr viel weiter. Bisher ändern sich nur die Mittel und die Formen. Hoffen wir, dass bald eine Zeit kommt, indem die Kultur so durchdrungen ist und selbstverständlich ist wie in der Indianischen Weisheit wiedergegeben.
Das Buch "Der Zauber von Findhorn" von Paul Hawken hat mich so tief berührt, dass ich für mich beschlossen hatte eine ausführliche Zusammenfassung zu schreiben. Hier im Blog steht die Entwicklung vor allem der Anfänge der Gemeinschaft und unter der Rubrik Biogarten die Beschreibung über den Garten. Ich kann nur jedem das Buch empfehlen zu lesen.
Es lebten drei Erwachsene und drei Kinder in einem Wohnwagen auf engem
Raum. So erfuhren alle, was es bedeutet in Harmonie miteinander zu
leben - und welche Hölle es war, wenn keine Harmonie herrschte. Da
wurden Persönlichkeits-Kanten abgeschliffen. Mit der Zeit lernten sie,
sich aufeinander einzustimmen, ein größeres Ganzes zu sein und als
Gruppe zusammen zu leben und zu arbeiten. Wenn Eileen Weisungen von der
Führung bekam setzte es Peter sofort um.
Findhorn liegt an einem Ort, welcher relativ unverseucht ist von Gedankenkräften, Energien und Gewohnheiten der Vergangenheit. Hier gibt es keine Dogmen oder Bekehrungseifer. Hier war nichts zu predigen, nichts zu erteidigen, nichts, worauf man unbedingt bestehen musste. Man spricht über den Dienst am Planeten und demonstriert dies auch. Es ist nicht was sie tun, sondern wie, mit welcher Einstellung es getan wird. Es ist diese außerordentliche Sorge, Liebe und Hingabe bei jeglicher Arbeit. Sie dienen in dem Wissen, dass Gott und sie eins sind.
Die geistigen Lehrer in Findhorn waren alle geistiger Natur. Angefangen von Devas, Erzengel, Saint-Germain, Sir Francis Bacon bis hin zu Brüdern aus dem Weltraum und andere Wesen. Alle haben Durchgaben gemacht.
Die "Old-Age"-Eigenschaften: Egoismus, Wettbewerb, Visionslosigkeit und Mangel an Disziplin und Glauben existieren dort nicht. Findhorns Bedeutung liegt in der Demonstration, dass die Menschen das Geschick der Welt in die Hand nehmen können. Hier sind Menschen, die ihr Schicksal nicht so eng sehen, die sich nicht als hineingeworfen betrachten in die feindliche Welt, sondern als göttliche Wesen, die sich mit dem höheren Bewusstsein verbinden können und einstimmen auf den Willen Gottes. Findhorn ist also ein Ort, wo die Menschen eher eins mit dem Plan werden, ihn mit Leben erfüllen, als dass sie ihn in mosaischer Tradition vom Berggipfel religiöser Bürokratie empfangen. Hier gibt es keine Energie, die durcheine Hierarchie von Priestern und Königen vermittelt wird. Das planetarische Bewusstsein steht über den kulturellen, nationalen und rassischen Denksystemen. Es ist die Verschmelzung mit dem Gewahrsein des Größeren, des Planeten. Es ist nicht nur eine Gemeinschaft von Menschen sondern ein arbeitender Organismus. Findhorns Rolle ist zu zeigen, dass es funktionieren kann, dass dies nicht nur eine hübsche Idee ist.
Das Ziel ist für alle das gleiche: Gott zu dienen. Gott ist in allem Sein und deshalb auch in uns. Für jeden von uns ist es möglich, sich mit der Inneren Quelle, mit Gott, zu verbinden und von ihr führen zu lassen. Dabei spielt der Geist der Liebe eine wichtige Rolle. Liebe, wo Du bist, liebe, wer du bist, liebe, was Du tust, liebe, mit wem Du es tust, das sind Maximen der Gemeinschaft. Dass diese Liebesorientierung zu einem anderen Verhalten zu sich selbst, aber auch zur sozialen und natürlichen Mitwelt führt, liegt auf der Hand. Beispielsweise wird die Verbundenheit und Pflege der eigenen Lebensräume und Gärten als wichtig erkannt. Für die Gäste der Findhorn Foundation wie auch für ihre Mitglieder ist es eine Freude, die Gärten zu genießen, die mit viel Liebe zum Detail kultiviert sind. Ein weiterer zentraler Leitspruch lautet: Arbeit ist Liebe in Aktion (work is love in action). Damit verbunden werden Geduld, Beharrlichkeit und Ausdauer (patience, persistance and perserverance), auch Einfachheit und Schönheit werden gepriesen, und Perfektion in allem wird zum Ziel. Menschliche Arbeit erscheint als Ausdruck eines inneren Reichtums. Jeder Handgriff wird zum Gebet und jede Salatschüssel zum Kunstwerk.
Nach der allgemeinen, großen Einstimmung im Sanctuary geht jeder zu seiner Gruppe zur Gruppen-Einstimmung. Dort fasst man sich dann an den Händen und meditiert kurz über die Gruppe, ihren Zweck, ihre Rolle und Funktion im größeren Ganzen und dann beginnt man mit der täglichen Arbeit.
Der Mythos von Findhorn ist der Mythos der Schöpfung, einer Wiedergeburt des Menschen, der empor wächst in ein völlig neues Bewusstsein. Es gibt der Persönlichkeit den Antrieb loszulassen, woran immer sie hängt. Wirkliche Sicherheit kann man erst finden, wenn die Persönlichkeitsebene re-organisiert ist auf die Seele, in gewissem Sinne aufgegeben, und die einzige wirkliche Konstante ist dann die Beständigkeit der Veränderung selbst. Dieser Zauber ist in uns, immer, allezeit. Es gibt nichts in Findhorn, das nicht jedermann in sich hätte.
Veränderungen, das Aufgeben der liebgewonnenen Ideale und der alten Gedankenmuster entwurzeln und können uns auf den Kopf stellen, lassen ein tiefes Gefühl von Unbehagen und Konflikt in denen entstehen, die ihm Widerstand leisten. Sie können aber auch das überwältigende Gefühl von Harmonie und Frieden in denen erwachsen lassen, die sich den neuen Energien öffnen. Das Alte muss weichen, bevor das Neue aufgehen kann.
Eine Buchrezension über das Buch "Bring Licht in die Welt" von Neale Donald Walsch
Neale schafft es in einem kleinformatigem Büchlein von nicht einmal 100 Seiten das wesentliche vom Tun hin zum Sein zu beschreiben. Es ist liebevoll und sehr einleuchtend beschrieben. Untermalt bzw. verdeutlicht werden die Kapitel durch Übungen. Diese dienen dazu, seinem Ziel (wer man sein möchte) näher zu kommen. Zu jeder Zeit versteht man was er meint - und das ist keine Selbstverständlichkeit bei Büchern, die dieses Thema behandeln. Es ist zwar einfach geschrieben, verlangt aber von einem die
vollkommene Aufmerksamkeit - wenn man das Buch nicht nur lesen will,
sondern auch an sich arbeiten möchte.
Im Buch geht es um fünf Grundprinzipien und ebensoviele Schritte:
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