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Artikel mit Tag verbraucherverantwortung
Freitag, 12. Januar 2007
Die Artikel sollte jeder lesen, der glaubt die Pharmaindustrie ist an unserer Gesundheit etwas gelegen. Der wird hier eines besseren belehrt. Da werden Studien vernichtet, beschönigt, unterschlagen oder mehrfach gemacht, bis positive Ergebnisse vorliegen. Oder der Professor, der die Studie durchführt, bekommt die Finanzierung für eine andere Langzeitstudie zugesichert. Dass unter solchen Bedingungen nicht das herauskommt, was man erwarten würde kann mann sich leicht vorstellen. Desweiteren werden Mitarbeiter von Behörden umgarnt, auf Symposien in den Tropen eingeladen - also bestochen - damit die Zulassung bzw. die Preisverhandlung des Medikaments positiv ausfällt... Das ist der Normale Wahnsinn, den jeder Lobbyist als Aufgabe hat. Schön, dass jemand mal sein Gewissen erleichtern möchte und frei von der Leber berichtet.
Zum Weiterlesen empfehlen sich die Artikel in der Taz "ich habe Menschen bestochen" und "Ein Milliardengeschäft für den Pharmakonzern..." oder das Buch von John Rengen mit dem Titel: Rubio spuckt's aus. A Story from a Pharma-Insider. Bildquelle: commons.wikimedia.org
Sonntag, 7. Januar 2007
Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat eine neue Studie namens "Der lange Schatten des Viehs" vorgestellt. Weltweit erzeugen rund 1,5 Milliarden Rinder, 1,7 Milliarden Schafe und Ziegen, sowie unzählige Schweine und Hühner ca. 18% der freigesetzten Treibhausgase und damit knapp mehr als der gesamte Verkehr. Nicht nur die Masse der Tiere alleine, sondern die Bedingungen rund um die Haltung sind mit verantwortlich für die Umweltbelastungen. Brandrodung, Überweidung, Verschwendung von Wasser, Überdüngung, Antibiotika, Pestizide beim Anbau von Futter gehören zu den Verursachern.
"Die Viehwirtschaft gehört zu den Verursachern von einigen der schlimmsten Umweltprobleme." So Henning Steinfeld, leitender Autor der Studie Von einem drittel der weltweiten Ackerfläche wird mittlerweile Futter geworben. Die Gesamtfläche für die Tierhaltung beträgt mittlerweile ca. 30% des Festlands. So trägt die Rodung von Wäldern doppelt zur Erderwärmung bei. Ein Grund für diese Entwicklung sind zum einen immer mehr Menschen zum anderen aber der zunehmende Wohlstand, der zu überproportionalem Konsum von Fleisch führt - mit all seinen Konsequenzen.
Lösungsvorschläge liefert die FAO gleich mit. Runter mit den Subventionen, höhere Preise für die Nutzung von Wasser und Land klingen zwar gut, lassen sich aber sicherlich schwer durchsetzten. Dagegen verbesserte Beweidungs- und Fütterungsmethoden, effizientere Bewässerungssysteme und Biogasanlagen scheinen zum Teil an der ersten Argumentation zu hängen. Solange das alles zu billig ist, wird sich da leider nicht viel ändern. Eine US-Studie bestätigt jedenfalls, dass eine stärkere vegetarische Ernährung bei gleicher Versorgung mit Proteinen im besten Fall es zu einer Halbierung des Flächenbedarfs und der Düngemittel kommen könnte. Soweit wollte die FAO aber nicht gehen. Sie zitiert diese Studie lediglich. Was können wir hier tun? Die erste Klimawahl ist immer regional und ökologisch angebaute Ware. Da fallen unnötig lange Transportwege weg, Pestizide und chemische Düngemittel (sehr hoher Energiebedarf bei der Herstellung) werden nicht verwendet. Der Fleischkonsum ist zu überdenken. Es muss ja nicht so oft sein... Quellen: Taz 5.1.07 Vegetarier tun mehr fürs Klima, Bild: commons.wikimedia.org
Donnerstag, 4. Januar 2007
Öko-Test: Unbelastete Orangen gab es nur in den Bio-Läden. Konventionelle Ware mit einem "guten" Gesamtergebnis fanden wir immerhin bei Plus, Edeka und Tengelmann. Aldi Nord und Aldi Süd hatten im Durchschnitt nur "befriedigende" Orangen zu bieten, Lidl sogar nur "ausreichende". Den Vogel abgeschossen haben jedoch Penny, Rewe, Real und Norma. Hier war mindestens eine Probe mit Rückständen über den gesetzlichen Höchstmengen belastet.
Jede vierte konventionell angebaute Frucht war über den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen belastet. Jede neunte hätte so gar nicht mehr in den Verkauf gelangen dürfen. Sie wurden bei Rewe und Penny verkauft. Die Hersteller versprachen zwar Besserung, doch die Ursache ist damit aber nicht behoben. Eine echte Alternative sind nur zertifizierte biologisch angebaute Früchte. Dort sind die gesundheitlich bedenklichen Mittel allesamt verboten. Quellen: oekotest.de, talkingfood.de; Bild: commons.wikimedia.org
Mittwoch, 3. Januar 2007
Die Zeiten sind nun endlich vorbei, als faule Ausreden bezüglich eines Stromanbieter-Wechsels wegen des Preises einigermaßen zu akzeptieren waren. Nun ist auch das letzte Argument dahin.
Seit dem 1.1.2007 sind die Ökostomanbieter wie die Elektrizitätswerke Schönau oder das Hamburger Unternehmen Lichtblick zumindest in einigen Regionen günstiger als andere Billiganbieter wie zum Beispiel Yello. Vor allem für sparsame Haushalte lohnt das Rechnen, da die Ökostromanbieter geringe monatliche Grundgebühren haben. Der Wechsel ist denkbar einfach. Alle Ökostomanbietern reicht eine letzte Stromrechnung und eine unterschriebene "Absichterklärung", die auf den jeweiligen Internetseiten zum Download angeboten werden. Die Vertragsauflösung zum alten Versorger und alles was dazu notwendig ist, wird vom neuen Anbieter organisiert. Das ist schon alles! Und das Gute daran: man setzt ein Zeichen für die Zukunft.
Samstag, 30. Dezember 2006
 Mit der Aktion möchten mein-nein.de möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich öffentlich zum Thema Genfood zu äußern. Aus vielen "Mein-Neins" wird ein großes gesellschaftliches Bekenntnis. Und damit eine gewichtige Stellungnahme unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen für die Ernährungsindustrie und die politisch Verantwortlichen in Berlin. Die abgegebenen Stimmen werden an die Bundesregierung weitergegeben. Jetzt Mitmachen und seine Meinung den Verantwortlichen mitteilen!
Wer sich ein neues Handy zulegen möchte und sich für die Strahlung, die es abgibt interessiert findet auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) ausgiebige Informationen. Hier werden 814 aktuelle Mobiltelefone mit dem sogenannten SAR-Wert aufgelistet. Auch wenn die meisten wohl ihre Entscheidung nach dem Aussehen und Empfehlungen treffen werden, ist es doch ratsam sich zu vergewissern, dass die Wahl auch bei anderen Kriterien die erste Wahl ist. Soviel Verantwortung sollte man aufbringen.
Die Schwankungsbreite ist enorm und reicht von sehr guten 0,1 (Samsung SGH-Z560) bis sehr schlechten 1,94 (G112 von LG). Die BfS hat einen Richtwert von 0,6 Watt pro Kilogramm (SAR) für den Umweltengel vorgeschlagen. Nur ca. 30 % aller Handys liegen unterhalb dieses Grenzwertes. Die Vollständige Liste ist einzusehen beim BfS: Strahlenschutzkriterien für ein Mobiltelefon-Ökolabel
Samstag, 9. Dezember 2006
Tanja Busse: Die Einkaufsrevolution - Wehe wenn wir richtig kaufenWenn der Verbraucher seine Macht nutzen würde, die er tatsächlich hat, gäbe es wie der Titel verspricht eine Einkaufsrevolution. Das Rezept ist trivial: Wenn niemand Eier aus Käfighaltung kaufen würde, gäbe es keine armen Hühner in Käfigen. Wenn keine Schnitzel aus industriell gehaltenen Schweinen kaufen und essen würde, gäbe es diese Haltungsform nicht mehr. Kaufentscheidungen für vertretbare Produkte sind kein Anschlag auf die freiheitlich-wirtschaftliche Grundordnung, sondern integraler Bestandteil. Der flexible Markt passt sich der Nachfrage einfach an. Der aufgeklärte Konsument wird zum Gegenspieler der globalen Wirtschaftsmächte werden. Die Wahrheit ist, dass wir selbst die Standards der Produktion festlegen. Die von Lobbyisten weich gespülten Verordnungen können dem verantwortungsvollen aufgeklärten Konsumenten nahezu gleichgültig sein. Er entscheidet selbst darüber, ob er und was er kauft...
Greenpeace hat gerade seine Umwelt-Rangliste aktualisiert. Wer sich ein elektronisches Teilchen anschaffen möchte und auf umweltverträgliche Produktion wert legt, sollte sich hier informieren. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Eliminierung bei der Verwendung von toxischen Inhaltsstoffen und wie genau das Unternehmen die Rücknahme der Altgeräte und dessen Recycling nimmt. Die Rangliste wird alle drei Monate neu erstellt.
Keiner der Kandidaten landet aber im grünen Bereich. So erhält Nokia lediglich 7.3 von maximal 10 Punkten. Auf den vorderen Plätzen sind seit August unverändert Nokia und Dell zu finden. Im Mittelfeld finden sich Fujitsu-Siemens, Motorola, Sony-Ericsson, HP, Acer, Lenovo und Sony. Dann folgen gegen Ende der Rangliste Panasonic, LGE, Samsung und Toshiba. Apple ist ganz abgeschlagen und scheint seine Stärken woanders zu haben und bekommt das harte Urteil: Wenig Punkte bei allen Kriterien und hat auch keinen Prozess dies Ändern zu wollen. Der ausführliche Bericht als PDF. Die Kurzfassung bei Greenpeace.org [Hier].
Freitag, 8. Dezember 2006
Nicht
nur die gefälschten Arzneimittel, sondern auch gefälschte Pestizide für
den Einsatz am Feld, stellen für die Gesundheit und Industrie eine
Bedrohung dar. Die europäische Saatgutschutz- Organisation ECPA schätzt den wirtschaftlichen Schaden weltweit auf
jährlich bis zu 510 Mio. Euro. Das sind etwa fünf bis
sieben Prozent des gesamten Marktwertes. Unter den falschen Chemikalien sind allerdings
doch einige sehr problematische, weil nicht zugelassene Stoffe, die
dann in Lebensmitteln wie etwa Obst und Gemüse im Supermarkt landen
könnten. Zudem laufen auch die Bauern Gefahr, wenn sie diese anwenden.
"Es habe bereits Fälle gegeben, wo Bauern ihre gesamte Ernte durch den
Einsatz derartiger Substanzen verloren haben", meint Rowe. (Quelle: pte.at)
Will man das Risiko möglichst gering halten, bleibt einem nichts anderes übrig, als biologisch angebaute Lebensmittel zu kaufen.
Mittwoch, 6. Dezember 2006
Vielleicht überlegt gerade der eine oder der andere noch eine Riester-Rente abzuschließen. Sie ist dazu gedacht eine private Altersvorsorge aufzubauen, die gleichzeitig vom Staat bezuschusst wird. Einige der Anbieter berücksichtigen auch Kriterien der Nachhaltigkeit. Hat man sich für ein Angebot entschlossen, empfiehlt es sich beim jeweiligen Anbieter die Aussagen nochmal genau unter die Lupe zu nehmen. Die Anlagestrategien gehen weit auseinander. So beziehen nur wenige alles, was man unter Nachhaltigkeit (Umwelt, Ökologie, Ethik, Sozialstandards) subsumieren würde mit ein.
Montag, 27. November 2006
Das FiBL hat 90 Argumente ausgewählt und in 16 Kapiteln zusammengestellt. Wenn nötig enthalten die Argumente eine Erläuterung. Jedes Argument ist belegt mit Forschungsergebnissen oder mit Artikeln aus den Schweizer Bioverordnungen und Biorichtlinien.
Wussten sie z.B. dass: - Ratten Bio bevorzugen, wenn man ihnen die Wahl lässt?
- Biotiere alle Auslauf haben?
- Biotiere bekommen keine Leistungförderer für schnelleres Wachstum
- Biopflanzen immer im Boden wachsen?
- Der Energieverbrauch um 30-50% geringer ist als im Konventionellen Anbau?
- Biomilch deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren enthält?
- Bioprodukte haben keine Pestizidrückstände
- Biobauern produzieren gentechnikfrei
- Biokälber drinken Milch und keine Milchaustauschstoffe
- Bioflächen enthalten mehr blühende Kräuter (wichtig für Bienen)
- und viele mehr.
PDF-Version zum runterladen: https://www.fibl.org/shop/pdf/1440-argumente.pdf
Freitag, 17. November 2006
Laut einer neuen Studie vom Organic Monitor (www.organicmonitor.com) ist auch letztes Jahr der weltweite Absatz von Bio-Lebensmitteln und -Getränken auf 40 Milliarden Dollar gestiegen.
Die Gute Nachricht daran: Solange der Absatz steigt, steigt auch die Fläche, die ohne chemische Pestizide, künstlichen Düngemitteln unnötig belastet werden und nachhaltig bebaut wird. Alles hat jedoch auch seine Folgen oder Gefahren: Wenn die wenigen Lebensmittelkonzerne es nun schaffen, die Verordnungen aufzuweichen, um mehr und billigere biologische Erzeugnisse in die Regale zu bekommen, wird die Lebensmittelqualität noch weiter darunter leiden. Des Weiteren wird die Abwärtsspirale für kleine Erzeuger sich weiter drehen. Die aus meiner Sicht nicht gewünschte Industrialisierung (auch) in der ökologischen Landwirtschaft schreitet immer schneller voran. Die Studie: #7002-40 The GLOBAL Market for ORGANIC Food & drink
Samstag, 4. November 2006
We feed the world - Essen Global ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss.
Der Film lässt Bilder sprechen, gibt keine eigene Wertung ab und zeigt einfach nur die Realität. In eindrucksvollen Bildern bekommt man Einblick in die Produktion von Lebensmitteln und was diese mit dem Hunger und Elend auf der Welt zu tun hat. Der Film sollte jeder gesehen haben. Er ist ab sofort überall erhältlich. Natürlich gibt es auch dazu das passende Buch. Auch dieses ist empfehlenswert. Also massenweise bestellen und zu Weihnachten verschenken! Auf der deutschen Website essen-global.de gibt es ein Infobereich der einem kleine Einblicke in die Thematik bietet (Der lange Weg vom Feld, Gentechnik in der Landwirtschaft, Industrialisierung in der Landwirtschaft, Leben im Überfluß und Hunger in der Welt, Subventionierte Ungerechtigkeit, Die ökologische Lebensmittelwirtschaft in Deutschland). Auch auf der Orginalseite we-feed-the-world.at gibt es entsprechende Seiten.
Dienstag, 24. Oktober 2006
Ozonloch so groß wie Russland und USA zusammen - Die Klimapolitik ist viel zu langsam Über dem Südpol waren 27,5 Millionen Quadratkilometer keinerlei Ozon mehr messbar. Die Ozonschicht filtert die ultravioletten Strahlen, fehlen diese führt das schnell zu Sonnenbrand nicht nur bei Mensch, sondern auch bei Tieren und Pflanzen.
Ursachen für die Zerstörung sind mehrere Faktoren. Eine davon ist das FCKW, ein anderer sind Temperaturen von unter 78°C. Das FCKW wurde in den 60'er Jahren schon als zerstörendes Gas ausgemacht und 1974 zweifelsfrei von der Wissenschaft dargelegt. Die internationale Politik hat es dann doch schon 1987 geschafft sich zu verpflichten keine Ozonkiller mehr zu produzieren. Ausnahme bildeten die ärmsten Länder. Das sich das Problem wieder verschläft, könnte in den Klimaänderungen liegen. Am Südpol waren es dieses Jahr im Schnitt 5°C kälter, was schätzungsweise noch mal zu einer Verschlimmerung der Situation um 10% ausmachen könnte. Nach aktuellen Schätzungen der Weltwetterorganisationen (WMO) wird es bis 2065 dauern, bis das Ozonloch wieder geschlossen sein wird. An diesen Zeitspannen können wir lernen, dass die Politik langsamer als im Schneckentempo über unsere Zukunft entscheidet. Übertragen wir das kurz auf das Kioto-Protokoll (CO2-Reduktionsverpflichtungen der Staaten): Bis jetzt haben noch nicht alle Staaten das Protokoll unterzeichnet. Auch nicht die USA, die der größte CO2-Emittent der Welt sind. Die bisherigen Unterzeichner nehmen es nicht so ernst und sind jetzt schon am Ankündigen, dass sie die selbst gesteckten Ziele nicht bis 2012 erreichen werden. Berücksichtigt man , dass diese Ziele tief gesteckt waren (eine Reduktion um 5% von dem Niveau von 1990) und die sich mittlerweile abzeichnenden Folgen und Auswirkungen... Im vergleich zum FCKW gibt es jedoch zum CO2 keine Alternativen. Hier gibt es nur einsparen was möglich ist, am besten mehr. Arbeiten, Mobilität, ernähren, konsumieren, usw. überall entsteht das berüchtigte CO2. Im November gibt es den nächsten Klimagipfel in Nairobi. Bis jetzt sieht es nicht danach aus, als könnten wir von der Politik Bahnbrechendes erwarten. Da können wir nur selber versuchen so viel wie möglich beizutragen. Energiesparen muss zum Volkssport werden!
Freitag, 13. Oktober 2006
Wenn Geld auf der Bank parkt, dann wird damit gearbeitet. Und da fängt die Verantwortung jedes einzelnen an. Mit der Politik der Banken, kann man selten einverstanden sein. Diese Finanzpolitik ist rein auf Gewinnmaximierung ausgelegt und nimmt auf menschliche Schicksale keine Rücksicht. Ethische, moralische, nachhaltige oder ökologische Kriterien sucht man vergebens. Die Einlagemenge an Geld kann von der Bank zum x-fachen an Krediten vergeben werden. Auf die Kreditvergabe hat man selber keinen Einfluss.
Doch die Bank kann man sich aussuchen. GLS-Bank oder die Umweltbank machen es vor. In Europa sind die "grünen" Geldanlagen seit 2002 um 36% auf etwa 1 Billionen Euro angestiegen. Da ist es wichtig auch Kriterien an die Hand zu bekommen, die Transparenz ermöglichen. Wer um grünes Geld von Investoren wirbt, muss künftig etwas genauer Auskunft geben: Die Global Reporting Initiative (GRI) gab jetzt einen neuen Standard für die Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen bekannt. Der Bericht selber wird freiwillig von den Unternehmen erstellt. An den Richtlinien selber arbeiten Unternehmen, Politiker, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), sowie Vertreter des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (Unep). Dieser Bericht enthält auch ethische und soziale Kriterien. Wer lieber an der Börse sein Geld "arbeiten" lässt hat dadurch einen Anhaltspunkt. Auch tummeln sich dort mittlerweile ein Haufen Ökofonds (Vorsicht der Begriff ist nicht geschützt). Wenn man sich informiert kann man jedoch beruhigt(er) sein Geld anlegen. Der Naturaktienindex kann ebenfalls zu Rate gezogen werden. Der passende Produkt (Fond) dazu liefert Greeneffects.com an, der ausschließlich Aktien aus dem NAI beinhaltet. Beim NAI gibt es ein kompromissarmes Auswahlverfahren. Gesellschaften, die aufgenommen werden müssen strenge ökologisch-soziale Kriterien erfüllen. Weitere Ökofonds und Informationen findet man bei Ecoreporter, nachhaltiges-investment.org, BUND: Besser leben, Bank wechseln oder auch bei Finanztest.
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