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Artikel mit Tag verbraucherschutz
Dienstag, 27. März 2007
Die Arzneimittelbehörde wird zur Dienstleistungsagentur für die Pharmabranche Für mich sieht das wieder wie ein Schildbürgerstreich der Politik aus. Ulla Schmidts erklärtes Ziel ist es das in Bonn ansässige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in ein wirtschaftliche Agentur zu verwandeln. Das Institut ist dafür verantwortlich Medikamente und Medizinprodukte zulassen und registrieren, sowie die Sicherheit der Präparate zu kontrollieren und die Anträge auf klinische Arzneimittelstudien zu genehmigen. Im Zuge der Europäisierung wird dies in Konkurrenz zu anderen Institutionen innerhalb der EU führen. Daher ist es richtig sich um die Zukunft zu machen. Nachteil der unternehmerisch geführten Institutionen, die das eigentliche Wohl der Patienten in den Vordergrund stellen, kann man sich leicht ausmahlen. Zielvereinbarungen werden an die Wirtschaftlichkeit geknüpft werden oder an der Anzahl der Zulassungen pro Jahr. Was wird passieren? Konkurrenz und Geschwindigkeit werden dem Patienten nicht dienlich sein, denn weniger Zeit bedeutet auch weniger über die Risiken und Nebenwirkungen wissen zu können. Die Prämien für schnelle Zulassung bei der Pharmaindustrie wird die Lobbyarbeit genau dort erfolgreich ansetzten. Diese 100%ige Gebührenfinanzierung hat zur Folge, dass die wirtschaftliche Unabhängigkeit verloren geht und damit auch die Aussagefähigkeit der Beurteilungen. Noch ein paar Fakten am Rande zu diesem Thema, die den Beigeschmack verdeutlichen: Jetzt schon liegt die Meldequote von Nebenwirkungen bei 5-10%. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass jährlich mindestens 16.000 Menschen an den Folgen unerwünschter Arzneimittelwirkungen sterben. Besser wäre es diese Behörde auf Gesundheitsvorsorge und Sicherheitsforschung zu profilieren und darauf hin umzubauen. Doch das würde ja Sinnvoll ausgegebenes Geld bedeuten. Der "Schieberegler" zwischen Patienten und Pharmaindustrie würde dann zu Gunsten der Patienten verschoben werden auf kosten der Pharmaindustrie. Verbraucherschutz sieht anders aus. Siehe dazu auch Artikel im Blog: Manager der Pharmaindustrie packt aus, Quelle: Taz 23.3.07: Arzneimittelsicherheit ade
Dienstag, 27. Februar 2007
Laut einer Pressemitteilung von Greenpeace ist ein Patent (EP 1330552) auf Milchkühe erteilt worden. Damit steigt die Gefahr, dass Agrar- bzw. Biotechnologiekonzerne die Tierzucht zunehmend mit Patenten kontrollieren und somit auch den Zugriff auf die Gene von Nutztieren. Wie bei den GVO-Pflanzen wird eine Erosion der genetischen Vielfalt stattfinden. Dies birgt eine große Gefahr, denn die Überlebensfähigkeit der Menschheit hängt mehr an der Vielfalt als an wenigen Varietäten.
Schaffen es die Konzerne diese Tiere den Landwirten aufzudrängen, werden diese noch mehr als bisher ihre Unabhängigkeit einbüßen. Lizenzabgabe sind dann für alle Nachkommen notwendig und werden mit allen Mitteln eingefordert. Vorteile kann ich bisher keine erkennen, da aktuell schon die Tiere an ihrer physiologischen Leistungsgrenze angelangt sind. Eine Kuh, die früher locker 10 Kälber gebären konnte, ist heute dazu als Hochleistungskuh nicht mehr in der Lage. Sie kommen auf maximal 2,3 Laktationen - Tendenz sinkend. Danach ist die Kuh schlicht und ergreifend fertig und löst sich praktisch innerlich auf. Bedenkt man noch, dass 3/4 der Bevölkerung Genmanipulierte Nahrungsmittel ablehnend gegenüber stehen, ist diese Entwicklung mehr als Bedenklich. Diese Ablehnende Haltung scheint mir aus dem tiefsten Inneren zu kommen. Das ist auch der Grund, warum die Konzerne alle erdenklichen Hebel in Bewegung setzten um eine Kennzeichnungspflicht zu verhindern. Wäre dieses Treiben grundsätzlich so positiv, dann könnte man stolz auf die Kennzeichnung sein und würde es sogar einfordern. Die Politik tut sich mal wieder extrem schwer ihrem Volk diese Wahlfreiheit zu ermöglichen - das wäre ja auch "nur" gerecht. Ich nutze derweil meine bescheidene Freiheit und gehe mal in den Bioladen einkaufen und hoffe auf positive Entwicklungen durch das Einreichen einer Petition bei der EU durch Greenpeace, die eine Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren, die mit genverändertem Futter ernährt wurden, fordert. Quelle: pressrelations.de: Patent auf genmanipulierte Turbo-Milchkühe erteilt Bild: wikimedia.org: Gladys_Rainbow.jpg
Montag, 22. Januar 2007
1. Letzte Woche stellte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Auftakt der Gründen Woche in Berlin das "Lebensmittel-Monitoring 2005" vor.
2. Greenpeace warnt vor giftigen Trauben und Salat. An das Ergebnis hat man sich schon gewöhnt. Generell sind Obst und Gemüse mit bis zu 10 verschiedenen Stoffen belastet. 15% der Proben von Früchten überstiegen die gesetzlich zulässigen Grenzwerte. Dies war eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2002. Bei Pfirsichen fand man nur bei 10% der Ware keine Rückstände. Während das BVL die Problematik runterspielt und von geringen Belastungen spricht, findet Chemieexperte Manfred Krautter deutliche andere Worte: Der Verkauf derartig giftiger Ware ist schlicht kriminell und ein schwerer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz. Isst
ein zwölf Kilogramm schweres Kind nur zehn einzelne Beeren dieser stark
belasteten Trauben, kann dies schon seine Gesundheit schädigen.
Beispielhaft wurde der Vergleich zwischen ökologischen und konventionell Angebauten Tomaten gemacht. Bei den Biotomaten fanden sich keinerlei Überschreitungen der Grenzwerte und in der Regel auch keinerlei Pestizid-Rückstände. Der Name des Bundesamtes ist jedoch irreführend. Denn die Untersuchungen werden nicht sofort unmittelbar nach dem die Untersuchungsergebnisse feststehen öffentlich publiziert, sodass der Verbraucher darauf reagieren könnte. Wir erfahren auch nicht wer das giftigste Obst und Gemüse verkauft - die Lebensmittelkonzerne werden so gedeckt. Erst nachdem alles aufgegessen ist, dürfen wir lesen, was wir vor einem Jahr aufgetischt bekommen haben. Greenpeace spricht sogar von Schlamperei im Seehofer-Ministerium, welches die Probleme noch verschlimmert... Der Verbraucher der Verantwortung übernehmen möchte kann gewissenhaft handeln und so oft es geht biologisch angebaute Produkte kaufen... Ich wünsche jetzt schon mal guten Appetit. Zum Weiterlesen:
Samstag, 30. Dezember 2006
Wer sich ein neues Handy zulegen möchte und sich für die Strahlung, die es abgibt interessiert findet auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) ausgiebige Informationen. Hier werden 814 aktuelle Mobiltelefone mit dem sogenannten SAR-Wert aufgelistet. Auch wenn die meisten wohl ihre Entscheidung nach dem Aussehen und Empfehlungen treffen werden, ist es doch ratsam sich zu vergewissern, dass die Wahl auch bei anderen Kriterien die erste Wahl ist. Soviel Verantwortung sollte man aufbringen.
Die Schwankungsbreite ist enorm und reicht von sehr guten 0,1 (Samsung SGH-Z560) bis sehr schlechten 1,94 (G112 von LG). Die BfS hat einen Richtwert von 0,6 Watt pro Kilogramm (SAR) für den Umweltengel vorgeschlagen. Nur ca. 30 % aller Handys liegen unterhalb dieses Grenzwertes. Die Vollständige Liste ist einzusehen beim BfS: Strahlenschutzkriterien für ein Mobiltelefon-Ökolabel
Freitag, 25. August 2006
Der neue Bio-Einkaufsführer für Berlin-Brandenburg mußte ohne eine Anzeige der Initiative "Save our Seeds" zur Reinhaltung des Saatguts von Gentechnik erscheinen. "Save our Seeds ersatzlos streichen", lautete die lapidare Anweisung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) an den Herausgeber, die "Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin und Brandenburg" (FÖL). Das Ministerium ko-finanziert die Informationsbroschüre, von der 700.000 Exemplare verteilt werden, und machte die Druckfreigabe von der Zensur abhängig.
"Für die Biobranche ist die Gentechnikfreiheit eine Überlebensfrage. Die Information der Verbraucher über dieses Problem zu unterdrücken, halten wir für keine Lösung", sagte Benedikt Haerlin von "Save our Seeds". Über die Zensur sei er verwundert. "Herr Seehofer hat sich bisher für die Reinhaltung des Saatgutes ausgesprochen. Ist ihm so viel vorauseilender Gehorsam gegenüber Monsanto, Bayer und BASF nicht peinlich? Soll etwa die Informationsfreiheit der Verbraucher da enden, wo die Förderung des Verbraucher-Ministeriums beginnt?"
Ich dachte eigentlich dass Zensur nur in diktatorischen Regimen an der Tagesordung steht...
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Dienstag, 22. August 2006
Da verlässt man sich auf die Kennzeichnungspflicht und muss jetzt feststellen, dass im herkömmlichen Langkornreis sich Gene wiederfinden, die von einer noch nicht mal (zumindest bis heute) zum Verzehr zugelassene Sorte (LLRICE 601 der Firma BayerCropScience) stammt.
Ein Rückruf sei nicht geplant. Unklar ist wie viel Reis verunreinigt wurde, wo er gerade verkauft wird und woher der Genreis stammt. Die letzten "angeblichen" Feldversuche liegen bereits 5 Jahre zurück. Ohne Worte... Quellen: Gentech-Reis ohne Zulassung unterwegs in den Supermarkt, llegaler Gen-Reis: Deutschland soll Importe aus USA stoppen!, Gefunden: Gentechnik im Reis
Donnerstag, 17. August 2006
Micheal Meacher war sechs Jahre Mitglied des britischen Parlaments (unter Antony Blair). Er wurde entlassen, weil er sich gegen den Pro-Gentechnik-Kurs stellte. In England soll ab 2009 gelten was Meacher plakativ so ausdrückt: "Sie wollen keine genmanipulierten Lebensmittel? Pech gehabt." Der kommerzielle Anbau von GVO soll 2009 kommen. Die Entschädigung für Landwirte, die keine GVO anbauen wollen, soll auf freiwilliger Basis funktionieren? Selbst das von der EU geforderte öffentliche Standortregister soll es nicht geben. Auch in England lehnen 85% der Bevölkerung genmanipulierte Lebensmittel ab! Die Frage ob nun genetisch veränderte Lebensmittel sicher sind wurde in der letzten Zeit durch Forschungsergebnisse eher mit dem Gegenteil beantwortet. So starben 55% des Nachwuchses von Ratten binnen weniger Wochen, die GVO-Soja gefressen hatten. Bei der Kontrollgruppe lag die Sterblichkeit lediglich bei 9%. Anstatt die Konsequenzen daraus zu ziehen, wird weiterhin, vor allem auf Druck der USA (Monsanto) in Europa der Anbau forciert... Kernfrage bleibt: Sind Profite weniger Agrokonzerne wichtiger als das Gemeinwohl? www.telegraph.co.uk: You don't want GM foods? Too bad
Freitag, 11. August 2006
Der Anbau von GVO in den USA ist 2006 weiter gestiegen. Bei Mais stieg der Anteil auf über 60%, bei Soja (gentechnisch vermittelten Herbizidresistenz) sogar auf 89%. Die Verbreitung von GV-Soja, -Mais und -Baumwolle liegt mittlerweile bei über 53 Mio ha Fläche. Die Sorten mit kombinierter Insekten- und Herbzidresistenz finden vermehrt Anbaufreunde... Quelle: Reifeisen.com
Donnerstag, 10. August 2006
Ursprünglich war geplant einen Teil des Genmaises in Mülltonnen, überdimensionalen Milchflaschen und Joghurtbechern zu packen und diese heute an die Campina (Landliebe, Südmilch, Tuffi u.a.) in Heilbronn zu übergeben.
Genmais (sowie Gensoja) wird in Deutschland an Nutztiere verfüttert. Obwohl die große Mehrheit der Verbraucher nach wie vor Genfood ablehnt ist eine Kennzeichnungspflicht für veredelte Produkte (Milch, Milchprodukte und Fleisch) vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Dies hat zur Folge, dass weder die milchverarbeitende- noch die fleischverarbeitende Industrie sich den Wünschen der Verbraucher annimmt. Die Wünsche des Kunden sind diesen Unternehmen offensichtlich gleichgültig. Quellen: Greenpeace: Gen-Mais wandert in die Tonne, Tagesspiegel: Greenpeace-Aktion; Polizei unterbricht Ernte von Genmais
Mittwoch, 9. August 2006
Die Studie fängt mit den plakativen Worten an: Verheimlichte Risiken; Was die Europäische Kommission wirklich über Gen-Pflanzen denkt. Im April 2006 veröffentlichte die EU-Kommission einen Bericht (Teil1, Teil2, Teil3) , in dem sie erstmals ihre Bedenken zum Anbau und Verzehr von gentechnisch veränderten Pflanzen zusammengefasst hat: Die offizielle Position der Europäischen Kommission: [...] gentechnisch veränderte Organismen (GVO) dürfen auf dem EU-Markt nur zugelassen werden, wenn nachgewiesen ist, dass sie völlig unbedenklich sind. Mariann Fischer Boel, Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.
aber hinter verschlossenen Türen sieht die Geschichte anders aus: Aus den wissenschaftlichen Empfehlungen, die dem Ausschuss jetzt vorliegen, geht hervor, dass es keinen eindeutigen, absoluten, wissenschaftlichen Schwellenwert gibt, um zu entscheiden, ob ein GVErzeugnis sicher ist, oder nicht. Vollständige Studie von Greenpeace und Friends of the Earth lesen: Verheimlichte Risiken: Report zur EU-Studie über Risiken von Gen-Pflanzen
Das Umweltinstitut München hat dem deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 5500 Einwendungen gegen einen geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Kartoffeln überstellt. Aufgrund von etlichen Verfahrensfehlern seitens des BVL als zuständige Genehmigungsbehörde wurde der Anbau für dieses Jahr verhindert.
Die manipulierten Kartoffeln (um die es in diesem Freisetzungsversuch ging) sind gentechnisch Verändert und produzieren das Carotinoid Zeaxanthin, welches angeblich vor Augenleiden im Alter schützen, die aufgrund von Fehlernährung wie etwa mangelndem Konsum von Gemüse auftreten können. In dem Artikel wird Harald Nestler, Vorstand beim Umweltinstitut München zitiert mit der Aussage: "Die Bürger haben klar gemacht, dass sie weder das Risiko kommerzieller noch experimenteller Gen-Pflanzen in der freien Natur wollen. Sie wollen gentechnikfreie Lebensmittel und eine gentechnikfreie Landwirtschaft." Leider nimmt die Politik davon viel zu wenig Notiz. Die Belange der Bürger werden wieder mal hinter den Interessen der Wirtschaft hinten angestellt... Quelle: Zahlreiche Einwendungen gegen genmanipulierte Kartoffeln (8.8.2006 - oekonews.at)
Donnerstag, 3. August 2006
Ein Reaktorkonstrukteur hält es für Zufall, dass keine Kernschmelze erfolgte. Was so passiert sieht man schön an der News-Suche von Google. Das klingt ja richtig vertrauenserweckend. Nicht das es etwas neues wäre, dass die Kerntechnologie im Grunde nicht beherrschbar ist, oder besser gesagt nicht immer. Warum wird bloß noch auf das veraltete Pferd gesetzt? Warum sind heute immer noch ein paar Milliarden Euro mehr Wert als tausende von Menschen? Im Sommer sind sie auch nicht mehr zu gebrauchen, da sie wegen Mangel an kühlem Wasser zum Teil abgeschaltet werden müssen. Dezentralität ist wie immer die Lösung 
Wer trägt die Verantwortung? Ganz einfach: Jeder selber. Keiner ist gezwungen den Strom von einem bestimmten Stromanbieter zu kaufen. Wenn nicht jetzt wechseln, wann dann? Hier gleich ein paar Wegweiser weg vom Atomstrom:
EWS Schönau + Natur Energie AG + Lichtblick GmbH + Greenpeace Energy Ab jetzt gibt es (hoffentlich) keine Ausreden mehr...
Montag, 17. Juli 2006
Eine neue Studie bestätigt eigentlich das, was jedem gesunden Menschenverstand klar ist:
Nach ersten Auswertungen scheint ein Zusammenhang zwischen Salmonellenbelastung, Betriebsgröße und Haltungsform zu bestehen: Größere Betriebe mit mehr als 3.000 Legehennen und Tiere in Käfighaltung waren häufiger betroffen als kleinere Betriebe und als solche mit Boden-, Volieren- oder Freilaufhaltung. Die Ergebnisse der Studie machen aber auch deutlich, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um den Verbraucher noch besser zu schützen. Künftig sollen Betriebe in Deutschland deshalb regelmäßig untersucht und bei
positiven Befunden gezielte Maßnahmen ergriffen werden. Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie die im Auftrag der Europäischen Kommission in den 25 europäischen Ländern durchgeführt und nun von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ausgewertet wurde. Lösung kann also nur das Gegenteil von dem sein, was die aktuelle Förderungspolitik (40 Millarden Euro/Jahr in der EU) verlangt: Kleine Betriebe müssen gefördert werden, die Ihre Tiere artgerecht halten. Diese haben keine Probleme - außer der der Existenz... Links zum Weiterlesen: Medizinauskunft.de, Aerztlichepraxis.de,
Stallpflicht fördert nur die Käfighaltung von Andreas König: Die Stallpflicht im Zuge der
Geflügelpestbekämpfung habe nach ihrer Ansicht nichts gebracht, "außer
zu einer Marktbereinigung zugunsten der Betriebe geführt, die auf
Käfighaltung setzen." Dies kann man nur bestätigen, denn die Lobby hat in der heißen Phase sich sehr stark gemacht, gegen die Käfigverordnung vorzugehen - leider mit Erfolg. So werden nicht die schon wie von Rot-Grün geplant 2007 das Verbot fallen sondern Jahre später und schlimmer noch mit stark aufgeweichten Maßen. Und dies obwohl der EU-weite Verbot der Käfighennenhaltung (bis 2012) schon geregelt ist. Selbst der Begriff wurde ausgetauscht. Käfighaltung nennt sich nun Kleinvolierenhaltung - sonst ändert sich aber "fast" nichts. Obwohl die Mehrzahl der Verbraucher diese überhaupt nicht wollen. Hier zeigt sich wieder die Ignoranz der Politik und was diese für ihr Volk tut: Wieder mal gar nichts. Selbst wenn der Verbraucher es wollte und keine Eier aus Käfighaltung kaufen würde, würden noch 50% der Eier nicht sichtbar in Nudeln, Gebäck usw... Diese sind leider nicht kennzeichnungspflichtig. Man kann eigentlich nur froh sein, dass wir die EU haben, denn diese ist die einzige politische Institution, die zumindest ab und zu für und nicht gegen ihre Mitbürger oder anders gesagt nicht nur für die Lobby Gesetzesvorhaben durchbringt...
Freitag, 23. Juni 2006
Gift in der Gurke, Schimmel im Schinken, Chemie im Shampoo oder nicht so viel Schokolade in der Verpackung wie angegeben. Die ursprüngliche Idee, dass der Verbraucher nicht alles Kaufen braucht, was (giftig) im Regal liegt, ist richtig. Der Effekt wäre: Miese Qualität verkauft sich nicht. Das Verbraucherinformationsgesetz sieht zwar vor, dass sich Verbraucher besser informieren können, zu mehr Transparenz wird es jedoch leider nicht beitragen. Dafür haben etliche Verwässerungen gesorgt. Die Krux liegt unter anderem in einem Passus, der besagt, dass eine Behörde die Aussage verweigern kann, wenn das Betriebsgeheimnis einer Firma gefährdet ist. Firmen sind nicht verpflichtet Auskunft zu geben!
Auch weiterhin werden die von den Behörden (sowieso) gesammelten Daten nicht veröffentlicht. Wir sollen nicht erfahren, dass der gerade im Supermarkt X verkaufte Sorte Gemüse der Pestizidgehalt deutlich über den gesetzlich geregelten Grenzwerten liegt. Die Industrie fürchtet mit einer weiter gehenden Informationspflicht an den Pranger gestellt zu werden. Man sollte doch annehmen, dass genau dafür unser Ministerium für alles mögliche und Verbraucherschutz da ist... wohl weit gefehlt. Über den Tellerrand geschaut, hat hier in Deutschland wieder mal keiner. Gehen wir z.B. nach England zur "Foods Standard Agency". Auf deren Website http://www.food.gov.uk/ kann man sich eine Vorstellung machen, wie es auch gehen kann...
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