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Artikel mit Tag verantwortung
Dienstag, 31. Juli 2007
Meeresbiologen bezeichnen sie als anthropogene Todeszonen. Nachgewiesen sind mitlwerweile über 200 solcher Zonen, die größten liegen im Golf von Mexiko und in der Ostsee. Ein drittel liegt vor den US-amerikanischen Küsten. Immer wenn übergroße Mengen an Nährstoffen wie Phosphate und Nitrate vor allem aus der konventionellen Landwirtschaft über Flüsse ins Meer gelangen. "Jährlich werden rund 35.000 Tonnen Phosphor und über eine Million
Tonnen Stickstoff in die Ostsee gespült", sagt WWF-Expertin Feucht. Unter diesen Bedingungen explodieren Algen und Cyanobakterien. Wenn sie absterben bedecken sie den Meeresboden und verbrauchen den kompletten Sauerstoff. Es entsteht somit die Todeszone. Dort ziehen sich Pflanzen, Fische und andere Meerestiere komplett zurück - falls sie es können, ansonsten ersticken sie.
Verantwortlich dafür ist der Verbraucher. Er kauft das konventionelle Essen und heißt zum Teil den "Biosprit" gut. Gerade dieser trägt zunehmend zum Problem bei. Wieder ein Grund mehr seinen Garten zu bewirtschaften und biologisch angebautes Essen zu kaufen! Quelle: Massensterben im Golf von Mexiko - Todeszone von 20.000 Quadratkilometern erwartet: www.pressetexte.de/pte.mc?pte=070720001
Mittwoch, 9. Mai 2007
Wie in einer Pressemitteilung von SÜDWIND Institut für Ökonomie und Ökumene zu lesen ist, haben die Billigklamotten bei Aldi. Die erbärmlichen Zustände in den Produktionshallen, wo Menschen wie Sklaven gehalten werden führen dazu, dass auf der anderen Seite die Brüder Karl und Theo Albrecht ein Vermögen von über 30 Milliarden aufbauen konnten.
Warum das so funktioniert ist ist in den drei Kurzfilmen von Wie funktioniert Geld zu sehen. Kurze Beschreibung der Arbeitsbedingungen oder warum das hier so billig zu kaufen ist: Die meisten haben eine 7-Tage-Woche. Gearbeitet wird in der Regel von morgens 8 bis abends um 21 Uhr. So kommen viele Frauen auf eine 336 Arbeitsstunden im Monat mehr als doppelt so viel wie hier. Oft leben die Frauen neben der Fabrik. An Freizeit oder Familienleben ist da nicht zu denken. Kündigen ist fast nicht drin, da man dazu die Erlaubnis des Arbeitgebers benötigt und noch zusätzlich Lohnverzicht üben muss. Der Lohn wird Monate zu spät ausgezahlt, sodass weiterer Druck zum durchhalten aufgebaut wird. Und Schulen bekommen Prämien, wenn sie Minderjährige vermitteln. Erlaubt ist das zwar laut Gesetzen nicht, doch die Realität scheint sich dafür nicht zu interessieren, genauso wenig wie die Käufer. Schöne neue Welt. Download der vollständigen Studie: http://www.suedwind-institut.de/downloads/ALDI-Broschuere_dl.pdf
Mittwoch, 7. März 2007
Das neue Buch von Hans-Ulrich Grimm "Katzen würden Mäuse kaufen", welches am 3. März erscheinen sollte wurde durch eine einstweilige Verfügung erstmal in seiner Auslieferung gestoppt. Diese wurde von Masterfoods erwirkt. Bekannte Marken wie Pedigree, Chappi und Frolic sind Produkte von Masterfoods. Der Autor ist bekannt durch seine kritischen Ernährungs-Bücher. Diesmal nahm er sich vor, die Wahrheit der Tiernahrung schonungslos aufzudecken.
Natürlich bekommen da Tiernahrungsmittelkonzerne kalte Füße, denn hier platzen Träume wie Seifenblasen, da wird der naive Mensch schonungslos aufgeklärt und die Nahrung unserer liebsten madig gemacht. Verantwortung übernehmen, selber denken der Natur auf den Teller schauen ist schwieriger als Dosen öffnen. Einige Gründe warum die Auslieferung des Buches so unangenehm schmeckt: - Rohstoffe der Tiernahrung kommt zum größten Teil aus Tierkörperbeseitigungsanlagen (dort werden tote Tiere zerlegt und verarbeitet)
- Die Werbung suggeriert feinstes Gourmetfilet (keine Kadaver...)
- Fleisch beim Discounter ist teilweise billiger als Tierfutter!
- Der Rohstoff (Kadaverteile) werden mit Konservierungsstoffen behandelt, damit sie nicht vergammeln
- Weil Tiere das nicht essen würden, kommen Aromen, Geschmacksverstärker und Süßstoffe dazu.
- Die "Zusatzstoffe" dürfen auf der Verpackung nicht angegeben werden.
- Ökotest fand schon einmal in allen untersuchten Tierfuttern Schimmelpilzgift
Alternativen gibt es natürlich. Dazu hat der gleiche Autor z.B. "Katzen naturnah ernähren geschrieben". Quellen: Taz.de: "Die Produkte bestehen aus Müll", Der Verlag: Einstweilige Verfügung gegen Schwarzbuch Tierfutter, bei Dogs&Blogs: Es ist mir eine große Feude...
Dienstag, 6. März 2007
Nur wer mitmacht, kann sagen er hätte alles versucht!
Schreiben sie unserem Landwirtschaftsminister eine Postkarte. Ein Textvorschlag mit dem folgenden Inhalt kann als Anhaltspunkt dienen: Sehr geehrter Herr Seehofer!
Ich baue in diesem Jahr in meinem Garten oder auf meinem Hof Gemüsemais an und werde daraus für das kommende Jahr Samen ziehen.
Sie bauen an einem neuen Gentechnikgesetz und einer "guten fachlichen Praxis" zum Anbau von Gentechnik-Mais. Bitte sorgen Sie dafür, daß der Wind in meinem Garten weht und die Bienen summen können ohne daß ich mir Sorgen um gentechnisch veränderten Pollen aus der Nachbarschaft machen muß!
Erlassen Sie strenge Haftungsregeln für alle Schäden durch den Anbau von Gentechnik, setzen Sie Abstände fest, die natürlichen Garten- und Ackerbau, freien Insektenflug, Nachbau, Tausch und Züchtung von Saatgut ohne Angst und Streit ermöglichen. Wo das nicht geht, können Sie nach europäischem Recht den Anbau von Gentechnik verbieten. Tun Sie das!
Mit freundlichen Grüßen
An die folgende Adresse
Horst Seehofer
Minister für Verbraucherschutz und Landwirtschaft
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin
Siehe auch: http://www.bantam-mais.de/aktion/eine-postkarte-an-horst-seehofer.html
Sonntag, 4. Februar 2007
Nach "We feed the world" kommt am 22. Februar wieder ein Film über das Essen in unseren Kinos. Diesmal handelt es sich um die kritische Auseinandersetzung mit Fastfood, der dazugehörigen Massenverarbeitung von Nahrungsmitteln und den Missständen in der konventionellen Tierhaltung.
Die Bilder in FAST FOOD NATION werden teils schonungslos vorgeführt, und sind eigentlich ein Skandal. Ein Skandal mit System, denn es geht nicht um Fehler und üble Machenschaften in dieser bestimmten Fabrik, in diesem einen Konzern. Es geht um unsere Verzehr-Gesellschaft als solche, die immer schneller immer billiger konsumieren will. FAST FOOD NATION zeigt, welch hohen Preis wir dafür bezahlen. Weitere Informationen auf fastfoodnation-film.de. Einen Guten überblick über den Inhalt bietet das PDF Fast-Food-Nation_Filmheft.pdf.
Freitag, 2. Februar 2007
Eine Buchrezension über das Buch "Bring Licht in die Welt" von Neale Donald Walsch
Neale schafft es in einem kleinformatigem Büchlein von nicht einmal 100 Seiten das wesentliche vom Tun hin zum Sein zu beschreiben. Es ist liebevoll und sehr einleuchtend beschrieben. Untermalt bzw. verdeutlicht werden die Kapitel durch Übungen. Diese dienen dazu, seinem Ziel (wer man sein möchte) näher zu kommen. Zu jeder Zeit versteht man was er meint - und das ist keine Selbstverständlichkeit bei Büchern, die dieses Thema behandeln. Es ist zwar einfach geschrieben, verlangt aber von einem die
vollkommene Aufmerksamkeit - wenn man das Buch nicht nur lesen will,
sondern auch an sich arbeiten möchte. Im Buch geht es um fünf Grundprinzipien und ebensoviele Schritte:
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Freitag, 12. Januar 2007
Die Artikel sollte jeder lesen, der glaubt die Pharmaindustrie ist an unserer Gesundheit etwas gelegen. Der wird hier eines besseren belehrt. Da werden Studien vernichtet, beschönigt, unterschlagen oder mehrfach gemacht, bis positive Ergebnisse vorliegen. Oder der Professor, der die Studie durchführt, bekommt die Finanzierung für eine andere Langzeitstudie zugesichert. Dass unter solchen Bedingungen nicht das herauskommt, was man erwarten würde kann mann sich leicht vorstellen. Desweiteren werden Mitarbeiter von Behörden umgarnt, auf Symposien in den Tropen eingeladen - also bestochen - damit die Zulassung bzw. die Preisverhandlung des Medikaments positiv ausfällt... Das ist der Normale Wahnsinn, den jeder Lobbyist als Aufgabe hat. Schön, dass jemand mal sein Gewissen erleichtern möchte und frei von der Leber berichtet.
Zum Weiterlesen empfehlen sich die Artikel in der Taz "ich habe Menschen bestochen" und "Ein Milliardengeschäft für den Pharmakonzern..." oder das Buch von John Rengen mit dem Titel: Rubio spuckt's aus. A Story from a Pharma-Insider. Bildquelle: commons.wikimedia.org
Sonntag, 7. Januar 2007
Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat eine neue Studie namens "Der lange Schatten des Viehs" vorgestellt. Weltweit erzeugen rund 1,5 Milliarden Rinder, 1,7 Milliarden Schafe und Ziegen, sowie unzählige Schweine und Hühner ca. 18% der freigesetzten Treibhausgase und damit knapp mehr als der gesamte Verkehr. Nicht nur die Masse der Tiere alleine, sondern die Bedingungen rund um die Haltung sind mit verantwortlich für die Umweltbelastungen. Brandrodung, Überweidung, Verschwendung von Wasser, Überdüngung, Antibiotika, Pestizide beim Anbau von Futter gehören zu den Verursachern.
"Die Viehwirtschaft gehört zu den Verursachern von einigen der schlimmsten Umweltprobleme." So Henning Steinfeld, leitender Autor der Studie Von einem drittel der weltweiten Ackerfläche wird mittlerweile Futter geworben. Die Gesamtfläche für die Tierhaltung beträgt mittlerweile ca. 30% des Festlands. So trägt die Rodung von Wäldern doppelt zur Erderwärmung bei. Ein Grund für diese Entwicklung sind zum einen immer mehr Menschen zum anderen aber der zunehmende Wohlstand, der zu überproportionalem Konsum von Fleisch führt - mit all seinen Konsequenzen.
Lösungsvorschläge liefert die FAO gleich mit. Runter mit den Subventionen, höhere Preise für die Nutzung von Wasser und Land klingen zwar gut, lassen sich aber sicherlich schwer durchsetzten. Dagegen verbesserte Beweidungs- und Fütterungsmethoden, effizientere Bewässerungssysteme und Biogasanlagen scheinen zum Teil an der ersten Argumentation zu hängen. Solange das alles zu billig ist, wird sich da leider nicht viel ändern. Eine US-Studie bestätigt jedenfalls, dass eine stärkere vegetarische Ernährung bei gleicher Versorgung mit Proteinen im besten Fall es zu einer Halbierung des Flächenbedarfs und der Düngemittel kommen könnte. Soweit wollte die FAO aber nicht gehen. Sie zitiert diese Studie lediglich. Was können wir hier tun? Die erste Klimawahl ist immer regional und ökologisch angebaute Ware. Da fallen unnötig lange Transportwege weg, Pestizide und chemische Düngemittel (sehr hoher Energiebedarf bei der Herstellung) werden nicht verwendet. Der Fleischkonsum ist zu überdenken. Es muss ja nicht so oft sein... Quellen: Taz 5.1.07 Vegetarier tun mehr fürs Klima, Bild: commons.wikimedia.org
Mittwoch, 27. Dezember 2006
Der Mensch ist mit einer überlebenswichtigen Gabe ausgestattet worden: ihm machen schleichende Veränderungen nichts aus. Er ignoriert sie förmlich bis der Leidensdruck für Veränderung spürbar wird. Vor Jahren lauschte ich einmal einer Radiosendung die über das Thema Wasser berichtete. Ein Wasserforscher legte ziemlich genau dar, warum das wichtigste Lebensmittel so kostbar ist. Er zeigte auch die Entwicklung von Verseuchung und Verknappung über die Jahre auf. Auf die Frage was man denn jetzt und in Zukunft tun könnte, war seine Antwort kurz und deutlich: So viel verbrauchen wie möglich! Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen was er damit gemeint hat und nun kann ich das fast verallgemeinert darstellen: Wir müssten eigentlich so schnell wie möglich Wasser und Erdöl verbrauchen, die Qualität der Nahrungsmittel so weit reduzieren, bis es nicht mehr satt machen, usw. Dann, wenn wir wirklich in ein Problem laufen, fangen wir an umzudenken. Je früher, desto eher wird sich etwas ändern. Warum zeige ich anhand eines Beispieles: Die EU-Minister haben letzte Woche wieder aller Vernunft die Fangquoten für Kabeljau in der EU festgelegt. Die Fangquoten werden von Jahr zu Jahr verringert. Nicht weil es Sinn machen würde, sondern weil nicht mehr rauszuhohlen ist und um die ganz große Katastrophe gerade nicht eintreten zu lassen. Der Bestand ist kurz vor dem Kollaps und mittlerweile weiß man auch (aus anderen Regionen), dass er sich danach nicht mehr erhohlen wird. Zum verdeutlichen eine Analogie: Ein Bauer hatte einen Stall voll mit Kühen. Eines Tages begann er, weil die Leute Kuhfleisch essen wollten jedes Jahr mehr Kühe zum Schlachter zu bringen als Kälber geboren wurden. Um das Angebot noch zu steigern fing er auch noch an, Kühe zu schlachten, die noch nicht einmal geschlechtsreif waren und so war der Stall bald nahezu leer...
Dienstag, 12. Dezember 2006
Anbaustopp für Genmais durch Pachtverträge
Rostock macht vor, welche Möglichkeiten Verpächter haben. Rostock hat beschlossen, dass auf den 2500 Hektar Ackerflächen, die der Stadt gehören kein genmanipuliertes Saatgut verwendet werden darf. Rostock geht davon aus, dass dies eine Signalwirkung hat und in weiteren Gemeinden "Schule" macht. Jeder der Flächen hat und diese verpachtet, hat diese Möglichkeit auf den Anbau Einfluss zu nehmen. Falls er keinerlei Bedingungen stellt, bekommt die Natur das zu spüren. Der Verpächter kann sich jedoch überlegen, ob er genmanipuliertes Saatgut, keine chemischen Pestizide oder Düngemittel auf seinen Feldern sehen möchte und entsprechende Klauseln im Pachtvertrag festschreiben. Die Verantwortung liegt bei ihm selbst und sollte nicht ungenutzt bleiben. Quelle: svz.de Anbaustopp für Genmais Verbot in Rostock bis 2018
Samstag, 9. Dezember 2006
Tanja Busse: Die Einkaufsrevolution - Wehe wenn wir richtig kaufenWenn der Verbraucher seine Macht nutzen würde, die er tatsächlich hat, gäbe es wie der Titel verspricht eine Einkaufsrevolution. Das Rezept ist trivial: Wenn niemand Eier aus Käfighaltung kaufen würde, gäbe es keine armen Hühner in Käfigen. Wenn keine Schnitzel aus industriell gehaltenen Schweinen kaufen und essen würde, gäbe es diese Haltungsform nicht mehr. Kaufentscheidungen für vertretbare Produkte sind kein Anschlag auf die freiheitlich-wirtschaftliche Grundordnung, sondern integraler Bestandteil. Der flexible Markt passt sich der Nachfrage einfach an. Der aufgeklärte Konsument wird zum Gegenspieler der globalen Wirtschaftsmächte werden. Die Wahrheit ist, dass wir selbst die Standards der Produktion festlegen. Die von Lobbyisten weich gespülten Verordnungen können dem verantwortungsvollen aufgeklärten Konsumenten nahezu gleichgültig sein. Er entscheidet selbst darüber, ob er und was er kauft...
Freitag, 8. Dezember 2006
Die spanischen Biobauern geraten wegen der zunehmenden Anbaufläche von gentechnisch verändertem (GVO) Mais immer stärker unter Druck. Die Anbauflächen von Biomais ist innerhalb eines Jahres um ca. 80% zurückgegangen. Beim Biomais ist aus verständlichen Gründen eine Null-Toleranz gegenüber Einkreuzung von genverändertem Mais vorhanden ist. (Quelle) Die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftsweise der Landwirte. Werden die Haftungsregelungen aufgeweicht, besteht eine große Gefahr für den Bioanbau. Würde der Gesetzgeber sich mehr an seinen Kunden orientieren - also der Mehrheit der Bevölkerung - müsste er berücksichtigen, dass immer mehr Menschen biologische Nahrungsmittel kaufen oder kaufen wollen (könnten sie sich diese leisten).
Sonntag, 3. Dezember 2006
Laut einer Studie von Forester kann die Bloggosphäre, wie man die Gesamtheit aller Blogs und deren Schreiber nennt, in kürzester Zeit Marken beeinflussen - postiv wie auch negativ. Der Einfluss der Blogger steige täglich. In der Studie werden auch Ratschläge den Firmen an die Hand gegeben, denn die "Tagebuchschreiber" sehen sich als unabhängige Beobachter und fühlen sich bei falschen Angaben belogen. Darüber wird natürlich schnell berichtet und das hat Folgen. Blogger sind zu einer wichtigen Stimme im Netz geworden. Na dann schreiben wir mal fleißig weiter und hoffen nicht nur Marken zu beeinflussen!!! Quelle: http://www.telekom-presse.at: Die neue Macht im Netz: Blogger
Montag, 27. November 2006
Das FiBL hat 90 Argumente ausgewählt und in 16 Kapiteln zusammengestellt. Wenn nötig enthalten die Argumente eine Erläuterung. Jedes Argument ist belegt mit Forschungsergebnissen oder mit Artikeln aus den Schweizer Bioverordnungen und Biorichtlinien.
Wussten sie z.B. dass: - Ratten Bio bevorzugen, wenn man ihnen die Wahl lässt?
- Biotiere alle Auslauf haben?
- Biotiere bekommen keine Leistungförderer für schnelleres Wachstum
- Biopflanzen immer im Boden wachsen?
- Der Energieverbrauch um 30-50% geringer ist als im Konventionellen Anbau?
- Biomilch deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren enthält?
- Bioprodukte haben keine Pestizidrückstände
- Biobauern produzieren gentechnikfrei
- Biokälber drinken Milch und keine Milchaustauschstoffe
- Bioflächen enthalten mehr blühende Kräuter (wichtig für Bienen)
- und viele mehr.
PDF-Version zum runterladen: https://www.fibl.org/shop/pdf/1440-argumente.pdf
Vor allem die Union mit Horst Seehofer (Bundesagrarminister) will die Forschung mit Gentechnik in der Landwirtschaft erleichtern. Darauf scheint er sich mit der Forschungsministerin Schawan in einem Eckpunktepapier geeinigt zu haben.
"Interessante Ansätze": - Bei Forschungsvorhaben soll ein geringerer Abstand gelten, als beim konventionellen Anbau
- Die Haftungsfrage ist auf den direkten Nachbarn begrenzt, weiter weg liegende Flächen werden nicht berücksichtigt
Das Verusacherprinzip gilt hier wohl mal wieder nicht. Wenn man schon so einen Anbau fordert, muss man logischerweise auch die Verantwortung dafür übernehmen. Hier wird per Gesetz geregeln, dass keine Verantwortung übernommen werden braucht. Das wäre ungefähr vergleichbar mit: Wenn ich Kirschen nicht beim Nachbarn klaue, sondern einen Garten weiter ist das schon in Ordnung. Und wenn ich das zu Forschungszwecken mache, kann ich die Bäume auch abernten, wenn sie weiter als 50m von meinem Grundstück weg sind. Dieser Argumentation würde doch niemand zustimmen.
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