Um unsere eigene Geschichte zu verstehen, ist es hilfreich einen Schritt zurück zu gehen. Dann wird man feststellen, dass die eigentliche Geschichte gar nicht aufgeschrieben wird. Wir sind geprägt von dem Krach nicht von der unsichtbaren (weil nicht wahrgenommenen) Kraft:
"Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach, als ein Wald, der wächst!"
Und was ist unsere Geschichte? Krieg, Zerstörung, Machtkämpfe. Also nur fallende Bäume. Die eigentliche Geschichte geht so unter. Der ganze Wald wird überhaupt nicht in Gänze wahrgenommen, all die schönen kleinen Pflänzchen und still wachsende Bäume verschiedenster Arten.
Bestätigung findet man leicht in den Nachrichten der Massenmedien, Filme, Spiele, Kultur, Konsum und so weiter... Es geht meistens um den Krach. Wir halten das für normal. Unser plastisches Gehirn wird durch diese gewaltige Flut an Normalität lernen, dass dies richtig zu sein hat und unreflektiert passiert das auch so. Doch der Wahrheitsgehalt wird bekanntlich nicht dadurch größer je öfter und lauter man etwas wiederholt.
Und wenn man genau hinschaut, wird die Schlagkraft des Kraches erhöht. Alarmismus hier Alarmismus dort, Katastrophen überall und schön wieder geht die Welt unter - same procedure as every year
Und wir halten das für normal, weil wir den Blick für das Schöne und Gute nicht mehr schulen. Nur noch Krach, Nebelkerzen und Ablenkung von den richtigen Problemen.
Immer wieder möchte ich verstehen, wie es zu nicht vernunftmäßig erklärbaren Personalentscheidungen kommen kann. Es ist in Firmen und Politik offensichtlich, dass all zu häufig nicht die geeigneten Personen an den richtigen Positionen sitzen - also "ausgewählt" werden - sondern... Das Peter-Prinzip scheint da etwas Licht in diesen Auswahlprozess zu bringen.
Es gibt Menschen, die verändern mein Denken. Es ist ein Geschenk mit
welcher Klarheit und Einfachheit Karl R. Popper Dinge formuliert.
Dafür, dass er mein Leben bereichert hat bin ich ihm zu tiefst dankbar. Hier eines meiner Lieblingsthemen von ihm:
Das intellektuelle Gefängnis
Im laufe eines Lebens (oft schon in jungen Jahren) baut man sich selber sein intellektuelles
Gefängnis. Was bedeutet dies? Wir entscheiden uns manchmal durch
Abwägung oder auch nicht für oder gegen Hypothesen oder Theorien
wie die Welt funktioniert.
Wie ist es gebaut?
Verschiedene Strukturen oder Standorte bauen diese Gefängnismauern. Gefangen sein können wir nicht nur in einer Sprache, sondern auch
in verschiedenen Systemen von Annahmen, Theorien, Glaubenssystemen,
"Ismen", Ethik, Werte und Moral. Denkende Menschen pflegen einen Rahmen zu entwickeln, in
den sie jede neue Idee, die ihnen begegnet, einzupassen versuchen.
Das Gefängnis ist eine Metapher, da wir es normalerweise
dies nicht als ein solches empfinden.
Aufmerksam werden wir erst durch den Zusammenprall der Kulturen. Genau
diese Aufmerksamkeit erlaubt es uns aus dem Gefängnis auszubrechen,
wenn wir wollen. Wir können es überwinden, wenn wir die neue Sprache
untersuchen, sie mit unserer eigenen Vergleichen und ihre neuen
Möglichkeiten ausnützen. Zugegeben, wenn wir so ausbrechen, gelangen
wir in ein neues Gefängnis, aber es ist ein viel größeres und
weiteres Gefängnis und ebenso wie vorher werden unter dem neuen Gefängnis
nicht leiden oder besser: wir haben jederzeit die Freiheit es kritisch
zu untersuchen und so wiederum in ein noch geräumigeres Gefängnis
auszubrechen.
Dieser Ausbruch aus dem Gefängnis ist natürlich keine Routine, er
kann nur das Ergebnis einer kritischen und schöpferischen
Bemühung.
Eine fruchtbare Diskussion kommt immer nur dann zustande,
wenn möglichst unterschiedliche Standpunkte aufeinander treffen.
die frühe Entscheidung
Viele Menschen entscheiden sich früh für ein solches Gefängnis und halten daran zwanghaft ein leben lang fest. Doch kommt man so der Wahrheit meist nicht näher. Ihr kommt man nur näher, wenn man immer wieder die eine Theorie gegen eine andere abwägt.
Massenmedien
Interessant finde ich, dass gerade die Massenmedien uns künstlich vorgaukeln, wie unsere Welt aussieht, bzw. aussehen soll und das Erfolgreich. Viele orientieren sich danach und bauen genauso ihr Mauern auf. Sie verinnerlichen dieses System so sehr, dass schon das kleinste in Fragestellen zu heftigen Reaktionen führt.
Dogmatismus
Sogar dieser lässt sich beinahe mit dem oben gesagten verstehen. Fanatiker und Dogmatiker haben ein besonders kleines aber sehr "lieb" gewonnenes Gefängnis. An diesem wird unter allen Umständen festgehalten und dieses bis auf das äußerste verteidigt. Hinter die Mauern schauen ist einfach nicht zulässig.
Schlussfolgerungen
Mir hilft diese Metapher auf verschiedene Weise. Zum einen hilft es andere Menschen zu verstehen. Sie haben sich oft eingemauert und es ist auch nicht immer angenehm hinschauen zu wollen. Denn erst beim hinschauen stellt man fest, dass man sich eingemauert hat und dahinter kommt erstmal unbekanntes und das ist unheimlich.
Zum anderen verstehe ich mein eigenes Leben besser. Wenn ich auf mein Leben zurück schaue, dann bin ich ständig dabei mein (neues) Gefängnis kritisch zu beäugen, nach dem Weg hinaus zu suchen und zu finden. Ein skeptischer Sucher. Ich suche den schöpferischen Umgang mit anderen Strukturen mit all seinen Konsequenzen - der Wahrheit zur Liebe!
Quellen:
Realismus und das Ziel der Wissenschaft Von Karl R. Popper, William Warren Bartley
Karl Popper in einem Vortrag über den "Mythos vom Standort"
Angesichts des vielen Blablas der Politikerkaste, möchte ich mich einfach dem Aufruf von Reinhard Mey anschließen, für alle die nicht mehr gewillt sind den Mund zu halten und nicht alles nachplappern was diese Damen und Herren so von sich geben, um uns ruhig zu stellen:
Es ist mir ein (eigentlich leider nicht) ein Rätsel, warum in der Politik keine Diskussion stattfindet, die in die Zukunft weist. Nichts deutet darauf hin, dass sich nur irgendeiner Gedanken macht. Ist es nicht an der Zeit? Wie im letzen Artikel schon beschrieben, herrscht das Prinzip "Mehr des Selben". Die kritische Diskussion, um die Ursachen und einen Weg hinaus findet in der Öffentlichkeit nicht statt. Das System wird nicht in Frage gestellt.
Die zu lösenden Herausforderungen in Stichworten:
Vollbeschäftigung=jeder hat eine sinnvolle Beschäftigung
welche Ökonomie (es gibt nicht nur Kapitalismus uns Sozialismus!)
intakte Umwelt, Klima, Meere etc., in der jeder und jedes seinen Platz finden kann
Ein weit verbreitetes Problem ist, dass wir in einer Gesellschaft der Opferkultur leben. Dass wir dazu auch erzogen werden ist im Grunde nebensächlich, denn jeder kann sich zu jeder Zeit entscheiden dieses Programm nicht mit zu machen. Wie Watzlawick sagt: Was uns Gott, Welt, Schicksal, Natur, Chromosome und Hormone, Gesellschaft, Eltern, Verwandte, Polizei, Lehrer, Ärzte, Chefs oder besonders Freunde antaten, wiegt so schwer, dass die bloße Insinuation, vielleicht etwas dagegen tun zu können, schon eine Beleidigung ist. Bloß nicht selber Verantwortung übernehmen.
Auch das "mehr des selben" stellt deutlich heraus, warum das Ändern sich so schwierig darstellt. In ihr werden die bestmöglichen Anpassungen als die auf ewig einzig möglichen betrachtet. Und diese sind nicht immer die bestmögliche, sondern die dafür gehaltene. Um eventuell die erfolglose oder immer schwierig werdendere Lage zu entkommen, wendet man mehr derselben "Lösung" an und erreicht damit genau nur noch mehr desselben Elends. Es beweist ja groteskerweise sozusagen, dass man sich noch nicht genügend angestrengt hat.
Ist es eine Binsenweisheit, dass der Mensch aus Körper, Geist und Seele besteht? Es wird jedenfalls so gesagt, doch im alltäglichen Umgang wird sicherlich die Seele vernachlässigt und der Geist wahrscheinlich sogar ganz beiseite gelassen. In der Medizin, also der Art und Weise wie Heilung vonstatten gehen soll wird der Körper völlig überbewertet und die Seele und der Geist fast ausgeschlossen - je nach Fachrichtung mal mehr mal weniger.
Das Buch über "das heilende Bewusstsein" stellt die richtige Hirarchie zwischen den Wesensgliedern wieder her. Dem Bewusstsein, also dem Geist wird die oberste Stufe bescheinigt.
Nach indianischer Vorstellung ist Krankheit ein Ausdruck eines Problems der Gemeinschaft, also geistiger Natur. Schamanen bezeichnen akute Symptome als eine Begegnung mit der Wirklichkeit hinter unserer sichtbaren Welt, der sich jeder Mensch stellen muss. Gesundheit basiert auf dem ausgleich allen Kräften des Himmels und der Erde - dem Einklang. Diese Balance muss immer wieder gefunden werden.
Das größte Problem bei der "konventionellen" Medizin ist, dass Fallgeschichten nichts gelten, denn sie sind nicht wiederholbar, nicht wissenschaftlich weil deren Methodik versagt. Anders herum formuliert, muss jede Anwendung (z.B. ein Medikament) gleich wer sie ausführt zum gleichen Erfolg führen. Diese Beschränktheit beruht auf dem selbst auferlegten Gesetz: Doppelblindstudien nach dem Goldstandard der medizinischen Wissenschaft. Überspitz dient dieser lediglich alternative Medizin zu verhöhnen (da unwissenschaftlich) und ökonomische Vorteile zu manifestieren.
Die Kraft des Willens und mit der Wärme des Herzens bestimmt vorgetragener Wunsch zu helfen kann alleine schon Wunder bewirken. Wenn man dazu noch lernt nicht ständig in die Krankheit hinein zu denken, entzieht man ihr die Grundlage, andernfalls verstärkt man ihre Symptome. Es sind also die "Gedankenformen", die diese Wirklichkeit schaffen. Dazu noch die Hoffnung stärken, den Glauben, dass Genesung möglich ist fördert das Gesund werden.
Augustinus hat Anfang des fünften Jahrhunderts es sehr schön formuliert: "Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern im Widerspruch zu dem, was wir von der Natur wissen."
Es wird auch beschrieben, dass die Heilungschancen sich verbessern, wenn man Heilung erwartet und wenn die Selbstverantwortung wieder übernommen wird, wenn sich mit z.B. Bildern beschäftigt, die positive Gefühle frei setzten und die Seele für Freude und Hoffnung (und damit für die Zukunft) öffnen. Die inneren Bilder des Geistes, sind real wie die äußerliche Wirklichkeit. Angst und Verzweiflung bewirken das Gegenteil: die Chancen verringern sich.
Warum werden wir Krank? Meistens verändert sich die Regulation der Gene durch innere oder äußere Einflüsse. Der Großteil der rund 35.000 Gene sind inaktiv und werden nur bei Bedarf an oder abgeschaltet. Äußere Einflüsse sind alles was auf Körper, Seele und den Geist einwirkt. Wenn man sich genau beobachtet, lernt man viele dieser Einflüsse kennen und spürt sogar die subtilen und direkten Auswirkungen - positive als auch negative.
Wenn die Hinwendung des Geistes zu den tieferen Schichten der Seele, zum Kern, in dem die alten Mythen und das Wissen um die Einheit allen Seins leben, offenkundig nützlich sind für die Gesundheit von Geist und Körper, dann ist Spiritualität ein Gebot der Vernunft! Seit alten Zeiten ist bekannt, dass Dankbarkeit und die Bereitschaft der Vergebung - anderen, aber auch und gerade sich selbst - heilsame Impulse für Seele und Körper auslösen.
Genauso wichtig wie die eigene Einstellung, scheint auch der Gegenüber (die Heiler und Heilerinnen) eine Rolle zu spielen. Wenn er im völligen Einklang mit seinen Vorstellungen ist und daran keinerlei Zweifel hat kann sich die Wirkung voll entfalten. Ob nun Energieflüsse, Engel, Naturgeister oder sonstwas, Hauptsache es ist deren Wirklichkeit. Letztendlich ist die Intension zu helfen, eine hohe Konzentration, gleichzeitig die Offenheit für Unerwartetes, innere Bereitschaft Heilung geschehen zu lassen, ohne sie erzwingen zu wollen. Dies scheint am Ende den Erfolg möglich zu machen.
Im allgemeinen werden Heiler nicht mit dem besten Ruf belegt, vor allem dann nicht, wenn Wunder erwartet werden und diese nicht sofort eintreten. Oft stellen sich Veränderungen aber erst mit der Zeit ein. In Verruf gerät sowas leicht, wenn die eigenen oder über Erzählung gehörten Enttäuschungen als Beweis für die Wirkungslosigkeit alternativer Methoden herangezogen werden. Am Ende ist es immer der Patient selbst, der sich wandeln muss. Gegen seinen Willen und seine Überzeugung kann der beste Heiler nichts ausrichten.
Natürlich sucht die Forschung nach Modellen, in denen der Körper selbst in einem komplizierten Zusammenspiel immunologischer und biochemischer Prozesse solche "Wunder" vollbringt. Doch brauchen wir das überhaupt? Eine alte Regel ist und bleibt: "Wer heilt hat recht". Und wer immer dort bleibt wo er ist, wird nie erfahren, was woanders möglich ist und vielleicht auf ihn wartet...
Der Glaube an einen allmächtigen Markt prägt
unsere Zeit. Wie die Religion versprechen Werbung und Konsum ein
gelingendes Leben. Die „rein marktwirtschaftliche Lehre“ wird so zum
Dogma und begründet die Vorherrschaft des Marktes in allen
Lebensbereichen.
Wolfgang Palaver schreibt im Cicero einen wunderbaren Artikel über unser "Leben" - wie es funktioniert, was dahintersteht.
Basierend vor allem auf den Aussagen von dem Philosophen Walter Benjamin aus dem Jahre 1921, der es schon damals excellent beschrieben hatte: „Im Kapitalismus ist eine Religion zu erblicken, d.h. der Kapitalismus
dient essentiell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen, Unruhen,
auf die ehemals die so genannten Religionen Antwort gaben.“
Aufgrund nahezu unwirklicher und widriger Umstände in den letzten Wochen, kam ich nicht so richtig dazu Zeit für allzu viele Nachrichten aufzubringen und mich damit auseinander zu setzen. Eine schöne Übung ist es sich selbst zu beobachten und zu reflektieren. Dies ergab durchaus sehr interessantes. Wenn ich nun die Gefühlswelt dieser anfangs angedeuteten Umstände beiseite schiebe, was bleibt dann übrig?
Diese Frage hat mich dazu bewogen diesen Artikel zu verfassen. Natürlich ist es eine Binsenweisheit, dass der "homo sapiens vulgaris" sich am meisten für Sex, Crime und Vips interessiert. Also kurz gesagt, was hauptsächlich so in der Presse von sich gegeben wird. Es ist ein sich selbst erhaltendes System. Angebot und Nachfrage bestimmen die Medien. Das paradoxeste Beispiel ist die Bild-Zeitung, die niemand liest, obwohl sie jeden Tag beängstigend millionenfach über den Ladentisch wandert. Aber auch die anderen Zeitungen sind auf die eine Art nicht viel besser. Liest man die ersten Seiten einer beliebigen Zeitung oder bezieht Informationen aus einer beliebigen Nachrichtenquelle im Fernsehen, Radio oder Internet, muss man im Grunde kerngesund sein - physisch wie psychisch. Da gibt es so selten etwas positives zu vernehmen. So selten, dass man sich nicht mehr daran erinnern kann, wann dies das letze Mal war. Der Rest ist dann noch Glamour und Reichengedönse, also irgendwas belangloses, das auf den ersten Blick schon unnütz ist. Den Sport will ich nur noch der Vollständigkeit erwähnen, denn schon die Römer wussten: Brot und Spiele braucht das Volk. Die Abhängigkeiten von Menschen an persönlich völlig unbekannten Menschen ist schon eigenartig.
Das Ziel kann doch nur sein die Seele und den Geist des Menschen zu umnachten, Abhängigkeit zu fördern und auf möglicht hohem Niveau zu stabilisieren. Die Opferkultur wird kultiviert. Das kann auf Dauer sicherlich nicht gesund sein.
Ablenken vom eigentlich wichtigen. Bloß nicht mit den wichtigen Dingen beschäftigen. Keine Zeit usw... Das kommt einem doch sehr bekannt vor.
Man kann nur sich selbst ändern und da gibt es bei den meisten sicherlich noch Potenzial. Warum sollte man sich also mit dem Zeugs beschäftigen, was jeden Tag das eigene Wesen zumüllt und fertig macht, anstatt es zu entwickeln? Die meisten werden nun sagen, ja das ist ja nichts neues, das ist alles bekannt. Doch wo bleiben die Konsequenzen?
Wissen nutzt nämlich rein gar nichts, wenn es nicht ins Bewusstsein schafft. Nur dann nutzen wir es auch. Das ist das einzige woran wir arbeiten sollten.
Durch die neulichen Turbulenzen an den Finanzmärkten und Börsen, macht man sich schon so seine Gedanken, wie diese merkwürdigen Konstrukte eigentlich funktionieren. Es ist und wird sicherlich nicht mein Spezialgebiet, aber es hat soviel Interesse in mir geweckt, dass ich mich damit kurz beschäftigen wollte. Zufällig (?) brauchte ich durch einen netten Gästebucheintrag von Steffen nicht suchen:
Nichts kann einen Sachverhalt so schön darstellen wie ein "übersichtliches" Bild
Auf der Webseite aufblau.de wird nicht nur dargestellt und hergeleitet wie das mit dem System Geld (Zinsen, Schulden, Gewinnen, Lohn, Staatsfinanzen, etc.) funktioniert. Nein, es wird auch ein Programm dargestellt, wie sich dieses Desaster auflösen lassen würde.
Jeder der sich näher damit beschäftigen möchte, lege ich es ans Herz sich das mal durchzulesen.
Zufällig bin ich über eine echte Definition von Nachhaltigkeit gestolpert. Viele hab ich schon gelesen, doch diese von den Onandaga-Indianern ist die beste:
Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als unsere - und hoffentlich besser.
Wenn wir auf der Mutter Erde gehen, setzen wir die Füße vorsichtig auf, denn wir wissen, dass die Gesichter unserer zukünftigen Generationen zu uns hochblicken. Wir vergessen sie nie. (Onandaga)
In unserer Kultur wird wahrscheinlich nur deshalb über Nachhaltigkeit geredet, weil sie nicht Bestandteil davon ist. Nach jahrtausendlangen sozialen Ungerechtigkeiten und Kultur der Ausbeutung, sind wir heute immer noch nicht sehr viel weiter. Bisher ändern sich nur die Mittel und die Formen. Hoffen wir, dass bald eine Zeit kommt, indem die Kultur so durchdrungen ist und selbstverständlich ist wie in der Indianischen Weisheit wiedergegeben.
Das Buch "Der Zauber von Findhorn" von Paul Hawken hat mich so tief berührt, dass ich für mich beschlossen hatte eine ausführliche Zusammenfassung zu schreiben. Hier im Blog steht die Entwicklung vor allem der Anfänge der Gemeinschaft und unter der Rubrik Biogarten die Beschreibung über den Garten. Ich kann nur jedem das Buch empfehlen zu lesen.
Es lebten drei Erwachsene und drei Kinder in einem Wohnwagen auf engem
Raum. So erfuhren alle, was es bedeutet in Harmonie miteinander zu
leben - und welche Hölle es war, wenn keine Harmonie herrschte. Da
wurden Persönlichkeits-Kanten abgeschliffen. Mit der Zeit lernten sie,
sich aufeinander einzustimmen, ein größeres Ganzes zu sein und als
Gruppe zusammen zu leben und zu arbeiten. Wenn Eileen Weisungen von der
Führung bekam setzte es Peter sofort um.
Findhorn liegt an einem Ort, welcher relativ unverseucht ist von Gedankenkräften, Energien und Gewohnheiten der Vergangenheit. Hier gibt es keine Dogmen oder Bekehrungseifer. Hier war nichts zu predigen, nichts zu erteidigen, nichts, worauf man unbedingt bestehen musste. Man spricht über den Dienst am Planeten und demonstriert dies auch. Es ist nicht was sie tun, sondern wie, mit welcher Einstellung es getan wird. Es ist diese außerordentliche Sorge, Liebe und Hingabe bei jeglicher Arbeit. Sie dienen in dem Wissen, dass Gott und sie eins sind.
Die geistigen Lehrer in Findhorn waren alle geistiger Natur. Angefangen von Devas, Erzengel, Saint-Germain, Sir Francis Bacon bis hin zu Brüdern aus dem Weltraum und andere Wesen. Alle haben Durchgaben gemacht.
Die "Old-Age"-Eigenschaften: Egoismus, Wettbewerb, Visionslosigkeit und Mangel an Disziplin und Glauben existieren dort nicht. Findhorns Bedeutung liegt in der Demonstration, dass die Menschen das Geschick der Welt in die Hand nehmen können. Hier sind Menschen, die ihr Schicksal nicht so eng sehen, die sich nicht als hineingeworfen betrachten in die feindliche Welt, sondern als göttliche Wesen, die sich mit dem höheren Bewusstsein verbinden können und einstimmen auf den Willen Gottes. Findhorn ist also ein Ort, wo die Menschen eher eins mit dem Plan werden, ihn mit Leben erfüllen, als dass sie ihn in mosaischer Tradition vom Berggipfel religiöser Bürokratie empfangen. Hier gibt es keine Energie, die durcheine Hierarchie von Priestern und Königen vermittelt wird. Das planetarische Bewusstsein steht über den kulturellen, nationalen und rassischen Denksystemen. Es ist die Verschmelzung mit dem Gewahrsein des Größeren, des Planeten. Es ist nicht nur eine Gemeinschaft von Menschen sondern ein arbeitender Organismus. Findhorns Rolle ist zu zeigen, dass es funktionieren kann, dass dies nicht nur eine hübsche Idee ist.
Das Ziel ist für alle das gleiche: Gott zu dienen. Gott ist in allem Sein und deshalb auch in uns. Für jeden von uns ist es möglich, sich mit der Inneren Quelle, mit Gott, zu verbinden und von ihr führen zu lassen. Dabei spielt der Geist der Liebe eine wichtige Rolle. Liebe, wo Du bist, liebe, wer du bist, liebe, was Du tust, liebe, mit wem Du es tust, das sind Maximen der Gemeinschaft. Dass diese Liebesorientierung zu einem anderen Verhalten zu sich selbst, aber auch zur sozialen und natürlichen Mitwelt führt, liegt auf der Hand. Beispielsweise wird die Verbundenheit und Pflege der eigenen Lebensräume und Gärten als wichtig erkannt. Für die Gäste der Findhorn Foundation wie auch für ihre Mitglieder ist es eine Freude, die Gärten zu genießen, die mit viel Liebe zum Detail kultiviert sind. Ein weiterer zentraler Leitspruch lautet: Arbeit ist Liebe in Aktion (work is love in action). Damit verbunden werden Geduld, Beharrlichkeit und Ausdauer (patience, persistance and perserverance), auch Einfachheit und Schönheit werden gepriesen, und Perfektion in allem wird zum Ziel. Menschliche Arbeit erscheint als Ausdruck eines inneren Reichtums. Jeder Handgriff wird zum Gebet und jede Salatschüssel zum Kunstwerk.
Nach der allgemeinen, großen Einstimmung im Sanctuary geht jeder zu seiner Gruppe zur Gruppen-Einstimmung. Dort fasst man sich dann an den Händen und meditiert kurz über die Gruppe, ihren Zweck, ihre Rolle und Funktion im größeren Ganzen und dann beginnt man mit der täglichen Arbeit.
Der Mythos von Findhorn ist der Mythos der Schöpfung, einer Wiedergeburt des Menschen, der empor wächst in ein völlig neues Bewusstsein. Es gibt der Persönlichkeit den Antrieb loszulassen, woran immer sie hängt. Wirkliche Sicherheit kann man erst finden, wenn die Persönlichkeitsebene re-organisiert ist auf die Seele, in gewissem Sinne aufgegeben, und die einzige wirkliche Konstante ist dann die Beständigkeit der Veränderung selbst. Dieser Zauber ist in uns, immer, allezeit. Es gibt nichts in Findhorn, das nicht jedermann in sich hätte.
Veränderungen, das Aufgeben der liebgewonnenen Ideale und der alten Gedankenmuster entwurzeln und können uns auf den Kopf stellen, lassen ein tiefes Gefühl von Unbehagen und Konflikt in denen entstehen, die ihm Widerstand leisten. Sie können aber auch das überwältigende Gefühl von Harmonie und Frieden in denen erwachsen lassen, die sich den neuen Energien öffnen. Das Alte muss weichen, bevor das Neue aufgehen kann.
Oder der 10 Punkteplan zur effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen in drei Kurzfilmen erklärt:
Um die drei Filmchen anzuschauen einfach auf das Bild rechts klicken (zeigt den erweiterten Eintrag an). Lohnt sich wirklich und der Lerneffekt ist garantiert!!!
Punkt 1: Die Vorbereitung Punkt 2: Das Geld: Der Grundstein unseres Konzepts Punkt 3: Die Bank das zentrale Machtinstrument Punkt 4: Der Zins. Erhöhe den Druck Punkt 5: Der Zinseszins. Verzinse die Zinsen Punkt 6: Das Papiergeld. Beginne dich von realen Werten zu lösen Punkt 7: Das Buchgeld. Die Befreiung des Geldes. Punkt 8: Die multiple Geldschöpfung. Es werde Geld. Punkt 9: Das moderne Banksystem Punkt 10: Inflation und Deflation. Stabile Preise.
Der Einstieg in die Grundsicherung lässt sich durch mehr Ökosteuer problemlos finanzieren
Der Ansatz gefällt mir, da er zwei Weiche stellt: 1. Umweltbelastung verteuern (Verursacherprinzip), 2. die Grundsicherung einführt und finanziert. Die soziale Absicherung wird gestärkt und die Wirtschaft wird ökologisch umgebaut.
Der Vorschlag sieht folgendermaßen aus: Ein Liter Sprit und Heizöl wird 10 Cent teurer, ein Kubikmeter Erdgas auch. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom steigt um 1 Cent und der Preis einer Tonne Kerosin um 100 Euro. Der Flächenverbrauch wird ebenfalls besteuert mit 5 Euro pro Quadratmeter. Vergünstigungen gibt es keine - für niemand.
Kritiker könnten jetzt meinen, dass es Abzocke ist. Jedoch fließt das Geld 1:1 zurück an die Bürger. Insgesamt wären 20 Milliarden Euro zu verteilen und der erste Schritt hin zum Grundeinkommen. Das macht dann ca. 250 Euro pro Person. Diese Ökosteuer muss natürlich über die Zeit weiter steigen.
Da beide Konzepte alleine nicht durchsetzbar sind, ist die Kombination ideal und wird wahrscheinlich von den meisten akzeptiert werden - außer von denen, die viel verbrauchen wollen.
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