Der Einstieg in die Grundsicherung lässt sich durch mehr Ökosteuer problemlos finanzieren
Der Ansatz gefällt mir, da er zwei Weiche stellt: 1. Umweltbelastung verteuern (Verursacherprinzip), 2. die Grundsicherung einführt und finanziert. Die soziale Absicherung wird gestärkt und die Wirtschaft wird ökologisch umgebaut.
Der Vorschlag sieht folgendermaßen aus: Ein Liter Sprit und Heizöl wird 10 Cent teurer, ein Kubikmeter Erdgas auch. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom steigt um 1 Cent und der Preis einer Tonne Kerosin um 100 Euro. Der Flächenverbrauch wird ebenfalls besteuert mit 5 Euro pro Quadratmeter. Vergünstigungen gibt es keine - für niemand.
Kritiker könnten jetzt meinen, dass es Abzocke ist. Jedoch fließt das Geld 1:1 zurück an die Bürger. Insgesamt wären 20 Milliarden Euro zu verteilen und der erste Schritt hin zum Grundeinkommen. Das macht dann ca. 250 Euro pro Person. Diese Ökosteuer muss natürlich über die Zeit weiter steigen.
Da beide Konzepte alleine nicht durchsetzbar sind, ist die Kombination ideal und wird wahrscheinlich von den meisten akzeptiert werden - außer von denen, die viel verbrauchen wollen.
Quelle: Taz 12.01.2007 Rasen für die Grundsicherung
Kommentare