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Freitag, 23. Mai 2008
Die Politik weiß spätestens seit 1982 durch ihre eigene Expertenkommision (Enquete-Kommission „Zukünftige Energiepolitik“ des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1982), dass Hausisolierung, effiziente Motoren, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und Kraft-Wärme-Kopplung ein muss darstellen. Insgesamt wurden 60 Maßnahmen vorgeschlagen. Ziel war u.a. die Erarbeitung von Empfehlungen für langfristige Entwicklungsmöglichkeiten der Energieversorgung, für den Bedarf an Energiedienstleistungen unter Einbeziehung der Einsparmöglichkeiten sowie für Maßnahmen zur Sicherung des erforderlichen Angebots von Energieträgern unter besonderer Berücksichtigung von Maßnahmen zur Verringerung der Ölabhängigkeit und Umweltbelastungen.
Gut 35 Jahre des (fast-) nichts Tuns ist eine lange Zeit. Und weiter werden wichtige Entscheidungen einfach nicht getroffen bzw. verschoben, verwässert und unsere fossilen Energieträger werden teurer und teurer... Die Zusammenfassung der Studie "Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung für den Ersatz Überalteter Kraftwerke in Deutschland" fasst die Fakten sehr schön zusammen:
Eine zukunftsfähige Energieversorgung Deutschlands kann nur auf Basis erneuerbarer Energien erfolgen. Die schon deutlich spürbaren Auswirkungen der anthropogenen Klimaveränderung und die Endlichkeit der fossilen Energieträger lassen nur wenig Spielraum für andere Entwicklungen offen. Der in nächster Zeit notwendige Kraftwerksersatzbedarf bietet die Möglichkeit ohnehin notwendige Investitionen im Energiesektor primär in den Ausbau erneuerbarer Energien zu lenken. Bessere fossile Kraftwerkstechnologie oder Technologien zur Abscheidung und Deponierung von Treibhausgasen mindern weder die Aufzehrung der fossilen Energieträger, noch können sie langfristig einen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Sie binden aber Finanzmittel, die dann nicht für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu Verfügung stehen. Es wird Aufgabe der Politik sein über die notwendigen Maßnahmen zu entscheiden und die richtigen Rahmenbedingung zu schaffen um jetzt die sich bietende Chance zum Einstieg in eine zukunftsfähige Energiewirtschaft zu nutzen. Technologisch bedingte Hindernisse stehen dem kaum entgegen.
Die Realität sieht aber seit damals anders aus, nichts als viel heiße Luft... Quellenangaben:
Donnerstag, 17. Januar 2008
Die Petition:
Mit der Petition soll erreicht werden, dass gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) nicht patentiert und in der Land- und Forstwirtschaft
ausnahmslos gesetzlich verboten werden. Mit der Petition soll verhindert werden, dass die biologische Vielfalt in Deutschlands Böden
und landwirtschaftlichen Erzeugnissen durch Verunreinigung mit GVOs für immer verloren geht. Das empfindliche ökologische Gleichgewicht aller
natürlichen Organismen muss erhalten bleiben. Begründung:
Unbestreitbare Tatsache ist, dass freigesetzte Organismen nie mehr vollständig aus der Natur rückholbar sind; auch nicht GVOs, die sich
nachträglich als große Gefahr erweisen. Sie bleiben nicht auf den Ursprungsort begrenzt, sondern vermehren sich unaufhaltsam. Bisherige, gentechnische Veränderungen an Lebewesen zeigen, dass die Ergebnisse unvorhersehbar sind, und gentechnische Manipulation in der Landwirtschaft keine zuverlässige Methode darstellt. Gifthersteller und große Saatgut-Konzerne streben eine weltweite Monopolstellung an. Mittels patentiertem, gentechnisch verändertem Saatgut, das nur einmal auskeimt (Terminator-Technologie) sollen Landwirte von diesen Firmen abhängig werden.
Die gentechnisch veränderten Pflanzen kreuzen sich mit verwandten Wildpflanzen und mit artgleichen Pflanzen aus biologischem Anbau. Dadurch wird bald der gesamte Bestand dieser Art durch Fremdgene mit unbekannten Folgen verunreinigt. Freisetzung gentechnisch veränderter Arten macht jahrzehntelange Züchtungsarbeiten wertlos.
Folgen einer gentechnischen Verunreinigung sind unvorhersehbar und oft nachteilig für Mensch und Natur. Gentechnische Veränderungen können nicht gezielt vorgenommen werden, sondern Arbeiten nach der Methode von Versuch und Irrtum.
Da eine unbeeinträchtigte Koexistenz von natürlichen- und gentechnisch veränderten Arten nicht möglich ist, wären deutsche Bürger am Ende dazu gezwungen, ausschließlich gentechnisch veränderte Landwirtschaftsprodukte zu essen. Eine Wahlfreiheit besteht nicht mehr, sobald alle genetisch unveränderten Produkte verschwunden sind.
Bisherige Reinheitsgebote der Nahrungsmittel können nicht mehr eingehalten werden.
Durch unvorhersehbare Bildung neuartiger Eiweiß-Stoffe in den GVO kann es zum Auftreten neuartiger Allergien kommen.
Die Kombination von Totalherbizid und resistenten Nutzpflanzen erzeugt noch nie dagewesene Monokulturen. Die Anfälligkeit dieser Monokulturen gegenüber Krankheiten und Schädlingen wird man mit mehr Gift und gentechnischer Manipulation auszugleichen versuchen – ein Teufelskreis entsteht.
Die Natur wird gegen neue Gifte schnell resistente Arten bilden, so dass man neue Super-Unkräuter heranzüchtet, anstatt sie zu reduzieren.
Gentechnische Manipulation in der Landwirtschaft erzeugt keine nachhaltigen Werte für spätere Generationen, sondern zerstört deren
unersetzbare natürliche Lebensgrundlagen.
Petitionen sind eine der wenigen wirklich demokratischen Verfahren, wo der Bürger direkt die Möglichkeit hat sich an der Politik zu beteiligen. Also nicht meckern, sondern mitmachen. Deshalb klickt auf den folgenden Link und bitte so zahlreich wie es nur geht mitmachen bei dieser öffentlichen Petition.
Montag, 17. Dezember 2007
Es war eine typisch politische Veranstaltung. Es wurde viel geredet, sehr viel geredet und herausgekommen ist was man erwarten konnte: Es wurde wahrscheinlich mehr klimaschädliches CO2 durch die Konferenz verbraucht, als in der nächsten Zeit dadurch eingespart wird. Das einzig Gute daran war, es wurde das Thema weiter auf das politische Tablett gebracht. Am Ende geben sich alle zufrieden und verkaufen einem den "Abschluss" als einen großen Erfolg, vor allem dass man noch 2 Jahre weiter verhandeln will. Bloß nicht festlegen. Vergessen scheinen die vom IPPC vorgelegten Berichte. Vergessen, dass vor vielen Jahren schon einmal verhandelt wurde und die damals selbst gesetzten Ziele nicht mal ernsthaft versucht wurden zu erreichen. Warum auch? Es gibt ja keine Konsequenzen... außer wahrscheinlich die unsere Kinder oder Enkel ausbaden müssen und das ist ja noch lange hin.
Deutschland redet mit, redet über eine Vorreiterrolle. Redet davon, dass sie den Treibhausgasausstoß seit 1990 verringert hätten, dabei wird die Wahrheit verschwiegen. Denn es liegt so ziemlich alleine daran, dass die Volkswirtschaft der ehemaligen DDR demontiert wurde. Ist es Zufall, dass es gerade nach einem metaphysischen "ab 1990" berechnet wird? Und nun warten wir weiter ab. Es ist einfach noch nicht folgenreich genug. Die Auswirkungen sind noch nicht stark genug zu spüren, hier in Mitteleuropa merkt man noch wenig bis nichts. Dem Menschen obliegt leider eine frühere notwendige Trägheit gegenüber schleichenden Veränderungen und gerade wenn es um lieb gewonnene Privilegien geht, sieht es besonders schlecht aus. Die Unwetter sind bei uns ja nicht so schlimm und die Völkerwanderungen auch noch sehr begrenzt und wenn dann nicht hier. Wir bleiben einfach optimistisch für die Zukunft und vertrauen darauf, dass den Politikern, Wissenschaftlern und all den anderen schon was einfallen wird um uns zu retten. Das schöne daran ist, wir brauchen nichts zu tun, denn die Verantwortung haben wir schon lange abgegeben, dass ist nämlich viel bequemer so. Einschränken braucht man sich damit auch nicht und kosten, ja kosten darf es sowieso fast nicht mehr. Und dann werden dich und mich unsere Kinder fragen, was wir denn dagegen getan haben, damit es nicht so weit hätte kommen brauchen. Und dann hoffentlich haben wir wir eine gute Antwort...
Samstag, 1. Dezember 2007
Auch für Glos und Gabriel gilt letztendlich nur was sie in Gesetzte oder Verordungen gießen. Daran kann man sie messen. Diesmal wollen sie tatsächlich den Käufern die altbekannte Skala von A bis G, die sich halbwegs bei Haushaltsgeräten bewährt haben, auch für Autos einführen. So die gute Nachricht. Grundsätzlich ist daran oberflächlich nichts auszusetzen.
Nur wenn ein Daihatsu Cuore mit seinen 104 Gramm CO2 pro Kilometer deutlich schlechter abschneidet als ein drei Tonnen Geländewagen mit 240 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer. Das Label ist durch die Differenzierung nach Gewicht nur ein Geschenk für die deutschen Autokonzerne, die mehrheitlich große und Leistungsstarke Fahrzeuge herstellen. Der Verbraucher hat schon lange die Macht die Flotte der Hersteller zu verändern, doch ist immer noch das Auto ein Statussymbol und Prestigeobjekt. Solange es so viele Scheinmenschen gibt, wird sich nicht viel ändern. Nur der steigende Ölpreis macht mir Hoffnung auf kleinere und effizientere Autos... Derweil hat man aktuell die Möglichkeit sich auf spritmonitor.de sich die sparsamsten Autos herauszusuchen, nicht nach irgendwelchen hoch glänzenden Marketingheftchen oder nach theoretischen DIN-Normen, sondern der aus dem richtigen Leben. Interessant fand ich, dass die beiden sparsamsten Modelle nicht mehr hergestellt werden.
Mittwoch, 14. November 2007
Mal eine gute Nachricht aus der Politik:
Ab heute brechen härtere Zeiten für Verursacher von Schäden an "Umweltgütern" an: Wer bei einer beruflichen Tätigkeit die Umwelt schädigt, hat diesen Schaden wieder zu beseitigen. Dies besagt das Umweltschadensgesetz (USchadG). Behörden und Umweltverbände wachen über den Vollzug des Gesetzes. „Das neue Umweltschadensgesetz stärkt das Verursacher- und das Vorsorgeprinzip“, erläutert der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge. „Dies bringt der Umwelt einen Nutzen durch Prävention: Weil Berufstätige, beispielsweise Unternehmer, spätere Schäden auf eigene Kosten zu sanieren haben, schafft das neue Gesetz den Anreiz, sich jetzt so vorsichtig zu verhalten, dass Umweltschäden und damit Sanierungskosten gar nicht erst entstehen.“
Eigentlich ist das ja schon ganz lange überfällig, dass das Verursacherprinzip sich durchsetzt. Nichts anderes ist aus meiner bescheidenen Sicht als selbstverständlich zu betrachten. Hoffen wir, dass es so wird, wie es sich anhört! Quelle: Umweltbundesamt
Samstag, 10. November 2007
Innenminister sind Angst an die Wand malende und Horrorszenarien treibende Menschen. Sie versuchen ständig alles schwarz zu malen und alles dafür zu tun, um die Menschenrechte abzubauen. Gleichzeitig sind sie stets bemüht ihren Geheimdiensten oder anderen unterstellten Behörden mehr Macht zu verleihen, vor allem in der Bespitzelung des normalen Bürgers. Alles für die Sicherheit!
Ein paar Stichworte: Telekommunikationsüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, heimliche Online-Durchsuchungen, erweiterte Rasterfahndung, großer Lauschangriff, Speicherung der Fingerabdrücke, biometrische Passdaten, Nutzung der Mautdaten, Fluggastdatenspeicherung und vieles mehr. Alles für die Sicherheit? Ich hoffe nur, das bei den nächsten Wahlen nicht gleich wieder zu viele vergessen haben, was die SPD, CDU und CSU uns da eingebrockt hat. Ein Sprichwort, was ich mal an der Wand gesprüht gelesen hatte passt da ganz gut dazu: Alle dummen Kälber wählen ihre Schlächter selber. Ein weiteres tun viele Menschen freiwillig. Sie zücken beim Einkaufen neben ihrer EC-Karte auch noch Payback-Karten und daraus werden genauste Profile erstellt, über das Kaufverhalten erstellt. Die Daten werden in mächtigen Datawarehouse-Datenbanken ausgewertet. Abends beginnt dann der "Seelenstriptease" auf einer Sozialnetworkplattform. So macht er sich selbst schon zu einem gewissen Prozentsatz zum gläsernen Menschen. Auch wenn lapidar wieder zu hören ist, dass man ja sowieso nichts zu verbergen hat, sollte aufwachen, denn langsam aber sicher rutschen wir in einen Überwachungsstaat hinein. Dann ist es irgendwann zu spät zu mahnen. Versprochen wird mehr Sicherheit, doch sicherer würde ich mich ohne die ganzen Maßnahmen fühlen. Denn ich fühle mich unbehaglich dabei, ständig und überall überwacht zu sein.
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Ein kleines Update (schon nach knapp 5 Monaten) von meinem Artikel 2012: Jahr der Ölkrise und Beginn einer neuen Zivilisation über den Rohstoff Erdöl.
Mittlerweile sind die Händler bereit knapp 100 Euro pro Fass (159Liter) zu zahlen. Auch wenn einige Experten der Meinung sind, dass der Kurs vor allem auf Spekulationen beruht und wegen des Kriegsgeschehens im Irak oder anderen geopolitischen Querelen. Sicherlich spielen diese Geschehnisse einen Einfluss auf den Preis, doch das sind nur "Randnotizen" im Ölhandel. Fakt ist, dass die tägliche Nachfrage bei 86,03 Millionen Fass pro Tag liegt - Tendenz steigend, vor allem in Asien und den USA. Das Angebot liegt aktuell bei nur bei 85,65 Millionen Fass - Tendenz fallend. Politisches Gerede gibt es zu Hauf, politisches Handeln fällt mir extrem schwer auszumachen. Vielleicht ist jemand anderem etwas aufgefallen? Dann bitte einen Kommentar hinterlassen. Quelle: TAZ: "Erdöl wird noch teurer werden"
Freitag, 7. September 2007
In den vielen Medienberichten über die Vogelgrippe, die gerade wieder über den Ticker laufen, ging eine wichtige Meldung fast unter. Ich hatte schon einmal geschrieben, dass die Wildvögel nicht die Verursacher sondern mehr die Leidtragenden sind und die Ursachen in dem globalen Geflügelwarenfluss zu finden sind. Nun ist es halbwegs amtlich:
Weltweit wurden in den letzten zwei Jahren über 350.000 Wildvögel negativ getestet. Dies deute darauf hin, dass der Virus vor allem in Zuchtstationen auftritt so die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). "Wir wissen jetzt, dass es keine Vogelart gibt, die das Virus dauerhaft in sich trägt", sagte Scott Newman, Naturschutz-Koordinator bei der FAO. 200 Millionen mussten in den letzten Jahren wegen der Vogelgrippe getötet werden und knapp 200 Menschen starben an einer H5N1-Infektion. Konsequenzen: Der Verbraucher muss sich informieren, wo kommt mein Fleisch, meine Eier her. Er alleine hat die Macht etwas zu ändern. Von der Politik erwarte ich da sobald nichts. Sie verschläft jegliche Entwicklung. Biolebensmittelabsatz ist in Deutschland im vergangenen Jahr um 18% gestiegen und die Produktion nichtmal um 3%. Man subventioniert immer noch lieber große Betriebe. Dabei ist es eine biologische Binsenweisheit, dass kleinstrukturierte, vielfältige Ökosysteme die stabilsten sind - nicht die großen Monokulturen. Quelle: pr-inside.com
Dienstag, 4. September 2007
Die letzten Tage haben mich in den Nachrichten ein paar Zahlen nachdenklich gestimmt. Es handelt sich auf den ersten Blick um viel Geld, doch auf den zweiten Blick ist es gar nicht viel, wie es den Anschein hat - im Vergleich.
Alleine der Militär-Haushalt der USA beträgt peanutsmäßige 442 Milliarden US-Dollar jedes Jahr. Alleine der Irakkrieg hat bis jetzt ca. 570 Milliarden US-Dollar und der "Spaß" in Afghanistan 160 Milliarden US-Dollar gekostet.
975 Mrd. Dollar geben die Staaten der Erde pro Jahr für Waffen und Armeen aus (Deutschland 30 Mrd.)... Die Desertifikation (die Verwüstung des Planeten) betrifft ca. 1/3 der Landfläche bzw. 1.2 Milliarden Menschen. Die Jährlichen entstehende Schaden betrage etwa 42 Milliarden US-Dollar und die Bekämpfung nur 10-22 Milliarden US-Dollar. Doch das Geld wird nicht aufgebracht. Problem: Es ist leichter den Prozess aufzuhalten als ihn umzukehren. Der eigentlich erste Agenda-Punkt der Weltpolitik ist der Klimaschutz. Auch hier haben schlaue Köpfe mal errechnet, was der Aufwand wäre, um die Erderwärmung auf ein Minimum zu beschränken. Das sind auch "nur" 200 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030. So könnte sogar die USA alleine locker mit der Hälfte der Militärausgaben die Welt positiv verändern. Doch Soft-Power ist nicht angesagt in der Politik. Die Interessen liegen leider woanders. Mit der Rettung der Welt ist halt nicht genug Geld zu verdienen und wen interessieren schon die 1.2 Milliarden Menschen auf anderen Kontinenten? Ist doch nicht unser Problem. Die Weltprobleme zu lösen ist definitiv kein Geldproblem. Mittlerweile wird es immer deutlicher: Die Politik verfolgt lediglich ein einziges Ziel: Die Umverteilung von Arm nach Reich. Und zwischendurch werden ein paar Brotkrümel geschickt in die Massen geschmissen, die dann wieder genug Beschäftigung damit finden, um sich anschließend durch die Medien weiter berieseln zu lassen... Quellen: ENVIRONMENT: Sands Running Out for UN Desertification Treaty, Die Verwüstung der Erde, Der Klimaschutz ist finanzierbar, US-Militärhaushalt wächst weiter und verschärft desolate Haushaltslage. Börsenindex der Rüstungskonzerne auf Rekordstand, Bundeshaushalt 2007 - Einzelplanübersicht (PDF), Bild: Wikimedia Commons
Dienstag, 31. Juli 2007
Meeresbiologen bezeichnen sie als anthropogene Todeszonen. Nachgewiesen sind mitlwerweile über 200 solcher Zonen, die größten liegen im Golf von Mexiko und in der Ostsee. Ein drittel liegt vor den US-amerikanischen Küsten. Immer wenn übergroße Mengen an Nährstoffen wie Phosphate und Nitrate vor allem aus der konventionellen Landwirtschaft über Flüsse ins Meer gelangen. "Jährlich werden rund 35.000 Tonnen Phosphor und über eine Million
Tonnen Stickstoff in die Ostsee gespült", sagt WWF-Expertin Feucht. Unter diesen Bedingungen explodieren Algen und Cyanobakterien. Wenn sie absterben bedecken sie den Meeresboden und verbrauchen den kompletten Sauerstoff. Es entsteht somit die Todeszone. Dort ziehen sich Pflanzen, Fische und andere Meerestiere komplett zurück - falls sie es können, ansonsten ersticken sie.
Verantwortlich dafür ist der Verbraucher. Er kauft das konventionelle Essen und heißt zum Teil den "Biosprit" gut. Gerade dieser trägt zunehmend zum Problem bei. Wieder ein Grund mehr seinen Garten zu bewirtschaften und biologisch angebautes Essen zu kaufen! Quelle: Massensterben im Golf von Mexiko - Todeszone von 20.000 Quadratkilometern erwartet: www.pressetexte.de/pte.mc?pte=070720001
Sonntag, 29. Juli 2007
Am 25. Juni schreibt Ilija Trajanows unter Meinung und Diskussion das Schlagloch der TAZ über die Zusammenhänge zwischen Staat und Terrorismus: Mit Sicherheit ohne Freiheit - Wer den Staat entfesselt, um Terrorismus besser zu bekämpfen, sorgt für mehr Gewalt. Es tut wahnsinnig gut, dass andere die eigene Meinung bestätigen. Siehe auch: Geheimdienste und der Terror bzw. Problem Terrorismus. Ein Paar Kernaussagen: - Aber ich habe keine Terrorangst, die angeblich laut Medien die meisten von uns umtreibt. Aber ich habe sehr wohl Staatsangst. Denke ich an den Staat in der Nacht, bin ich sofort um den Schlaf gebracht.
- War die größte Geißel der Menschheit nicht seit jeher der starke Staat? Nazideutschland, Sowjetunion, ...
- Die Eingriffsrechte der Behörden sollen so sehr erweitert werden, dass von bürgerlichen Freiheiten nicht mehr die Rede sein kann.
- ... 90 Tage Haft, bevor der Verdächtige dem Richter vorgeführt werden muss - also das Aufheben des Habeas-Corpus-Prinzips, das den Rechtsstaat begründete.
- Offensichtlich muss dem Herren Schäuble und Teilen seiner Partei erklärt werden, dass Freiheit ein absolutes Recht ist, nicht ein Privileg, das der Staat gnädig seinen Untertanen zugesteht, ...
- Terrorismus und Staatsterror sind nicht voneinander getrennt durch eine unüberwindliche Mauer, sondern sie bedingen sich gegenseitig.
Und wenn man sich noch diesen Absatz anschaut: Al-Qaida hat seine Mitglieder lange Zeit fast ausschließlich aus den Reihen der sogenannten Arabo-Afghanen rekrutiert, die vom CIA über den pakistanischen Geheimdienst ISI mehr als ein Jahrzehnt lang nicht nur finanziert, sondern auch in allen möglichen, vor allem inhumanen Terrortechniken geschult wurden. Damals wurden absichtlich die brutalsten extremistischen Kämpfer rekrutiert. ... dann ist spätestens jetzt jedem klar, wo das Problem liegt. Es ist nicht der von der Politik und den Medien hochstilisierte Terrorismus, sondern der Staatsterrorismus. Und dann kommt erstmal lange nichts, wovor man Angst haben braucht.
Freitag, 13. Juli 2007
Am Montag hat auch die Internationale Energiebehörde (IEA) nun offiziell bekannt gegeben, dass im Jahr 2012 die Nachfrage von Erdöl nicht mehr zu decken ist. Dies berichten genügend Zeitungen (taz, spiegel online, u.v.a.). Bisher war diese Lobby für fossile und atomare Energien der größte Leugner solcher Berichter. Die Mär von ewig sprudelnden Ölquellen ließ sich wohl nicht mehr aufrecht erhalten und der Ölpreis ist auf einem Allzeit-Hoch-Niveau.
Jetzt mache ich aus Spaß einen kleinen esoterischen Sprung (Eine Prophezeiung aus dem Langzeitkalender der Maya): Der 21. Dez. 2012 ist nach dem Langzeitkalender der Maya das Ende dieser menschlichen Zivilisation. Die Menschen werden in eine gänzlich neue Zivilisation eintreten, die von der gegenwärtigen völlig unabhängig ist. Den Grund erwähnten die Maya nicht. Eine Sache ist klar: der letzte Tag bedeutet nicht den Eintritt irgendeines großen Unglücks; statt dessen beinhaltet es ein vollständig neues kosmisches Bewusstsein und einen spirituellen Übergang zur neuen Zivilisation hin. Was bedeutet das konkret für uns? Welche Auswirkungen hat dies auf unser Leben? Die Zukunft ist natürlich schwer vorhersehbar. Kleine minimale Einführung in die Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Steigt der Preis, wird meistens die Produktion erhöht. Bei natürlichen Ressourcen ist dies jedoch nur bedingt möglich. Ergo: Alle Preise und zwar solange bis diese begrenzende Ressource ersetzt worden ist. Die Abhängigkeit unseres Lebens ist mehr davon abhängig als uns lieb sein wird. Es wird sich auf jeglichen Verbrauch aus wie Güter, Strom, Heizung, Transport, Mobilität. Wirkung: Die Wirtschaft bricht zusammen. Die fetten Jahre sind vorbei... Eine kurze Epoche der Menschheit neigt sich dem Ende. Das Gute daran, nur wenn etwas zu Ende geht, kann neues entstehen. "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt..." sagte schon Goethe. In esoterischen Kreisen kursieren seit Jahren eine magische Jahreszahl: 2012. Dann geht z.B der Longcount-Zyklus (26.000 Jahre) der Mayas zu Ende und ein neuer beginnt (siehe oben). Andere Quellen besagen ähnliches, worauf ich aber nicht näher eingehen möchte. Man könnte es auch so interpretieren: Wir (die Menschheit) haben die uns auferlegte Verantwortung gegenüber Mutter Natur nicht wahr genommen und die Ausbeutung verantwortungslos übertrieben. Nun wird dem Treiben langsam ein Riegel vorgeschoben. Nur ein weiteres, diesmal deutlicheres Zeichen. Ich habe einen Traum: Es birgt eine große Chance. Die ganze dämliche Politik der letzen Jahrhunderte mit ihrer von Arm-nach-Reich-Verteilung könnte ein Ende nehmen. Die bremsenden Dinosaurierindustrien werden keine Rolle mehr spielen. Energiegipfel werden keine Witzveransstaltungen mehr. Verantwortung wird wieder übernommen. Der ganze Protektionismus, samt ihrer aufgeblähten Strukturen der Industriestaaten gegen alle Prinzipien der Menschlichkeit fallen. Der Lowinput-Landwirt wird der König und nicht mehr der Depp sein, im Gegensatz zum Agroindustiellen. Ökologisch angebaute Lebensmittel werden entlich den Stellenwert bekommen, den es haben müsste. Menschen nutzen ihr Potential menschlich zu sein...
Freitag, 29. Juni 2007
Nun ist es mal wieder öffentlich bekannt geworden, was die CIA so alles in den letzten Jahrzehnten getrieben hat. Das meiste wohl sogar auf Geheiß der Präsidenten. Da wird mit der Mafia kooperiert, um "Gegner" wie Fidel Castro und andere Staatsoberhäupter, deren Nase gerade nicht der US-Obrigkeit in den Kram passen umlegen zu lassen. Der ausführliche Bericht von über 700 unrühmlichen Seiten befindet sich auf: foia.cia.gov. In Deutschland weiß man fast gar nichts über die Machenschaften der Geheimdienste (BND: 6000 Mitarbeiter, Etat von knapp 500 Millionen Euro; MAD: 1300 Mitarbeiter, Etat < 100 Mio Euro; BfV 2500 Mitarbeiter 140 Mio Euro). In Summe gibt es offiziell ca. 10.000 Geheimdienstmitarbeiter mit einen Etat von rund einer 3/4 Milliarden Euro.
Letztlich scheinen die Geheimdienste ihre eigene Legitimation zu produzieren. Sie produzieren Mixturen von Fakten und Gerüchten. Alarmismus ist das Wort der Stunde. Immer die Gefahren, die das Leben halt so mit sich bringt, werden extrem hervorgehoben. Irgendein Feindbild findet sich immer. Daraus wird die Propaganda der Geheimdienste und Sicherheitsbehörden. Dazu noch kleine Verschwörungstheorien und schon entsteht ein Bedarf. Da wird neulich ein Treffen von "Hohen Beamten" in Heiligendamm dargestellt, als sei die ganze Republik von Gewalttätern umringt. Eine schöne Zusammenfassung der Ereignisse findet sich auf dem Konsumblog. Die innerstaatliche Aufrüstung wird alle Jahre fortgesetzt, gerade nach solchen Ereignissen werden die Stimmen laut. Dann findet man immer Gründe für den Abbau von Bürgerrechten. Von Innenminister zu Innenminister werden die Ideen verrückter, obwohl er der Verfassung besonders verplichtet ist. Gerade ist Schäuble wieder in Höchstform und fordert das scheinbar unmögliche. Doch der Stratege überzieht mit Sicherheit nicht ohne Grund. Nach der Sommerpause wird er seine eigentlichen Vorhaben durchdrücken und der Rest wird ihm dann murrend zustimmen. Da stellt sich mir schon die Frage, für was sind die eigentlich da? Wem nutzen sie? So richtig erschließt sich mir das nicht...
Klimaschuetzer.de: Es ist kaum zu glauben, da wird die zentralisierte, nicht wirklich beherrschbare und für unglaublich lange Zeit hochgiftigen strahlenden Müll - den niemand haben will und keiner weiß wohin - hinterlassenden Kernenergie als Klimaschützer ausgewiesen. Idylle zeigende Zeitungsannoncen im Großformat blicken einem entgegen - sogar in der Taz!
Der CO2-Ausstoß von 0 wird angepriesen. Eine glatte Lüge, denn lediglich der direkte Betrieb ist vielleicht klimafreundlich - aber auch nur das. Bezieht man die irrsinnige Logistik und Herstellungsverfahren usw. ein, kommt diese tolle Energie plötzlich gar nicht mehr so gut weg und sind dann deutlich schlechter als moderne Gaskraftwerke. Mit Blockheizkraftwerken können sie schon gleich gar nicht konkurieren. Von den Risiken gar nicht zu reden. Keiner will neben einem AKW wohnen. Es geht hier um wahnsinnig viel Geld und deshalb wird mit allen Mitteln versucht, den Besitzstand zu verteidigen... Und kleine oder große Unfälle wie gerade passiert werden versucht runterzuspielen. Meldungen wie "AKW Krümmel brennt immer noch" oder "TÜV bestätigt Brand auch im AKW Brunsbüttel" tragen nicht zur Beruhigung der Situation bei. Ein gutes hat es gerade jetzt vielleicht doch, denn die AKW fallen rechtzeitig zum Energiegipfel aus. Dieser findet nächste Woche statt. Darauf kann man gespannt sein. Da fällt mir persönlich nur eine Frage ein: Haben sie schon ihren Stromanbieter gewächselt? Wenn nicht, gibt es dafür einen Grund? Schon mal darüber nachgedacht, wer die Verantwortung für ihren Strom trägt?
Mittwoch, 25. April 2007
Nimmt man die Definition von Terror aus einem zur Zeit sehr populären Nachschlagewerke wie die Wikipedia:
Der Terror (lateinisch der Schrecken, von terrere - in Schrecken versetzen) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt um Menschen gefügig zu machen und besonders zur Erreichung politischer sowie wirtschaftlicher Ziele, was man als Terrorismus bezeichnet.
Diese eindeutige Formulierung lässt sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens übertragen. Stellt man die tatsächliche Bedrohung mit Todesfolge in den Vordergrund, ergeben sich durchaus interessante Aspekte. Diese einfache Gewichtung sollte sich schließlich in den Maßnahmen der Politik wiederfinden - tun dies aber nicht oder sind mir nicht ersichtlich. Über folgende Zahlen bin ich zum Teil in den letzten Tage gestolpert: Zufällige Zahlen aus Deutschland. Etwas 1. Millionen falsch behandelter Patienten gibt es jährlich. Die schlimmsten Folgen sind die jährlichen 100.000 Zwangseinweisungen und etwa 25.000 Medizintote. Genaue Zahlen gibt es leider nicht. Diese möchte auch gar niemand ermitteln. Weiter paar tausend unnötigen Unfalltote durch die legale Droge Alkohol und unzählige Tote durch mangelnde Luftreinhaltungsverordnungen machen hier sicherlich noch etliche Tote aus. Weiter Beispiele lassen sich leicht finden. Dagegen sind die Anzahl der durch Terrorismus umgekommenen Menschen der letzten 50 Jahre vernachlässigbar. Diese spielen höchsten in den Medien eine große Rolle. Die USA, die uns am aller meisten etwas darüber beibringen wollen, was Terror ist hat auch interessantes zu bieten. Die Zahlen, die oben in Deutschland beschrieben wurden, werden alleine durch die Größe noch deutlich höher sein. Zusätzlich gibt es dort jährlich über 30.000 Tote Menschen durch privaten Schusswaffengebrauch. Dagegen ist die Gefahr des offiziellen Terrorismus harmlos und 9/11 klingt dagegen eher wie Kindergeburtstag. Oder nehmen wir den Konflikt zwischen Palästina und Israel. Mit welcher Selbstgefälligkeit Israel, toleriert durch große Teile der Welt, große Gebiete annektiert und ein Volk an seiner Selbstbestimmung mit Gewalt hindert. Lediglich das schlechte deutsche Gewissen versucht sich die Dinge schön zu reden. Lässt man dies beiseite und versucht die Emotionen aus dem Betrachteten herauszuhalten handelt es sich nach dieser Definition eher um Staatsterror. 850 Millionen Menschen leiden an Hunger. Ca. 18.000 Kinder verhungern jeden Tag. Dies ließe sich beliebig weiter ausweiten, doch mir geht es nicht um eine vollständige Auflistung, sondern um den Blickwinkel darauf zu lenken, wo die Gefahren eigentlich liegen oder besser wo sie nicht liegen: Diese sind nicht die "offiziellen" Terroristen, die lediglich als Alibi herhalten, um die Bürgerrechte einzuschränken und den Datenschutz zu unterwandern - wie es unsere Regierung alle Jahre wieder gerade macht. Da fragt man sich schon, vor was sollte man eigentlich Angst haben? Jedenfalls am aller wenigsten vor den bösen Terroristen.
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