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Artikel mit Tag lebensmittel
Mittwoch, 14. März 2007
Unabhängige Wissenschaftler der französischen Organisation CRIIGEN (Committee for Independent Research and Genetic Engineering) haben die Daten, die Monsanto für eine Marktzulassung des Gen-Maises MON863 in der EU eingereicht hat, neu analysiert. Dazu musste die Offenlegung der Studie richterlich erzwungen werden. Der Gen-Mais produziert ein Insektengift gegen den schädlichen Maiswurzelbohrer. Er enthält auch ein Resistenzgen für Antibiotika.
Die Neuauswertung der Fütterungsversuche mit dem gentechnisch manipulierten Mais MON863 zeigt, dass der Gen-Mais nicht hätte zugelassen werden dürfen. Die Versuchstiere wiesen Schädigungen von Leber und Nieren auf, Veränderungen des Urins der Tiere, ließ Monsanto unter den Tisch fallen. Greenpeace fordert richtigerweise ein globales Vermarktungsverbot für MON863. Weiterhin müssen die Behörden auch alle anderen existierenden Marktzulassungen neu bewerten und die bestehenden Zulassungsverfahren neu organisieren. Generell muss man davon ausgehen, dass genmanipulierte Pflanzen als Nahrungsmittel weder sicher noch geeignet sind. Wenn alle Zulassungen so laufen, systematischer Täuschungen zur Tagesordnung gehören und Studien unter Verschluss gehalten werden, kann das wohl nicht vertrauensbildend wirken. Quellen:
Greenpeace.de: MON 863: Für Ratten schädlich, für Menschen verträglich?, Zusammenfassung der Seralini Rattenstudie
, Chronologie MON863
Dienstag, 27. Februar 2007
Laut einer Pressemitteilung von Greenpeace ist ein Patent (EP 1330552) auf Milchkühe erteilt worden. Damit steigt die Gefahr, dass Agrar- bzw. Biotechnologiekonzerne die Tierzucht zunehmend mit Patenten kontrollieren und somit auch den Zugriff auf die Gene von Nutztieren. Wie bei den GVO-Pflanzen wird eine Erosion der genetischen Vielfalt stattfinden. Dies birgt eine große Gefahr, denn die Überlebensfähigkeit der Menschheit hängt mehr an der Vielfalt als an wenigen Varietäten.
Schaffen es die Konzerne diese Tiere den Landwirten aufzudrängen, werden diese noch mehr als bisher ihre Unabhängigkeit einbüßen. Lizenzabgabe sind dann für alle Nachkommen notwendig und werden mit allen Mitteln eingefordert. Vorteile kann ich bisher keine erkennen, da aktuell schon die Tiere an ihrer physiologischen Leistungsgrenze angelangt sind. Eine Kuh, die früher locker 10 Kälber gebären konnte, ist heute dazu als Hochleistungskuh nicht mehr in der Lage. Sie kommen auf maximal 2,3 Laktationen - Tendenz sinkend. Danach ist die Kuh schlicht und ergreifend fertig und löst sich praktisch innerlich auf. Bedenkt man noch, dass 3/4 der Bevölkerung Genmanipulierte Nahrungsmittel ablehnend gegenüber stehen, ist diese Entwicklung mehr als Bedenklich. Diese Ablehnende Haltung scheint mir aus dem tiefsten Inneren zu kommen. Das ist auch der Grund, warum die Konzerne alle erdenklichen Hebel in Bewegung setzten um eine Kennzeichnungspflicht zu verhindern. Wäre dieses Treiben grundsätzlich so positiv, dann könnte man stolz auf die Kennzeichnung sein und würde es sogar einfordern. Die Politik tut sich mal wieder extrem schwer ihrem Volk diese Wahlfreiheit zu ermöglichen - das wäre ja auch "nur" gerecht. Ich nutze derweil meine bescheidene Freiheit und gehe mal in den Bioladen einkaufen und hoffe auf positive Entwicklungen durch das Einreichen einer Petition bei der EU durch Greenpeace, die eine Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren, die mit genverändertem Futter ernährt wurden, fordert. Quelle: pressrelations.de: Patent auf genmanipulierte Turbo-Milchkühe erteilt Bild: wikimedia.org: Gladys_Rainbow.jpg
Donnerstag, 22. Februar 2007
Pflanzenschutzmittelrückstände und kein Ende: Keine Paprika aus Spanien, keine Trauben aus Italien, Tomaten nur im Sommer und dann am besten von . . .
... das scheint keine Lösung zu sein, denn wer will schon Detektiv im Supermarkt spielen. Wer sich kein biologisch angebautes Gemüse und Obst leisten kann, sollte dieses Gift höchstens in der maximalen zulässigen Dosis zusammen mit dem Obst oder Gemüse erwerben müssen. Von der Politik ist bisher wenig zu erwarten - ganz im Gegenteil. In den letzten Jahren wurden die zulässigen Höchstwerte bei fast 400 Pestiziden angehoben. Nun hat sich gezeigt, dass aufgrund der mehrfachen negativen Nennung von REWE durch Untersuchungen von Greenpeace eine durchaus positive Reaktion stattgefunden hat. In der Pressemitteilung von AID steht dazu: "Der Kölner Rewe-Konzern meldet, er verlange künftig von seinen
Lieferanten nur noch solche Produkte zu bekommen, die maximal 70
Prozent der jeweils gültigen gesetzlichen Höchstwerte an Pestiziden
erreichen. Zudem dürfe die "akute Referenzdosis" (ARfD) bei Obst und
Gemüse nicht überschritten werden. Anderenfalls drohten Sanktionen bis
zur Auslistung." Schade dass das Verbraucherinformationsgesetz nicht dazu erlassen wurde genau dieses positive Potential zu nutzen. Einige Quellen:
Sonntag, 4. Februar 2007
Nach "We feed the world" kommt am 22. Februar wieder ein Film über das Essen in unseren Kinos. Diesmal handelt es sich um die kritische Auseinandersetzung mit Fastfood, der dazugehörigen Massenverarbeitung von Nahrungsmitteln und den Missständen in der konventionellen Tierhaltung.
Die Bilder in FAST FOOD NATION werden teils schonungslos vorgeführt, und sind eigentlich ein Skandal. Ein Skandal mit System, denn es geht nicht um Fehler und üble Machenschaften in dieser bestimmten Fabrik, in diesem einen Konzern. Es geht um unsere Verzehr-Gesellschaft als solche, die immer schneller immer billiger konsumieren will. FAST FOOD NATION zeigt, welch hohen Preis wir dafür bezahlen. Weitere Informationen auf fastfoodnation-film.de. Einen Guten überblick über den Inhalt bietet das PDF Fast-Food-Nation_Filmheft.pdf.
Montag, 22. Januar 2007
1. Letzte Woche stellte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Auftakt der Gründen Woche in Berlin das "Lebensmittel-Monitoring 2005" vor.
2. Greenpeace warnt vor giftigen Trauben und Salat. An das Ergebnis hat man sich schon gewöhnt. Generell sind Obst und Gemüse mit bis zu 10 verschiedenen Stoffen belastet. 15% der Proben von Früchten überstiegen die gesetzlich zulässigen Grenzwerte. Dies war eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2002. Bei Pfirsichen fand man nur bei 10% der Ware keine Rückstände. Während das BVL die Problematik runterspielt und von geringen Belastungen spricht, findet Chemieexperte Manfred Krautter deutliche andere Worte: Der Verkauf derartig giftiger Ware ist schlicht kriminell und ein schwerer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz. Isst
ein zwölf Kilogramm schweres Kind nur zehn einzelne Beeren dieser stark
belasteten Trauben, kann dies schon seine Gesundheit schädigen.
Beispielhaft wurde der Vergleich zwischen ökologischen und konventionell Angebauten Tomaten gemacht. Bei den Biotomaten fanden sich keinerlei Überschreitungen der Grenzwerte und in der Regel auch keinerlei Pestizid-Rückstände. Der Name des Bundesamtes ist jedoch irreführend. Denn die Untersuchungen werden nicht sofort unmittelbar nach dem die Untersuchungsergebnisse feststehen öffentlich publiziert, sodass der Verbraucher darauf reagieren könnte. Wir erfahren auch nicht wer das giftigste Obst und Gemüse verkauft - die Lebensmittelkonzerne werden so gedeckt. Erst nachdem alles aufgegessen ist, dürfen wir lesen, was wir vor einem Jahr aufgetischt bekommen haben. Greenpeace spricht sogar von Schlamperei im Seehofer-Ministerium, welches die Probleme noch verschlimmert... Der Verbraucher der Verantwortung übernehmen möchte kann gewissenhaft handeln und so oft es geht biologisch angebaute Produkte kaufen... Ich wünsche jetzt schon mal guten Appetit. Zum Weiterlesen:
Donnerstag, 4. Januar 2007
Öko-Test: Unbelastete Orangen gab es nur in den Bio-Läden. Konventionelle Ware mit einem "guten" Gesamtergebnis fanden wir immerhin bei Plus, Edeka und Tengelmann. Aldi Nord und Aldi Süd hatten im Durchschnitt nur "befriedigende" Orangen zu bieten, Lidl sogar nur "ausreichende". Den Vogel abgeschossen haben jedoch Penny, Rewe, Real und Norma. Hier war mindestens eine Probe mit Rückständen über den gesetzlichen Höchstmengen belastet.
Jede vierte konventionell angebaute Frucht war über den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen belastet. Jede neunte hätte so gar nicht mehr in den Verkauf gelangen dürfen. Sie wurden bei Rewe und Penny verkauft. Die Hersteller versprachen zwar Besserung, doch die Ursache ist damit aber nicht behoben. Eine echte Alternative sind nur zertifizierte biologisch angebaute Früchte. Dort sind die gesundheitlich bedenklichen Mittel allesamt verboten. Quellen: oekotest.de, talkingfood.de; Bild: commons.wikimedia.org
Donnerstag, 30. November 2006
Die Pestizidbelastung von Obst und Gemüse in Bayern steigt: Waren 2003 von etwa 4.600 Proben 31 Prozent belastet, fanden Experten 2005 bei 71 Prozent der Proben Reste von Pflanzenschutzmitteln. Im Umweltausschuss des Landtags haben sich daher Vertreter aller Parteien für einheitliche Regeln innerhalb der Europäischen Union (EU) ausgesprochen.
Schreibt br-online.de. Nicht nur dass die Proben ohne Rückstände zurück gehen, sind die Proben immer häufiger mit mehreren Pestiziden belastet. Auch werden die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen in Obst und Gemüse immer öfter überschritten.... Bioprodukte sind wenn überhaupt nachweisbar, lediglich durch Drift von konventionell wirtschaftenden Betrieben belastet. Diese Produkte kann man mit ruhigem Gewissen kaufen und weiß was man bekommt...
Montag, 27. November 2006
Das FiBL hat 90 Argumente ausgewählt und in 16 Kapiteln zusammengestellt. Wenn nötig enthalten die Argumente eine Erläuterung. Jedes Argument ist belegt mit Forschungsergebnissen oder mit Artikeln aus den Schweizer Bioverordnungen und Biorichtlinien.
Wussten sie z.B. dass: - Ratten Bio bevorzugen, wenn man ihnen die Wahl lässt?
- Biotiere alle Auslauf haben?
- Biotiere bekommen keine Leistungförderer für schnelleres Wachstum
- Biopflanzen immer im Boden wachsen?
- Der Energieverbrauch um 30-50% geringer ist als im Konventionellen Anbau?
- Biomilch deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren enthält?
- Bioprodukte haben keine Pestizidrückstände
- Biobauern produzieren gentechnikfrei
- Biokälber drinken Milch und keine Milchaustauschstoffe
- Bioflächen enthalten mehr blühende Kräuter (wichtig für Bienen)
- und viele mehr.
PDF-Version zum runterladen: https://www.fibl.org/shop/pdf/1440-argumente.pdf
Sonntag, 12. November 2006
Exemplarisch dargestellt am Beispiel Rheuma-Pillen: Die Volkskrankheit bricht meist zwischen dem 3. und 5. Lebensjahrzehnt aus. Heilung gibt es keine - nur Linderung. Auslöser der Autoimmunerkrankung sind nicht auskurierte verschleppte Infekte, traumatische Erfahrungen, orthopädische Überbelastung oder chemisch-toxische Irritationen. Es gibt zwei Gruppen von Rheumatikern: die billigen und die teuren. Erstere, nehmen die Verantwortung selber in die Hand und schaffen es mit sanften Methoden und entsagungsvollem Lebensstil, vegetarischer und basischer Ernährung die Leiden in den Griff zu kriegen. Verzichtet wird vor allem auf den Körper sauer wirkende Produkte wie Fleisch und Zucker. Das Gros weiß nichts davon und wird dauerhaft mit Medikamenten wie Cortison und nicht-steroiden Antiphlogistika behandelt. Die Fachgesellschaften wie die Deutsche Rheuma-Liga und die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie leben genauso wie die Pharmaindustrie und Ärzte davon, die Patienten zur Pille zu bitten. Eine neue Therapie mit TNF-Alpha-Blockern kostet rund 23.000 Euro pro Jahr! Die Nebenwirkungen werden meist verschwiegen. Durch die Dauermedikation, stumpfen die Mittel ab und müssen in höheren Dosen verabreicht werden oder werden gegen neue Wirkstoffe ausgetauscht. Der Effekt: Schleichend werden die Kranken noch kranker. Defekte Nieren, Magenkrankheiten, Leberkrebs sind keine Seltenheit. Das geht soweit, dass Gelenkprotesen und Blutwäsche notwendig werden können. Den Spezialisten (Internisten) sind die ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse häufig fremd, suspekt - oder zu billig? Fakt ist jedoch, dass bei Rheumatikern die Arachidonsäure (ARA) entzündungsfördernd wirkt und langkettige Fettsäuren wie die Omega-3-Fettsäure entzündungshemmend sind. Ein wichtiger Gegenspieler der ARA ist die Eicosapentaensäure (EPA). Der Körper bildet diese z.B. aus Raps-, Lein-, Soja- und Wallnussöl. Sie drängt die ARA aus der Zellmembran. Beherzigt man unter anderem diese Ursache, können Medikamente deutlich reduziert - und oft ganz überflüssig werden. Der pharmagesponserten Forschung scheint das natürlich nicht zu passen. Quelle: Taz 10.11.2006: Rheuma-Pillen mit Spätfolgen
Samstag, 4. November 2006
We feed the world - Essen Global ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss.
Der Film lässt Bilder sprechen, gibt keine eigene Wertung ab und zeigt einfach nur die Realität. In eindrucksvollen Bildern bekommt man Einblick in die Produktion von Lebensmitteln und was diese mit dem Hunger und Elend auf der Welt zu tun hat. Der Film sollte jeder gesehen haben. Er ist ab sofort überall erhältlich. Natürlich gibt es auch dazu das passende Buch. Auch dieses ist empfehlenswert. Also massenweise bestellen und zu Weihnachten verschenken! Auf der deutschen Website essen-global.de gibt es ein Infobereich der einem kleine Einblicke in die Thematik bietet (Der lange Weg vom Feld, Gentechnik in der Landwirtschaft, Industrialisierung in der Landwirtschaft, Leben im Überfluß und Hunger in der Welt, Subventionierte Ungerechtigkeit, Die ökologische Lebensmittelwirtschaft in Deutschland). Auch auf der Orginalseite we-feed-the-world.at gibt es entsprechende Seiten.
Mittwoch, 13. September 2006
Kaum eine Woche vergeht ohne neue Funde von kontaminiertem Reis durch die Sorte LL601 (Liberty Link - Resistenz gegen Unkrautvernichtungsmittel Basta von Bayer). Und nur weil Bayer selber den Labors Vergleichsproben und Technik dazu lieferte - Monate, wenn nicht Jahre verspätet. Das zuständige US-Ministerium ließ dann wieder Monate verstreichen, bis sie den Rest der Welt informierte. Man kann davon ausgehen, dass es nur die Spitze eines globalen Eisberges ist. Es ist immer noch völlig unklar (jedenfalls in der Öffentlichkeit) wie überhaupt diese Verunreinigungen zustande kommen konnte. Für die Zukunft ist das Problem nicht aus der Welt. Niemand weiß wie es mit den für pharmazeutische Zwecke veränderten Pflanzen durchgeführten Freilandversuchen aussieht. In den USA werden solche Versuche großzügig genehmigt (ca. 50.000 bisher durchgeführt). Die Labors finden nur das, wonach man sucht und erschwerend kommt hinzu, dass sie oft nicht über taugliche Testverfahren verfügen. Nun versucht man durch einen Trick den Schaden zu begrenzen. Man möchte die illegale GV-Reissorte einfach zulassen. Mittlerweile hat sogar der Generalinspekteur des US-Landwirtschaftsministerium zugegeben, dass Verordnungen, Methoden und Verfahren aktuell nicht ausreichen für eine sichere Einführung der Agro-Biotechnologie. Das war wohl leider nur ein kurzer Lichtblick, denn Konsequenzen daraus sind bis heute ausgeblieben... Es wird immer deutlicher, dass es keine Koexistenz geben kann. Was da gerade passiert ist massenhaftes unkontrolliertes Freisetzten von Erbgut, wo es nichts verloren hat. Ist erst mal alles durchkontaminiert, ist es wahrscheinlich zu spät. Und als Verbraucher bin ich der Dumme, denn die Wahlfreiheit wird mir genommen. Warum ist die Profitgier weniger Konzerne, mit extrem wenigen Arbeitsplätzen der Politik so viel mehr Wert, als z.B. die arbeitsplatzschaffende ökologische Landwirtschaft?
Dienstag, 5. September 2006
In Bayern werden über 100 Tonnen altes ranziges Fleisch sichergestellt - zufällig. Warum das überhaupt möglich ist? Anhand des BSE-Skandal kann man es verdeutlichen: Die Konsumenten stiegen vom qualitativ hochwertigeren Rind-, Kalb- oder Lammfleisch auf minderwertige Wurstprodukte aus Schlachtabfällen von Schwein und Geflügel um. Ähnlich verhält es sich beim Fisch. Bei ganzen unverarbeiteten Stücken weiß man am ehesten was man bekommt. Schließlich wurde der Mensch über die Jahrtausende mit sensorischen Fähigkeiten ausgestattet, die auch heute noch funktionieren. Doch die deutschen Verbraucher lieben ihre Fertigprodukte. Ein Großteil des Fleisches war in einem nicht genehmigten Kühlhaus untergebracht. Ein anonymer Zeuge bestätigt, dass schon vor 20 Jahren Fleisch umetikettiert wurde, um es weiter zu verkaufen. Politik: 1. Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) hat aus den vergangenen Fleischskandalen keinerlei Konsequenzen gezogen. Und wieder wird versprochen (reaktiv) mit aller Härte und Konsequenz gegen die Verursacher vorzugehen.
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Samstag, 19. August 2006
Transgen (Transparanz für Gentechnik in Lebensmitteln) hat eine gute Übersicht, was alles an Lebensmitteln verändert wird, oder woran gearbeitet wird. Angegeben wird die mögliche Anwendung in der Gentechnik und ob eine Kennzeichnung überhaupt erforderlich ist. Kategorien erleichtern den Einstieg: Pflanzen, Lebensmittel, Zutaten und Zusatzstoffe, Zusatzstoffe nach E-Nummern und Enzyme. Im weiteren Artikel hab ich mal alle heute aufgeführten Datenbankeinträge gelistet:
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Donnerstag, 10. August 2006
Ursprünglich war geplant einen Teil des Genmaises in Mülltonnen, überdimensionalen Milchflaschen und Joghurtbechern zu packen und diese heute an die Campina (Landliebe, Südmilch, Tuffi u.a.) in Heilbronn zu übergeben.
Genmais (sowie Gensoja) wird in Deutschland an Nutztiere verfüttert. Obwohl die große Mehrheit der Verbraucher nach wie vor Genfood ablehnt ist eine Kennzeichnungspflicht für veredelte Produkte (Milch, Milchprodukte und Fleisch) vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Dies hat zur Folge, dass weder die milchverarbeitende- noch die fleischverarbeitende Industrie sich den Wünschen der Verbraucher annimmt. Die Wünsche des Kunden sind diesen Unternehmen offensichtlich gleichgültig. Quellen: Greenpeace: Gen-Mais wandert in die Tonne, Tagesspiegel: Greenpeace-Aktion; Polizei unterbricht Ernte von Genmais
Montag, 17. Juli 2006
Eine neue Studie bestätigt eigentlich das, was jedem gesunden Menschenverstand klar ist:
Nach ersten Auswertungen scheint ein Zusammenhang zwischen Salmonellenbelastung, Betriebsgröße und Haltungsform zu bestehen: Größere Betriebe mit mehr als 3.000 Legehennen und Tiere in Käfighaltung waren häufiger betroffen als kleinere Betriebe und als solche mit Boden-, Volieren- oder Freilaufhaltung. Die Ergebnisse der Studie machen aber auch deutlich, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um den Verbraucher noch besser zu schützen. Künftig sollen Betriebe in Deutschland deshalb regelmäßig untersucht und bei
positiven Befunden gezielte Maßnahmen ergriffen werden. Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie die im Auftrag der Europäischen Kommission in den 25 europäischen Ländern durchgeführt und nun von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ausgewertet wurde. Lösung kann also nur das Gegenteil von dem sein, was die aktuelle Förderungspolitik (40 Millarden Euro/Jahr in der EU) verlangt: Kleine Betriebe müssen gefördert werden, die Ihre Tiere artgerecht halten. Diese haben keine Probleme - außer der der Existenz... Links zum Weiterlesen: Medizinauskunft.de, Aerztlichepraxis.de,
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