Exemplarisch dargestellt am Beispiel Rheuma-Pillen:
Die Volkskrankheit bricht meist zwischen dem 3. und 5. Lebensjahrzehnt aus. Heilung gibt es keine - nur Linderung. Auslöser der Autoimmunerkrankung sind nicht auskurierte verschleppte Infekte, traumatische Erfahrungen, orthopädische Überbelastung oder chemisch-toxische Irritationen.
Es gibt zwei Gruppen von Rheumatikern: die billigen und die teuren. Erstere, nehmen die Verantwortung selber in die Hand und schaffen es mit sanften Methoden und entsagungsvollem Lebensstil, vegetarischer und basischer Ernährung die Leiden in den Griff zu kriegen. Verzichtet wird vor allem auf den Körper sauer wirkende Produkte wie Fleisch und Zucker.
Das Gros weiß nichts davon und wird dauerhaft mit Medikamenten wie Cortison und nicht-steroiden Antiphlogistika behandelt. Die Fachgesellschaften wie die Deutsche Rheuma-Liga und die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie leben genauso wie die Pharmaindustrie und Ärzte davon, die Patienten zur Pille zu bitten. Eine neue Therapie mit TNF-Alpha-Blockern kostet rund 23.000 Euro pro Jahr!
Die Nebenwirkungen werden meist verschwiegen. Durch die Dauermedikation, stumpfen die Mittel ab und müssen in höheren Dosen verabreicht werden oder werden gegen neue Wirkstoffe ausgetauscht. Der Effekt: Schleichend werden die Kranken noch kranker. Defekte Nieren, Magenkrankheiten, Leberkrebs sind keine Seltenheit. Das geht soweit, dass Gelenkprotesen und Blutwäsche notwendig werden können.
Den Spezialisten (Internisten) sind die ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse häufig fremd, suspekt - oder zu billig?
Fakt ist jedoch, dass bei Rheumatikern die Arachidonsäure (ARA) entzündungsfördernd wirkt und langkettige Fettsäuren wie die Omega-3-Fettsäure entzündungshemmend sind. Ein wichtiger Gegenspieler der ARA ist die Eicosapentaensäure (EPA). Der Körper bildet diese z.B. aus Raps-, Lein-, Soja- und Wallnussöl. Sie drängt die ARA aus der Zellmembran. Beherzigt man unter anderem diese Ursache, können Medikamente deutlich reduziert - und oft ganz überflüssig werden. Der pharmagesponserten Forschung scheint das natürlich nicht zu passen.
Quelle: Taz 10.11.2006: Rheuma-Pillen mit Spätfolgen
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