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Artikel mit Tag gentechnik
Donnerstag, 17. Januar 2008
Die Petition:
Mit der Petition soll erreicht werden, dass gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) nicht patentiert und in der Land- und Forstwirtschaft
ausnahmslos gesetzlich verboten werden. Mit der Petition soll verhindert werden, dass die biologische Vielfalt in Deutschlands Böden
und landwirtschaftlichen Erzeugnissen durch Verunreinigung mit GVOs für immer verloren geht. Das empfindliche ökologische Gleichgewicht aller
natürlichen Organismen muss erhalten bleiben. Begründung:
Unbestreitbare Tatsache ist, dass freigesetzte Organismen nie mehr vollständig aus der Natur rückholbar sind; auch nicht GVOs, die sich
nachträglich als große Gefahr erweisen. Sie bleiben nicht auf den Ursprungsort begrenzt, sondern vermehren sich unaufhaltsam. Bisherige, gentechnische Veränderungen an Lebewesen zeigen, dass die Ergebnisse unvorhersehbar sind, und gentechnische Manipulation in der Landwirtschaft keine zuverlässige Methode darstellt. Gifthersteller und große Saatgut-Konzerne streben eine weltweite Monopolstellung an. Mittels patentiertem, gentechnisch verändertem Saatgut, das nur einmal auskeimt (Terminator-Technologie) sollen Landwirte von diesen Firmen abhängig werden.
Die gentechnisch veränderten Pflanzen kreuzen sich mit verwandten Wildpflanzen und mit artgleichen Pflanzen aus biologischem Anbau. Dadurch wird bald der gesamte Bestand dieser Art durch Fremdgene mit unbekannten Folgen verunreinigt. Freisetzung gentechnisch veränderter Arten macht jahrzehntelange Züchtungsarbeiten wertlos.
Folgen einer gentechnischen Verunreinigung sind unvorhersehbar und oft nachteilig für Mensch und Natur. Gentechnische Veränderungen können nicht gezielt vorgenommen werden, sondern Arbeiten nach der Methode von Versuch und Irrtum.
Da eine unbeeinträchtigte Koexistenz von natürlichen- und gentechnisch veränderten Arten nicht möglich ist, wären deutsche Bürger am Ende dazu gezwungen, ausschließlich gentechnisch veränderte Landwirtschaftsprodukte zu essen. Eine Wahlfreiheit besteht nicht mehr, sobald alle genetisch unveränderten Produkte verschwunden sind.
Bisherige Reinheitsgebote der Nahrungsmittel können nicht mehr eingehalten werden.
Durch unvorhersehbare Bildung neuartiger Eiweiß-Stoffe in den GVO kann es zum Auftreten neuartiger Allergien kommen.
Die Kombination von Totalherbizid und resistenten Nutzpflanzen erzeugt noch nie dagewesene Monokulturen. Die Anfälligkeit dieser Monokulturen gegenüber Krankheiten und Schädlingen wird man mit mehr Gift und gentechnischer Manipulation auszugleichen versuchen – ein Teufelskreis entsteht.
Die Natur wird gegen neue Gifte schnell resistente Arten bilden, so dass man neue Super-Unkräuter heranzüchtet, anstatt sie zu reduzieren.
Gentechnische Manipulation in der Landwirtschaft erzeugt keine nachhaltigen Werte für spätere Generationen, sondern zerstört deren
unersetzbare natürliche Lebensgrundlagen.
Petitionen sind eine der wenigen wirklich demokratischen Verfahren, wo der Bürger direkt die Möglichkeit hat sich an der Politik zu beteiligen. Also nicht meckern, sondern mitmachen. Deshalb klickt auf den folgenden Link und bitte so zahlreich wie es nur geht mitmachen bei dieser öffentlichen Petition.
Donnerstag, 14. Juni 2007
Nach 18 Monate langem Ringen wurde offensichtlich die neue Rahmenvereinbarung zur EU-Öko-Verordnung verabschiedet. Geregelt werden weiterhin artgerechte Tierhaltung, organische Düngung und Pestizidverbot. In vielen Teilen wurden Zugeständnisse zum ursprünglichen geplanten Entwurf gemacht, sodass weiterhin gute Lebensmittel angeboten werden können. Weiterhin dürfen nur Lebensmittel als biologisch ausgezeichnet werden die mindestens 95% aus dieser Landwirtschaft stammen. Eine Verbesserung der Qualitätsmaßstäbe gibt es keine. Nun wird mehr auf Masse statt auf Klasse gesetzt. Sicherlich ist es besser für die Welt, wenn durch geringere Standards mehr konventionelle Bauern umsteigen, birgt es jedoch die Gefahr, dass das Vertrauen des Verbraucher aufs Spiel gesetzt wird.
Das bisherige europäische Siegel (rechts abgebildet) unterscheidet sich zu anderen europäischen nicht-ökologischen Siegeln nur marginal. Ein neuer Vorschlag soll bis 2009 erarbeitet werden. Die entscheidenden Regelungen, die Durchführungsbestimmungen werden durch die EU-Kommission bis 2009 verfasst. Das Kleingedruckte sozusagen, was letztendlich beschreibt, was die üblich schwammig formulierten Mindeststandards offen lassen. Hoffen wir mal, dass die Verbände ihre Lobbyarbeit sehr gut machen werden. Erst dann kann die neue EU-Öko-Verordnung abschließend beurteilt werden. Einige Punkte stehen im Entwurf, die umstritten sind: - Die "übliche" erlaubte Toleranzgrenze von 0,9 Prozent für genetisch veränderte Organismen (GVO) durch technisch unvermeidbare oder zufällige Einträge. Diese müssen nicht gekennzeichnet werden. Obwohl das EU-Parlament dies missbilligte, setzte sich die Kommission durch. Andererseits sollten biologische Lebensmittel hier nicht schlechter gestellt werden. Besser wäre eine generelle niedrigere Grenze.
- In Ausnahmefällen sollen Vitamin- und Enzym-Zusätzen, die aus genetisch modifizierten Bakterien gewonnen werden zugelassen werden, wenn diese nicht mehr in gentechnisch unveränderter Form verfügbar sind. Dies ist wohl nicht im Sinne des Verbrauchers.
- Ungerecht ist, dass Importe aus Drittstaaten nur vergleichbare und nicht gleiche Produktionsbedingungen haben müssen.
Interessant ist, dass man darum bangen musste, dass die etablierten Verbandslabels weiterhin verwendet werden dürfen. Diese sind auch letztlich der Garant für Lebensmittel mit ausreichendem Standard. Hier gelten z.B. Null-Tolleranzen gegenüber GVO, dies bedeutet technisch unter der Nachweisgrenze. Der Verbraucher hat sozusagen die Wahlfreiheit. Am besten ist es jedoch, gleich den Anbau seiner Lebensmittel selber in die Hand zu nehmen. Nur dann weiß man alles über seine Lebensmittel - vom Anbau bis zur Verarbeitung. Quellen: maerkische Allgemeine, livegen.de, ökotest.de, taz brennpunkt 13.6.2007, Telepolis Übersicht Richtlinien: SÖL - Richtlinien und Gesetzgebungen zum ökologischen Landbau
Sonntag, 18. März 2007
Dass es heute noch freie Gendatenbanken gibt finde ich ein Geschenk. In Gatersleben werden seit 60 Jahren Kulturgewächse gehütet. Das Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung betreibt eines der weltweit größten Samenbanken auf der Welt. Um das zu gewährleisten werden jedes Jahr 7.500 Pflanzensorten aus den Kühlzellen geholt, um sie auf den Feldern nachzubauen und so frische Samen zu gewinnen. Insgesamt werden so knapp 150.000 Muster gepflegt.
Die Wut kann man bekommen, wenn man den Vorschlag der Experten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittel (BVL) liest: Es wird empfohlen die Gendatenbank umzuziehen. Nein, nicht die paar Quadratmeter Genweizen (12.500 Pflanzen) sollen woanders angebaut werden. Die rund 30.000 Einwendungen wurden bei der fachlichen und
rechtlichen Bewertung des Antrags geprüft und im Genehmigungsbescheid
gewürdigt. Ist ja schön, dass sie gewürdigt wurden. Nur interessiert hat es offensichtlich niemand. Quellen: Taz 17/18.3.07: Genweizen verdängt alte Kartoffelsorten, BVL: Freisetzung gentechnisch veränderten Weizens in Gatersleben genehmigt, IPK Gendatenbank und Tätigkeitsfelder,
NABU: Forderung nach Verlegung der Gen-Datenbank in Gatersleben ist ein Skandal Seehofer-Behörde will Pflanzenbibliothek zugunsten von Genpflanzen-Anbau opfern
Dienstag, 6. März 2007
Nur wer mitmacht, kann sagen er hätte alles versucht!
Schreiben sie unserem Landwirtschaftsminister eine Postkarte. Ein Textvorschlag mit dem folgenden Inhalt kann als Anhaltspunkt dienen: Sehr geehrter Herr Seehofer!
Ich baue in diesem Jahr in meinem Garten oder auf meinem Hof Gemüsemais an und werde daraus für das kommende Jahr Samen ziehen.
Sie bauen an einem neuen Gentechnikgesetz und einer "guten fachlichen Praxis" zum Anbau von Gentechnik-Mais. Bitte sorgen Sie dafür, daß der Wind in meinem Garten weht und die Bienen summen können ohne daß ich mir Sorgen um gentechnisch veränderten Pollen aus der Nachbarschaft machen muß!
Erlassen Sie strenge Haftungsregeln für alle Schäden durch den Anbau von Gentechnik, setzen Sie Abstände fest, die natürlichen Garten- und Ackerbau, freien Insektenflug, Nachbau, Tausch und Züchtung von Saatgut ohne Angst und Streit ermöglichen. Wo das nicht geht, können Sie nach europäischem Recht den Anbau von Gentechnik verbieten. Tun Sie das!
Mit freundlichen Grüßen
An die folgende Adresse
Horst Seehofer
Minister für Verbraucherschutz und Landwirtschaft
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin
Siehe auch: http://www.bantam-mais.de/aktion/eine-postkarte-an-horst-seehofer.html
Dienstag, 27. Februar 2007
Laut einer Pressemitteilung von Greenpeace ist ein Patent (EP 1330552) auf Milchkühe erteilt worden. Damit steigt die Gefahr, dass Agrar- bzw. Biotechnologiekonzerne die Tierzucht zunehmend mit Patenten kontrollieren und somit auch den Zugriff auf die Gene von Nutztieren. Wie bei den GVO-Pflanzen wird eine Erosion der genetischen Vielfalt stattfinden. Dies birgt eine große Gefahr, denn die Überlebensfähigkeit der Menschheit hängt mehr an der Vielfalt als an wenigen Varietäten.
Schaffen es die Konzerne diese Tiere den Landwirten aufzudrängen, werden diese noch mehr als bisher ihre Unabhängigkeit einbüßen. Lizenzabgabe sind dann für alle Nachkommen notwendig und werden mit allen Mitteln eingefordert. Vorteile kann ich bisher keine erkennen, da aktuell schon die Tiere an ihrer physiologischen Leistungsgrenze angelangt sind. Eine Kuh, die früher locker 10 Kälber gebären konnte, ist heute dazu als Hochleistungskuh nicht mehr in der Lage. Sie kommen auf maximal 2,3 Laktationen - Tendenz sinkend. Danach ist die Kuh schlicht und ergreifend fertig und löst sich praktisch innerlich auf. Bedenkt man noch, dass 3/4 der Bevölkerung Genmanipulierte Nahrungsmittel ablehnend gegenüber stehen, ist diese Entwicklung mehr als Bedenklich. Diese Ablehnende Haltung scheint mir aus dem tiefsten Inneren zu kommen. Das ist auch der Grund, warum die Konzerne alle erdenklichen Hebel in Bewegung setzten um eine Kennzeichnungspflicht zu verhindern. Wäre dieses Treiben grundsätzlich so positiv, dann könnte man stolz auf die Kennzeichnung sein und würde es sogar einfordern. Die Politik tut sich mal wieder extrem schwer ihrem Volk diese Wahlfreiheit zu ermöglichen - das wäre ja auch "nur" gerecht. Ich nutze derweil meine bescheidene Freiheit und gehe mal in den Bioladen einkaufen und hoffe auf positive Entwicklungen durch das Einreichen einer Petition bei der EU durch Greenpeace, die eine Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren, die mit genverändertem Futter ernährt wurden, fordert. Quelle: pressrelations.de: Patent auf genmanipulierte Turbo-Milchkühe erteilt Bild: wikimedia.org: Gladys_Rainbow.jpg
Dienstag, 13. Februar 2007
Als Ersatz für die verbotene Antibiotikafütterung bei Schweinen ist man (die ostdeutsch Gentechnikfirmal Novoplant) auf die Idee gekommen Erbsen mit einem Mäusegen zu versehen. Abgesehen davon, dass die Fütterungsversuche keine erwünschten Wirkungen gezeigt haben und Novoplant das bei der Vorstellung unter den Tisch gefallen lassen hat, kann man noch verzeihen. Doch in vielerlei Hinsicht ist es ein Skandal:
- der Staat gegen seine Bürger stellt und hintergeht.
- immer noch 80% lehnen Gentechnik in Lebensmitteln ab
- es gibt keine Kennzeichnungspflicht für Veredelte Produkte (Fleisch, Milch und dessen Erzeugnisse müssen nicht gekennzeichnet werden, wenn die Tiere GVOs zu fressen bekommen)
- 1.000.000 Euro könnte man besser in die Forschung des ökologischen Landbau investieren (dorthin entwickelt sich ganz klar der allgemeine Käufer hin - wenn er es sich leisten kann/will)
- in Gatersleben gibt es eine Gendatenbank mit etwa 5500 Erbsensorten, von denen jedes Jahr hunderte nachgebaut werden müssen. Sind diese durch solche unglaublichen Spielereien verseucht sind diese für immer verloren.
Quelle:
Mittwoch, 24. Januar 2007
Das Buch beschreibt eine gigantische Verschwörung. Jeder Verschwörungstheorie liegt jedoch auch eine gewisser Wahrheitsgehalt zu Grunde.
Das Ziel der vier marktbeherrschenden Agrokonzerne sind die Zerstörung der Ernährungsbasis der Völker und nicht den Welthunger zu bekämpfen. Genauso wird spekuliert, ob sie nicht sogar vorhaben die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren. Die Methoden dazu sind Lügen, Betrug und Gewalt. Das dies nicht so abwegig ist, hab ich in dem Artikel Gen-Raps ist außer Kontrolle beschrieben. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden diese Großkonzerne durch exclusive Patente auf Saatgut an Einfluss gewinnen. Bauern werden dadurch in eine ungewollte Abhängigkeit getrieben. Durch den Einbau von sogenannten Terminatorgenen ist der Nachbau nicht mehr möglich. Und das alles, obwohl der Verbraucher das gar nicht auf seinem Tisch haben möchte. Politiker kuschen vor der Lobby und lassen sich Gesetzte und Verordnungen diktieren. Wer biologisch angebaute Lebensmittel kauft, unternimmt automatisch etwas dagegen. In allen Bio-Richtlinien, gleich ob staatlich oder privat, ist jegliche nicht natürliche züchterische Maßnahme verboten.
Samstag, 30. Dezember 2006
 Mit der Aktion möchten mein-nein.de möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich öffentlich zum Thema Genfood zu äußern. Aus vielen "Mein-Neins" wird ein großes gesellschaftliches Bekenntnis. Und damit eine gewichtige Stellungnahme unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen für die Ernährungsindustrie und die politisch Verantwortlichen in Berlin. Die abgegebenen Stimmen werden an die Bundesregierung weitergegeben. Jetzt Mitmachen und seine Meinung den Verantwortlichen mitteilen!
Montag, 27. November 2006
Vor allem die Union mit Horst Seehofer (Bundesagrarminister) will die Forschung mit Gentechnik in der Landwirtschaft erleichtern. Darauf scheint er sich mit der Forschungsministerin Schawan in einem Eckpunktepapier geeinigt zu haben.
"Interessante Ansätze": - Bei Forschungsvorhaben soll ein geringerer Abstand gelten, als beim konventionellen Anbau
- Die Haftungsfrage ist auf den direkten Nachbarn begrenzt, weiter weg liegende Flächen werden nicht berücksichtigt
Das Verusacherprinzip gilt hier wohl mal wieder nicht. Wenn man schon so einen Anbau fordert, muss man logischerweise auch die Verantwortung dafür übernehmen. Hier wird per Gesetz geregeln, dass keine Verantwortung übernommen werden braucht. Das wäre ungefähr vergleichbar mit: Wenn ich Kirschen nicht beim Nachbarn klaue, sondern einen Garten weiter ist das schon in Ordnung. Und wenn ich das zu Forschungszwecken mache, kann ich die Bäume auch abernten, wenn sie weiter als 50m von meinem Grundstück weg sind. Dieser Argumentation würde doch niemand zustimmen.
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Mittwoch, 13. September 2006
Kaum eine Woche vergeht ohne neue Funde von kontaminiertem Reis durch die Sorte LL601 (Liberty Link - Resistenz gegen Unkrautvernichtungsmittel Basta von Bayer). Und nur weil Bayer selber den Labors Vergleichsproben und Technik dazu lieferte - Monate, wenn nicht Jahre verspätet. Das zuständige US-Ministerium ließ dann wieder Monate verstreichen, bis sie den Rest der Welt informierte. Man kann davon ausgehen, dass es nur die Spitze eines globalen Eisberges ist. Es ist immer noch völlig unklar (jedenfalls in der Öffentlichkeit) wie überhaupt diese Verunreinigungen zustande kommen konnte. Für die Zukunft ist das Problem nicht aus der Welt. Niemand weiß wie es mit den für pharmazeutische Zwecke veränderten Pflanzen durchgeführten Freilandversuchen aussieht. In den USA werden solche Versuche großzügig genehmigt (ca. 50.000 bisher durchgeführt). Die Labors finden nur das, wonach man sucht und erschwerend kommt hinzu, dass sie oft nicht über taugliche Testverfahren verfügen. Nun versucht man durch einen Trick den Schaden zu begrenzen. Man möchte die illegale GV-Reissorte einfach zulassen. Mittlerweile hat sogar der Generalinspekteur des US-Landwirtschaftsministerium zugegeben, dass Verordnungen, Methoden und Verfahren aktuell nicht ausreichen für eine sichere Einführung der Agro-Biotechnologie. Das war wohl leider nur ein kurzer Lichtblick, denn Konsequenzen daraus sind bis heute ausgeblieben... Es wird immer deutlicher, dass es keine Koexistenz geben kann. Was da gerade passiert ist massenhaftes unkontrolliertes Freisetzten von Erbgut, wo es nichts verloren hat. Ist erst mal alles durchkontaminiert, ist es wahrscheinlich zu spät. Und als Verbraucher bin ich der Dumme, denn die Wahlfreiheit wird mir genommen. Warum ist die Profitgier weniger Konzerne, mit extrem wenigen Arbeitsplätzen der Politik so viel mehr Wert, als z.B. die arbeitsplatzschaffende ökologische Landwirtschaft?
Montag, 28. August 2006
Was der Verbraucher ablehnt wird auch nicht angebaut. Gentech-Mais-Saatgut (und damit der Anbau) wurde bereits durch ein Gesetz im Mai 2006 gegen den Widerstand der EU verboten. Nun soll durch ein neues Gesetz auch Gentechnik in Futtermitteln verboten werden. Von seinem Weg abbringen ließ sich Polen trotz Widerständen der EU nicht: In einem zweiten Schritt sollen Hersteller oder Importeure von GV-Futtermitteln deren Unbedenklichkeit für Menschen, Tiere und Umwelt beweisen, ansonsten sollen Importe gestoppt werden. Richtig so. Da kann mal wieder Seehofer was von unseren Nachbarn lernen! Quelle: oekonews.at - Polen: Weiter gegen Gentechnik-Pflanzen 18.8.2006
Freitag, 25. August 2006
Der neue Bio-Einkaufsführer für Berlin-Brandenburg mußte ohne eine Anzeige der Initiative "Save our Seeds" zur Reinhaltung des Saatguts von Gentechnik erscheinen. "Save our Seeds ersatzlos streichen", lautete die lapidare Anweisung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) an den Herausgeber, die "Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin und Brandenburg" (FÖL). Das Ministerium ko-finanziert die Informationsbroschüre, von der 700.000 Exemplare verteilt werden, und machte die Druckfreigabe von der Zensur abhängig.
"Für die Biobranche ist die Gentechnikfreiheit eine Überlebensfrage. Die Information der Verbraucher über dieses Problem zu unterdrücken, halten wir für keine Lösung", sagte Benedikt Haerlin von "Save our Seeds". Über die Zensur sei er verwundert. "Herr Seehofer hat sich bisher für die Reinhaltung des Saatgutes ausgesprochen. Ist ihm so viel vorauseilender Gehorsam gegenüber Monsanto, Bayer und BASF nicht peinlich? Soll etwa die Informationsfreiheit der Verbraucher da enden, wo die Förderung des Verbraucher-Ministeriums beginnt?"
Ich dachte eigentlich dass Zensur nur in diktatorischen Regimen an der Tagesordung steht...
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