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Artikel mit Tag genpflanzen
Samstag, 19. August 2006
Transgen (Transparanz für Gentechnik in Lebensmitteln) hat eine gute Übersicht, was alles an Lebensmitteln verändert wird, oder woran gearbeitet wird. Angegeben wird die mögliche Anwendung in der Gentechnik und ob eine Kennzeichnung überhaupt erforderlich ist. Kategorien erleichtern den Einstieg: Pflanzen, Lebensmittel, Zutaten und Zusatzstoffe, Zusatzstoffe nach E-Nummern und Enzyme. Im weiteren Artikel hab ich mal alle heute aufgeführten Datenbankeinträge gelistet:
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Genveränderter Rasen breitet sich in den USA aus Ein gentechnisch verändertes Gras (Roundup-Ready) hat sich von seinem ursprünglichen Bestimmungsort entfernt. Wieder ein Beispiel für die unmögliche Koexistenz. Die Forscher wiesen nach, dass sich das genmanipulierte Gras durch Übertragung von Pollen in Wildpflanzen auskreuzt. Dieses erwiesene Beispiel zeigt wie unkontrollierbar die "grüne Gentechnik" ist. Die Wissenschaftler wiesen zwar darauf hin, dass es sich nur um eine Roundup-Resistenz handeln würde, die den Pflanzen keine großen Vorteile einräumen würden (außer wo das Totalherbizid eingesetzt würde), doch problematisch sehen sie GVO-Pflanzen, die nicht nur Roundup-Resistenzen beihalten... Quelle: Wissenschaft.de 12.08.2006 - Umwelt: Ausbruch aus dem Golfplatz
Donnerstag, 17. August 2006
Micheal Meacher war sechs Jahre Mitglied des britischen Parlaments (unter Antony Blair). Er wurde entlassen, weil er sich gegen den Pro-Gentechnik-Kurs stellte. In England soll ab 2009 gelten was Meacher plakativ so ausdrückt: "Sie wollen keine genmanipulierten Lebensmittel? Pech gehabt." Der kommerzielle Anbau von GVO soll 2009 kommen. Die Entschädigung für Landwirte, die keine GVO anbauen wollen, soll auf freiwilliger Basis funktionieren? Selbst das von der EU geforderte öffentliche Standortregister soll es nicht geben. Auch in England lehnen 85% der Bevölkerung genmanipulierte Lebensmittel ab! Die Frage ob nun genetisch veränderte Lebensmittel sicher sind wurde in der letzten Zeit durch Forschungsergebnisse eher mit dem Gegenteil beantwortet. So starben 55% des Nachwuchses von Ratten binnen weniger Wochen, die GVO-Soja gefressen hatten. Bei der Kontrollgruppe lag die Sterblichkeit lediglich bei 9%. Anstatt die Konsequenzen daraus zu ziehen, wird weiterhin, vor allem auf Druck der USA (Monsanto) in Europa der Anbau forciert... Kernfrage bleibt: Sind Profite weniger Agrokonzerne wichtiger als das Gemeinwohl? www.telegraph.co.uk: You don't want GM foods? Too bad
Freitag, 11. August 2006
Der Anbau von GVO in den USA ist 2006 weiter gestiegen. Bei Mais stieg der Anteil auf über 60%, bei Soja (gentechnisch vermittelten Herbizidresistenz) sogar auf 89%. Die Verbreitung von GV-Soja, -Mais und -Baumwolle liegt mittlerweile bei über 53 Mio ha Fläche. Die Sorten mit kombinierter Insekten- und Herbzidresistenz finden vermehrt Anbaufreunde... Quelle: Reifeisen.com
Donnerstag, 10. August 2006
Ursprünglich war geplant einen Teil des Genmaises in Mülltonnen, überdimensionalen Milchflaschen und Joghurtbechern zu packen und diese heute an die Campina (Landliebe, Südmilch, Tuffi u.a.) in Heilbronn zu übergeben.
Genmais (sowie Gensoja) wird in Deutschland an Nutztiere verfüttert. Obwohl die große Mehrheit der Verbraucher nach wie vor Genfood ablehnt ist eine Kennzeichnungspflicht für veredelte Produkte (Milch, Milchprodukte und Fleisch) vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Dies hat zur Folge, dass weder die milchverarbeitende- noch die fleischverarbeitende Industrie sich den Wünschen der Verbraucher annimmt. Die Wünsche des Kunden sind diesen Unternehmen offensichtlich gleichgültig. Quellen: Greenpeace: Gen-Mais wandert in die Tonne, Tagesspiegel: Greenpeace-Aktion; Polizei unterbricht Ernte von Genmais
Mittwoch, 9. August 2006
Die Studie fängt mit den plakativen Worten an: Verheimlichte Risiken; Was die Europäische Kommission wirklich über Gen-Pflanzen denkt. Im April 2006 veröffentlichte die EU-Kommission einen Bericht (Teil1, Teil2, Teil3) , in dem sie erstmals ihre Bedenken zum Anbau und Verzehr von gentechnisch veränderten Pflanzen zusammengefasst hat: Die offizielle Position der Europäischen Kommission: [...] gentechnisch veränderte Organismen (GVO) dürfen auf dem EU-Markt nur zugelassen werden, wenn nachgewiesen ist, dass sie völlig unbedenklich sind. Mariann Fischer Boel, Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.
aber hinter verschlossenen Türen sieht die Geschichte anders aus: Aus den wissenschaftlichen Empfehlungen, die dem Ausschuss jetzt vorliegen, geht hervor, dass es keinen eindeutigen, absoluten, wissenschaftlichen Schwellenwert gibt, um zu entscheiden, ob ein GVErzeugnis sicher ist, oder nicht. Vollständige Studie von Greenpeace und Friends of the Earth lesen: Verheimlichte Risiken: Report zur EU-Studie über Risiken von Gen-Pflanzen
Das Umweltinstitut München hat dem deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 5500 Einwendungen gegen einen geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Kartoffeln überstellt. Aufgrund von etlichen Verfahrensfehlern seitens des BVL als zuständige Genehmigungsbehörde wurde der Anbau für dieses Jahr verhindert.
Die manipulierten Kartoffeln (um die es in diesem Freisetzungsversuch ging) sind gentechnisch Verändert und produzieren das Carotinoid Zeaxanthin, welches angeblich vor Augenleiden im Alter schützen, die aufgrund von Fehlernährung wie etwa mangelndem Konsum von Gemüse auftreten können. In dem Artikel wird Harald Nestler, Vorstand beim Umweltinstitut München zitiert mit der Aussage: "Die Bürger haben klar gemacht, dass sie weder das Risiko kommerzieller noch experimenteller Gen-Pflanzen in der freien Natur wollen. Sie wollen gentechnikfreie Lebensmittel und eine gentechnikfreie Landwirtschaft." Leider nimmt die Politik davon viel zu wenig Notiz. Die Belange der Bürger werden wieder mal hinter den Interessen der Wirtschaft hinten angestellt... Quelle: Zahlreiche Einwendungen gegen genmanipulierte Kartoffeln (8.8.2006 - oekonews.at)
Mittwoch, 12. Juli 2006
Ein Interview in Schrot und Korn mit dem kanadischen Bauer Percy Schmeiser über den Raps- bzw. Sojaanbau in Kanada:
Kanada hat vor ca. 10 Jahren den Anbau von genmanipuliertem Raps und Soja erlaubt. Negative Konsequenzen daraus wurden billigend in kauf genommen. Schmeiser selber hatte über 40 Jahre eine Rapszüchtung aufgebaut mit Sorten, die den regionalen Bedinungen gut angepasst waren. Diese Zucht ist nun durch Klagen seitens Monsanto zerstört worden. Der Konzern forderte Schadensersatz wegen illegalen Anbaus von patentiertem Gentechnik-Saatgut. Monsanto hat bei der Gentech-Saatgut einen weltweiten Marktanteil von 90% und mit einem Jahresumsatz von über 6 US-Milliarden Dollar. Mittlerweile gibt es in ganz Kanada kein gentechnikfreies Raps- oder Sojasaatgut mehr! Die Imkerei ist ebenfalls zerstört. Die Sozialen Folgen sind erwähnenswert: Nachbarschaftshilfe wurde ersetzt durch Angst, denn die Prozesskosten belaufen sich im 6-Stelligen Bereich. Die Privatdedektive von Monsanto und Einschüchterungsversuche zeigen ihre Wirkung. Was können wir in Europa aus den kanadischen Erfahrungen lernen? "Sie brauchen keinen Erprobungsanbau. Sie müssen nur Nordamerika anschauen." sage Schmeiser. Wie recht er damit hat. Die wichtigsten Lektionen: - Es gibt keine Koexistenz und kein Sicherheitsabstand. Die Ausbreitung genmanipulierter Organismen (GMO) lässt sich nicht kontrollieren.
- Die Wahlfreiheit geht verloren, wenn GMO eingeführt werden.
- Sinkende Erträge um 7% bei Raps und 15% bei Soja waren in Kanada normal.
- Der Spritzmittelaufwand sinkt nicht, da sich der pestizidresistente Raps als Super-Unkraut in Getreidefeldern ausbreitet und sich in andere Unkräuter gleicher Familie auskreuzt (bis zu 3x so hoch)
- Soziale Folgen sind unkalkulierbar.
Zum weiterlesen:
Montag, 19. Juni 2006
Wieder kommt Seehofer der Gentechniklobby (Biotech-Firmen und der Saatgutindustrie) entgegen und entfernt sich vom Verbraucher und den bäuerlichen Strukturen. Er will jetzt auch noch die strengen Haftungsregelungen für Landwirte entschärfen. Pläne des Ministeriums, eine Versicherung gegen Genschäden an konventionellen Pflanzen einzuführen oder die Industrie zur Einrichtung eines Haftungsfonds zu zwingen, sollen nicht weiter verfolgt werden. Steht weiterhin im Handelsblatt geschrieben. Schön, jetzt dürfen auch noch die oben genannten Firmen weiter ohne Risiko machen was sie wollen. Im novellierten Gentechnikgesetz soll ein entschädigungsfähiger Schaden erst eintreten, wenn die Verunreinigung bestimmte Schwellenwerte überschreitet. Haften soll weiterhin alleine der Landwirt oder mehrere in einer gemeinsamen "gesamtschuldnerischen Haftung". Quelle: Handelsblatt, 16. Juni 2006 Was das für die Ökologische Landwirtschaft bedeutet...
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Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat nun den Freilandversuch mit Genmanipulierten Kartoffeln genehmigt, denen ein Teil des Choleraerregergenoms eingebaut wurden. Es sieht jedoch "keine Gefahren für Mensch und Umwelt". Die Hoffnung der "Kreatöre" bleibt bei den doch sehr in zweifel zu ziehenden Aussage, dass man dann Arzneimittel einfach Essen kann. Verdrängt werden die extremen Schwankungen innerhalb von Ernte-Partien durch unterschiedliche Microklimate und Nährstoffversorgung. Die Natur kennt keine exakten und wiederholbaren Randbedingungen. Zahlreiche Kritiker, haben über 1800 Einwendungen eingereicht und mahnen...
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Sonntag, 4. Juni 2006
Genverändertes Gemüse soll künftig Arzneimittel produzieren. Der erste Freilandversuch mit Kartoffeln soll durch die Universität Rostock anlaufen. Es klingt zwar verlockend, dass man bei Krankheit anstatt Pillen nun Gemüse essen soll... Kritiker befürchten, dass sich die Gene des Cholerabakteriums nicht nur in die Umwelt gelangt und sich dort vermehren wird. Die Folgen sind wie schon bei Mais, Raps bewiesenermaßen nicht absehbar.
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