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Artikel mit Tag genpflanzen
Donnerstag, 2. Oktober 2008
In aller Munde ist ein Imker aus Bayern, der seine komplette Jahresernte seiner Bienen in der Müllverbrennungsanlage entsorgen musste - so hat das Gericht entschieden. Grund waren Spuren von Maispollen von der Monsanto-Genmaissorte MON810. Schadensersatz: 0. Der Imker ist also der Dumme. Die Menschen sind für Dumm verkauft. Näheres in den unten angegebenen Blogs.
Was schließen wir daraus?: - Der Anbau von Genmais nutzt niemandem, außer den Aktionären von Monsanto und Co.
- Das Ziel von Monsanto ist es, das Risiko zu sozialisieren. D.h. Schäden gleich welcher Art trägt die Allgemeinheit oder zumindest jemand anders.
- Weiter Ziele sind Saatgut, Dünger, Pestizide aus einer Hand zu verkaufen. Der Landwirt soll ohne Wahlalternativen in eine Totalabhängigkeit.
- Die Rechtssprechung hat nichts mit Recht zu tun, sondern schützt lediglich die großen Konzerne.
- Die Rechtssprechung sorgt auch dafür, dass diese Saatgutkonzerne durch die undurchsichtigen Regularien des Saatgutrechts bevorteilt werden.
- Die Umwelt, die Menschen, was die Menschen gerne möchten usw. spielt wenn überhaupt eine nachgelagerte und untergeordnete Rolle.
Sicherlich kommt da noch mehr zustande, denkt man noch eine weile länger nach. Das einzige was hilft ist Protest: campact.de: >>> Schicken Sie eine Protest-Postkarte an Horst Seehofer <<< (Fordern Sie ein Verbot des Gen-Mais! Unterschreiben Sie unsere Protest-Postkarte an Seehofer! Die gesammelten Postkarten werden wir dem Minister medienwirksam überreichen) Andere Blogs haben bereits davon berichtet (farmblogger, gentechnik-im-wendland.blogspot.com, tierheim-freiberg.org, u.a.)
Sonntag, 18. März 2007
Dass es heute noch freie Gendatenbanken gibt finde ich ein Geschenk. In Gatersleben werden seit 60 Jahren Kulturgewächse gehütet. Das Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung betreibt eines der weltweit größten Samenbanken auf der Welt. Um das zu gewährleisten werden jedes Jahr 7.500 Pflanzensorten aus den Kühlzellen geholt, um sie auf den Feldern nachzubauen und so frische Samen zu gewinnen. Insgesamt werden so knapp 150.000 Muster gepflegt.
Die Wut kann man bekommen, wenn man den Vorschlag der Experten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittel (BVL) liest: Es wird empfohlen die Gendatenbank umzuziehen. Nein, nicht die paar Quadratmeter Genweizen (12.500 Pflanzen) sollen woanders angebaut werden. Die rund 30.000 Einwendungen wurden bei der fachlichen und
rechtlichen Bewertung des Antrags geprüft und im Genehmigungsbescheid
gewürdigt. Ist ja schön, dass sie gewürdigt wurden. Nur interessiert hat es offensichtlich niemand. Quellen: Taz 17/18.3.07: Genweizen verdängt alte Kartoffelsorten, BVL: Freisetzung gentechnisch veränderten Weizens in Gatersleben genehmigt, IPK Gendatenbank und Tätigkeitsfelder,
NABU: Forderung nach Verlegung der Gen-Datenbank in Gatersleben ist ein Skandal Seehofer-Behörde will Pflanzenbibliothek zugunsten von Genpflanzen-Anbau opfern
Mittwoch, 14. März 2007
Unabhängige Wissenschaftler der französischen Organisation CRIIGEN (Committee for Independent Research and Genetic Engineering) haben die Daten, die Monsanto für eine Marktzulassung des Gen-Maises MON863 in der EU eingereicht hat, neu analysiert. Dazu musste die Offenlegung der Studie richterlich erzwungen werden. Der Gen-Mais produziert ein Insektengift gegen den schädlichen Maiswurzelbohrer. Er enthält auch ein Resistenzgen für Antibiotika.
Die Neuauswertung der Fütterungsversuche mit dem gentechnisch manipulierten Mais MON863 zeigt, dass der Gen-Mais nicht hätte zugelassen werden dürfen. Die Versuchstiere wiesen Schädigungen von Leber und Nieren auf, Veränderungen des Urins der Tiere, ließ Monsanto unter den Tisch fallen. Greenpeace fordert richtigerweise ein globales Vermarktungsverbot für MON863. Weiterhin müssen die Behörden auch alle anderen existierenden Marktzulassungen neu bewerten und die bestehenden Zulassungsverfahren neu organisieren. Generell muss man davon ausgehen, dass genmanipulierte Pflanzen als Nahrungsmittel weder sicher noch geeignet sind. Wenn alle Zulassungen so laufen, systematischer Täuschungen zur Tagesordnung gehören und Studien unter Verschluss gehalten werden, kann das wohl nicht vertrauensbildend wirken. Quellen:
Greenpeace.de: MON 863: Für Ratten schädlich, für Menschen verträglich?, Zusammenfassung der Seralini Rattenstudie
, Chronologie MON863
Samstag, 3. März 2007
Gestern hat das Kabinett die umstrittene Gentechniknovelle beraten und beschlossen und Seehofer sprach von einem fairen Ausgleich der Interessen. Da stellt sich mir die Frage welche Interessen werden denn hier vertreten? So heißt es in einer Presseerklärung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV): Das Gentechnikrecht soll den Rahmen für die weitere Entwicklung und Nutzung der Gentechnik in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen setzen. Die Regelungen sollen so ausgestaltet werden, dass sie Forschung und Anwendung in Deutschland befördern. Ok jetzt weiß ich es... Interessnterweise sind Abstände von 150m in Deutschland ausreichend, obwohl im EU-Durchschnitt 250m vorgeschalgen sind. Für Schäden unter der Grenze von 0,9% Verunreinigung soll niemand mehr aufkommen müssen. Das ist an der Realität vorbei, denn Ernten können schon unverkäuflich werden bei wesentlich weniger Verunreinigung (0,1-0,3%) - eben weil der Handel das Gott sei Dank verlangt. Die Forschung soll erleichter werden doch Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Jörg Hinrich Hackersoll geht das nicht weit genug: der Staat soll alle Risiken tragen und für Schäden aufkommen. Jetzt schon tragen die gentechnikfrei arbeitenden Unternehmen unternehmen die zusätzlichen Kosten für diesen Nachweis und verteuern unnötiger Weise diese Produkte. Gerecht ist sowas nicht. Kritik kommt natürlich auch nicht zu kurz. So stellt der BÖLW zu recht fest, dass es eine Lizenz zum Verschmutzen darstellt. Seehofer verrät die Interessen der Verbraucher und der Bauern. Er verabschiedet sich langsam von der gentechnikfreien Landwirtschaft. Die Kennzeichnungspflicht gilt jetzt schon erst ab einer Verunreinigung über 0,9%. Das ist die Absicht zu akzeptieren dass eine flächendeckende Kontamination normal werden wird. Wohin die Reise gehen soll, erkennt man auch leicht an den Forschungsausgaben. 135 Millionen Euro für die gentechnische Forschung und magere 5 Millionen für den ökologischen Anbau. Forschung im Bio-Sektor ist eine Zukunftsinvestition und nachhaltig. Mehr als zehn
Millionen Euro steckte die rot-grüne Bundesregierung deshalb in ein
neues Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst in
Schleswig-Holstein. Kaum sechs Jahre später wurde es geschlossen. Quellen:
Dienstag, 27. Februar 2007
Laut einer Pressemitteilung von Greenpeace ist ein Patent (EP 1330552) auf Milchkühe erteilt worden. Damit steigt die Gefahr, dass Agrar- bzw. Biotechnologiekonzerne die Tierzucht zunehmend mit Patenten kontrollieren und somit auch den Zugriff auf die Gene von Nutztieren. Wie bei den GVO-Pflanzen wird eine Erosion der genetischen Vielfalt stattfinden. Dies birgt eine große Gefahr, denn die Überlebensfähigkeit der Menschheit hängt mehr an der Vielfalt als an wenigen Varietäten.
Schaffen es die Konzerne diese Tiere den Landwirten aufzudrängen, werden diese noch mehr als bisher ihre Unabhängigkeit einbüßen. Lizenzabgabe sind dann für alle Nachkommen notwendig und werden mit allen Mitteln eingefordert. Vorteile kann ich bisher keine erkennen, da aktuell schon die Tiere an ihrer physiologischen Leistungsgrenze angelangt sind. Eine Kuh, die früher locker 10 Kälber gebären konnte, ist heute dazu als Hochleistungskuh nicht mehr in der Lage. Sie kommen auf maximal 2,3 Laktationen - Tendenz sinkend. Danach ist die Kuh schlicht und ergreifend fertig und löst sich praktisch innerlich auf. Bedenkt man noch, dass 3/4 der Bevölkerung Genmanipulierte Nahrungsmittel ablehnend gegenüber stehen, ist diese Entwicklung mehr als Bedenklich. Diese Ablehnende Haltung scheint mir aus dem tiefsten Inneren zu kommen. Das ist auch der Grund, warum die Konzerne alle erdenklichen Hebel in Bewegung setzten um eine Kennzeichnungspflicht zu verhindern. Wäre dieses Treiben grundsätzlich so positiv, dann könnte man stolz auf die Kennzeichnung sein und würde es sogar einfordern. Die Politik tut sich mal wieder extrem schwer ihrem Volk diese Wahlfreiheit zu ermöglichen - das wäre ja auch "nur" gerecht. Ich nutze derweil meine bescheidene Freiheit und gehe mal in den Bioladen einkaufen und hoffe auf positive Entwicklungen durch das Einreichen einer Petition bei der EU durch Greenpeace, die eine Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren, die mit genverändertem Futter ernährt wurden, fordert. Quelle: pressrelations.de: Patent auf genmanipulierte Turbo-Milchkühe erteilt Bild: wikimedia.org: Gladys_Rainbow.jpg
Dienstag, 13. Februar 2007
Als Ersatz für die verbotene Antibiotikafütterung bei Schweinen ist man (die ostdeutsch Gentechnikfirmal Novoplant) auf die Idee gekommen Erbsen mit einem Mäusegen zu versehen. Abgesehen davon, dass die Fütterungsversuche keine erwünschten Wirkungen gezeigt haben und Novoplant das bei der Vorstellung unter den Tisch gefallen lassen hat, kann man noch verzeihen. Doch in vielerlei Hinsicht ist es ein Skandal:
- der Staat gegen seine Bürger stellt und hintergeht.
- immer noch 80% lehnen Gentechnik in Lebensmitteln ab
- es gibt keine Kennzeichnungspflicht für Veredelte Produkte (Fleisch, Milch und dessen Erzeugnisse müssen nicht gekennzeichnet werden, wenn die Tiere GVOs zu fressen bekommen)
- 1.000.000 Euro könnte man besser in die Forschung des ökologischen Landbau investieren (dorthin entwickelt sich ganz klar der allgemeine Käufer hin - wenn er es sich leisten kann/will)
- in Gatersleben gibt es eine Gendatenbank mit etwa 5500 Erbsensorten, von denen jedes Jahr hunderte nachgebaut werden müssen. Sind diese durch solche unglaublichen Spielereien verseucht sind diese für immer verloren.
Quelle:
Mittwoch, 24. Januar 2007
Das Buch beschreibt eine gigantische Verschwörung. Jeder Verschwörungstheorie liegt jedoch auch eine gewisser Wahrheitsgehalt zu Grunde.
Das Ziel der vier marktbeherrschenden Agrokonzerne sind die Zerstörung der Ernährungsbasis der Völker und nicht den Welthunger zu bekämpfen. Genauso wird spekuliert, ob sie nicht sogar vorhaben die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren. Die Methoden dazu sind Lügen, Betrug und Gewalt. Das dies nicht so abwegig ist, hab ich in dem Artikel Gen-Raps ist außer Kontrolle beschrieben. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden diese Großkonzerne durch exclusive Patente auf Saatgut an Einfluss gewinnen. Bauern werden dadurch in eine ungewollte Abhängigkeit getrieben. Durch den Einbau von sogenannten Terminatorgenen ist der Nachbau nicht mehr möglich. Und das alles, obwohl der Verbraucher das gar nicht auf seinem Tisch haben möchte. Politiker kuschen vor der Lobby und lassen sich Gesetzte und Verordnungen diktieren. Wer biologisch angebaute Lebensmittel kauft, unternimmt automatisch etwas dagegen. In allen Bio-Richtlinien, gleich ob staatlich oder privat, ist jegliche nicht natürliche züchterische Maßnahme verboten.
Freitag, 19. Januar 2007
Der Blogeintrag: Kyrill und die Gentechnik zeigt deutlich, dass die Diskussion, um Mindestabstände beim Anbau von GVOs nichts taugen. Nehmen wir mal an gestern wäre Maisblütenzeit gewesen. Was wäre passiert? Die statistische ausgerechnete Durchschnittsgeschwindigkeit von Wind liegt bei 10-20 km/h. Leider stimmt das eben nur auf dem Papier. Gestern waren es auch mal 200 km/h. Der Maispollen wäre quer durch Deutschland gereist und hätte dafür gesorgt, dass die Kontamination flächendeckend erforgt wäre. Die Herren von Monsanto und Bayer würden die Schultern hochziehen und sagen, dass sie dafür nichts könnten. Und einmal ausgekreuzt, gibt es kein zurück mehr. Das scheint mir auch mittlerweile die Strategie von Monsanto und Co zu sein. Ist erstmal eine Grundkontamination vorhanden, gibt es auch keinen echten Grund mehr die GVO-Sorten zu verbieten.
Freitag, 8. Dezember 2006
 Wie leicht in Mais sich Einkreuzungen ergeben zeigt deutlich dieses Bild. Dieses Jahr habe ich Bantammais ausgesät und geerntet. Da Bantammais ein Süßmais ist, ist er im getrocknetem Zustand ziemlich glasig und schrumpelig. So sollten die Körner am Kolben eigentlich überall aussehen. Da Mais ein Fremdbefruchter ist, wird der eingetragene Pollen direkt mit dem Erbgut der jeweiligen weiblichen Blüte (je Korn eine) vermischt und das Resultat bei der Ernte sichtbar. Links im roten Kreis deutlich zu sehen ein Ziermais, der nicht allzuweit weg stand, rechts könnte von den konventionellen Maisflächen stammen, die einen Abstand von über 150 Metern haben. Somit ist offensichtlich, warum eine Koexistenz von Genmanipuliertem Mais und "konventionell" angebautem Mais nicht funktionieren kann. Die Natur hört nicht nach 50 oder 100 Metern einfach auf. Bienen, anderen bestäubenden Insekten oder dem Wind kann man nicht erzählen, dass sie dieses Feld meiden sollen. Neulich habe ich erst gelesen, dass gerade Bienen ziemlich viel Pollen vom Mais sammeln. Dies wiederum landet dann im Honig, später dann bei uns auf dem Tisch.
Die spanischen Biobauern geraten wegen der zunehmenden Anbaufläche von gentechnisch verändertem (GVO) Mais immer stärker unter Druck. Die Anbauflächen von Biomais ist innerhalb eines Jahres um ca. 80% zurückgegangen. Beim Biomais ist aus verständlichen Gründen eine Null-Toleranz gegenüber Einkreuzung von genverändertem Mais vorhanden ist. (Quelle) Die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftsweise der Landwirte. Werden die Haftungsregelungen aufgeweicht, besteht eine große Gefahr für den Bioanbau. Würde der Gesetzgeber sich mehr an seinen Kunden orientieren - also der Mehrheit der Bevölkerung - müsste er berücksichtigen, dass immer mehr Menschen biologische Nahrungsmittel kaufen oder kaufen wollen (könnten sie sich diese leisten).
Montag, 27. November 2006
Vor allem die Union mit Horst Seehofer (Bundesagrarminister) will die Forschung mit Gentechnik in der Landwirtschaft erleichtern. Darauf scheint er sich mit der Forschungsministerin Schawan in einem Eckpunktepapier geeinigt zu haben.
"Interessante Ansätze": - Bei Forschungsvorhaben soll ein geringerer Abstand gelten, als beim konventionellen Anbau
- Die Haftungsfrage ist auf den direkten Nachbarn begrenzt, weiter weg liegende Flächen werden nicht berücksichtigt
Das Verusacherprinzip gilt hier wohl mal wieder nicht. Wenn man schon so einen Anbau fordert, muss man logischerweise auch die Verantwortung dafür übernehmen. Hier wird per Gesetz geregeln, dass keine Verantwortung übernommen werden braucht. Das wäre ungefähr vergleichbar mit: Wenn ich Kirschen nicht beim Nachbarn klaue, sondern einen Garten weiter ist das schon in Ordnung. Und wenn ich das zu Forschungszwecken mache, kann ich die Bäume auch abernten, wenn sie weiter als 50m von meinem Grundstück weg sind. Dieser Argumentation würde doch niemand zustimmen.
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Mittwoch, 13. September 2006
Kaum eine Woche vergeht ohne neue Funde von kontaminiertem Reis durch die Sorte LL601 (Liberty Link - Resistenz gegen Unkrautvernichtungsmittel Basta von Bayer). Und nur weil Bayer selber den Labors Vergleichsproben und Technik dazu lieferte - Monate, wenn nicht Jahre verspätet. Das zuständige US-Ministerium ließ dann wieder Monate verstreichen, bis sie den Rest der Welt informierte. Man kann davon ausgehen, dass es nur die Spitze eines globalen Eisberges ist. Es ist immer noch völlig unklar (jedenfalls in der Öffentlichkeit) wie überhaupt diese Verunreinigungen zustande kommen konnte. Für die Zukunft ist das Problem nicht aus der Welt. Niemand weiß wie es mit den für pharmazeutische Zwecke veränderten Pflanzen durchgeführten Freilandversuchen aussieht. In den USA werden solche Versuche großzügig genehmigt (ca. 50.000 bisher durchgeführt). Die Labors finden nur das, wonach man sucht und erschwerend kommt hinzu, dass sie oft nicht über taugliche Testverfahren verfügen. Nun versucht man durch einen Trick den Schaden zu begrenzen. Man möchte die illegale GV-Reissorte einfach zulassen. Mittlerweile hat sogar der Generalinspekteur des US-Landwirtschaftsministerium zugegeben, dass Verordnungen, Methoden und Verfahren aktuell nicht ausreichen für eine sichere Einführung der Agro-Biotechnologie. Das war wohl leider nur ein kurzer Lichtblick, denn Konsequenzen daraus sind bis heute ausgeblieben... Es wird immer deutlicher, dass es keine Koexistenz geben kann. Was da gerade passiert ist massenhaftes unkontrolliertes Freisetzten von Erbgut, wo es nichts verloren hat. Ist erst mal alles durchkontaminiert, ist es wahrscheinlich zu spät. Und als Verbraucher bin ich der Dumme, denn die Wahlfreiheit wird mir genommen. Warum ist die Profitgier weniger Konzerne, mit extrem wenigen Arbeitsplätzen der Politik so viel mehr Wert, als z.B. die arbeitsplatzschaffende ökologische Landwirtschaft?
Dienstag, 29. August 2006
Die FAZ meldet, dass US-Landwirte Klage gegen die Pflanzenschutztochter CropScience der Bayer AG eingereicht haben. Hoffen wir auf den Erfolg dieses (aus meiner Sicht jedenfalls) Präzedenzfalls. Dies könnte eine Signalwirkung haben und ein Stück weiter Richtung des Verursacherprizips führen.
Leider ist die ursächliche Motivation alleine aus dem Handelsverlust heraus geboren worden.
Montag, 28. August 2006
Was der Verbraucher ablehnt wird auch nicht angebaut. Gentech-Mais-Saatgut (und damit der Anbau) wurde bereits durch ein Gesetz im Mai 2006 gegen den Widerstand der EU verboten. Nun soll durch ein neues Gesetz auch Gentechnik in Futtermitteln verboten werden. Von seinem Weg abbringen ließ sich Polen trotz Widerständen der EU nicht: In einem zweiten Schritt sollen Hersteller oder Importeure von GV-Futtermitteln deren Unbedenklichkeit für Menschen, Tiere und Umwelt beweisen, ansonsten sollen Importe gestoppt werden. Richtig so. Da kann mal wieder Seehofer was von unseren Nachbarn lernen! Quelle: oekonews.at - Polen: Weiter gegen Gentechnik-Pflanzen 18.8.2006
Dienstag, 22. August 2006
Da verlässt man sich auf die Kennzeichnungspflicht und muss jetzt feststellen, dass im herkömmlichen Langkornreis sich Gene wiederfinden, die von einer noch nicht mal (zumindest bis heute) zum Verzehr zugelassene Sorte (LLRICE 601 der Firma BayerCropScience) stammt.
Ein Rückruf sei nicht geplant. Unklar ist wie viel Reis verunreinigt wurde, wo er gerade verkauft wird und woher der Genreis stammt. Die letzten "angeblichen" Feldversuche liegen bereits 5 Jahre zurück. Ohne Worte... Quellen: Gentech-Reis ohne Zulassung unterwegs in den Supermarkt, llegaler Gen-Reis: Deutschland soll Importe aus USA stoppen!, Gefunden: Gentechnik im Reis
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