Ozonloch so groß wie Russland und USA zusammen - Die Klimapolitik ist viel zu langsam
Über dem Südpol waren 27,5 Millionen Quadratkilometer keinerlei Ozon mehr messbar. Die Ozonschicht filtert die ultravioletten Strahlen, fehlen diese führt das schnell zu Sonnenbrand nicht nur bei Mensch, sondern auch bei Tieren und Pflanzen.
Ursachen für die Zerstörung sind mehrere Faktoren. Eine davon ist das FCKW, ein anderer sind Temperaturen von unter 78°C. Das FCKW wurde in den 60'er Jahren schon als zerstörendes Gas ausgemacht und 1974 zweifelsfrei von der Wissenschaft dargelegt. Die internationale Politik hat es dann doch schon 1987 geschafft sich zu verpflichten keine Ozonkiller mehr zu produzieren. Ausnahme bildeten die ärmsten Länder.
Das sich das Problem wieder verschläft, könnte in den Klimaänderungen liegen. Am Südpol waren es dieses Jahr im Schnitt 5°C kälter, was schätzungsweise noch mal zu einer Verschlimmerung der Situation um 10% ausmachen könnte.
Nach aktuellen Schätzungen der Weltwetterorganisationen (WMO) wird es bis 2065 dauern, bis das Ozonloch wieder geschlossen sein wird.
An diesen Zeitspannen können wir lernen, dass die Politik langsamer als im Schneckentempo über unsere Zukunft entscheidet. Übertragen wir das kurz auf das Kioto-Protokoll (CO2-Reduktionsverpflichtungen der Staaten): Bis jetzt haben noch nicht alle Staaten das Protokoll unterzeichnet. Auch nicht die USA, die der größte CO2-Emittent der Welt sind. Die bisherigen Unterzeichner nehmen es nicht so ernst und sind jetzt schon am Ankündigen, dass sie die selbst gesteckten Ziele nicht bis 2012 erreichen werden. Berücksichtigt man , dass diese Ziele tief gesteckt waren (eine Reduktion um 5% von dem Niveau von 1990) und die sich mittlerweile abzeichnenden Folgen und Auswirkungen...
Im vergleich zum FCKW gibt es jedoch zum CO2 keine Alternativen. Hier gibt es nur einsparen was möglich ist, am besten mehr. Arbeiten, Mobilität, ernähren, konsumieren, usw. überall entsteht das berüchtigte CO2.
Im November gibt es den nächsten Klimagipfel in Nairobi. Bis jetzt sieht es nicht danach aus, als könnten wir von der Politik Bahnbrechendes erwarten. Da können wir nur selber versuchen so viel wie möglich beizutragen. Energiesparen muss zum Volkssport werden!
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