Es wäre überhaupt nicht so schwierig, den Umbau der Energieversorgung zu bewerkstelligen, wenn da nicht die Politiker mit der Dinosaurierindustrie verheiratet wären und lieber (wie immer) ein wenig an den Symptomen herumdoktern würden, anstatt die Ursachen anzugehen. Denn es gibt so viele Fakten, die für eine relativ einfache Finanzierung sprechen.
Pro Jahr fließt ziemlich viel Geld ökologisch desaströs in:
Braunkohle (800 Millionen Euro)
Steinkohle (2,6 Milliarden Euro)
Gewinne bei Eon+RWE+EnBW+Vatenfall, die der Konsument finanziert (18 Milliaden)!
Versichert sind die Atomkraftwerke lediglich mit ca. 2 Milliarden Euro. Ein Supergau wie in Tschernobyl dürfte um die 4000 Milliarden Euro kosten.
Die Folgekosten werden mit Sicherheit von der Allgemeinheit bezahlt werden und nicht von den Atromkraftkonzernen. Dafür werden sie schon sorgen. Dann werden die nächsten paar 1000 Generationen die Kosten tragen müssen!
Wie viele Milliarden in die Atomforschung gesteckt werden und wurden, will ich gar nicht erst recherchieren
Das Einsparpotential durch Stromsparende Geräte ist enorm hoch (sicherlich bei > 50%)
Die Subvention des Umweltverbrauches muss sofort aufhören
und vieles mehr
Dann wurde noch ein CO2-Zertifikatssystem etabliert, was nicht wirklich dazu führt, dass weniger CO2 emittiert wird, sondern nur partiell. Was nutzt es wenn durch Einsparung das Zertifikat verkaufen wird, an jemand anderen, der dann wieder das Zeug in den Wind bläst oder Kohlekraftwerke damit quersubventioniert. Diese werden durch diesen Trick plötzlich wieder rentabel. Irgendwie stimmt mich das alles nachdenklich. Außerdem wurden diese noch verschenkt und mit unverfrorender Frechheit an den Endkunden weiterverkauft. Was hätte man damit alles finanzieren können...
Der Strompreis wird an der Strombörse bestimmt. Dadurch wird der Strompreis für den Endkunden künstlich nach oben getrieben. Denn dieser orientiert sich nicht maßgeblich an den niedrigen Kosten, die für den bestehenden Kraftwerkspark (abgeschrieben) für den Betrieb veranschlagt werden, sondern für die Neubeschaffung. Dieser orientiert sich gänzlich an anderen Gesetzmäßigkeiten.
In Summe könnte man von einem völligem Marktversagen sprechen. Nichts davon ist zukunftsweisend und das schlimme: Es wird alleine durch die, vom Volk gewählten Politiker getragen. Der politische Wille eine Wende einzuleiten ist nicht vorhanden oder nicht erkennbar. Es wird viel geredet und wenig getan. Bisweilen werden Lügen verbreitet, dass Atomkraftwerke kein CO2 verbrauchen würden. Bis heute plärrt vor allem die CDU und CSU heraus, dass wir mehr Atomkraftwerke bräuchten. Ich könnte mich eventuell damit anfreunden, wenn keine alternativen bekannt wären (die Sonne nicht mehr scheinen würde) und die "Endlagerung" keinerlei Probleme darstellen würde. Davon sind wir aber extrem weit entfernt.
Und bekannt ist das alles in unserer "Politikerelite" schon eine ganze Weile. Dazu hab ich schon einen Blogeintrag vorbereitet.
Unsere Politiker haben nichts besseres zu tun als populistische Parolen herauszuposaunen, in dem kein noch so klitzekleines bisschen von Nachhaltigkeit erkennbar ist. Es geht immer wie Watzlawick so schön formulierte: "von dem mehr des selben". Es soll sich eigentlich gar nichts ändern. Von Rechts bis Links, nichts zukunftsträchtiges. Der CDU-Huber redet von zusätzlichen 60 Jahre AKW-Laufzeiten und von linksaußen Herr Gysi für höhere Harz-IV-Sätze.
Der sozial gerechte Umgang mit steigenden Energiepreisen ist sicherlich schwierig, doch nicht unmöglich. Dazu gibt es gute Konzepte, die den Gesamtumbau der ökologischen Energieerzeugung förderlich sind. Denn es geht nicht darum den "ärmeren" den gleichen verschwenderischen Energiehunger zuzustehen, sondern den Gesamtverbrauch drastisch zu senken. Also sollte ein Grundsockel an Energie günstig für jedermann zur Verfügung stehen. Darüber hinaus steigen die Steuern progessiv, also je mehr verbraucht wird, werden auch deutlich mehr steuern fällig. Also kurz gesagt, der Viel- und Luxusverbrauch muss drastisch sinken. Damit ließen sich zum einen der Grundsockel finanzieren, zum zweiten wird dafür gesogt, dass diese schwächeren Haushalte ihren Energieverbrauch drastisch senken. Erstens durch Dämmung der Häuser und Energieeffizeinte Haushaltsgeräte.
Ist das etabliert, müssen Energiepreise weiter steigen. Steigende Kosten "zwingen" die Menschen effizient zu handeln, weniger verschwenderisch zu sein und mit Elan neue Technologien zu entwickeln. Nur die effizientesten und notwendigen werden sich dann durchsetzen.
Die einfache Einführung einer Quotenregelung für Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung würde zu klimafreundlicherer Stromproduktion führen. Diese wäre aber immer dezentral und daran hat das oben genannte 4'er Oligopol als Betreiber von uneffizienten Großkraftwerken "natürlicherweise" kein Interesse. Auch hier liegt es lediglich am politischen Willen die unfairen und wettbewerbsfeindlichen Eingriffe zu korrigieren.
Zum Thema Umweltverbrauch ist dem von Michael Braungart gesagtem einfach nichts mehr hinzuzufügen: "Eine Fortsetzung der industriellen Wirtschaftsweise der vergangenen 150 Jahre ist auf Dauer unmöglich. Somit müssen wir künftig intelligent produzieren: Die eingesetzten Stoffe sind in technischen und biologischen Kreisläufen zu führen, damit kein Müll entsteht. Zum Zweiten sollten wir uns von der Denkweise verabschieden, dass es erstrebenswert ist, etwas weniger schädliche Dinge herzustellen als zuvor. Vielmehr darf es nur noch Dinge geben, die weder Mensch noch Umwelt vergiften und deren Inhaltsstoffe nach Gebrauch möglichst sogar noch biologisch oder technisch nützlich sind."
Das jammern nutzt natürlich nichts. Man muss selber tun, was in seiner Macht steht und das ist bestimmt noch lange nicht ausgereizt...
Die Sonne hat in den letzten Millionen Jahren keine Rechnung geschickt und wird das auch die nächste Zeit wohl unterlassen.
Die Politik weiß spätestens seit 1982 durch ihre eigene Expertenkommision (Enquete-Kommission „Zukünftige Energiepolitik“ des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1982), dass Hausisolierung, effiziente Motoren, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und Kraft-Wärme-Kopplung ein muss darstellen. Insgesamt wurden 60 Maßnahmen vorgeschlagen. Ziel war u.a. die Erarbeitung von Empfehlungen für langfristige Entwicklungsmöglichkeiten der Energieversorgung, für den Bedarf an Energiedienstleistungen unter Einbeziehung der Einsparmöglichkeiten sowie für Maßnahmen zur Sicherung des erforderlichen Angebots von Energieträgern unter besonderer Berücksichtigung von Maßnahmen zur Verringerung der Ölabhängigkeit und Umweltbelastungen.
Gut 35 Jahre des (fast-) nichts Tuns ist eine lange Zeit. Und weiter werden wichtige Entscheidungen einfach nicht getroffen bzw. verschoben, verwässert und unsere fossilen Energieträger werden teurer und teurer...
Die Zusammenfassung der Studie "Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung für den Ersatz Überalteter Kraftwerke in Deutschland" fasst die Fakten sehr schön zusammen:
Eine zukunftsfähige Energieversorgung Deutschlands kann nur auf Basis erneuerbarer Energien erfolgen. Die schon deutlich spürbaren Auswirkungen der anthropogenen Klimaveränderung und die Endlichkeit der fossilen Energieträger lassen nur wenig Spielraum für andere Entwicklungen offen. Der in nächster Zeit notwendige Kraftwerksersatzbedarf bietet die Möglichkeit ohnehin notwendige Investitionen im Energiesektor primär in den Ausbau erneuerbarer Energien zu lenken. Bessere fossile Kraftwerkstechnologie oder Technologien zur Abscheidung und Deponierung von Treibhausgasen mindern weder die Aufzehrung der fossilen Energieträger, noch können sie langfristig einen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Sie binden aber Finanzmittel, die dann nicht für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu Verfügung stehen.
Es wird Aufgabe der Politik sein über die notwendigen Maßnahmen zu entscheiden und die richtigen Rahmenbedingung zu schaffen um jetzt die sich bietende Chance zum Einstieg in eine zukunftsfähige Energiewirtschaft zu nutzen. Technologisch bedingte Hindernisse stehen dem kaum entgegen.
Die Realität sieht aber seit damals anders aus, nichts als viel heiße Luft...
Ökostrom meint vor allem atomstromfrei und Verzicht auf Kohle- und Ölkraftwerke. Es wird auch immer wieder von Regenerativen Energien gesprochen. Regenerativ heißt letztendlich immer durch die Sonne gelieferte Energie. Manche Ökostromanbieter verbuchen auch sogenannte hocheffiziente gasgefeuerte kraftwärmegekoppelte Blockheizkraftwerke zum Ökostrom dazu. Das ist aus meiner Sicht auch erstmal ok.
Blockheizkraftwerke werden meist mit Gas befeuert und produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. Beides wird nahezu optimal genutzt. Diese haben einen sehr hohen Wirkunsgrad zum Teil über 90%. Dies erreicht man nur
bei Dezentralität, also wenn neben der Stromerzeugung auch die Wärme optimal genutzt werden kann.
Solarstrom (Photovoltaik) wir meist durch Solarzellen produziert. Alte Solarzellen besehen aus Silizium, welches aufwendig gereinigt so ziemlich unbegrenzt zur Verfügung steht. Jedes Sandkorn besteht daraus. Es ist aber sehr Energieaufwendig. Die neue Dünschichttechnik ist verbraucht viel weniger Energie und die Herstellung und Entsorgung ist viel verträglicher. Die anderen Vorteile möchte ich nun gar nicht aufzähen. Bei letzeren wird nach zwei bis drei Jahren netto-Strom produziert. Bei einer garantierten Laufzeit von 20 Jahren ist das keine schlechte Bilanz.
Es gibt auch thermische Solarkraftwerke, die gerade in Spanien gebaut werden. Diese sind vor allem in südlicheren Breitengraden hoch effizient. Spielen aber derzeit noch keine große Rolle.
Windstrom wird duch moderne Windräder erzeugt. Sie stehen meist in Windstarken Lagen. Am vielversprechensten sind Offshore-Windparks - also im Meer stehende Windräder. Dort bläst der Wind immer. Natürlich sind die Windräder nicht so schön wie ein Solitärbaum in der Landschaft, doch bei der Wahl zwischen Atomkraftwerk, Kohlekraftwerk und Windrädern in meiner Nähe dürfte die Wahl sicherlich nicht so schwierig fallen.
Wasserkraftwerke nutzen das Gewicht des Wassers aufgrund einer Höhendifferenz. Damit wird dann Strom erzeugt. Entweder an Flüssen, Stauseen oder Gezeiten. Diese Kraftwerksart ist seit Jahrzehnten schon effizient und im Einsatz.
Biomassekraftwerke verfeuern Brennbares Material und wandeln die Energie in Strom um. Das sind zum Teil Holz-Hackschnitzel, Biosprit, Pflanzenöl oder Biogas. Die Perversion ist, dass auch versucht wird Weizen anerkennen zu lassen. Ich gehe davon aus, dass die vier echten Ökostromanbieter sowas niemals zulassen werden.
Bis auf die Photovoltaikanlagen brauchen alle Verfahren Generatoren um die kinetische Energie in Strom umzuwandeln.
Wie Öko ist der Ökostom?
Über die Umweltverträglichkeit läßt sich streiten. An dieser Stelle versuche ich erst gar nicht politisch Korrekt ein
Antwort darauf zu geben, da damit so viel Schindluder mit zum Teil
haaresträubenden Argumenten getrieben wird und ausarten würde. Eine 100% naturverträgliche saubere Energie ist noch nicht existent. Es bleibt weiterhin ein Traum, was nicht heißen soll, dass er nicht eines Tages in Erfüllung gehen könnte.
Fakt ist, dass die Mehrkosten für den umweltfreundlich erzeugten Strom geringer ist, als bei Atom- und Kohlestrom. Diese werden dann letztendlich durch die Allgemeinheit bezahlt.
Bei Schönau liegt der CO2-Ausstoß pro KWh bei ca. 12g. Im Bundesdurchschnitt über 500g!
Ökostromanbieter echte und unechte
Es gibt hier deutliche Unterschiede, die sind erheblich und sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden. Fast alle Stromanbieter bieten mittlerweile auch Ökostromtarife an. Wie kommt dies so schnell zustande? Im Grunde gab es oder gibt es immer noch Überkapazitäten an sogenannten regenerativem Ökostrom. Dieser wird bei den "konventionellen" Anbietern nicht mehr ganz normal mit ausgeliefert, sondern als eigenes Paket verkauft. Diese hatten sozusagen gar nichts weiter zu tun, als einen weiteren Tarif anzubieten. Diese halten alle maßgeblich an ihrem alten Kraftwerkspark fest. Der neuste Trick sind RECS-Zertifikate (s.u.). Diese könnte man auch als unechte Ökostromanbieter bezeichnen.
Die echten Ökostromanbieter, haben keine Abhängigkeit zu konventionellen Kraftwerksbetreibern. Ihr Energiemix besteht ausschließlich aus Solar-, Wasser-, -Windstrom und effizienter Kraftwärmekopplung. Die folgend genannten lehnen alle die RECS-Zertifikate ab. Die Aufschlüsselung der Anteile wird jedes Jahr der Abrechnung beigelegt. Aktuell gibt es nur wenige echte Ökostromanbieter: EWS Schönau, Lichtblick, Naturstrom AG und Greenpeace Energy, welche kurz auf der Seite "Atomausstieg selber machen" vorgestellt werden. Die meisten besitzen keine eigenen Kraftwerke, sondern kaufen den sauberen Strom direkt bei den Lieferanten.
RECS-Zertifikate
Der übelste Ökostrom hat einen Namen: RECS-Zertifikate. Das wird sehr schön in dem Artikel auf Telepolis von Lars Lange beschrieben: Die Ökostrom-Lüge. Das Prinzip ist einfach. Damit der hiesige "Ökostromanbieter" überhaupt Ökostrom verkaufen darf (falls er keinen hat) kauft er sich sozusagen so viele Zertifikate wie er Ökostrom produzieren müsste, um seine Kunden zu beliefern. Er kann sich sogar ein neues Kohlekraftwerk bauen und es durch RECS-Zertifikate reinwaschen und diesen Strom dann als Ökostrom anbieten. Die Zertifikate stammen von echten Ökostromproduzenten und sind billig zu haben. Ob dann der Strom als konventioneller verkauft wird, ist jedenfalls in der Theorie so.
Konventionelle Stromerzeugung
Diese Art und Weise ist davon geprägt, möglichst große zentrale Anlagen zu bauen. Das hat gravierende Folgen, da von dort aus riesige Überlandleitungen gezogen werden müssen. Ineffizient, weil nur ein Teil der Energie zur Stromproduktion verwendet werden kann. Wärme kann nicht genutzt werden. Jeder Kilometer zusätzlicher Transport, beideutet Verschwendung an Energie, weil die Leitungsverluste von der Entfernung abhängen. Bei dezentraler kleinstrukturierter Stromerzeugung fällt das praktisch ganz weg.
Atomstrom ist weder CO2-Neutral wie immer dargestellt, denn Transporte, Auf- und Abbau einer Anlage und die Herstellung von den Brennstäben macht die CO2-Bilanz schlechter als bei KWKs. Der entstehende Abfall strahlt für unzählige Generationen nach uns. Die Risikotechnologie steht jedes Jahr wieder mit zahlreichen Pannen in der Presse. Sie sind mit lediglich 2 Milliarden Euro Versichert. Wenn was passiert, dann zahlt das immer der Steuerzahler, sowie die erfolglose Suche nach einem "Endlager". Solange niemand sagt, bei mir im Vorgarten könnt ihr eine Tonne hinstellen, ist die Technologie inakzeptabel. Nachhaltig betrachtest ist Atomstrom wohl mit Abstand das Schlusslicht. Siehe auch Fakten zur Atomenergie (PDF).
Kohle- und Ölkraftwerke sind wohl die größten CO2-Schleudern unter den Kraftwerken. Die Abgase werden aufwendig gereinigt und der neuste Gag sind CO2-freie Kohlekraftwerke. Hier soll das Klimagas abgeschieden werden und in die Erde gepumpt werden. Niemand weiß was damit passiert. Anstatt den Einfallsreichtum für zukunftsträchtige Techniken einzusetzen, setzt man weiter auf ein eigentlich schon totes Pferd.
Wer die Verantwortung dafür nicht übernehmen möchte, wechselt einfach seinen Stromanbieter.
Großkonzern oder Stadtwerke?
Der Unterschied zwischen den Großkonzernen und Stadtwerken liegt auch darin, dass Gewinne bei ersteren in Managergehälter, Dividende und Vorstandspensionen fließen, also den Reichen zugute kommt. Die Überschüsse von Stadtwerken der Allgemeinheit zugute kommt. Diese stützen die Preise von z.B. Schwimmbäder und Öffentlichen Nahverkehr.
Die Macht des Stromquartetts
Das Stromquartett besteht aus EnBW, RWE, Eon und Vattenfall. Diese vier Stromkonzerne besitzen je nach Rechengrundlage zwischen 82 und 90% der Stromerzeugerkapazitäten und deren Infrastruktur (Stromverteilungsnetze). Diese Marktmacht führt zu Rekordgewinnen dieser Konzerne und der Kunde bezahlte innerhalb von 6 Jahren 50% mehr für den Strompreis. Zusätzliche Gewinne spülen die CO2-Zertifikate in die Kassen, die diese Konzerne umsonst zugeteilt bekommen, jedoch in den Verkaufsstrompreis eingerechnet wird. Grundsätzlich sind Aktiengesellschaften lediglich dem Shareholder (Aktienbsitzer) verprlichtet. Ihn interessieren nur sprudelnde Gewinne...
Um nicht ganz so schlecht darzustehen, versucht z.B EnBW, welche vier Atomkraftwerke betreiben, in großen Anzeigen mit dem Ausbau erneuerbarer Energien geworben. Doch halten gerade die vier vor allem an ihrem Kraftwerkspark fest.
Wie kommt der Strompreis zustande?
Der Strompreis besteht zu 1/3 aus Stromeinkauf, 1/3 Netznutzung und 1/3 Steuern. Die Höhe der Bezugskosten richtet sich maßgeblich nach der Strombörse, auch wenn direkt vom Produzenten bezogen wird, denn die Stompreise an der Börse dient als Referenz. Steigende Preise werden an den Verbraucher weitergegeben. Da wie gerade erwähnt das Stromquartett kanpp 90% des Strommarktes beherrschen, diktieren diese in gewisser Weise auch den Strompreis an der Strombörse. Jeder wechselwillige Kunde zu einem unabhängigen Anbieter reduziert dessen Macht.
Der Preis an der Strombörse wird bestimmt durch Rohstoffe, Ausfall von Kraftwerken und der Nachfrage auf dem europäischen Markt. Dazu kommen Spekulationen und wahrscheinlich auch Manipulation der Großen. Bewiesen ist das jedoch noch nicht.
Ob die Durchleitungskosten gerechtfertigt sind, weiß man nicht so genau. Jedenfalls verdient leider beim Wechsel zu einem unabhängigen Anbieter dieses Quartett zu einem gewissen Teil mit. Dies ist fast unumgänglich. Deshalb spricht viel für die Trennung von Stromerzeugung und dem Stromnetz, wie von der EU vorgeschlagen. Dann hätten wir sogar Chancen auf fallende Strompreise.
Welcher Strom kommt aus der Steckdose?
Es ist physikalisch eindeutig: Der Strom nimmt immer den kürzesten Weg, der möglich ist. Das heißt Der ganze Strommarkt funktioniert hauptsächlich auf dem Papier. Natürlich bekomme ich solange ich "neben" einem Atomkraftwerk wohne auch den Strom dorther - egal welchen Vertrag ich habe. Doch würden alle Menschen umsteigen, würden die Betreiber wahrscheinlich ihre Kraftwerke abschalten müssen. Und darum geht es letztendlich.
Wohin also Wechseln?
Am sinnvollsten ist es zu einem der vier unabhängigen Ökostromanbieter zu wechseln, oder zu seinen Stadtwerken, wenn diese reinen Ökostrom beziehen und unabhängig von dem Stromquartett sind - und das sind nicht so viele. Dies kann man dort sicherlich erfragen. Nur die Ökostromanbieter: EWS Schönau, Lichtblick, Naturstrom AG und Greenpeace Energy (für Deutschland) können garantieren, dass sie jede Einnahme in den Aufbau weiterer Ökostromkapazitäten reinvestieren und zur Verbesserung unserer Welt beitragen.
Jeder Stromwechsel bedeutet weitere dezentrale kleine Blockheizkraftwerke, Solaranlagen, Wasserkraftwerke, Windparks usw. Mit jedem weiteren noch so kleinem Ausbau beschneidet man die Dominaz der großen. Wer heute zu den Ökostromern wechselt, wird damit langfristig die Strompreise drücken. Nebenbei trägt der Ausbau erneuerbarer Energien dazu bei, dass mittelfristig die Gesamtkosten für den Bürger gesenkt werden.
Der Wechsel:
Der Wechsel ist unglaublich einfach. Entweder druckt man sich ein Vordruck aus dem Internet aus, füllt diese aus und packt die letzte Stromabrechnung dazu und schickt es zu dem Anbieter. Der Vordruck besteht aus nicht viel mehr als der Adresse und der Bankverbindung. Der Rest wird von dem neuen Stromanbieter binnen kürzester Zeit geregelt. Das einzige was sich dann ändern wird ist, dass die Stromrechnung von jemand anderem eingezogen wird und dass man ein verdammt gutes Gefühl bekommt, etwas für die Welt getan zu haben.
Mittlerweile sind die Händler bereit knapp 100 Euro pro Fass (159Liter) zu zahlen. Auch wenn einige Experten der Meinung sind, dass der Kurs vor allem auf Spekulationen beruht und wegen des Kriegsgeschehens im Irak oder anderen geopolitischen Querelen. Sicherlich spielen diese Geschehnisse einen Einfluss auf den Preis, doch das sind nur "Randnotizen" im Ölhandel. Fakt ist, dass die tägliche Nachfrage bei 86,03 Millionen Fass pro Tag liegt - Tendenz steigend, vor allem in Asien und den USA. Das Angebot liegt aktuell bei nur bei 85,65 Millionen Fass - Tendenz fallend.
Politisches Gerede gibt es zu Hauf, politisches Handeln fällt mir extrem schwer auszumachen. Vielleicht ist jemand anderem etwas aufgefallen? Dann bitte einen Kommentar hinterlassen.
Paus Crutzen, Nobelpreisträger stellte kürzlich seine Studie zu Biosprit vor. Bekannt wurde er durch seine Forschungen über das Ozonloch.
In der Studie ist zu lesen, dass die Produktion von Biosprit nach seinen Berechnungen je nach Ausgangsmaterial in der Bilanz gar nicht gut wegkommt. Es wird zwar in der Gesamtbilanz CO2 gespart, doch die enormen Mengen an Stickstoff, die beim Anbau verbraucht werden, werden zu einem gewissen Prozentsatz als Distickstoffdioxid-Emission wieder in die Atmosphäre freigesetzt. Dieses Gas wirkt 296 mal stärker als CO2. Bei Raps ist das Einsparpotentzial -170%, bei Mais +10% bis -150%. Zuckerrohr ist am günstigsten zwischen 10 und 50%, nur werden dafür Urwälder abgeholzt. Die Biokraftstoffindustrie versucht jetzt schon gegen zu steuern.
Schaut man weiter über den Tellerrand hinaus, wird klar, dass mit der Ausweitung der Produktion von Agrosprit auch die Wasserproblematik sich weiter zuspitzt. Nicht überall fällt genügend Wasser vom Himmel. Künstliche Bewässerung ist nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Sinkendes Grundwasser lässt Bäume sterben und die Beregnungsflächen versalzen. Diese Gier nach schnellem Profit ist nicht besonders Nachhaltig. Abgesehen von den eher sinkenden landbaulich nutzbaren Flächen und steigender Bevölkerung. Zum Glück ist steigen auch die Lebensmittelpreise, sodass sich das Herstellen von Pflanzenkraftstoffen auf Basis von Lebensmitteln nicht mehr lohnt.
Hoffen wir dass die Politik Konsequenzen daraus ableitet - zu erwarten ist das nicht.
So gut und richtig die Ergebnisse sind, so verwunderlich und absonderlich sind die Vorschläge zur "Rettung" der Welt durch Crutzen oder seines Kontrahenten. Da werden Vulkane stimulieren, um die Atmosphäre zu verdunkeln oder mit Riesenrohre im Meer versenkt, um nährstoffreiches Wasser zu den Algen zu bringen, damit sie "Kompensationsarbeit" leisten könnten. Die Folgen sind sicherlich nicht kalkulierbar. Mit fantasiereichem und technisch möglichen Fortschritt hat das aus meiner Sicht wenig zu tun.
Auf der Seite zunkunftsenergie.org findet man leicht verständlich viele Informationen zum Thema Energie. Sehr nett und plakativ ist folgender Kurzfilm:
Am Montag hat auch die Internationale Energiebehörde (IEA) nun offiziell bekannt gegeben, dass im Jahr 2012 die Nachfrage von Erdöl nicht mehr zu decken ist. Dies berichten genügend Zeitungen (taz, spiegel online, u.v.a.). Bisher war diese Lobby für fossile und atomare Energien der größte Leugner solcher Berichter. Die Mär von ewig sprudelnden Ölquellen ließ sich wohl nicht mehr aufrecht erhalten und der Ölpreis ist auf einem Allzeit-Hoch-Niveau.
Der 21. Dez. 2012 ist nach dem Langzeitkalender der Maya das Ende dieser menschlichen Zivilisation. Die Menschen werden in eine gänzlich neue Zivilisation eintreten, die von der gegenwärtigen völlig unabhängig ist. Den Grund erwähnten die Maya nicht. Eine Sache ist klar: der letzte Tag bedeutet nicht den Eintritt irgendeines großen Unglücks; statt dessen beinhaltet es ein vollständig neues kosmisches Bewusstsein und einen spirituellen Übergang zur neuen Zivilisation hin.
Was bedeutet das konkret für uns? Welche Auswirkungen hat dies auf unser Leben? Die Zukunft ist natürlich schwer vorhersehbar.
Kleine minimale Einführung in die Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Steigt der Preis, wird meistens die Produktion erhöht. Bei natürlichen Ressourcen ist dies jedoch nur bedingt möglich. Ergo: Alle Preise und zwar solange bis diese begrenzende Ressource ersetzt worden ist. Die Abhängigkeit unseres Lebens ist mehr davon abhängig als uns lieb sein wird. Es wird sich auf jeglichen Verbrauch aus wie Güter, Strom, Heizung, Transport, Mobilität. Wirkung: Die Wirtschaft bricht zusammen. Die fetten Jahre sind vorbei...
Eine kurze Epoche der Menschheit neigt sich dem Ende. Das Gute daran, nur wenn etwas zu Ende geht, kann neues entstehen. "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt..." sagte schon Goethe. In esoterischen Kreisen kursieren seit Jahren eine magische Jahreszahl: 2012. Dann geht z.B der Longcount-Zyklus (26.000 Jahre) der Mayas zu Ende und ein neuer beginnt (siehe oben). Andere Quellen besagen ähnliches, worauf ich aber nicht näher eingehen möchte. Man könnte es auch so interpretieren: Wir (die Menschheit) haben die uns auferlegte Verantwortung gegenüber Mutter Natur nicht wahr genommen und die Ausbeutung verantwortungslos übertrieben. Nun wird dem Treiben langsam ein Riegel vorgeschoben. Nur ein weiteres, diesmal deutlicheres Zeichen.
Ich habe einen Traum: Es birgt eine große Chance. Die ganze dämliche Politik der letzen Jahrhunderte mit ihrer von Arm-nach-Reich-Verteilung könnte ein Ende nehmen. Die bremsenden Dinosaurierindustrien werden keine Rolle mehr spielen. Energiegipfel werden keine Witzveransstaltungen mehr. Verantwortung wird wieder übernommen. Der ganze Protektionismus, samt ihrer aufgeblähten Strukturen der Industriestaaten gegen alle Prinzipien der Menschlichkeit fallen. Der Lowinput-Landwirt wird der König und nicht mehr der Depp sein, im Gegensatz zum Agroindustiellen. Ökologisch angebaute Lebensmittel werden entlich den Stellenwert bekommen, den es haben müsste. Menschen nutzen ihr Potential menschlich zu sein...
Klimaschuetzer.de: Es ist kaum zu glauben, da wird die zentralisierte, nicht wirklich beherrschbare und für unglaublich lange Zeit hochgiftigen strahlenden Müll - den niemand haben will und keiner weiß wohin - hinterlassenden Kernenergie als Klimaschützer ausgewiesen. Idylle zeigende Zeitungsannoncen im Großformat blicken einem entgegen - sogar in der Taz!
Der CO2-Ausstoß von 0 wird angepriesen. Eine glatte Lüge, denn lediglich der direkte Betrieb ist vielleicht klimafreundlich - aber auch nur das. Bezieht man die irrsinnige Logistik und Herstellungsverfahren usw. ein, kommt diese tolle Energie plötzlich gar nicht mehr so gut weg und sind dann deutlich schlechter als moderne Gaskraftwerke. Mit Blockheizkraftwerken können sie schon gleich gar nicht konkurieren. Von den Risiken gar nicht zu reden. Keiner will neben einem AKW wohnen.
Es geht hier um wahnsinnig viel Geld und deshalb wird mit allen Mitteln versucht, den Besitzstand zu verteidigen... Und kleine oder große Unfälle wie gerade passiert werden versucht runterzuspielen. Meldungen wie "AKW Krümmel brennt immer noch" oder "TÜV bestätigt Brand auch im AKW Brunsbüttel" tragen nicht zur Beruhigung der Situation bei. Ein gutes hat es gerade jetzt vielleicht doch, denn die AKW fallen rechtzeitig zum Energiegipfel aus. Dieser findet nächste Woche statt. Darauf kann man gespannt sein.
Da fällt mir persönlich nur eine Frage ein: Haben sie schon ihren Stromanbieter gewächselt? Wenn nicht, gibt es dafür einen Grund? Schon mal darüber nachgedacht, wer die Verantwortung für ihren Strom trägt?
"Testen Sie Ihren ökologischen Fußabdruck!" schreibt der WWF.
Gerade entdeckt und ich finde das wirklich gut gemacht. Die gestellten Fragen, lassen einen erahnen, was man noch verbessern kann. Ich kam auf 1,2 und liege zwar damit so ziemlich unter dem Durchschnitt der westlichen Hemisphäre, doch alles über 1.0 ist nicht akzeptabel. Die Zahl beschreibt den Faktor, um wie viel die Erde größer sein müsste. Es gibt also noch viel zu tun...
Regenerative Energien treiben so langsam skurrile Blüten. Ja ich bin dafür alle sinnvollen Möglichkeiten auszuschöpfen. Doch wenn im Kongo riesige Urwaldgebiete abgeholzt werden, mit Kokospalmen in Monokultur angepflanzt werden, um Biosprit zu produzieren, dann geht das zu weit. Das ist einfach ökologischer Unsinn. Die Folgen sind im nachfolgenden Abschnitt gut beschrieben:
Weiter warnte Gerber davor, beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung alte Fehler zu wiederholen. Die derzeitige Entwicklung drohe in eine Spirale von Monokulturen, Schädlingsdruck und Pestizideinsatz und damit zu Agrarwüsten und neuen Umweltproblemen zu führen. Wenn erst einmal genug Probleme aufgebaut sind, fordert man Reparatur durch Gentechnik solche Töne sind heute schon zu hören konstatiert Gerber. Deshalb müsse die Erzeugung von Bio-Energie von vorne herein durch ökologisch sinnvolle Produktionssysteme sichergestellt werden. Erste Forschungsergebnisse zeigten, dass gerade ökologische Anbausysteme mit Mischkulturen Erfolg versprechend sind. Hier seien schnellstens entsprechende Forschungsprogramme erforderlich. (Quelle: Verbaende.com)
Die Zeiten sind nun endlich vorbei, als faule Ausreden bezüglich eines Stromanbieter-Wechsels wegen des Preises einigermaßen zu akzeptieren waren. Nun ist auch das letzte Argument dahin.
Seit dem 1.1.2007 sind die Ökostomanbieter wie die Elektrizitätswerke Schönau oder das Hamburger Unternehmen Lichtblick zumindest in einigen Regionen günstiger als andere Billiganbieter wie zum Beispiel Yello. Vor allem für sparsame Haushalte lohnt das Rechnen, da die Ökostromanbieter geringe monatliche Grundgebühren haben.
Der Wechsel ist denkbar einfach. Alle Ökostomanbietern reicht eine letzte Stromrechnung und eine unterschriebene "Absichterklärung", die auf den jeweiligen Internetseiten zum Download angeboten werden. Die Vertragsauflösung zum alten Versorger und alles was dazu notwendig ist, wird vom neuen Anbieter organisiert. Das ist schon alles! Und das Gute daran: man setzt ein Zeichen für die Zukunft.
Es gibt immer wieder Argumente, die zu hören oder zu lesen sind, die uns weismachen wollen, dass die Atomkraft gut für unser Klima ist - also CO2 sparend ist. Unverständlich ist jedoch die Angst vor der Klimaveränderung soweit in den Vordergrund zu spielen, dass die Angst vor einem Atom-GAU verdeckt wird. Dabei hat die Klima-Enquetekommision des Bundestages schon klar gestellt, dass Atomkraft keinen Beitrag zur Lösung des Klimaproblems leisten kann, denn es behindert in einem erheblichen masse den Umbau des Energiesystems in ein.
Die Lösung kann nur in einem dezentralen effizienten Energieversorgungssystem liegen, welches auf drei Säulen beruht. Diese sind Einsparen, Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien. Das Gegenteil macht die Atomkraft, sie ist maximiert auf Energiebereitstellung und das mit einem Wirkungsgrad von rund 30 Prozent. Betriebswirtschaftlich rechnen sie sich auch nur, bei maximaler Auslastung - also wenn viel Energie verbraucht wird. Klimaschutz sieht da anders aus, nämlich hoher Wirkungsgrad und geringstmöglicher Verbrauch.
In den letzten 40 Jahren wurden für die
Kernfusionsforschung dutzende Milliarden Euro ausgegeben, ohne, dass
wesentliche Fortschritte erzielt wurden. Für den neuen
Forschungsreaktor ITER sind alleine für den Bau weitere sieben
Milliarden Euro vorgesehen. Ziel des Experiments ist es, in 30 Jahren
zu wissen, ob die Kernfusion nach 2050 Beiträge zur Energieversorgung
leisten kann.
Es handelt es sich um schlecht investiertes Geld. Würde das gleiche Geld in Forschung für Erneuerbare Energien investiert werden,könnte schon in wenigen Jahren die Ernte eingefahren werden. Klimaschutz, Energieversorgungssicherheit und die Schaffung von tausenden Arbeitsplätzen sollten und können mit Erneuerbaren Energien heute angepackt werden und nicht erst in 50 Jahren. Die Milliarden für Kernfusion behindern dies.
Stürme, Hochwasser, Dürren, Hungersnöte und Flüchtlingsströme - dies sind die Auswirkungen einer ungebremsten Erderwärmung.
Eine britische Studie schafft es in die Medien und kommt wohl auch in der Politik an. Nicht, dass Umweltwissenschaftler dies schon lange ungehört wie die Spatzen von den Dächern pfeifen würden. Durch den Klimawandel und Rohstoffknappheit bekommt die Natur langsam ihren Stellenwert (zurück) - ganz im Sinne des Kapitalismus. Diese Folgen haben nicht nur katastrophale Auswirkungen für das System eminent wichtigen Wirtschaftswachstums, sondern auch direkte steigende Kosten sind damit verbunden.
Warum ist diese Entwicklung notwendig und positiv?
Es liegt auf der Hand. Der Mensch ändert nichts solange der Leidensdruck nicht groß genug ist. Von der Wirtschaft kann man hingegen noch weniger verlangen, denn sie ist rein gewinnorientiert und damit noch resitenter gegen Veränderungen.
In der Studie des ehemaligen Chef-Volkswirts der Weltbank Nicholas Stern, die von der britischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, kommt (wen wundert es) heraus, dass sich wenn man nicht langsam anfängt die Klimarrelevanten Emissionen in den Griff zu bekommen, das ganze die Produktionsvolumen der Weltwirtschaft um 5,5 Billionen Euro schmälern wird. Dagegen sein nur 274 Milliarden Euro notwendig, um den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2050 zu stabilisieren. Untätigkeit könne zu einer Depression wie in den 30er Jahren führen. Das sind Zahlen, die auch die Weltwirtschaft versteht.
Die Wirtschaft, die sonst lamentiert, jegliche äußerliche Steuerung mit scheinheiligen Argumenten ablehnt und auf Selbstregulation setzt, fordert nun verrückter weise von der Politik härtere Maßnahmen. Die Motivation ist zwar nicht auf der notwendigen Einsicht heraus geboren worden, sondern mehr aus wirtschaftlichen Gründen. Die einen sehen die Kosten, die anderen die Profite, die sich durch effizientere Geräte erzielen lassen. Schade eigentlich, aber die Welt wird es trotzdem danken.
So gesehen ist die aktuelle Entwicklung zu begrüßen. Ich persönlich schaue wieder mit sehr viel mehr Optimismus in die Zukunft als noch vor Jahren. Es wird für viele schmerzhaft werden, aber da muss die Menschheit durch.
Ich glaube, dass die Menschheit einen Bewusstseinssprung erleben wird, ob sie will oder nicht. Es ist unausweichlich. Es werden viele Dinge, die wir (und die Wirtschaft) heute für wichtig erachten nichtig werden. Die Menschen werden sich auf Werte zurück besinnen müssen, die für ein Überleben notwendig ist. Die Entwicklung die sich abzeichnet ist einfach nicht mehr aufzuhalten...
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