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Artikel mit Tag ökolandbau
Samstag, 23. Februar 2008
Am Freitag Abend trafen sich anlässlich der Biofach 2008 in Nürnberg die Menschen hinter den deutschsprachigen "Nachhaltigkeitsblogs". Ich kann nur sagen, dass die virtuelle Welt zwar schön und gut ist und sicherlich ihren Wert hat, doch mir hat es unwahrscheinlich gut getan nun die Menschen persönlich kennen gelernt zu haben. Die Beziehung zum Gelesenen bekommt dadurch eine andere Qualität. In der kurzen Zeit kann man sich selbstverständlich leider nicht mit jedem einzelnen so auseinandersetzen, wie man es gerne möchte und eine tiefgründige Beziehung aufbauen, doch entstand hier der eine oder andere Kontakt. Es wurde miteinander gelacht, geredet und verabredet. Networking nennt man dies heutzutage...
Einen ganz großen Dank neben den Initiatoren herwig Danzer (die Möbelmacher) und Geoffry Glaser (Kommunikation NürnbergMesse GmbH) gebührt der Nürnberger Messe, die sich bereit erklärt hat uns einen Raum mit Internetzugang, Verköstigung und der Möglichkeit zum Austausch zur Verfügung zu stellen. Außerdem hat sie es gewagt, den Teilnehmenden (und geprüften ) Bloggern eine Presse-Akkreditierung zu zusprechen, was ein absolutes Novum war. Damit konnten wir uns auf der Messe frei bewegen. Und schon stand auf Heise, dass die Cbit ähnliches vor hätte...
Ein paar Eindrücke: Die Biofach ist die weltgrößte Fachmesse für biologische Lebensmittel. Dieses Jahr waren über 2600 Aussteller aus aller Welt vertreten. Überall gab es kleine Kostproben biologischer Leckereien, sodass richtiger Hunger nicht aufkommen konnte. Auffällig war die starke "Konventionalisierung" der Biobranche. Convenience-Produkte (Tiefkühl- und Fertigprodukte) sind überall zu finden. Kurz gesagt, alles was es konventionell zu kaufen gibt, ist nun auch in bio verfügbar. Der moderne Mensch hat einfach keine Zeit und beschäftigt sich weder mit der Natur noch damit welche Verantwortung er trägt. Beim Einkauf geht die eigentliche Auseinandersetzung mit dem Lebensmittel verloren. Qualität, Herkunft sind zweitrangig und scheinen kein echte Rolle zu spielen. Parallel zur Messe gab es noch zahlreiche Vorträge, von denen ich mir einen sehr interessanten angehört habe. Darüber werde ich aber einen eigenen Blogeintrag verfassen.
Mit dabei waren fast alle BloggerInnen die sich angemeldet hatten, bis auf diejenigen, die sich selbstverständlich abgemeldet hatten. Darüber wurde sich so sehr gewundert, dass es thematisiert wurde - fast könnte man sagen trauriger Weise. Unentschuldigtes Fehlen? Gibt es nicht! Jedenfalls bei "uns" Nachhaltigkeitsbloggern nicht. Hier die TeilnehmerInnen:
Bis alle Artikel in Google vorhanden sind, kann noch eine Weile dauern.
Montag, 26. November 2007
Da wir selber Hühner halten insteressiert uns immer wieder, was Biohühner so in ihren Trog bekommen. Wir sind auch noch nicht ganz zufrieden mit unserer Fütterung. Da kam mir die aktuelle Bioland-Zeitschrift (11/2007) grade recht.
Im Moment sind noch 10% konventionelle Zufütterung erlaubt. Das sind vor allem Kartoffeleiweiß und Maiskleber als zusätzliche Eiweißquellen. Im besagten Artikel wird die Betriebsstruktur von Eckardt Eisenachs Legehennenbetrieb vorgestellt. Wirklich vorbildlich. Interessant ist, dass seine Hühner jetzt schon mit 100% Biofütterung auskommen dürfen. Leider sind die genauen Mischungsverhältnisse seiner Futtermischung nicht durchweg angegeben. Aktuell besteht die Fütterung aus: - Körnermais
- Weizen
- Gerste
- geschälte Ackerbohnen
- Kalk
- Mineralfutter (2%)
- Sojabohnen (20%)
- Ölpresskuchen
- Sonnenblumenkuchen
- Distelkuchen
- Leinkuchen
- "Booster"
- Bio-Distelkuchen
- Bio-Schwarzkümmelkuchen
- Bierhefe (konventionell)
- Bio-Öl (Gemisch aus Sonnenblumen- und Sesamöl)
- Bio-Gewürze
- Mineralien
- 20 verschiedene Bio-Kräuter (0.5g pro Tier und Tag)
- Zusätzlich werden noch 1 Kilogramm pro Tonne Wurmkräuter-Futter zugemischt. Auch hier leider keine Angaben.
Das ist für den Hausgebrauch sicherlich viel zu aufwendig. Geschweige denn, dass man einige Komponenten in "haushaltsüblichen" Mengen zu bekommen sind. Problematisch ist und bleibt die Eiweißversorgung sicherzustellen. Im Biolandbau gibt es praktisch eine brutto-Eiweißüberversorgung. Ich glaube, dass ich erstmal meine Hühner weiterhin unwirtschaftlich mit einer Mischung aus Gerste, Weizen, geschrotetem Mais und Kalk füttere. Den Rest, den sie brauchen müssen sie sich draußen im freien zusammensuchen. Quelle: Bioland/Oekolandbau.de Im Porträt: Legehennenbetrieb Eckhardt Eisenach - Auch das Huhn ist, was es frisst Bild: Unser Grüppchen Hühner
Montag, 19. November 2007
Wer kann die Menschen in Zukunft ernähren? Welche Rolle kann der Ökologische Landbau einnehmen und welche der faire Handel? Was sind die Möglichkeiten und wo die Grenzen des Ökologischen Landbaus? Diese Fragen sollen in einer Konferenz in Witzenhausen von Experten geklärt werden.
Die Konferenz findet Anfang Dezember statt. Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse, denn um diese Themen drehen sich doch viele Mythen und Behauptungen... http://www.konferenz-witzenhausen.de/ [Update: 27.12.2007] Leider konnte ich bis zum heutigen Tag keine Informationen über den Ausgang der Konferenz in Erfahrung bringen. Im Februar wird es einen Tagungsband geben. Bis dahin müssen sich alle interessierten gedulden...
Sonntag, 4. November 2007
Der Südwestsaat GbR ist es gelungen die erste Maissorte zu züchten, die gegen den Maiswurzelbohrer resistent ist. Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera) wird zunehmend zu einem Problem im Maisanbau. Dort wo der Käfer massenhaft auftritt, können Ernteverluste bis zu 90% auftreten. Mittlerweile ist er auch in Süddeutschland angekommen.
Die Gentechnik-Saatgutfirmen versuchen deshalb ihren genetisch manipuliertem Mais als Allheilmittel anzubieten. Diesem wurde ein Gen eines Bakteriums, des Bacillus thuringiensis (Bt) eingebaut. Das BT-Gift bewirkt ein Absterben von Fraßinsekten und die Ungefährlichkeit bleibt umstritten. Untersuchungen darüber werden nicht freiwillig der öffentlichen Diskussion ausgesetzt, das sagt schon fast alles. Bei der Saaten-Union kommen modernste Zuchtmethoden wie die in-vivo-Haploideninduktion und die
Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) zum Einsatz und sind
laut Angaben von der Saaten-Union "gentechnikfreie" Methoden. Ein selbstgemachtes Problem des konventionellen Landbaus, wo die Fruchtfolge (oder besser gesagt eigentlich keine Fruchtfolge mehr) viel zu eng ist, denn: Die Schäden entstehen vor allem in Maismonokulturen, da die Weibchen
des Schädlings ihre Eier (bis zu 1.000 Stück) im Spätsommer an
Maiswurzeln ablegen und die im folgenden Frühjahr schlüpfenden Larven
für eine optimale Entwicklung Maiswurzeln der neu ausgesäten Maispflanzen benötigen.Diese stören die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und schädigen somit die Pflanzen massiv. Eingerollte Blätter aufgrund von Trockenstress und Lagerneigung sind die erkennbaren Schadsymptome. Es ist also nur da ein Problem, wo Mais auf Mais angebaut wird. Die Lösung dazu liegt so nahe, die Ursache so leicht zu umgehen. Der Ökolandbau macht dies wieder einmal vor.
Quellen: Saaten-Union: Durchbruch in der Resistenzzüchtung gegen den Maiswurzelbohrer; Resistente Pflanzen gegen Maiswurzelbohrer; Bildquelle: commons.wikimedia.org
Samstag, 3. November 2007
"Freies Wissen", bzw. eine unglaubliche Fülle von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema ökologischer Landbau finden sich bei Organic Eprints. Kurz zusammengefasst steht auf der Website:
Organic Eprints ist ein internationales, öffentlich zugängliches Archiv für wissenschaftliche Veröffentlichungen zum ökologischen Landbau. Archiviert werden überwiegend elektronische Volltext-Dokumente. Zu
jedem Eintrag werden die vollständigen bibliographischen Angaben und weitere Metadaten zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Archiv. Eine Volltext-, Titelsuche und Autorensuche ist sofort nutzbar. Eine Email mit den neu eingestellten Veröffentlichungen zu bestimmten Themen (komplexe Auswahl), lässt sich nach Anmeldung nutzen. Die Texte werden als PDF zur freien Verfügung bereit gestellt.
Mittwoch, 5. September 2007
Die "Ländliche Heimvolkshochschule Lauda" (LHVHS) macht ökologische Erwachsenenbildung im schönen Taubertal. Wolfgang Knoch, den Schulleiter, schließt man sofort ins Herz und genauso sind die Kurse. Alle bisherigen besuchten Kurse waren mit viel Liebe aufgebaut, die Referenten durchweg ausgezeichnet und die Teilnehmer interessant. Es ist jedesmal wieder aufs neue ein Erlebnis und man bekommt leicht Hochgefühle und möchte gar nicht dass es schon (wieder) vorbei ist. Durch das hervorragende Händchen von Wolfgang, die richtige Auswahl von Referenten zu treffen, wird in der Kürze eines Seminares sehr viel praktisches und theoretisches Wissen vermittelt. Das zeichnet ja schließlich gute Kurs aus 
So werden Kurse zum Brotbacken, Arbeiten mit Zugpferden, Haltung von Schafen, Ziegen, Bienen oder Hühnern, Obst und Gartenbau angeboten, um nur einiges zu nennen. Und hier gehts zum Programm. Anschauen lohnt sich!!!
Montag, 27. August 2007
Wir waren wieder eine knappe Woche auf einem Bio-Bauernhof Urlaub machen - oder besser gesagt wwoofen. Das war wieder so schön, dass ich hier gleich Werbung für diese tolle Möglichkeit machen möchte.
WWOOF ist die Abkürzung für "World-Wide Opportunities on Organic Farms". Jeder der einen Einblick in die Ökologische Landwirtschaft bekommen und nette Leute kennen lernen möchte, sollte dieses Angebot wahrnehmen. Das Prinzip ist Mitarbeit gegen Kost und Logis. Es gibt eine Hofliste gegen einen Mitgliedsbeitrag von aktuell 18 Euro bei WWOOF Deutschland e.V. Hier gibt es Höfe in ganz Deutschland, fast in jeder Ecke. Vielleicht noch ein paar wichtige Kurzinfos: Jeder Eintrag ist versehen mit einer kurzen Selbstdarstellung und mit Kürzeln, die bestimmte Eigenschaften abbilden. So sind Kinder nicht überall gleich erwünscht oder vegetarisches Essen selbstverständlich - aber in der Regel möglich. Bei manchen kann man auch nur ein Wochenende verbringen, andere wünschen sich gleich mehrwöchige Aufenthalte. Selbstverständlich sollte man nicht ohne vorheriger Absprache und Klärung der gegenseitigem Erwartungen oder etwaigen Voraussetzungen einfach auf dem Hof erscheinen. Also viel Spaß im nächsten "Aktiv-Urlaub" auf einem Bio-Bauernhof. Offizielle Deuschlandhomepage: wwoof.de.
Dienstag, 31. Juli 2007
Meeresbiologen bezeichnen sie als anthropogene Todeszonen. Nachgewiesen sind mitlwerweile über 200 solcher Zonen, die größten liegen im Golf von Mexiko und in der Ostsee. Ein drittel liegt vor den US-amerikanischen Küsten. Immer wenn übergroße Mengen an Nährstoffen wie Phosphate und Nitrate vor allem aus der konventionellen Landwirtschaft über Flüsse ins Meer gelangen. "Jährlich werden rund 35.000 Tonnen Phosphor und über eine Million
Tonnen Stickstoff in die Ostsee gespült", sagt WWF-Expertin Feucht. Unter diesen Bedingungen explodieren Algen und Cyanobakterien. Wenn sie absterben bedecken sie den Meeresboden und verbrauchen den kompletten Sauerstoff. Es entsteht somit die Todeszone. Dort ziehen sich Pflanzen, Fische und andere Meerestiere komplett zurück - falls sie es können, ansonsten ersticken sie.
Verantwortlich dafür ist der Verbraucher. Er kauft das konventionelle Essen und heißt zum Teil den "Biosprit" gut. Gerade dieser trägt zunehmend zum Problem bei. Wieder ein Grund mehr seinen Garten zu bewirtschaften und biologisch angebautes Essen zu kaufen! Quelle: Massensterben im Golf von Mexiko - Todeszone von 20.000 Quadratkilometern erwartet: www.pressetexte.de/pte.mc?pte=070720001
Donnerstag, 14. Juni 2007
Nach 18 Monate langem Ringen wurde offensichtlich die neue Rahmenvereinbarung zur EU-Öko-Verordnung verabschiedet. Geregelt werden weiterhin artgerechte Tierhaltung, organische Düngung und Pestizidverbot. In vielen Teilen wurden Zugeständnisse zum ursprünglichen geplanten Entwurf gemacht, sodass weiterhin gute Lebensmittel angeboten werden können. Weiterhin dürfen nur Lebensmittel als biologisch ausgezeichnet werden die mindestens 95% aus dieser Landwirtschaft stammen. Eine Verbesserung der Qualitätsmaßstäbe gibt es keine. Nun wird mehr auf Masse statt auf Klasse gesetzt. Sicherlich ist es besser für die Welt, wenn durch geringere Standards mehr konventionelle Bauern umsteigen, birgt es jedoch die Gefahr, dass das Vertrauen des Verbraucher aufs Spiel gesetzt wird.
Das bisherige europäische Siegel (rechts abgebildet) unterscheidet sich zu anderen europäischen nicht-ökologischen Siegeln nur marginal. Ein neuer Vorschlag soll bis 2009 erarbeitet werden. Die entscheidenden Regelungen, die Durchführungsbestimmungen werden durch die EU-Kommission bis 2009 verfasst. Das Kleingedruckte sozusagen, was letztendlich beschreibt, was die üblich schwammig formulierten Mindeststandards offen lassen. Hoffen wir mal, dass die Verbände ihre Lobbyarbeit sehr gut machen werden. Erst dann kann die neue EU-Öko-Verordnung abschließend beurteilt werden. Einige Punkte stehen im Entwurf, die umstritten sind: - Die "übliche" erlaubte Toleranzgrenze von 0,9 Prozent für genetisch veränderte Organismen (GVO) durch technisch unvermeidbare oder zufällige Einträge. Diese müssen nicht gekennzeichnet werden. Obwohl das EU-Parlament dies missbilligte, setzte sich die Kommission durch. Andererseits sollten biologische Lebensmittel hier nicht schlechter gestellt werden. Besser wäre eine generelle niedrigere Grenze.
- In Ausnahmefällen sollen Vitamin- und Enzym-Zusätzen, die aus genetisch modifizierten Bakterien gewonnen werden zugelassen werden, wenn diese nicht mehr in gentechnisch unveränderter Form verfügbar sind. Dies ist wohl nicht im Sinne des Verbrauchers.
- Ungerecht ist, dass Importe aus Drittstaaten nur vergleichbare und nicht gleiche Produktionsbedingungen haben müssen.
Interessant ist, dass man darum bangen musste, dass die etablierten Verbandslabels weiterhin verwendet werden dürfen. Diese sind auch letztlich der Garant für Lebensmittel mit ausreichendem Standard. Hier gelten z.B. Null-Tolleranzen gegenüber GVO, dies bedeutet technisch unter der Nachweisgrenze. Der Verbraucher hat sozusagen die Wahlfreiheit. Am besten ist es jedoch, gleich den Anbau seiner Lebensmittel selber in die Hand zu nehmen. Nur dann weiß man alles über seine Lebensmittel - vom Anbau bis zur Verarbeitung. Quellen: maerkische Allgemeine, livegen.de, ökotest.de, taz brennpunkt 13.6.2007, Telepolis Übersicht Richtlinien: SÖL - Richtlinien und Gesetzgebungen zum ökologischen Landbau
Freitag, 30. März 2007
Es gibt auch noch gute Nachrichten  Ein Erfolg der Ökologischen Anbauverbände ist zu verbuchen: Der Vorschlag der umstrittenen EU-Öko-Verordnung geht zurück an den Start. Hoffen wir mal, dass etwas besseres herauskommt...
Montag, 5. März 2007
Immer noch so viele Käfigeier?
Fasst man die Marktsegmente Haushaltsverbrauch, Großverbraucher und Verarbeitung zusammen, stammten 2006 rund 70 Prozent aller in Deutschland verbrauchten knapp 17 Milliarden Eier von Hennen in der Käfighaltung Leider kann man da nur sagen. Aber wie kann das sein? Wieso ist der Anteil so hoch? Viele Fragen kommen mir da sofort in den Sinn. Die Antwort fand ich gerade in einem Artikel bei der ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH. Folgende Eier-Zahlen stechen ins Auge: - 53 % des Gesamtverbrauchs werden als Eier vom Verbraucher gekauft
- 43% davon sind Käfigeier (vielleicht auch 50%)
- 50% des Gesamtverbrauchs werden von Verbrauchern als Eier eingekauft
- die anderen über Produkte die Eier enthalten
- 16% des Gesamtverbrauchs gehen an Großverbraucher/Außer-Haus-Verzehr in Form von Schaleneiern
- 31% des Gesamtverbrauchs laufen als Eiprodukte über die Nahrungsmittelindustrie (davon 95% Käfigeier)
Daran kann man erkennen, dass die Käfighaltung solange weiter gehen wird, solange nicht gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Sei es nun die Kennzeichnungspflicht, damit der Verbraucher die Wahl hat oder diese Haltungsform abschafft. In der ökologischen Landwirtschaft sind sowieso andere Platzverhältnisse vorgesehen. Da werden anstatt DIN A4 bis zu 10qm vorgesehen. Unsere 9 teilen sich 700qm Garten und einen Stall mit 30qm. Leider sind keine Angaben zur zur Bodenhaltung gemacht worden. Die konventionelle Bodenhaltung ist für das Huhn wahrscheinlich noch schlimmer als die im Käfig. Wenn jemand mal eine Halle gesehen hat, wo 30-50.000 Hühner in ihrem eigenen Mist rumlaufen, dann kann er sich ausmahlen was da los ist...
Freitag, 2. Februar 2007
Weltweit könnten 400-800 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) durch biologisch bewirtschaftete Böden aufgenommen werden
200.000 Tonnen an chemisch-synthetischen Düngemitteln werden in Österreich
durch Biolandwirtschaft verhindert. Weltweit könnten 400-800 Millionen
Tonnen Kohlendioxid (CO2) durch biologisch bewirtschaftete Böden aufgenommen werden.
Rund 20.500 österreichische Biobäuerinnen und Biobauern setzen sich
mit ihrer täglichen Arbeit für aktiven Klimaschutz ein. Denn die
heimischen Biobauern bewirtschaften bereits 400.000 Hektar der gesamten
landwirtschaftlichen Nutzfläche Österreichs rein ökologisch mit
organischen Düngemitteln wie Kompost oder Tiermist. Mit dem konsequenten Verzicht auf chemisch-synthetische Düngemittel leisten sie einen enormen Beitrag für den Klimaschutz und die Gesellschaft.
Werden auf konventionell bewirtschafteten Böden rund 0,5 Tonnen an
chemisch-synthetischen Düngemitteln pro Hektar ausgebracht - verzichten
die österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern alleine im Jahr 2007
auf rund 200.000 Tonnen umwelt- und klimaschädigende Düngemitteln.
"Chemisch-synthetische Düngemittel sind extrem humuszehrend. Gerade dem Humus
kommt bei der Abgabe und Bindung von Kohlendioxid eine große Bedeutung
zu. Daher setzen wir Biobauern und Biobäuerinnen in unserer täglichen
Arbeit auf eine humusmehrende, biologische Bodenbewirtschaftung.
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