Der Mensch ist mit einer überlebenswichtigen Gabe ausgestattet worden: ihm machen schleichende Veränderungen nichts aus. Er ignoriert sie förmlich bis der Leidensdruck für Veränderung spürbar wird.
Vor Jahren lauschte ich einmal einer Radiosendung die über das Thema Wasser berichtete. Ein Wasserforscher legte ziemlich genau dar, warum das wichtigste Lebensmittel so kostbar ist. Er zeigte auch die Entwicklung von Verseuchung und Verknappung über die Jahre auf. Auf die Frage was man denn jetzt und in Zukunft tun könnte, war seine Antwort kurz und deutlich: So viel verbrauchen wie möglich! Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen was er damit gemeint hat und nun kann ich das fast verallgemeinert darstellen:
Wir müssten eigentlich so schnell wie möglich Wasser und Erdöl verbrauchen, die Qualität der Nahrungsmittel so weit reduzieren, bis es nicht mehr satt machen, usw. Dann, wenn wir wirklich in ein Problem laufen, fangen wir an umzudenken. Je früher, desto eher wird sich etwas ändern.
Warum zeige ich anhand eines Beispieles: Die EU-Minister haben letzte Woche wieder aller Vernunft die Fangquoten für Kabeljau in der EU festgelegt. Die Fangquoten werden von Jahr zu Jahr verringert. Nicht weil es Sinn machen würde, sondern weil nicht mehr rauszuhohlen ist und um die ganz große Katastrophe gerade nicht eintreten zu lassen. Der Bestand ist kurz vor dem Kollaps und mittlerweile weiß man auch (aus anderen Regionen), dass er sich danach nicht mehr erhohlen wird. Zum verdeutlichen eine Analogie: Ein Bauer hatte einen Stall voll mit Kühen. Eines Tages begann er, weil die Leute Kuhfleisch essen wollten jedes Jahr mehr Kühe zum Schlachter zu bringen als Kälber geboren wurden. Um das Angebot noch zu steigern fing er auch noch an, Kühe zu schlachten, die noch nicht einmal geschlechtsreif waren und so war der Stall bald nahezu leer...
wenn die letzte kuh verkauft ist, bilden sich keine neuen mehr, sondern dann verhungert der bauer
also, besser nur soviel kühe verkaufen, wie auch wieder nachwachsen
aber ist vielleicht besser so, sonst würde sich das krebsgeschwür namens "menschheit" vielleicht noch weiter ausbreiten...
ist nur schade um die paar vernünftigen, aber:
zu spät heißt z u spät, wenn dein letztes glas wasser umgeschüttet ist, kriegst du es nicht wieder ins glas hinein, kannst höchstens die letzten tropfen auflecken
nix für ungut, wollte euch nicht den tag vermiesen