
Wie leicht in Mais sich Einkreuzungen ergeben zeigt deutlich dieses Bild. Dieses Jahr habe ich Bantammais ausgesät und geerntet. Da Bantammais ein Süßmais ist, ist er im getrocknetem Zustand ziemlich glasig und schrumpelig. So sollten die Körner am Kolben eigentlich überall aussehen. Da Mais ein Fremdbefruchter ist, wird der eingetragene Pollen direkt mit dem Erbgut der jeweiligen weiblichen Blüte (je Korn eine) vermischt und das Resultat bei der Ernte sichtbar. Links im roten Kreis deutlich zu sehen ein Ziermais, der nicht allzuweit weg stand, rechts könnte von den konventionellen Maisflächen stammen, die einen Abstand von über 150 Metern haben.
Somit ist offensichtlich, warum eine Koexistenz von Genmanipuliertem Mais und "konventionell" angebautem Mais nicht funktionieren kann. Die Natur hört nicht nach 50 oder 100 Metern einfach auf. Bienen, anderen bestäubenden Insekten oder dem Wind kann man nicht erzählen, dass sie dieses Feld meiden sollen. Neulich habe ich erst gelesen, dass gerade Bienen ziemlich viel Pollen vom Mais sammeln. Dies wiederum landet dann im Honig, später dann bei uns auf dem Tisch.