Stürme, Hochwasser, Dürren, Hungersnöte und Flüchtlingsströme - dies sind die Auswirkungen einer ungebremsten Erderwärmung.
Eine britische Studie schafft es in die Medien und kommt wohl auch in der Politik an. Nicht, dass Umweltwissenschaftler dies schon lange ungehört wie die Spatzen von den Dächern pfeifen würden. Durch den Klimawandel und Rohstoffknappheit bekommt die Natur langsam ihren Stellenwert (zurück) - ganz im Sinne des Kapitalismus. Diese Folgen haben nicht nur katastrophale Auswirkungen für das System eminent wichtigen Wirtschaftswachstums, sondern auch direkte steigende Kosten sind damit verbunden.
Warum ist diese Entwicklung notwendig und positiv?
Es liegt auf der Hand. Der Mensch ändert nichts solange der Leidensdruck nicht groß genug ist. Von der Wirtschaft kann man hingegen noch weniger verlangen, denn sie ist rein gewinnorientiert und damit noch resitenter gegen Veränderungen.
In der Studie des ehemaligen Chef-Volkswirts der Weltbank Nicholas Stern, die von der britischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, kommt (wen wundert es) heraus, dass sich wenn man nicht langsam anfängt die Klimarrelevanten Emissionen in den Griff zu bekommen, das ganze die Produktionsvolumen der Weltwirtschaft um 5,5 Billionen Euro schmälern wird. Dagegen sein nur 274 Milliarden Euro notwendig, um den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2050 zu stabilisieren. Untätigkeit könne zu einer Depression wie in den 30er Jahren führen. Das sind Zahlen, die auch die Weltwirtschaft versteht.
Die Wirtschaft, die sonst lamentiert, jegliche äußerliche Steuerung mit scheinheiligen Argumenten ablehnt und auf Selbstregulation setzt, fordert nun verrückter weise von der Politik härtere Maßnahmen. Die Motivation ist zwar nicht auf der notwendigen Einsicht heraus geboren worden, sondern mehr aus wirtschaftlichen Gründen. Die einen sehen die Kosten, die anderen die Profite, die sich durch effizientere Geräte erzielen lassen. Schade eigentlich, aber die Welt wird es trotzdem danken.
So gesehen ist die aktuelle Entwicklung zu begrüßen. Ich persönlich schaue wieder mit sehr viel mehr Optimismus in die Zukunft als noch vor Jahren. Es wird für viele schmerzhaft werden, aber da muss die Menschheit durch.
Ich glaube, dass die Menschheit einen Bewusstseinssprung erleben wird, ob sie will oder nicht. Es ist unausweichlich. Es werden viele Dinge, die wir (und die Wirtschaft) heute für wichtig erachten nichtig werden. Die Menschen werden sich auf Werte zurück besinnen müssen, die für ein Überleben notwendig ist. Die Entwicklung die sich abzeichnet ist einfach nicht mehr aufzuhalten...