Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat nun den Freilandversuch mit Genmanipulierten Kartoffeln genehmigt, denen ein Teil des Choleraerregergenoms eingebaut wurden. Es sieht jedoch "keine Gefahren für Mensch und Umwelt".
Die Hoffnung der "Kreatöre" bleibt bei den doch sehr in zweifel zu ziehenden Aussage, dass man dann Arzneimittel einfach Essen kann. Verdrängt werden die extremen Schwankungen innerhalb von Ernte-Partien durch unterschiedliche Microklimate und Nährstoffversorgung. Die Natur kennt keine exakten und wiederholbaren Randbedingungen.
Zahlreiche Kritiker, haben über 1800 Einwendungen eingereicht und mahnen...
völlig zu recht, dass es sich um Lebensmittel handelt. Erschreckend ist auch, dass in geringer Entfernung ein Kartoffelzuchtgarten liegt. Na dann mal Malzeit, wenn neue Sorten auf den Tisch kommen.
Quelle (Taz, 16.6.2006)
In Kanada zum Beispiel ist der Anbau von "konventionellem" Raps überhaupt nicht mehr möglich. Dort wird praktisch nur noch Genraps ausgesät. Dazu haben vor allem die politischen bzw. rechtlichen Regelungen geführt. Jeder kann sich daraus ableiten, was man früher oder später davon hat - wenn der Anbau richtig los geht. Wer was anderes behauptet, wird entweder geschmiert oder will es einfach nicht wahr haben. Alternativen zum nicht Anbau, bzw. eine problemlose Koexistenz ist nicht möglich. Ich kenne jedenfalls keine.
Solange die Gentechnikindustrie sich weigert, einen Haftungsfont hauptsächlich mit zu tragen, muß man sogar davon ausgehen, dass diese davon ausgehen, dass Schäden nicht kalkulierbar sind. Kein Versicherungsunternehmen hat sich bisher bereiterklärt eine Versicherung anzubieten. Da fragt man sich warum? Weil diese nur Versicherungen anbieten, wo sie gewinnen können. Mit Gentech im Saatgut ist das wohl nicht möglich...
Wo bleibt die Kennzeichnungspflicht? Warum tut das Bundesministerium für alles Mögliche und Verbraucherschutz nichts? Ist es nicht für den Verbraucher da, der über 70% kein Genmanipuliertes Essen verzehren möchte? Hat man Angst davor, dass niemand das Zeug kauft? Was wäre denn so schlimm daran? Ist nicht der Kunde König?
Nachdenkliche Grüße
Ralf