Schon lustig, da wird man ab und zu gefragt, warum ich hier dieses oder jenes schreibe. Was das zu tun hat mit dem Kleinsthof oder Selbstversorgung.
Ganz einfach: Ich schreibe nach dem Lustprinzip. Ich schreibe wenn ich Lust habe über was ich Lust habe, also was mich gerade beschäftigt oder was mir gerade vor die Linse kommt. Da ich vornehmlich für "mich" selber schreibe, kein Honorar bekomme bin ich frei darüber zu entscheiden.
Wer sich wundert, woher ich das alles immer habe? Ich lasse mich nicht gerne in eine Schublade stecken. Aber um doch ein wenig Licht darauf zu werfen gibt es ein paar Thesen (die ich vor allem von Popper geborgt habe):
- der Mensch ist fehlbar (daraus leiten sich einige der nächsten Punkte ab)
- es gibt keine Autoritäten, außer der Wahrheit
- es gibt eine Wahrheit
- Toleranz, sie hat nur bei der Intoleranz seine Grenzen
- Ablehnung von Dogmatismus
- alles ist nur Vermutung (auch die Wissenschaft!)
- ich weiß, dass ich nichts weiß
- der Mensch ist ein Herzenswesen (Körper, Seele, Geist) und keine Maschine
- ich "bin" eben ein Skeptiker der alten Schule. Überprüfen, Suchen, der Wahrheit näher kommen.
- der Mensch ist "nur" ein Teil der Schöpfung
Das hat natürlich Konsequenzen für einen selber. Das Wissen versuche ich durch eine Art "scatter"-Methode zu überprüfen oder zu erlangen. Das bedeutet, man startet von einem Punkt und geht von dort weiter. Manche Wege verwirft man andere geht man weiter...
Eins meiner großen Anliegen ist es zu verstehen warum Menschen so handeln wie sie es nun mal tun. Das ist ein weites Spektrum welches sich da vor einem ausbreitet. Aus diesem Feld kommt man schnell zur Kindheit und schwups reflektiert man seinen eigenen Umgang vor allem mit den Kindern. Man entdeckt dort unglaublich viele versteckte Strategien, die man oftmals (unbewusst) lieb gewonnen hat und dennoch völlig ineffizient sind. Der Mensch ist eben kein Vernunftswesen, sonst würde er sowas nicht tun.
Wenn man nun die Nachhaltigkeitsszene betrachtet und manch einer zählt mich auch dazu, dann wollen viele etwas ändern. Der Wunsch oder das Bedürfnis nach Sinn ist groß - eigentlich bei allen Menschen. So hoffe ich auch mit dem Schreiben so manch einem einen Samen Nachdenklichkeit mitzugeben und so eine gewisse Einsicht erfolgen zu lassen. Dieses heere Ziel ist zwar nett, doch sehe ich viele dieser nachhaltig agierender Gruppen sehr skeptisch. Denn sie arbeiten oftmals mit den gleichen Tricks oder versuchen mit den gleichen unlauteren Mitteln auf "Menschenfang" zu gehen.
Ich versuche herauszubekommen, warum der gesunde Menschenverstand so wenig in Gebrauch ist. Und dann schließt sich für mich der Kreis. Die meisten sind es nicht gewohnt selber zu Denken. Sie kauen das nach, was in ihr intellektuelles Gefängnis hinein passt. Und woher kommt das? Von klein auf sind wir trainiert nette tote Menschen zu sein. Man könnte auch sagen, dass die meisten Menschen einfach nur hinterher laufen und einfach nachplappern, was der Mainstream von sich gibt. Wer sich wiederum damit auseinander setzt, weiß was dort geboten ist.
Das macht es so schwierig Menschen zu erreichen. Viele wollen nicht (mehr). Sie haben ihre Bedürfnisse begraben. Die Verantwortung zu haben ist im ersten Moment nicht so einfach wie Opfer sein. Doch der Preis ist hoch, sehr hoch. Den bezahlt man immer.
Die Suche nach der Wahrheit ist nicht immer sehr angenehm, denn es werden immer neue Fragen aufgeworfen. "Ich weiß dass ich nichts weiß" kommt daher, dass man je tiefer man etwas untersucht desto mehr stellt man fest wie wenig man eigentlich weiß. Das zuzugeben ist nicht einfach, da unsere Welt darauf aus ist immer "alles" zu Wissen. Doch die wenigsten Wissen etwas sondern haben "gehört dass" und das, wenn man es genau hinterfragt aus unlauteren Quellen. Der Skeptiker muss dagegen immer alles genaustens belegen.
Bevor ich mich noch mehr verzettel wünsche ich noch allen einen schönen Tag...
Authentisches Bloggen und Blogs sind es, was mich interessieren.
Ja GFK ist und bleibt mein zentrales Thema. Fast alles was ich anfasse läuft dorthin und wieder zusammen. Faszinierend.
Mein "fast" kommt vielleicht daher, dass ich einen Moment gestutzt habe beim "doch sehe ich viele dieser nachhaltig agierender Gruppen sehr skeptisch", weil ich ja seit einiger Zeit die Beobachterrolle mehrheitlich abgelegt habe und mich Bewegungen annähere bzw. selber versuche, was auf die Beine zu stellen.
Ich gehe nicht davon aus, dass vor alle mich im Visier hattest, aber wenn es bei dem, was ich tue, irgendwas in die Richtung geht, welche Dich skeptisch macht, dann möchte ich das gerne wissen. Weil ich unter allen Umständen vermeiden will, selber auch die alten Muster zu übernehmen.
Deshalb war die Frage, ob ich eventuell etwas falsch gesehen habe.
Und ich meinte mehr die großen Gruppen, je größer desto skeptischer stehe ich ihnen gegenüber. Diese Agieren mehr wie wirtschaftsunternehmen als der Wahrheit verpflichtet. Das ist was ich beobachte. Es geht eben nicht um die Wahrheit.
Dich hatte ich überhaupt nicht auf dem Plan.