Der Sohn des Kesa aus Kalamo kam zum Buddha und klagte: „Meister, jeder Priester und Mönch
preist mir seinen Glauben als den allein wahren an und verdammt den der anderen als falsch. Zweifel
quält mich, ich weiß nicht, auf wessen Worte ich hören soll."
Der Buddha antwortete:
„Deine Zweifel sind begründet, Sohn des Kesa. Höre meine Anweisung:
Glaube nichts auf bloßes Hörensagen hin: glaube nicht an Überlieferungen, weil sie alt und durch
viele Generationen auf uns gekommen sind; glaube nichts auf Grund von Gerüchten, oder weil die
Leute viel davon reden; glaube nicht, bloß weil man dir das geschriebene Zeugnis irgend eines alten
Weisen vorlegt; glaube nie etwas, weil Mutmaßungen dafür sprechen oder weil langjährige
Gewohnheit dich verleitet, es für wahr zu halten; glaube nichts auf die bloße Autorität deiner Lehrer
und Geistlichen hin.
Was nach eigener Erfahrung und Untersuchung mit deiner Vernunft übereinstimmt und zu deinem
eigenen Wohle und Heile wie zu dem aller anderen Wesen dient, das nimm als Wahrheit an und lebe
danach. (Anguttara Nikayo)
Als Wahrheitssucher kann ich dem absolut nichts hinzufügen
Es sind viele tausend Jahre vergangen und immer noch gibt es unzählige, die behaupten sie alleine wüssten was richtig ist und alle anderen nicht. Schlimmer noch ist dass es viele (Interessengruppen) gibt, die uns sogar konditionieren, also unsere Leben mit Inhalt füllen. Zu wenig wird getan, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Wir schulen viel zu wenig unseren Geist, unsere Gedanken, unsere Empfindungen und den gesunden Menschenverstand, um der Wahrheit näher zu kommen. Dabei ist das was hinter dem Schleier ist so unglaublich. Das "selbst wollen" ohne weitere kreative Ausreden sollte unsere Leben bestimmen. Freiheit und Erkenntnis anstatt Sklave und Unwissenheit.
Ich bin erstaunt darüber, warum wir Menschen immer wieder den gleichen Fehler begehen.
Da gibt es Menschen die super Ansichten haben und dann und wann einen einzigen Patzer von sich geben.
tolle Bücher, doch ein winziger Abschnitt ist uns nicht geheuer oder halten wir für falsch
Umfassende Theorien, aber auch hier und da sind uns nicht zusagende Passagen
usw...
Und was passiert dann? Alles wird in Frage gestellt. Wir richten wie ein (alttestamentarischen) Gott und verurteilen alles. Der differenzierte Blick wird komplett abgeschaltet. Nur noch auf den Fehler konzentrieren. Fehler, Katastrophe. Ja aber! Bis hin zur totale Vernichtung. Natürlich in allen Schattierungen.
Anscheinend ist es uns lieber alles zu verteufeln, als zuzugeben, dass das meiste seinen Sinn hat und eben Fehler dazugehören. Wir haben gelernt das Fehler schlecht sind, sie gehören strengstens verurteilt. Wir verurteilen nicht nur die anderen sondern genau so auch uns selber - oder andersherum. Das Denken darüber ist antrainiert. Reflektiert betrachtet ist es jedoch ganz einfach: Jeder Mensch macht ständig Fehler. Das gehört dazu, denn es ist eng verbunden mit den Erfahrungen, die wir machen. Ohne Fehler keine Erfahrungen. Ohne Erfahrung ist kein Leben möglich. Wollen wir das?
Also da der Mensch per se fehlbar ist, sollten wir uns nicht darüber ärgern sonder freuen. Es ist wichtig Fehler zu machen um zu lernen. Anstatt sich zu ärgern, könnten wir uns auch ein Lächeln schenken und mit guter Laune die nächste Erfahrung anstreben. Genauso sollten wir aufhören die Haare in anderen Suppen zu suchen, denn wir werden viele Finden und uns solange wir unser Denken nicht umstellen nur ärgern. Das schneidet uns von unserem Wesenskern ab, vom Leben! Ob wir das wollen entscheiden nur wir selber.
Schon lustig, da wird man ab und zu gefragt, warum ich hier dieses oder jenes schreibe. Was das zu tun hat mit dem Kleinsthof oder Selbstversorgung.
Ganz einfach: Ich schreibe nach dem Lustprinzip. Ich schreibe wenn ich Lust habe über was ich Lust habe, also was mich gerade beschäftigt oder was mir gerade vor die Linse kommt. Da ich vornehmlich für "mich" selber schreibe, kein Honorar bekomme bin ich frei darüber zu entscheiden.
Wer sich wundert, woher ich das alles immer habe? Ich lasse mich nicht gerne in eine Schublade stecken. Aber um doch ein wenig Licht darauf zu werfen gibt es ein paar Thesen (die ich vor allem von Popper geborgt habe):
der Mensch ist fehlbar (daraus leiten sich einige der nächsten Punkte ab)
es gibt keine Autoritäten, außer der Wahrheit
es gibt eine Wahrheit
Toleranz, sie hat nur bei der Intoleranz seine Grenzen
Ablehnung von Dogmatismus
alles ist nur Vermutung (auch die Wissenschaft!)
ich weiß, dass ich nichts weiß
der Mensch ist ein Herzenswesen (Körper, Seele, Geist) und keine Maschine
ich "bin" eben ein Skeptiker der alten Schule. Überprüfen, Suchen, der Wahrheit näher kommen.
der Mensch ist "nur" ein Teil der Schöpfung
Das hat natürlich Konsequenzen für einen selber. Das Wissen versuche ich durch eine Art "scatter"-Methode zu überprüfen oder zu erlangen. Das bedeutet, man startet von einem Punkt und geht von dort weiter. Manche Wege verwirft man andere geht man weiter...
Eins meiner großen Anliegen ist es zu verstehen warum Menschen so handeln wie sie es nun mal tun. Das ist ein weites Spektrum welches sich da vor einem ausbreitet. Aus diesem Feld kommt man schnell zur Kindheit und schwups reflektiert man seinen eigenen Umgang vor allem mit den Kindern. Man entdeckt dort unglaublich viele versteckte Strategien, die man oftmals (unbewusst) lieb gewonnen hat und dennoch völlig ineffizient sind. Der Mensch ist eben kein Vernunftswesen, sonst würde er sowas nicht tun.
Wenn man nun die Nachhaltigkeitsszene betrachtet und manch einer zählt mich auch dazu, dann wollen viele etwas ändern. Der Wunsch oder das Bedürfnis nach Sinn ist groß - eigentlich bei allen Menschen. So hoffe ich auch mit dem Schreiben so manch einem einen Samen Nachdenklichkeit mitzugeben und so eine gewisse Einsicht erfolgen zu lassen. Dieses heere Ziel ist zwar nett, doch sehe ich viele dieser nachhaltig agierender Gruppen sehr skeptisch. Denn sie arbeiten oftmals mit den gleichen Tricks oder versuchen mit den gleichen unlauteren Mitteln auf "Menschenfang" zu gehen.
Ich versuche herauszubekommen, warum der gesunde Menschenverstand so wenig in Gebrauch ist. Und dann schließt sich für mich der Kreis. Die meisten sind es nicht gewohnt selber zu Denken. Sie kauen das nach, was in ihr intellektuelles Gefängnis hinein passt. Und woher kommt das? Von klein auf sind wir trainiert nette tote Menschen zu sein. Man könnte auch sagen, dass die meisten Menschen einfach nur hinterher laufen und einfach nachplappern, was der Mainstream von sich gibt. Wer sich wiederum damit auseinander setzt, weiß was dort geboten ist.
Das macht es so schwierig Menschen zu erreichen. Viele wollen nicht (mehr). Sie haben ihre Bedürfnisse begraben. Die Verantwortung zu haben ist im ersten Moment nicht so einfach wie Opfer sein. Doch der Preis ist hoch, sehr hoch. Den bezahlt man immer.
Die Suche nach der Wahrheit ist nicht immer sehr angenehm, denn es werden immer neue Fragen aufgeworfen. "Ich weiß dass ich nichts weiß" kommt daher, dass man je tiefer man etwas untersucht desto mehr stellt man fest wie wenig man eigentlich weiß. Das zuzugeben ist nicht einfach, da unsere Welt darauf aus ist immer "alles" zu Wissen. Doch die wenigsten Wissen etwas sondern haben "gehört dass" und das, wenn man es genau hinterfragt aus unlauteren Quellen. Der Skeptiker muss dagegen immer alles genaustens belegen.
Bevor ich mich noch mehr verzettel wünsche ich noch allen einen schönen Tag...
Um unsere eigene Geschichte zu verstehen, ist es hilfreich einen Schritt zurück zu gehen. Dann wird man feststellen, dass die eigentliche Geschichte gar nicht aufgeschrieben wird. Wir sind geprägt von dem Krach nicht von der unsichtbaren (weil nicht wahrgenommenen) Kraft:
"Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach, als ein Wald, der wächst!"
Und was ist unsere Geschichte? Krieg, Zerstörung, Machtkämpfe. Also nur fallende Bäume. Die eigentliche Geschichte geht so unter. Der ganze Wald wird überhaupt nicht in Gänze wahrgenommen, all die schönen kleinen Pflänzchen und still wachsende Bäume verschiedenster Arten.
Bestätigung findet man leicht in den Nachrichten der Massenmedien, Filme, Spiele, Kultur, Konsum und so weiter... Es geht meistens um den Krach. Wir halten das für normal. Unser plastisches Gehirn wird durch diese gewaltige Flut an Normalität lernen, dass dies richtig zu sein hat und unreflektiert passiert das auch so. Doch der Wahrheitsgehalt wird bekanntlich nicht dadurch größer je öfter und lauter man etwas wiederholt.
Und wenn man genau hinschaut, wird die Schlagkraft des Kraches erhöht. Alarmismus hier Alarmismus dort, Katastrophen überall und schön wieder geht die Welt unter - same procedure as every year
Und wir halten das für normal, weil wir den Blick für das Schöne und Gute nicht mehr schulen. Nur noch Krach, Nebelkerzen und Ablenkung von den richtigen Problemen.
Bernd Senf, geboren 1944, lehrte von 1973 bis März 2009 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin. In diesem Vortrag beschreibt auf wunderbar leicht verständliche Art und Weise, den Zusammenhang zwischen unseres Geldsystems (Zinseszinsen/Zins) und verschiedenen Krisen...
Aus dem Inhalt:
wie sind die Zusammenhänge von Geld und Zins/Zinseszins und Wirtschaftssystem
warum die Umverteilung von Arm nach Reich automatisch abläuft
im Schnitt sind auf alles was wir kaufen 30% Zinsen enthalten
leicht anschauliche Beispiele und Erklärungen
warum kommt die nächste Währungsreform
warum der Zins destruktiv ist
Silvio Gesell stellte die richtigen Fragen - alternative Freigeld
Kinder wollen über sich hinauswachsen, dazulernen, und die Welt entdecken und gestalten. Das Bedürfnis nach Verbundenheit und Geborgenheit wird früher oder später erschüttert (durch Ablehnung, Maßregelung, etc.). Damit geht so langsam aber sicher die wunderbare Unbefangenheit, unbekümmerte Neugier und unbegrenzte Offenheit dahin und ein (Teil)-Verlust an Vertrauen.
In gewissem Maße sind diese Verluste "normal". Sie können aber auch zum Problem werden, wenn Ersatzbefriedigungen Vorrang vor dem richtigen Leben haben. Diese Krücken, z.B der virtuellen Welt (Computersucht) sind allzu verführerisch. Und je länger und intensiver diese Krücken genutzt werden, desto leichter fällt es damit umzugehen und davon wieder abzulassen.
These: Starke Persönlichkeiten benötigen keine Krücken.
Doch die Frage, wie man solche Entwicklungen vermeiden kann ist nicht besonders einfach zu beantworten. Gerald Hüther beschreibt einige Regeln dazu in seinem Buch "Computersüchtig - Kinder im Sog moderner Medien":
Klare durchschaubare Regeln und Strukturen, die man erkennen und einhalten muss, um sich zurechtzufinden.
Entscheidungen, die man selbstständig treffen und verantworten muss, um selbstbewusst zu werden.
Fähigkeiten und Fertigkeiten, die man erwerben muss, um ans Ziel zu kommen
Umsicht, die man entwickeln muss, um erfolgreich zu sein
Abenteuer, unerwartete Ereignisse und überraschende Situationen, die man erleben, auch Gefahren, die man bestehen kann, um daran zu wachsen
Ziele, die man vor Augen hat und die erreichbar sind, damit das Leben Sinn macht. Und nicht zuletzt
Vorbilder, an denen man sich orientieren, mit denen man sich identifizieren und denen man nacheifern kann, weil sie etwas ausstrahlen, das man selbst (noch) nicht entwickelt hat.
Jeder der mal Computerspiele gespielt hat, wird sofort feststellen, dass genau dies dort so leicht zu finden und umzusetzen ist. Aber wie in der realen Welt? Konkreter wird es leider nicht. So nun weiß ich zwar die Rahmenbedingungen für einen Idealen Pfad, nur den in unserer "modernen Welt" zu finden scheint mir ein heeres Ziel zu sein. Guter Rat ist nun teuer...
Immer wieder möchte ich verstehen, wie es zu nicht vernunftmäßig erklärbaren Personalentscheidungen kommen kann. Es ist in Firmen und Politik offensichtlich, dass all zu häufig nicht die geeigneten Personen an den richtigen Positionen sitzen - also "ausgewählt" werden - sondern... Das Peter-Prinzip scheint da etwas Licht in diesen Auswahlprozess zu bringen.
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