Ein weit verbreitetes Problem ist, dass wir in einer Gesellschaft der Opferkultur leben. Dass wir dazu auch erzogen werden ist im Grunde nebensächlich, denn jeder kann sich zu jeder Zeit entscheiden dieses Programm nicht mit zu machen. Wie Watzlawick sagt: Was uns Gott, Welt, Schicksal, Natur, Chromosome und Hormone, Gesellschaft, Eltern, Verwandte, Polizei, Lehrer, Ärzte, Chefs oder besonders Freunde antaten, wiegt so schwer, dass die bloße Insinuation, vielleicht etwas dagegen tun zu können, schon eine Beleidigung ist. Bloß nicht selber Verantwortung übernehmen.
Auch das "mehr des selben" stellt deutlich heraus, warum das Ändern sich so schwierig darstellt. In ihr werden die bestmöglichen Anpassungen als die auf ewig einzig möglichen betrachtet. Und diese sind nicht immer die bestmögliche, sondern die dafür gehaltene. Um eventuell die erfolglose oder immer schwierig werdendere Lage zu entkommen, wendet man mehr derselben "Lösung" an und erreicht damit genau nur noch mehr desselben Elends. Es beweist ja groteskerweise sozusagen, dass man sich noch nicht genügend angestrengt hat.
Kommt das einem nicht irgendwie bekannt vor?
Zitate aus
"Die Anleitung zum Unglücklichsein" von Paus Watzlawick (Link zu Amazon.de)
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