Ist es eine Binsenweisheit, dass der Mensch aus Körper, Geist und Seele besteht? Es wird jedenfalls so gesagt, doch im alltäglichen Umgang wird sicherlich die Seele vernachlässigt und der Geist wahrscheinlich sogar ganz beiseite gelassen. In der Medizin, also der Art und Weise wie Heilung vonstatten gehen soll wird der Körper völlig überbewertet und die Seele und der Geist fast ausgeschlossen - je nach Fachrichtung mal mehr mal weniger.
Das Buch über "das heilende Bewusstsein" stellt die richtige Hirarchie zwischen den Wesensgliedern wieder her. Dem Bewusstsein, also dem Geist wird die oberste Stufe bescheinigt.
Nach indianischer Vorstellung ist Krankheit ein Ausdruck eines Problems der Gemeinschaft, also geistiger Natur. Schamanen bezeichnen akute Symptome als eine Begegnung mit der Wirklichkeit hinter unserer sichtbaren Welt, der sich jeder Mensch stellen muss. Gesundheit basiert auf dem ausgleich allen Kräften des Himmels und der Erde - dem Einklang. Diese Balance muss immer wieder gefunden werden.
Das größte Problem bei der "konventionellen" Medizin ist, dass Fallgeschichten nichts gelten, denn sie sind nicht wiederholbar, nicht wissenschaftlich weil deren Methodik versagt. Anders herum formuliert, muss jede Anwendung (z.B. ein Medikament) gleich wer sie ausführt zum gleichen Erfolg führen. Diese Beschränktheit beruht auf dem selbst auferlegten Gesetz: Doppelblindstudien nach dem Goldstandard der medizinischen Wissenschaft. Überspitz dient dieser lediglich alternative Medizin zu verhöhnen (da unwissenschaftlich) und ökonomische Vorteile zu manifestieren.
Die Kraft des Willens und mit der Wärme des Herzens bestimmt vorgetragener Wunsch zu helfen kann alleine schon Wunder bewirken. Wenn man dazu noch lernt nicht ständig in die Krankheit hinein zu denken, entzieht man ihr die Grundlage, andernfalls verstärkt man ihre Symptome. Es sind also die "Gedankenformen", die diese Wirklichkeit schaffen. Dazu noch die Hoffnung stärken, den Glauben, dass Genesung möglich ist fördert das Gesund werden.
Augustinus hat Anfang des fünften Jahrhunderts es sehr schön formuliert: "Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern im Widerspruch zu dem, was wir von der Natur wissen."
Es wird auch beschrieben, dass die Heilungschancen sich verbessern, wenn man Heilung erwartet und wenn die Selbstverantwortung wieder übernommen wird, wenn sich mit z.B. Bildern beschäftigt, die positive Gefühle frei setzten und die Seele für Freude und Hoffnung (und damit für die Zukunft) öffnen. Die inneren Bilder des Geistes, sind real wie die äußerliche Wirklichkeit. Angst und Verzweiflung bewirken das Gegenteil: die Chancen verringern sich.
Warum werden wir Krank? Meistens verändert sich die Regulation der Gene durch innere oder äußere Einflüsse. Der Großteil der rund 35.000 Gene sind inaktiv und werden nur bei Bedarf an oder abgeschaltet. Äußere Einflüsse sind alles was auf Körper, Seele und den Geist einwirkt. Wenn man sich genau beobachtet, lernt man viele dieser Einflüsse kennen und spürt sogar die subtilen und direkten Auswirkungen - positive als auch negative.
Wenn die Hinwendung des Geistes zu den tieferen Schichten der Seele, zum Kern, in dem die alten Mythen und das Wissen um die Einheit allen Seins leben, offenkundig nützlich sind für die Gesundheit von Geist und Körper, dann ist Spiritualität ein Gebot der Vernunft! Seit alten Zeiten ist bekannt, dass Dankbarkeit und die Bereitschaft der Vergebung - anderen, aber auch und gerade sich selbst - heilsame Impulse für Seele und Körper auslösen.
Genauso wichtig wie die eigene Einstellung, scheint auch der Gegenüber (die Heiler und Heilerinnen) eine Rolle zu spielen. Wenn er im völligen Einklang mit seinen Vorstellungen ist und daran keinerlei Zweifel hat kann sich die Wirkung voll entfalten. Ob nun Energieflüsse, Engel, Naturgeister oder sonstwas, Hauptsache es ist deren Wirklichkeit. Letztendlich ist die Intension zu helfen, eine hohe Konzentration, gleichzeitig die Offenheit für Unerwartetes, innere Bereitschaft Heilung geschehen zu lassen, ohne sie erzwingen zu wollen. Dies scheint am Ende den Erfolg möglich zu machen.
Im allgemeinen werden Heiler nicht mit dem besten Ruf belegt, vor allem dann nicht, wenn Wunder erwartet werden und diese nicht sofort eintreten. Oft stellen sich Veränderungen aber erst mit der Zeit ein. In Verruf gerät sowas leicht, wenn die eigenen oder über Erzählung gehörten Enttäuschungen als Beweis für die Wirkungslosigkeit alternativer Methoden herangezogen werden. Am Ende ist es immer der Patient selbst, der sich wandeln muss. Gegen seinen Willen und seine Überzeugung kann der beste Heiler nichts ausrichten.
Natürlich sucht die Forschung nach Modellen, in denen der Körper selbst in einem komplizierten Zusammenspiel immunologischer und biochemischer Prozesse solche "Wunder" vollbringt. Doch brauchen wir das überhaupt? Eine alte Regel ist und bleibt: "Wer heilt hat recht". Und wer immer dort bleibt wo er ist, wird nie erfahren, was woanders möglich ist und vielleicht auf ihn wartet...
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