Mich belustigt so etwas doch ziemlich. Es bestätigt meine wohl gehegten Vorurteile gegen den vorgegaukelten Sicherheitswahnsinn der Technokraten.
Dazu gleich mal ein paar Beispiele:
1. Sicherheitsprüfung für elektronische Reisepässe überlistet
Der Sicherheitsspezialist Jeroen van Beek hat bewiesen, dass sich die super tollen ganz sicheren Reisepässe mit einfachen technischen Mitteln fälschen lassen. Als "Gag" hat er Elvis auferstehen lassen. Was damit jedoch möglich ist, kann sich jeder vorstellen, der eine Banane von einem Apfel unterscheiden kann. Ja und jetzt meine lieben Innenminister? War das doch nur wieder ein Projekt, nach dem Motto wir tun irgendwas und geben für eure Sicherheit viel Geld aus? Das Angstspiel mit den bösen Terroristen wird weiter angeheizt und geht weiter...
Quellen:
heise.de,
freeworld.thc.org
2. Grund für die Finanzkrise
Schwindeln am Rechner
In jedem größeren Unternehmen gibt es Risikomanagement. Das Dient dazu Risiken abzuschätzen, zu beurteilen und rechtzeitig einzugreifen. Gerade bei Finanzgeschäften ist das sicherlich noch ausgeprägter, da es letztendlich darum geht Gewinne zu maximieren - klingt logisch. Doch die Herausforderung sind die vier Geistesgifte der Menschen: Gier, Neid, Macht und Hass. Zumindest die ersten drei sorgen dafür, dass das gut gemeinte Risikomanagement betrogen wird. Denn bei Finanzgeschäften ist es immer so: Je größer das Risiko, desto höher die Gewinnchancen. Werden also Risikobewertungen umgangen, weiß jedes Milchmädchen: Die Gewinnchancen sind ja noch größer. Und der simple Volksmund sagt schon: "Wer den Hals nicht voll genug bekommt...". Und so scheint ein Grund dafür gefunden zu sein: Die Systeme werden einfach betrogen.
Quelle: taz.de
3. Der zweifelhafte Nutzen von Überwachungskameras
Diese sollen die Sicherheit im Alltag erhöhen. Beispiel Großbritannien: Das Land mit den wahrscheinlichst dichtesten Netz von 4 Millionen Kameras. Die Wirkungslosigkeit hat drei Hauptgründe: 1. Die technische Umsetzung, 2. die überhöhten Ansprüche an die Technologie und der Faktor Mensch. Ein paar Ausführungen dazu folgen. Das Überwachungspersonal ist schlecht bezahlt und auch nicht polizeilich ausgebildet. Sie schauen Stundenlang (theoretisch) auf viele Bildschirme. Da wird mehr gegen die Langeweile gekämpft (Kaffepausen, Lesen etc.) oder gleich ein Nickerchen gemacht. Desweiteren wird aufgrund der Datenmengen ca 5% des Datenmaterials gespeichert. Jährlich werden massenhaft Gelder verschwendet. Der Chief Inspector in London meinte im Gardian dazu: "Ein vollständiges Fiasko.".
Quelle: Le Monde diplomatique
Der Faktor Mensch
Er ist was er ist. Da der Menschen überall, auch in der Technik involviert ist, kommt es zu solchen "Fehlern". Er ist, solange er am Ego festhält nicht besonders zu gebrauchen.
Schlussfolgerung
Meine bescheidene Sicht auf die Dinge ist folgende: Erstens geht es nur darum, dass irgendwelche Leute sich die Taschen voll machen und ihnen ist dazu jedes Mittel recht. Besonders gut arbeiten an diesem Konzept Politiker und Lobbyisten zusammen. Der zweite Grund ist, der immer weiter getriebene Wahn von Innenministern, denen jedes Mittel recht ist, die Rechtsstaatlichkeit und die Bürgerrechte auszuhöhlen. Wahrscheinlich gepaart mit dem ersten Punkt. Als "billiges" Konzept dient immer eine künstlich heraufbeschworene Gefahr. Die Angstmache.
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