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Freitag, 30. März 2007
 Nachdem ich einen Eintrag über die Maisentkörnungsmaschine mit Handbetrieb geschrieben hatte, bin ich doch tatsächlich im Ebay fündig geworden. Nebenstehend ist genau das was ich gesucht und gefunden hatte. Die Qualität ist sehr gut. Eine Handbetriebene Maschine, die Mais und Erbsen bricht. Damit die Zufuhr im Trichter gewährleistet ist, schiebt sich beim drehen der Kurbel eine Stange hoch und runter. Funktional richtig gut durchdacht. Nachdem ich einige Tropfen Öl spendiert hatte, war das Gerät einsatzbereit. Rechts sieht man das Ergebnis. Nun muss ich das schöne Gerät nur noch etwas aufpolieren. Jetzt fehlt nur mir nur noch die Fläche, damit ich Eiweißerbsen und Mais anbauen kann. Als Ersatz für das eigene angebaute Futter, werde ich zum Biobauern fahren und mich eindecken.
Es gibt auch noch gute Nachrichten  Ein Erfolg der Ökologischen Anbauverbände ist zu verbuchen: Der Vorschlag der umstrittenen EU-Öko-Verordnung geht zurück an den Start. Hoffen wir mal, dass etwas besseres herauskommt...
In den letzten Tagen gibt es Meldungen, dass die Energiekonzerne über 40 Kohlekraftwerke bauen wollen. Da fragt man sich schon, was hat die Politik eigentlich angestellt, dass überhaupt irgendjemand auf solch eine irrsinnige Idee kommen könnte? Da gibt es G8-Gipfel, Nairobi, und wie sie alle heißen um das Weltklima zu retten. Was kommt raus? Extrem viel heiße Luft. Es wird zu viel geredet, versprochen und leicht einzuhaltende Ziele festgelegt, die wenn man die Vergangenheit betrachtet sowieso nicht eingehalten wurden. Was fehlt sind konkrete Handlungen, an denen man die Ernsthaftigkeit erkennen könnte.
Das verfeuern von Kohle wird ja nur deshalb in Erwägung gezogen, weil die Politik die Rahmenbedingungen dafür geschaffen hat. Die Energiekonzerne sind Aktiengesellschaften und diese interessieren sich nachweislich lediglich für Gewinne. Dass Kohle als schlechtester Energieträger (Wirkungsgrad < 45%) so hoch subventioniert wird und die Verschmutzungszertifikate verschenkt werden, daran kann man erkennen dass dem Staat als Volksvertretung nicht sehr viel an uns gelegen ist. Die einzige Hoffnung liegt nun an den Kommunen und Bürgerprotesten die ein kleine Chance haben das eine oder andere sinnlose Kraftwerk zu verhindern. Doch diese ist gering, denn so eine kleine Geldspritze von vielen Millionen Euro hat schon so manche Kommune schwach werden lassen. Alternativen gibt es reichlich. Nachhaltige Klimapolitik sieht anders aus und kommt wohl erst, wenn der Leidensdruck deutlich höher ist. Schade dass es dann meine Kinder und Enkel ausbaden müssen.
Mittwoch, 28. März 2007
Manufactum macht aus der Not eine Tugend und schlägt dem deutschen Saatgutrecht mit folgender Formulierung ein Schnippchen:
Zur Aussaat und Vermehrung bieten wir Ihnen diese seltenen Knollen nicht an (denn dann wären sie Pflanzgut, was sie aber nicht sein dürfen), zur Verspeisung bieten wir sie Ihnen auch nicht an (denn dann wären sie Speisekartoffeln, was sie aber infolge mangelnder Sortenreinheit und uneinheitlicher Kocheigenschaften auch nicht sein dürfen). Lassen Sie sie daher weder in einen Kochtopf noch in ein gut vorbereitetes Kartoffelbeet fallen letzteres vor allem dann nicht, wenn Sie sie einige Wochen vor dem Legen zwischen den Augen geteilt haben sollten, denn dann wachsen noch viel mehr daraus, und das darf nicht geschehen. Schön dass so die alte Kartoffelsorten ihre Liebhaber finden können. Das könnte auch als gutes Beispiel dienen um andere Produkte zu verkaufen. Abgesehen davon gibt es dort in dem excellent aufgebautem Onlineshop alles mögliche durch Manufakturen hergestellte Qualitätswaren - diese haben allerdings auch ihren Preis.
Dienstag, 27. März 2007
Die Arzneimittelbehörde wird zur Dienstleistungsagentur für die Pharmabranche Für mich sieht das wieder wie ein Schildbürgerstreich der Politik aus. Ulla Schmidts erklärtes Ziel ist es das in Bonn ansässige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in ein wirtschaftliche Agentur zu verwandeln. Das Institut ist dafür verantwortlich Medikamente und Medizinprodukte zulassen und registrieren, sowie die Sicherheit der Präparate zu kontrollieren und die Anträge auf klinische Arzneimittelstudien zu genehmigen. Im Zuge der Europäisierung wird dies in Konkurrenz zu anderen Institutionen innerhalb der EU führen. Daher ist es richtig sich um die Zukunft zu machen. Nachteil der unternehmerisch geführten Institutionen, die das eigentliche Wohl der Patienten in den Vordergrund stellen, kann man sich leicht ausmahlen. Zielvereinbarungen werden an die Wirtschaftlichkeit geknüpft werden oder an der Anzahl der Zulassungen pro Jahr. Was wird passieren? Konkurrenz und Geschwindigkeit werden dem Patienten nicht dienlich sein, denn weniger Zeit bedeutet auch weniger über die Risiken und Nebenwirkungen wissen zu können. Die Prämien für schnelle Zulassung bei der Pharmaindustrie wird die Lobbyarbeit genau dort erfolgreich ansetzten. Diese 100%ige Gebührenfinanzierung hat zur Folge, dass die wirtschaftliche Unabhängigkeit verloren geht und damit auch die Aussagefähigkeit der Beurteilungen. Noch ein paar Fakten am Rande zu diesem Thema, die den Beigeschmack verdeutlichen: Jetzt schon liegt die Meldequote von Nebenwirkungen bei 5-10%. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass jährlich mindestens 16.000 Menschen an den Folgen unerwünschter Arzneimittelwirkungen sterben. Besser wäre es diese Behörde auf Gesundheitsvorsorge und Sicherheitsforschung zu profilieren und darauf hin umzubauen. Doch das würde ja Sinnvoll ausgegebenes Geld bedeuten. Der "Schieberegler" zwischen Patienten und Pharmaindustrie würde dann zu Gunsten der Patienten verschoben werden auf kosten der Pharmaindustrie. Verbraucherschutz sieht anders aus. Siehe dazu auch Artikel im Blog: Manager der Pharmaindustrie packt aus, Quelle: Taz 23.3.07: Arzneimittelsicherheit ade
Sonntag, 18. März 2007
Dass es heute noch freie Gendatenbanken gibt finde ich ein Geschenk. In Gatersleben werden seit 60 Jahren Kulturgewächse gehütet. Das Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung betreibt eines der weltweit größten Samenbanken auf der Welt. Um das zu gewährleisten werden jedes Jahr 7.500 Pflanzensorten aus den Kühlzellen geholt, um sie auf den Feldern nachzubauen und so frische Samen zu gewinnen. Insgesamt werden so knapp 150.000 Muster gepflegt.
Die Wut kann man bekommen, wenn man den Vorschlag der Experten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittel (BVL) liest: Es wird empfohlen die Gendatenbank umzuziehen. Nein, nicht die paar Quadratmeter Genweizen (12.500 Pflanzen) sollen woanders angebaut werden. Die rund 30.000 Einwendungen wurden bei der fachlichen und
rechtlichen Bewertung des Antrags geprüft und im Genehmigungsbescheid
gewürdigt. Ist ja schön, dass sie gewürdigt wurden. Nur interessiert hat es offensichtlich niemand. Quellen: Taz 17/18.3.07: Genweizen verdängt alte Kartoffelsorten, BVL: Freisetzung gentechnisch veränderten Weizens in Gatersleben genehmigt, IPK Gendatenbank und Tätigkeitsfelder,
NABU: Forderung nach Verlegung der Gen-Datenbank in Gatersleben ist ein Skandal Seehofer-Behörde will Pflanzenbibliothek zugunsten von Genpflanzen-Anbau opfern
Eine exakte Antwort gibt es darauf nicht. Für alle die auch ein klein wenig Sinn für Verschwörungstheorien haben, findet auf secret.tv genau das richtige -> TERRORSTROM.
TERRORSTORM ist ein Film von Alex Jones, der mit deutscher Synchronisation in
kompletter Länge gezeigt wird.
Der neue Film von Alex Jones, TERRORSTORM, legt in einer frontalen
Attacke auf die Architekten des globalen Terrorismus die wahre
Geschichte vergangener Anschläge offen: Golf von Tonkin, der Angriff
auf die USS Liberty, Operation Gladio, die Bombenanschläge in Madrid
und London und viele mehr. Zu den interviewten Experten zählen u.a.
ex-MI5-Agent David Shayler der vom Plot des MI6 erfuhr,
Al-Quaida-Terroristen für ein Attentat auf Gaddafi einzusetzen. Man braucht gar nicht allzu viel Phantasie, um dem Geschilderten Glauben zu schenken. Wer sich das nicht vorstellen kann, gehe in sich und überlege für wie wenig Geld schon Leute umgebracht wurden. Hier geht es nicht um klecker Beträge, sondern um ziemlich viele Milliarden Dollar...
Mittwoch, 14. März 2007
Unabhängige Wissenschaftler der französischen Organisation CRIIGEN (Committee for Independent Research and Genetic Engineering) haben die Daten, die Monsanto für eine Marktzulassung des Gen-Maises MON863 in der EU eingereicht hat, neu analysiert. Dazu musste die Offenlegung der Studie richterlich erzwungen werden. Der Gen-Mais produziert ein Insektengift gegen den schädlichen Maiswurzelbohrer. Er enthält auch ein Resistenzgen für Antibiotika.
Die Neuauswertung der Fütterungsversuche mit dem gentechnisch manipulierten Mais MON863 zeigt, dass der Gen-Mais nicht hätte zugelassen werden dürfen. Die Versuchstiere wiesen Schädigungen von Leber und Nieren auf, Veränderungen des Urins der Tiere, ließ Monsanto unter den Tisch fallen. Greenpeace fordert richtigerweise ein globales Vermarktungsverbot für MON863. Weiterhin müssen die Behörden auch alle anderen existierenden Marktzulassungen neu bewerten und die bestehenden Zulassungsverfahren neu organisieren. Generell muss man davon ausgehen, dass genmanipulierte Pflanzen als Nahrungsmittel weder sicher noch geeignet sind. Wenn alle Zulassungen so laufen, systematischer Täuschungen zur Tagesordnung gehören und Studien unter Verschluss gehalten werden, kann das wohl nicht vertrauensbildend wirken. Quellen:
Greenpeace.de: MON 863: Für Ratten schädlich, für Menschen verträglich?, Zusammenfassung der Seralini Rattenstudie
, Chronologie MON863
Mittwoch, 7. März 2007
Das neue Buch von Hans-Ulrich Grimm "Katzen würden Mäuse kaufen", welches am 3. März erscheinen sollte wurde durch eine einstweilige Verfügung erstmal in seiner Auslieferung gestoppt. Diese wurde von Masterfoods erwirkt. Bekannte Marken wie Pedigree, Chappi und Frolic sind Produkte von Masterfoods. Der Autor ist bekannt durch seine kritischen Ernährungs-Bücher. Diesmal nahm er sich vor, die Wahrheit der Tiernahrung schonungslos aufzudecken.
Natürlich bekommen da Tiernahrungsmittelkonzerne kalte Füße, denn hier platzen Träume wie Seifenblasen, da wird der naive Mensch schonungslos aufgeklärt und die Nahrung unserer liebsten madig gemacht. Verantwortung übernehmen, selber denken der Natur auf den Teller schauen ist schwieriger als Dosen öffnen. Einige Gründe warum die Auslieferung des Buches so unangenehm schmeckt: - Rohstoffe der Tiernahrung kommt zum größten Teil aus Tierkörperbeseitigungsanlagen (dort werden tote Tiere zerlegt und verarbeitet)
- Die Werbung suggeriert feinstes Gourmetfilet (keine Kadaver...)
- Fleisch beim Discounter ist teilweise billiger als Tierfutter!
- Der Rohstoff (Kadaverteile) werden mit Konservierungsstoffen behandelt, damit sie nicht vergammeln
- Weil Tiere das nicht essen würden, kommen Aromen, Geschmacksverstärker und Süßstoffe dazu.
- Die "Zusatzstoffe" dürfen auf der Verpackung nicht angegeben werden.
- Ökotest fand schon einmal in allen untersuchten Tierfuttern Schimmelpilzgift
Alternativen gibt es natürlich. Dazu hat der gleiche Autor z.B. "Katzen naturnah ernähren geschrieben". Quellen: Taz.de: "Die Produkte bestehen aus Müll", Der Verlag: Einstweilige Verfügung gegen Schwarzbuch Tierfutter, bei Dogs&Blogs: Es ist mir eine große Feude...
Dienstag, 6. März 2007
Nur wer mitmacht, kann sagen er hätte alles versucht!
Schreiben sie unserem Landwirtschaftsminister eine Postkarte. Ein Textvorschlag mit dem folgenden Inhalt kann als Anhaltspunkt dienen: Sehr geehrter Herr Seehofer!
Ich baue in diesem Jahr in meinem Garten oder auf meinem Hof Gemüsemais an und werde daraus für das kommende Jahr Samen ziehen.
Sie bauen an einem neuen Gentechnikgesetz und einer "guten fachlichen Praxis" zum Anbau von Gentechnik-Mais. Bitte sorgen Sie dafür, daß der Wind in meinem Garten weht und die Bienen summen können ohne daß ich mir Sorgen um gentechnisch veränderten Pollen aus der Nachbarschaft machen muß!
Erlassen Sie strenge Haftungsregeln für alle Schäden durch den Anbau von Gentechnik, setzen Sie Abstände fest, die natürlichen Garten- und Ackerbau, freien Insektenflug, Nachbau, Tausch und Züchtung von Saatgut ohne Angst und Streit ermöglichen. Wo das nicht geht, können Sie nach europäischem Recht den Anbau von Gentechnik verbieten. Tun Sie das!
Mit freundlichen Grüßen
An die folgende Adresse
Horst Seehofer
Minister für Verbraucherschutz und Landwirtschaft
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin
Siehe auch: http://www.bantam-mais.de/aktion/eine-postkarte-an-horst-seehofer.html
Montag, 5. März 2007
Entkörnen Sie Maiskolben in wenigen Sekunden bis aufs letzte Korn! Einfach den Maiskolben oben einführen und kurbeln, Kolben wird automatisch eingezogen und ausgeworfen, automatische Größeneinstellung mittels Feder über der Stahlwelle, Unentbehrlich für Geflügelhalter und Jäger!
Ich hab die Maisentkörnungsmaschine mir weder angeschafft noch ausprobieren können, aber es scheint mir sehr brauchbar zu sein. Gefunden bei Westfalia.de im AgriShop - Erntewerkzeuge - Sonstiges. Wenn ich jetzt noch ein ähnliches Teil finde, welches in der Lage ist die Maiskörner zu brechen, würde ich anfangen für unsere Hühner Mais anzubauen.
Immer noch so viele Käfigeier?
Fasst man die Marktsegmente Haushaltsverbrauch, Großverbraucher und Verarbeitung zusammen, stammten 2006 rund 70 Prozent aller in Deutschland verbrauchten knapp 17 Milliarden Eier von Hennen in der Käfighaltung Leider kann man da nur sagen. Aber wie kann das sein? Wieso ist der Anteil so hoch? Viele Fragen kommen mir da sofort in den Sinn. Die Antwort fand ich gerade in einem Artikel bei der ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH. Folgende Eier-Zahlen stechen ins Auge: - 53 % des Gesamtverbrauchs werden als Eier vom Verbraucher gekauft
- 43% davon sind Käfigeier (vielleicht auch 50%)
- 50% des Gesamtverbrauchs werden von Verbrauchern als Eier eingekauft
- die anderen über Produkte die Eier enthalten
- 16% des Gesamtverbrauchs gehen an Großverbraucher/Außer-Haus-Verzehr in Form von Schaleneiern
- 31% des Gesamtverbrauchs laufen als Eiprodukte über die Nahrungsmittelindustrie (davon 95% Käfigeier)
Daran kann man erkennen, dass die Käfighaltung solange weiter gehen wird, solange nicht gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Sei es nun die Kennzeichnungspflicht, damit der Verbraucher die Wahl hat oder diese Haltungsform abschafft. In der ökologischen Landwirtschaft sind sowieso andere Platzverhältnisse vorgesehen. Da werden anstatt DIN A4 bis zu 10qm vorgesehen. Unsere 9 teilen sich 700qm Garten und einen Stall mit 30qm. Leider sind keine Angaben zur zur Bodenhaltung gemacht worden. Die konventionelle Bodenhaltung ist für das Huhn wahrscheinlich noch schlimmer als die im Käfig. Wenn jemand mal eine Halle gesehen hat, wo 30-50.000 Hühner in ihrem eigenen Mist rumlaufen, dann kann er sich ausmahlen was da los ist...
Samstag, 3. März 2007
Gestern hat das Kabinett die umstrittene Gentechniknovelle beraten und beschlossen und Seehofer sprach von einem fairen Ausgleich der Interessen. Da stellt sich mir die Frage welche Interessen werden denn hier vertreten? So heißt es in einer Presseerklärung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV): Das Gentechnikrecht soll den Rahmen für die weitere Entwicklung und Nutzung der Gentechnik in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen setzen. Die Regelungen sollen so ausgestaltet werden, dass sie Forschung und Anwendung in Deutschland befördern. Ok jetzt weiß ich es... Interessnterweise sind Abstände von 150m in Deutschland ausreichend, obwohl im EU-Durchschnitt 250m vorgeschalgen sind. Für Schäden unter der Grenze von 0,9% Verunreinigung soll niemand mehr aufkommen müssen. Das ist an der Realität vorbei, denn Ernten können schon unverkäuflich werden bei wesentlich weniger Verunreinigung (0,1-0,3%) - eben weil der Handel das Gott sei Dank verlangt. Die Forschung soll erleichter werden doch Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Jörg Hinrich Hackersoll geht das nicht weit genug: der Staat soll alle Risiken tragen und für Schäden aufkommen. Jetzt schon tragen die gentechnikfrei arbeitenden Unternehmen unternehmen die zusätzlichen Kosten für diesen Nachweis und verteuern unnötiger Weise diese Produkte. Gerecht ist sowas nicht. Kritik kommt natürlich auch nicht zu kurz. So stellt der BÖLW zu recht fest, dass es eine Lizenz zum Verschmutzen darstellt. Seehofer verrät die Interessen der Verbraucher und der Bauern. Er verabschiedet sich langsam von der gentechnikfreien Landwirtschaft. Die Kennzeichnungspflicht gilt jetzt schon erst ab einer Verunreinigung über 0,9%. Das ist die Absicht zu akzeptieren dass eine flächendeckende Kontamination normal werden wird. Wohin die Reise gehen soll, erkennt man auch leicht an den Forschungsausgaben. 135 Millionen Euro für die gentechnische Forschung und magere 5 Millionen für den ökologischen Anbau. Forschung im Bio-Sektor ist eine Zukunftsinvestition und nachhaltig. Mehr als zehn
Millionen Euro steckte die rot-grüne Bundesregierung deshalb in ein
neues Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst in
Schleswig-Holstein. Kaum sechs Jahre später wurde es geschlossen. Quellen:
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