|
|
Dienstag, 30. Januar 2007
Wer als Journalist über Gesundheitsschäden durch Mobilfunk berichten will, erlebt merkwürdige Dinge. Von umgeschriebenen Artikeln, Sendetermin-Problemen und gekippten Enthüllungsstorys.
In einem Artikel auf message-online.com wird detailliert beschrieben wie die offensichtlichen Gefahren in den Medien verschleiert werden. Auch Argumente werden unter den Tisch gekehrt. Dubiose Grenzwerte: So hat Deutschland einer der höchsten Grenzwerte weltweit. So empfiehlt die Wissenschaftsdirektion des EU-Parlaments 100 Mikrowatt pro Quadratmeter. Deutschland hat 10 Millionen Mikrowatt! Redaktionen haben kein Interesse: Die Werbebudgets versprechen jedes Jahr zwischen 600 und 800 Millionen Euro. Auch werden Sendestandorte von Rundfunksendern mitbenutzt, natürlich gegen Bezahlung. Dass da kein kritischer Journalismus möglich ist, kann man sich leicht ausmalen. Versicherungsbranche: So haben Versicherungsunternehmen in ihren Policen für Handyhersteller und
Mobilfunk-Netzbetreiber die Versicherung der Risiken von Elektrosmog
wegen der »nicht einschätzbaren Gesundheitsgefahren« ausgeschlossen (SZ
28.1.2004). In den unten angegebenen Quellen sind etliche Gefahren aufgezeigt oder auch nicht. Aus meiner Sicht ist es jedoch nicht möglich sich ein klares Bild zu verschaffen. Dass die Handystrahlung Wirkungen hat ist unbestritten. Vielleicht denkt man einfach nur mal darüber nach, ob man so viel damit telefonieren muss und ob es so wichtig ist, dass das Teil nachts an sein muss. Vielleicht schlafen sie dann wieder besser wenn es ausgeschaltet ist? Zum Weiterlesen:
Mittwoch, 24. Januar 2007
Das Buch beschreibt eine gigantische Verschwörung. Jeder Verschwörungstheorie liegt jedoch auch eine gewisser Wahrheitsgehalt zu Grunde.
Das Ziel der vier marktbeherrschenden Agrokonzerne sind die Zerstörung der Ernährungsbasis der Völker und nicht den Welthunger zu bekämpfen. Genauso wird spekuliert, ob sie nicht sogar vorhaben die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren. Die Methoden dazu sind Lügen, Betrug und Gewalt. Das dies nicht so abwegig ist, hab ich in dem Artikel Gen-Raps ist außer Kontrolle beschrieben. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden diese Großkonzerne durch exclusive Patente auf Saatgut an Einfluss gewinnen. Bauern werden dadurch in eine ungewollte Abhängigkeit getrieben. Durch den Einbau von sogenannten Terminatorgenen ist der Nachbau nicht mehr möglich. Und das alles, obwohl der Verbraucher das gar nicht auf seinem Tisch haben möchte. Politiker kuschen vor der Lobby und lassen sich Gesetzte und Verordnungen diktieren. Wer biologisch angebaute Lebensmittel kauft, unternimmt automatisch etwas dagegen. In allen Bio-Richtlinien, gleich ob staatlich oder privat, ist jegliche nicht natürliche züchterische Maßnahme verboten.
Ohne Worte: Jetzt macht der selbst ernannte "Klimaschutz-Weltmeister" Deutschland Druck: An allen Fronten versuchte das handelnde Politpersonal gestern die Klimaschutzziele der der EU zu torpedieren. Etwa beim Handel mit CO2-Zertifikaten: "Mit allen Mitteln" werde er Brüssels Pläne verhindern, erklärte gestern Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU). Während Bundeskanzlerin Angela Merkel den Klimaschutz zur "Überlebensfrage" stilisiert, will ihr Wirtschaftsminister im Kampf gegen mehr Klimaschutz alle Register ziehen....(weiterlesen: taz.de, 24.1.07 Deutsche blockieren Klimaschutz) Was will man von Politikern auch anderes erwarten? Da hilft nur selber etwas tun!
Deine Kinder sind nicht Deine Kinder, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch Dich, aber nicht von Dir, und obwohl sie bei Dir sind, gehören sie Dir nicht. Du kannst ihnen Deine Liebe geben, aber nicht Deine Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das Du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen. Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber versuche nicht, sie Dir gleich zu machen. Denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht im Gestern.
Ich fand das so schön, dass ich es hier mal loswerden wollte. Mehr von Khalil Gibran gibt es in seinem wunderbaren Buch "Der Prophet". Das Buch kann ich jedem nur herzlichst empfehlen.
Montag, 22. Januar 2007
1. Letzte Woche stellte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Auftakt der Gründen Woche in Berlin das "Lebensmittel-Monitoring 2005" vor.
2. Greenpeace warnt vor giftigen Trauben und Salat. An das Ergebnis hat man sich schon gewöhnt. Generell sind Obst und Gemüse mit bis zu 10 verschiedenen Stoffen belastet. 15% der Proben von Früchten überstiegen die gesetzlich zulässigen Grenzwerte. Dies war eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2002. Bei Pfirsichen fand man nur bei 10% der Ware keine Rückstände. Während das BVL die Problematik runterspielt und von geringen Belastungen spricht, findet Chemieexperte Manfred Krautter deutliche andere Worte: Der Verkauf derartig giftiger Ware ist schlicht kriminell und ein schwerer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz. Isst
ein zwölf Kilogramm schweres Kind nur zehn einzelne Beeren dieser stark
belasteten Trauben, kann dies schon seine Gesundheit schädigen.
Beispielhaft wurde der Vergleich zwischen ökologischen und konventionell Angebauten Tomaten gemacht. Bei den Biotomaten fanden sich keinerlei Überschreitungen der Grenzwerte und in der Regel auch keinerlei Pestizid-Rückstände. Der Name des Bundesamtes ist jedoch irreführend. Denn die Untersuchungen werden nicht sofort unmittelbar nach dem die Untersuchungsergebnisse feststehen öffentlich publiziert, sodass der Verbraucher darauf reagieren könnte. Wir erfahren auch nicht wer das giftigste Obst und Gemüse verkauft - die Lebensmittelkonzerne werden so gedeckt. Erst nachdem alles aufgegessen ist, dürfen wir lesen, was wir vor einem Jahr aufgetischt bekommen haben. Greenpeace spricht sogar von Schlamperei im Seehofer-Ministerium, welches die Probleme noch verschlimmert... Der Verbraucher der Verantwortung übernehmen möchte kann gewissenhaft handeln und so oft es geht biologisch angebaute Produkte kaufen... Ich wünsche jetzt schon mal guten Appetit. Zum Weiterlesen:
Regenerative Energien treiben so langsam skurrile Blüten. Ja ich bin dafür alle sinnvollen Möglichkeiten auszuschöpfen. Doch wenn im Kongo riesige Urwaldgebiete abgeholzt werden, mit Kokospalmen in Monokultur angepflanzt werden, um Biosprit zu produzieren, dann geht das zu weit. Das ist einfach ökologischer Unsinn. Die Folgen sind im nachfolgenden Abschnitt gut beschrieben:
Weiter warnte Gerber davor, beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung alte Fehler zu wiederholen. Die derzeitige Entwicklung drohe in eine Spirale von Monokulturen, Schädlingsdruck und Pestizideinsatz und damit zu Agrarwüsten und neuen Umweltproblemen zu führen. Wenn erst einmal genug Probleme aufgebaut sind, fordert man Reparatur durch Gentechnik solche Töne sind heute schon zu hören konstatiert Gerber. Deshalb müsse die Erzeugung von Bio-Energie von vorne herein durch ökologisch sinnvolle Produktionssysteme sichergestellt werden. Erste Forschungsergebnisse zeigten, dass gerade ökologische Anbausysteme mit Mischkulturen Erfolg versprechend sind. Hier seien schnellstens entsprechende Forschungsprogramme erforderlich. (Quelle: Verbaende.com) Mitmach-Protestaktion auf: regenwald.org Quellen:
Freitag, 19. Januar 2007
Der Blogeintrag: Kyrill und die Gentechnik zeigt deutlich, dass die Diskussion, um Mindestabstände beim Anbau von GVOs nichts taugen. Nehmen wir mal an gestern wäre Maisblütenzeit gewesen. Was wäre passiert? Die statistische ausgerechnete Durchschnittsgeschwindigkeit von Wind liegt bei 10-20 km/h. Leider stimmt das eben nur auf dem Papier. Gestern waren es auch mal 200 km/h. Der Maispollen wäre quer durch Deutschland gereist und hätte dafür gesorgt, dass die Kontamination flächendeckend erforgt wäre. Die Herren von Monsanto und Bayer würden die Schultern hochziehen und sagen, dass sie dafür nichts könnten. Und einmal ausgekreuzt, gibt es kein zurück mehr. Das scheint mir auch mittlerweile die Strategie von Monsanto und Co zu sein. Ist erstmal eine Grundkontamination vorhanden, gibt es auch keinen echten Grund mehr die GVO-Sorten zu verbieten.
Freitag, 12. Januar 2007
Die Artikel sollte jeder lesen, der glaubt die Pharmaindustrie ist an unserer Gesundheit etwas gelegen. Der wird hier eines besseren belehrt. Da werden Studien vernichtet, beschönigt, unterschlagen oder mehrfach gemacht, bis positive Ergebnisse vorliegen. Oder der Professor, der die Studie durchführt, bekommt die Finanzierung für eine andere Langzeitstudie zugesichert. Dass unter solchen Bedingungen nicht das herauskommt, was man erwarten würde kann mann sich leicht vorstellen. Desweiteren werden Mitarbeiter von Behörden umgarnt, auf Symposien in den Tropen eingeladen - also bestochen - damit die Zulassung bzw. die Preisverhandlung des Medikaments positiv ausfällt... Das ist der Normale Wahnsinn, den jeder Lobbyist als Aufgabe hat. Schön, dass jemand mal sein Gewissen erleichtern möchte und frei von der Leber berichtet.
Zum Weiterlesen empfehlen sich die Artikel in der Taz "ich habe Menschen bestochen" und "Ein Milliardengeschäft für den Pharmakonzern..." oder das Buch von John Rengen mit dem Titel: Rubio spuckt's aus. A Story from a Pharma-Insider. Bildquelle: commons.wikimedia.org
Der Einstieg in die Grundsicherung lässt sich durch mehr Ökosteuer problemlos finanzieren Der Ansatz gefällt mir, da er zwei Weiche stellt: 1. Umweltbelastung verteuern (Verursacherprinzip), 2. die Grundsicherung einführt und finanziert. Die soziale Absicherung wird gestärkt und die Wirtschaft wird ökologisch umgebaut. Der Vorschlag sieht folgendermaßen aus: Ein Liter Sprit und Heizöl wird 10 Cent teurer, ein Kubikmeter Erdgas auch. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom steigt um 1 Cent und der Preis einer Tonne Kerosin um 100 Euro. Der Flächenverbrauch wird ebenfalls besteuert mit 5 Euro pro Quadratmeter. Vergünstigungen gibt es keine - für niemand. Kritiker könnten jetzt meinen, dass es Abzocke ist. Jedoch fließt das Geld 1:1 zurück an die Bürger. Insgesamt wären 20 Milliarden Euro zu verteilen und der erste Schritt hin zum Grundeinkommen. Das macht dann ca. 250 Euro pro Person. Diese Ökosteuer muss natürlich über die Zeit weiter steigen. Da beide Konzepte alleine nicht durchsetzbar sind, ist die Kombination ideal und wird wahrscheinlich von den meisten akzeptiert werden - außer von denen, die viel verbrauchen wollen. Quelle: Taz 12.01.2007 Rasen für die Grundsicherung
Sonntag, 7. Januar 2007
Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat eine neue Studie namens "Der lange Schatten des Viehs" vorgestellt. Weltweit erzeugen rund 1,5 Milliarden Rinder, 1,7 Milliarden Schafe und Ziegen, sowie unzählige Schweine und Hühner ca. 18% der freigesetzten Treibhausgase und damit knapp mehr als der gesamte Verkehr. Nicht nur die Masse der Tiere alleine, sondern die Bedingungen rund um die Haltung sind mit verantwortlich für die Umweltbelastungen. Brandrodung, Überweidung, Verschwendung von Wasser, Überdüngung, Antibiotika, Pestizide beim Anbau von Futter gehören zu den Verursachern.
"Die Viehwirtschaft gehört zu den Verursachern von einigen der schlimmsten Umweltprobleme." So Henning Steinfeld, leitender Autor der Studie Von einem drittel der weltweiten Ackerfläche wird mittlerweile Futter geworben. Die Gesamtfläche für die Tierhaltung beträgt mittlerweile ca. 30% des Festlands. So trägt die Rodung von Wäldern doppelt zur Erderwärmung bei. Ein Grund für diese Entwicklung sind zum einen immer mehr Menschen zum anderen aber der zunehmende Wohlstand, der zu überproportionalem Konsum von Fleisch führt - mit all seinen Konsequenzen.
Lösungsvorschläge liefert die FAO gleich mit. Runter mit den Subventionen, höhere Preise für die Nutzung von Wasser und Land klingen zwar gut, lassen sich aber sicherlich schwer durchsetzten. Dagegen verbesserte Beweidungs- und Fütterungsmethoden, effizientere Bewässerungssysteme und Biogasanlagen scheinen zum Teil an der ersten Argumentation zu hängen. Solange das alles zu billig ist, wird sich da leider nicht viel ändern. Eine US-Studie bestätigt jedenfalls, dass eine stärkere vegetarische Ernährung bei gleicher Versorgung mit Proteinen im besten Fall es zu einer Halbierung des Flächenbedarfs und der Düngemittel kommen könnte. Soweit wollte die FAO aber nicht gehen. Sie zitiert diese Studie lediglich. Was können wir hier tun? Die erste Klimawahl ist immer regional und ökologisch angebaute Ware. Da fallen unnötig lange Transportwege weg, Pestizide und chemische Düngemittel (sehr hoher Energiebedarf bei der Herstellung) werden nicht verwendet. Der Fleischkonsum ist zu überdenken. Es muss ja nicht so oft sein... Quellen: Taz 5.1.07 Vegetarier tun mehr fürs Klima, Bild: commons.wikimedia.org
Donnerstag, 4. Januar 2007
Öko-Test: Unbelastete Orangen gab es nur in den Bio-Läden. Konventionelle Ware mit einem "guten" Gesamtergebnis fanden wir immerhin bei Plus, Edeka und Tengelmann. Aldi Nord und Aldi Süd hatten im Durchschnitt nur "befriedigende" Orangen zu bieten, Lidl sogar nur "ausreichende". Den Vogel abgeschossen haben jedoch Penny, Rewe, Real und Norma. Hier war mindestens eine Probe mit Rückständen über den gesetzlichen Höchstmengen belastet.
Jede vierte konventionell angebaute Frucht war über den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen belastet. Jede neunte hätte so gar nicht mehr in den Verkauf gelangen dürfen. Sie wurden bei Rewe und Penny verkauft. Die Hersteller versprachen zwar Besserung, doch die Ursache ist damit aber nicht behoben. Eine echte Alternative sind nur zertifizierte biologisch angebaute Früchte. Dort sind die gesundheitlich bedenklichen Mittel allesamt verboten. Quellen: oekotest.de, talkingfood.de; Bild: commons.wikimedia.org
Gute Nachrichten gehen leider im Wust der schlechten unter. Zum Jahreswechsel wurden in Europa 7 Atomkraftwerke entgültig abgeschaltet.
Interessanterweise wird versucht in den Medien den Eindruck zu erwecken, dass Atomkraftwerke ständig neu gebaut würden. Da wird allein der Gedanke an ein Vorhaben von der Atomlobby als entgültig präsentiert. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Weltweit sind nun durch die Abschaltung noch 435 AKWs in Betrieb. Quelle: atommuell-lager.de
Mittwoch, 3. Januar 2007
Die Zeiten sind nun endlich vorbei, als faule Ausreden bezüglich eines Stromanbieter-Wechsels wegen des Preises einigermaßen zu akzeptieren waren. Nun ist auch das letzte Argument dahin.
Seit dem 1.1.2007 sind die Ökostomanbieter wie die Elektrizitätswerke Schönau oder das Hamburger Unternehmen Lichtblick zumindest in einigen Regionen günstiger als andere Billiganbieter wie zum Beispiel Yello. Vor allem für sparsame Haushalte lohnt das Rechnen, da die Ökostromanbieter geringe monatliche Grundgebühren haben. Der Wechsel ist denkbar einfach. Alle Ökostomanbietern reicht eine letzte Stromrechnung und eine unterschriebene "Absichterklärung", die auf den jeweiligen Internetseiten zum Download angeboten werden. Die Vertragsauflösung zum alten Versorger und alles was dazu notwendig ist, wird vom neuen Anbieter organisiert. Das ist schon alles! Und das Gute daran: man setzt ein Zeichen für die Zukunft.
|
|
Kommentare