Genverändertes Gemüse soll künftig Arzneimittel produzieren. Der erste Freilandversuch mit Kartoffeln soll durch die Universität Rostock anlaufen.
Es klingt zwar verlockend, dass man bei Krankheit anstatt Pillen nun Gemüse essen soll...
Kritiker befürchten, dass sich die Gene des Cholerabakteriums nicht nur in die Umwelt gelangt und sich dort vermehren wird. Die Folgen sind wie schon bei Mais, Raps bewiesenermaßen nicht absehbar.
Diese "neuen" Techniken werden sogar vom Bundesforschungsministerium gefördert, obwohl die Effizienz nicht sichergestellt ist. Pflanzen wachsen nicht gleichmäßig. So variiert der Wirkstoffgehalt viel zu sehr, als dass man eine ärztliche Empfehlung abgeben könnte.
Wie sichergestellt werden soll, dass durch menschliches Versagen diese Kartoffeln nicht doch ausversehen (und das passiert immer, weil es passieren kann!) in den normalen Verzehr gelangt, ist mir und vielen anderen jedenfalls ein Rätsel.
Über die ungehinderte Auskreuzung dieser "vagabundierenden" Pollen weiß man viel zu wenig.
Quelle 1: TAZ-2006-05-17
Leider konnte ich bis jetzt nicht feststellen, ob die Freisetzung genemigt wurde oder nicht 