Machen Vitamine krank?
Jedes Kind bekommt schon eingetrichtert, dass Vitamine gesund sind. Vor allem die Lebensmittelindustrie hat besonderes Interesse daran uns das glauben zu lassen. Je mehr desto besser - fürs Geschäft. Dass der Körper sie braucht steht glaube ich außer Frage, doch lediglich über die Mengen wird immer heftiger gestritten.
Das Geschäftspotential ist enorm. Alleine in Deutschland werden über 500 Millionen Euro pro Jahr für industriell hergestellte Vitaminpillen ausgegeben, andere Nahrungsmittelergänzungen machen noch ein paar weitere Milliarden aus. Jeder Dritte greift zu.
Ernährt man sich gesund und ausgewogen (also nicht hauptsächlich von Pizza, Hamburger und Cola), sind welche Zusätze auch immer ganz sicher nicht notwendig. Betrachten wir einfach die Natur: es wachsen nirgends Pillen auf den Bäumen, liefern aber genügend Energie, Vitamine, Spurenelemente, etc. alles was es zum guten Leben braucht... und die Natur hat immer recht.
Wissenschaftler vom Cochrane-Zentrum haben 67 Studien ausgewertet und haben herausgefunden, dass diejenigen, die Vitaminpillen (Vitamin A, C, E, Beta-Karotin) geschluckt haben eine signifikant höhere Sterblichkeit aufgewiesen haben. Vitaminbefürworter aus der Lobby sehen das natürlich anders, denn die Wundermittel sollen sich ja weiter haufenweise verkaufen. Auch unter dem Deckmantel der Naturheilkunde befinden sich Nepper, Schlepper, Bauernfänger, die das Blaue vom Himmel versprechen...
Selbst Rotwein, grüner und schwarzer Tee wirken besser als Multivitaminsäfte.
Das erinnert mich an Louis de Funès in dem Film "Die Außerirdischen Kohlköpfe", als er mit dem Außerirdischen über dessen Essgewohnheiten sprach: Den ganzen Tag Steine lutschen und abends eine Pille einschmeißen kommt gar nicht in Frage. Ohne seine gesunde Kohlsuppe ging da bei dem Franzosen gar nichts.
Aber trotzdem sollte man sich nicht irgendwelche Chemie einwerfen...
Wer sich vernünftig ernährt, brauch den chemischen Quatsch einfach nicht.