Aufgrund nahezu unwirklicher und widriger Umstände in den letzten Wochen, kam ich nicht so richtig dazu Zeit für allzu viele Nachrichten aufzubringen und mich damit auseinander zu setzen. Eine schöne Übung ist es sich selbst zu beobachten und zu reflektieren. Dies ergab durchaus sehr interessantes. Wenn ich nun die Gefühlswelt dieser anfangs angedeuteten Umstände beiseite schiebe, was bleibt dann übrig?
Diese Frage hat mich dazu bewogen diesen Artikel zu verfassen. Natürlich ist es eine Binsenweisheit, dass der "homo sapiens vulgaris" sich am meisten für Sex, Crime und Vips interessiert. Also kurz gesagt, was hauptsächlich so in der Presse von sich gegeben wird. Es ist ein sich selbst erhaltendes System. Angebot und Nachfrage bestimmen die Medien. Das paradoxeste Beispiel ist die Bild-Zeitung, die niemand liest, obwohl sie jeden Tag beängstigend millionenfach über den Ladentisch wandert. Aber auch die anderen Zeitungen sind auf die eine Art nicht viel besser. Liest man die ersten Seiten einer beliebigen Zeitung oder bezieht Informationen aus einer beliebigen Nachrichtenquelle im Fernsehen, Radio oder Internet, muss man im Grunde kerngesund sein - physisch wie psychisch. Da gibt es so selten etwas positives zu vernehmen. So selten, dass man sich nicht mehr daran erinnern kann, wann dies das letze Mal war. Der Rest ist dann noch Glamour und Reichengedönse, also irgendwas belangloses, das auf den ersten Blick schon unnütz ist. Den Sport will ich nur noch der Vollständigkeit erwähnen, denn schon die Römer wussten: Brot und Spiele braucht das Volk. Die Abhängigkeiten von Menschen an persönlich völlig unbekannten Menschen ist schon eigenartig.
Das Ziel kann doch nur sein die Seele und den Geist des Menschen zu umnachten, Abhängigkeit zu fördern und auf möglicht hohem Niveau zu stabilisieren. Die Opferkultur wird kultiviert. Das kann auf Dauer sicherlich nicht gesund sein.
Ablenken vom eigentlich wichtigen. Bloß nicht mit den wichtigen Dingen beschäftigen. Keine Zeit usw... Das kommt einem doch sehr bekannt vor.
Man kann nur sich selbst ändern und da gibt es bei den meisten sicherlich noch Potenzial. Warum sollte man sich also mit dem Zeugs beschäftigen, was jeden Tag das eigene Wesen zumüllt und fertig macht, anstatt es zu entwickeln? Die meisten werden nun sagen, ja das ist ja nichts neues, das ist alles bekannt. Doch wo bleiben die Konsequenzen?
Wissen nutzt nämlich rein gar nichts, wenn es nicht ins Bewusstsein schafft. Nur dann nutzen wir es auch. Das ist das einzige woran wir arbeiten sollten.