Durch die neulichen Turbulenzen an den Finanzmärkten und Börsen, macht man sich schon so seine Gedanken, wie diese merkwürdigen Konstrukte eigentlich funktionieren. Es ist und wird sicherlich nicht mein Spezialgebiet, aber es hat soviel Interesse in mir geweckt, dass ich mich damit kurz beschäftigen wollte. Zufällig (?) brauchte ich durch einen netten Gästebucheintrag von Steffen nicht suchen:
Nichts kann einen Sachverhalt so schön darstellen wie ein "übersichtliches" Bild 

Auf der Webseite aufblau.de wird nicht nur dargestellt und hergeleitet wie das mit dem System Geld (Zinsen, Schulden, Gewinnen, Lohn, Staatsfinanzen, etc.) funktioniert. Nein, es wird auch ein Programm dargestellt, wie sich dieses Desaster auflösen lassen würde.
Jeder der sich näher damit beschäftigen möchte, lege ich es ans Herz sich das mal durchzulesen.
also dieses Bild ist echt total "übersichtlich"
Die Welt ist ein Esel. Eine "weise" Minderheit ist der Reiter. Der Reiter hat einen Stock und an diesem hängt eine Karotte.
Die Karotte trägt den Namen Geld und Güter.
Der Reiter nutzt die Gier des Esels nach der Karotte um den Esel zu motivieren immer vorwärts zu gehen und auch um ihn dorthin zu lenken wo er hin soll. Esel gelten gemeinhin ja als eher dumm - also übernimmt der Reiter sozusagen das Denken und Lenken. Für beide.
Nun gut damit das langfristig funktioniert muß der Esel daran glauben, daß es möglich ist die Karotte auch tatsächlich zu erreichen.
Deswegen schingt die Karotte mal näher zur Nase, dann wieder weiter weg.
Ist die Karotte nahe bei der Nase, strengt sich der Esel besonders an, Zielsprint sozusagen.
Ist die Karotte dann weit weg, strengt der Esel sich ebenfalls an, weil er will ja wieder näher heran kommen.
Nun in unserer Welt dauert solch ein Schwingen der Karotte ~80 Jahre und stellt einen Wirtschaftskreislauf dar, welchen sich zumindest 2500 Jahre nahtlos in die Vergangenheit verfolgen läßt.
Am Ende steht immer großer Überfluss zusammen mit großer Überschuldung (das jetzt) - dann kommt der Schuldencrash welcher Ersparnisse und Schulden wieder "glattstellt" -> dannach (80%) ein großer Krieg, der die Realwerte "glattstellt" -> dannach geht der Aufschwung (50er/60er Jahre) wieder los und so weiter...nicht das Pendel, sondern die Karotte schwingt fröhlich vor sich hin.
Wer glaubt schon, was der Opa zu sagen hat? Waran ja alle etwas plemplem damals und sowieso und überhaupt. Ganz andere Zeiten, nicht mal Handies hatten die da - wie konnten die überhaupt überleben!?? Kann uns nie passieren sowas, neeeee.
Das was du beschrieben hast gibt es auch hier im Blog ganz nett zu sehen:
http://kleinsthof.de/blog/archives/115-Wie-funktioniert-Geld.html
... insgeheim bin ich trotzdem der guten Hoffnung, dass die Menschheit sich langsam positiv entwickelt und auch wenn dieser "Schweinezyklus von 80 Jahren" nun unterbrochen wird. Anzeichen gibt es dafür genug - so jedenfalls meine These.
die Filme sind echt gut - ich kannte die bereits von der Kent-seite muß ich zugeben
Das schwierige für mich an der Situation - deshalb auch der Reiter/Esel Vergleich und NICHT der
P(!)öse Ausserirdische - ist die Unterscheidung besser/schlechter.
Die Dinge sind wie sie sind - aber wäre der Esel ohne Reiter besser dran?
Um das zu beurteilen müßte ich die Umwelt kennen.
Wo befindet sich der Esel? In freier eselfreundlicher Natur? Dann käme er wohl ohne Reiter besser zurecht....
Inmitten einer hochtechnisierten Landschaft mit Autostrassen und Zäunen? Ohne Reiter hätte er dann wohl die Wahl - überfahren werden oder verhungern....
Siehst du worauf ich hinauswill?