Da wir selber Hühner halten insteressiert uns immer wieder, was Biohühner so in ihren Trog bekommen. Wir sind auch noch nicht ganz zufrieden mit unserer Fütterung. Da kam mir die aktuelle Bioland-Zeitschrift (11/2007) grade recht.
Im Moment sind noch 10% konventionelle Zufütterung erlaubt. Das sind vor allem Kartoffeleiweiß und Maiskleber als zusätzliche Eiweißquellen. Im besagten Artikel wird die Betriebsstruktur von Eckardt Eisenachs Legehennenbetrieb vorgestellt. Wirklich vorbildlich. Interessant ist, dass seine Hühner jetzt schon mit 100% Biofütterung auskommen dürfen. Leider sind die genauen Mischungsverhältnisse seiner Futtermischung nicht durchweg angegeben.
Aktuell besteht die Fütterung aus:
- Körnermais
- Weizen
- Gerste
- geschälte Ackerbohnen
- Kalk
- Mineralfutter (2%)
- Sojabohnen (20%)
- Ölpresskuchen
- Sonnenblumenkuchen
- Distelkuchen
- Leinkuchen
- "Booster"
- Bio-Distelkuchen
- Bio-Schwarzkümmelkuchen
- Bierhefe (konventionell)
- Bio-Öl (Gemisch aus Sonnenblumen- und Sesamöl)
- Bio-Gewürze
- Mineralien
- 20 verschiedene Bio-Kräuter (0.5g pro Tier und Tag)
- Zusätzlich werden noch 1 Kilogramm pro Tonne Wurmkräuter-Futter zugemischt. Auch hier leider keine Angaben.
Das ist für den Hausgebrauch sicherlich viel zu aufwendig. Geschweige denn, dass man einige Komponenten in "haushaltsüblichen" Mengen zu bekommen sind. Problematisch ist und bleibt die Eiweißversorgung sicherzustellen. Im Biolandbau gibt es praktisch eine brutto-Eiweißüberversorgung. Ich glaube, dass ich erstmal meine Hühner weiterhin unwirtschaftlich mit einer Mischung aus Gerste, Weizen, geschrotetem Mais und Kalk füttere. Den Rest, den sie brauchen müssen sie sich draußen im freien zusammensuchen.
Quelle: Bioland/Oekolandbau.de Im Porträt: Legehennenbetrieb Eckhardt Eisenach - Auch das Huhn ist, was es frisst
Bild: Unser Grüppchen Hühner