Der Südwestsaat GbR ist es gelungen die erste Maissorte zu züchten, die gegen den Maiswurzelbohrer resistent ist. Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera) wird zunehmend zu einem Problem im Maisanbau. Dort wo der Käfer massenhaft auftritt, können Ernteverluste bis zu 90% auftreten. Mittlerweile ist er auch in Süddeutschland angekommen.
Die Gentechnik-Saatgutfirmen versuchen deshalb ihren genetisch manipuliertem Mais als Allheilmittel anzubieten. Diesem wurde ein Gen eines Bakteriums, des Bacillus thuringiensis (Bt) eingebaut. Das BT-Gift bewirkt ein Absterben von Fraßinsekten und die Ungefährlichkeit bleibt umstritten. Untersuchungen darüber werden nicht freiwillig der öffentlichen Diskussion ausgesetzt, das sagt schon fast alles.
Bei der Saaten-Union kommen modernste Zuchtmethoden wie die in-vivo-Haploideninduktion und die
Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) zum Einsatz und sind
laut Angaben von der Saaten-Union "gentechnikfreie" Methoden.
Ein selbstgemachtes Problem des konventionellen Landbaus, wo die Fruchtfolge (oder besser gesagt eigentlich keine Fruchtfolge mehr) viel zu eng ist, denn: Die Schäden entstehen vor allem in Maismonokulturen, da die Weibchen
des Schädlings ihre Eier (bis zu 1.000 Stück) im Spätsommer an
Maiswurzeln ablegen und die im folgenden Frühjahr schlüpfenden Larven
für eine optimale Entwicklung Maiswurzeln der neu ausgesäten Maispflanzen benötigen.Diese stören die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und schädigen somit die Pflanzen massiv. Eingerollte Blätter aufgrund von Trockenstress und Lagerneigung sind die erkennbaren Schadsymptome. Es ist also nur da ein Problem, wo Mais auf Mais angebaut wird. Die Lösung dazu liegt so nahe, die Ursache so leicht zu umgehen. Der Ökolandbau macht dies wieder einmal vor.
Quellen: Saaten-Union: Durchbruch in der Resistenzzüchtung gegen den Maiswurzelbohrer; Resistente Pflanzen gegen Maiswurzelbohrer; Bildquelle: commons.wikimedia.org