In den vielen Medienberichten über die Vogelgrippe, die gerade wieder über den Ticker laufen, ging eine wichtige Meldung fast unter. Ich hatte schon einmal geschrieben, dass die Wildvögel nicht die Verursacher sondern mehr die Leidtragenden sind und die Ursachen in dem globalen Geflügelwarenfluss zu finden sind. Nun ist es halbwegs amtlich:
Weltweit wurden in den letzten zwei Jahren über 350.000 Wildvögel negativ getestet. Dies deute darauf hin, dass der Virus vor allem in Zuchtstationen auftritt so die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). "Wir wissen jetzt, dass es keine Vogelart gibt, die das Virus dauerhaft in sich trägt", sagte Scott Newman, Naturschutz-Koordinator bei der FAO.
200 Millionen mussten in den letzten Jahren wegen der Vogelgrippe getötet werden und knapp 200 Menschen starben an einer H5N1-Infektion.
Konsequenzen: Der Verbraucher muss sich informieren, wo kommt mein Fleisch, meine Eier her. Er alleine hat die Macht etwas zu ändern. Von der Politik erwarte ich da sobald nichts. Sie verschläft jegliche Entwicklung. Biolebensmittelabsatz ist in Deutschland im vergangenen Jahr um 18% gestiegen und die Produktion nichtmal um 3%. Man subventioniert immer noch lieber große Betriebe. Dabei ist es eine biologische Binsenweisheit, dass kleinstrukturierte, vielfältige Ökosysteme die stabilsten sind - nicht die großen Monokulturen.
Quelle: pr-inside.com