Das Umweltinstitut München hat dem deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 5500 Einwendungen gegen einen geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Kartoffeln überstellt. Aufgrund von etlichen Verfahrensfehlern seitens des BVL als zuständige Genehmigungsbehörde wurde der Anbau für dieses Jahr verhindert.
Die manipulierten Kartoffeln (um die es in diesem Freisetzungsversuch ging) sind gentechnisch Verändert und produzieren das Carotinoid Zeaxanthin, welches angeblich vor Augenleiden im Alter schützen, die aufgrund von Fehlernährung wie etwa mangelndem Konsum von Gemüse auftreten können.
In dem Artikel wird Harald Nestler, Vorstand beim Umweltinstitut München zitiert mit der Aussage: "Die Bürger haben klar gemacht, dass sie weder das Risiko kommerzieller noch experimenteller Gen-Pflanzen in der freien Natur wollen. Sie wollen gentechnikfreie Lebensmittel und eine gentechnikfreie Landwirtschaft."
Leider nimmt die Politik davon viel zu wenig Notiz. Die Belange der Bürger werden wieder mal hinter den Interessen der Wirtschaft hinten angestellt...
Quelle: Zahlreiche Einwendungen gegen genmanipulierte Kartoffeln (8.8.2006 - oekonews.at)