Nimmt man die Definition von Terror aus einem zur Zeit sehr populären Nachschlagewerke wie die Wikipedia:
Der Terror (lateinisch der Schrecken, von terrere - in Schrecken versetzen) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt um Menschen gefügig zu machen und besonders zur Erreichung politischer sowie wirtschaftlicher Ziele, was man als Terrorismus bezeichnet.
Diese eindeutige Formulierung lässt sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens übertragen. Stellt man die tatsächliche Bedrohung mit Todesfolge in den Vordergrund, ergeben sich durchaus interessante Aspekte. Diese einfache Gewichtung sollte sich schließlich in den Maßnahmen der Politik wiederfinden - tun dies aber nicht oder sind mir nicht ersichtlich. Über folgende Zahlen bin ich zum Teil in den letzten Tage gestolpert:
Zufällige Zahlen aus Deutschland. Etwas 1. Millionen falsch behandelter Patienten gibt es jährlich. Die schlimmsten Folgen sind die jährlichen 100.000 Zwangseinweisungen und etwa 25.000 Medizintote. Genaue Zahlen gibt es leider nicht. Diese möchte auch gar niemand ermitteln. Weiter paar tausend unnötigen Unfalltote durch die legale Droge Alkohol und unzählige Tote durch mangelnde Luftreinhaltungsverordnungen machen hier sicherlich noch etliche Tote aus. Weiter Beispiele lassen sich leicht finden. Dagegen sind die Anzahl der durch Terrorismus umgekommenen Menschen der letzten 50 Jahre vernachlässigbar. Diese spielen höchsten in den Medien eine große Rolle.
Die USA, die uns am aller meisten etwas darüber beibringen wollen, was Terror ist hat auch interessantes zu bieten. Die Zahlen, die oben in Deutschland beschrieben wurden, werden alleine durch die Größe noch deutlich höher sein. Zusätzlich gibt es dort jährlich über 30.000 Tote Menschen durch privaten Schusswaffengebrauch. Dagegen ist die Gefahr des offiziellen Terrorismus harmlos und 9/11 klingt dagegen eher wie Kindergeburtstag.
Oder nehmen wir den Konflikt zwischen Palästina und Israel. Mit welcher Selbstgefälligkeit Israel, toleriert durch große Teile der Welt, große Gebiete annektiert und ein Volk an seiner Selbstbestimmung mit Gewalt hindert. Lediglich das schlechte deutsche Gewissen versucht sich die Dinge schön zu reden. Lässt man dies beiseite und versucht die Emotionen aus dem Betrachteten herauszuhalten handelt es sich nach dieser Definition eher um Staatsterror.
850 Millionen Menschen leiden an Hunger. Ca. 18.000 Kinder verhungern jeden Tag.
Dies ließe sich beliebig weiter ausweiten, doch mir geht es nicht um eine vollständige Auflistung, sondern um den Blickwinkel darauf zu lenken, wo die Gefahren eigentlich liegen oder besser wo sie nicht liegen: Diese sind nicht die "offiziellen" Terroristen, die lediglich als Alibi herhalten, um die Bürgerrechte einzuschränken und den Datenschutz zu unterwandern - wie es unsere Regierung alle Jahre wieder gerade macht.
Da fragt man sich schon, vor was sollte man eigentlich Angst haben? Jedenfalls am aller wenigsten vor den bösen Terroristen.