In den letzten Tagen gibt es Meldungen, dass die Energiekonzerne über 40 Kohlekraftwerke bauen wollen. Da fragt man sich schon, was hat die Politik eigentlich angestellt, dass überhaupt irgendjemand auf solch eine irrsinnige Idee kommen könnte? Da gibt es G8-Gipfel, Nairobi, und wie sie alle heißen um das Weltklima zu retten. Was kommt raus? Extrem viel heiße Luft. Es wird zu viel geredet, versprochen und leicht einzuhaltende Ziele festgelegt, die wenn man die Vergangenheit betrachtet sowieso nicht eingehalten wurden. Was fehlt sind konkrete Handlungen, an denen man die Ernsthaftigkeit erkennen könnte.
Das verfeuern von Kohle wird ja nur deshalb in Erwägung gezogen, weil die Politik die Rahmenbedingungen dafür geschaffen hat. Die Energiekonzerne sind Aktiengesellschaften und diese interessieren sich nachweislich lediglich für Gewinne. Dass Kohle als schlechtester Energieträger (Wirkungsgrad < 45%) so hoch subventioniert wird und die Verschmutzungszertifikate verschenkt werden, daran kann man erkennen dass dem Staat als Volksvertretung nicht sehr viel an uns gelegen ist.
Die einzige Hoffnung liegt nun an den Kommunen und Bürgerprotesten die ein kleine Chance haben das eine oder andere sinnlose Kraftwerk zu verhindern. Doch diese ist gering, denn so eine kleine Geldspritze von vielen Millionen Euro hat schon so manche Kommune schwach werden lassen.
Alternativen gibt es reichlich. Nachhaltige Klimapolitik sieht anders aus und kommt wohl erst, wenn der Leidensdruck deutlich höher ist. Schade dass es dann meine Kinder und Enkel ausbaden müssen.