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Zitate von Kurt Tucholsky

Für die Arbeit ist der Mensch auf der Welt, für die ernste Arbeit, die wo den ganzen Mann ausfüllt. Ob sie einen Sinn hat, ob sie schadet oder nützt, ob sie Vergnügen macht - das ist alles ganz gleich. Es muss eine Arbeit sein. Und man muss morgens hingehen können. Sonst hat das Leben keinen Zweck.


Wenn man einen Menschen richtig beurteilen will, so frage man sich immer: "Möchtest du den zum Vorgesetzten haben?"


Die Größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.


Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.


Toleranz ist der Verdacht, daß der andere Recht hat.


Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.


Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muß sie allein machen.


Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.


Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.


Mensch: ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen läßt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.


Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion.


Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern.


Was wäre der Mensch ohne Telefon? Ein armes Luder. Was ist er aber mit Telefon? Ein armes Luder.



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