Zitate von Friedrich NietzscheMan hat nicht nur die reine Zufälligkeit des Geschehens, um ihre Unschuld gebracht, man hat auch die Tollheit so weit getrieben, die Existenz selber als Strafeempfinden zu heißen, - es ist, als ob die Phantasterei von Kerkermeistern und Henkern, bisher die Erziehung des Menschengeschlechts geleitet hätte!
Einen Glauben annehmen, bloß weil er Sitte ist, das heißt doch: unredlich sein, feige sein, faul sein! Und so währen Unredlichkeit, Feigheit und Faulheit die Voraussetzung der Sittlichkeit?
Alles Fertige wird angestaunt, alles Werdende wird unterschätzt.
Von dem, was du erkennen und messen willst, mußt du Abschied nehmen, wenigstens auf eine Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben.
Allgemein ist die Hast, weil jeder auf der Flucht vor sich selbst ist.
Bei der ungeheuren Beschleunigung des Lebens werden Geist und Auge an ein halbes und falsches Sehen und Urteilen gewöhnt.
Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: entweder du kommst schon heute weiter hinauf, oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können.
Wege
Es gibt auf der ganzen Welt einen einzigen Weg, den niemand gehen kann außer dir, frag nicht, wohin er führt. Geh ihn!
Viele verfolgen stur den Weg; nur wenige verfolgen stur das Ziel.
Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.
Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.
Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.
Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks niederlassen kann, der wird nie wissen, was Glück ist.
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