Die Kräuterspirale
unsere Kräuterspirale im April 2001
Kräuter haben viele Gesichter und Dank ihrer unzähligen Verwendungsmöglichkeiten
sind sie aus keinem Haushalt mehr wegzudenken. Ob in getrocknetem oder
frischem Zustand als Heil- Gewürz- und Teepflanzen; eingelegt in Essig und Öl
oder einfach nur als Blickfang auf der Fensterbank leisten sie dem Menschen schon
seit langer Zeit wertvolle Dienste.
Wer einen Kräutergarten besucht kann sich an seiner Arten- und Formenvielfalt
erfreuen und sich durch bizarre Blüten und aromatische Düfte bezaubern
lassen. Jeder Sinn wird angesprochen und für das Gehör summen die von den
Blüten in Scharen angelockten Insekten. Solch ein kleines Kräuterparadies wollten
auch wir in unserem Garten schaffen.
Fasziniert von der Möglichkeit auf kleinstem Raum
unterschiedliche Klimabereiche und damit Standorte für eine Vielzahl
von Kräutern bereitzustellen, haben wir uns für die Beetgestaltung in Form
einer Kräuterspirale entschieden. Eine in die Höhe wachsende Trockenmauer aus
Natursteinen dient hierbei als form- und haltgebendes Element.
Ebenerdig schließt die Kräuterspirale mit einem kleinen Teich ab.
Somit ließen sich die Grundgedanken Kräuterbeet, Symbolcharakter,
Kraftplatz und die Möglichkeit zahlreichen Tierarten ein Refugium zu bieten in
einem Objekt verbinden.
Bepflanzung der Kräuterspirale
Entsprechend ihren Anforderungen an Bodenqualität und -feuchtigkeit
werden die Kräuter über die Kräuterspirale verteilt. Während mediterrane Pflanzen
wie Thymian, Rosmarin und Salbei einen trockenen Standort auf magerem Boden bevorzugen, so
wie er im oberen Bereich der Spirale angeboten wird, lieben andere Kräuter feuchte,
humusreiche Standorte und sollten im unteren Bereich der Spirale angesiedelt werden.
Für den Übergangsbereich zwischen Feucht- und Trockenzone gibt es
ebenfalls eine geeignete Kräutergesellschaft. Ein mögliches Bepflanzungsbeispiel ist auf der
nebenliegenden Grafik dargestellt.
Wer nicht nur Kräuter sondern auch andere geeignete Pflanzen ansiedeln
möchte kann seiner Phantasie freien Lauf lassen. So wachsen in unserer Kräuterspirale
neben einer Vielzahl von Küchen- und Heilkräutern auch andere typische Steingartengewächse wie
z.B. Hauswurz und Steinbrecharten oder Blühpolsterstauden.
Am Teichufer führen typische Sumpfpflanzen wie Bachnelkenwurz,
Kuckucks-Lichtnelke, Binsen und Brunnenkresse ein immerfeuchtes Dasein. Im Teich selbst
wachsen Schwertlilien und Seerosen neben Wasserpest und Wasserlinsen.
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Bauanleitung einer Kräuterspirale

Der Bau einer Kräuterspirale und des Miniteiches
lässt sich am besten anhand einiger Bilder beschreiben. Diese
sind in der Bildergalerie natürlich vorhanden (siehe Seite 2 und Seite 3). Es gibt
kein Fundament oder ähnliches. Es werden nur Steine und Erde
verarbeitet. Größere Steine sind stabiler als kleine
Steine. Mit der Zeit arbeiten die Steine ein wenig, schon allein durch
die Durchwurzelung der Pflanzen. Deshalb kommt es auch schon mal vor,
dass man Steine wieder zurechtrücken muss. Man baut von unten
nach oben. Die zur Verfügung stehenden Steine verteilt man
grob um sich herum und legt dann am besten eine
Aufsicht der Spirale, so dass man einen groben Überblick
über die Schnecke bekommt. Der Abstand zur
Bepflanzung ist zwischen den "Steinmauern" unten etwas
größer als oben. Die untersten Steine am Anfang kann
man wenn nötig etwas eingraben. Beim Bau sollte man
darauf achten, dass die Zwischenräume
möglichst klein sind, denn sonst besteht die Gefahr,
dass die Erde mit der Zeit heraus rieselt oder bei Regen heraus
geschwemmt wird. Um Steine und Arbeit zu sparen werden in der Mitte nur
die sichtbaren Steine verlegt.
Wie schön die Kräuterspirale wird,
hängt von einigen Faktoren ab. Natürlich ist das auch
ein Thema des Betrachters, aber Anhaltspunkte wären: Die
Proportionen müssen stimmen. Unsere ist zum Beispiel ca. 2,3m
x 2,0m groß und 0,6m hoch. Wir sind sehr zufrieden mit ihr
und würden sie das nächste mal wahrscheinlich auch
nicht viel größer bauen.
Die Pflegearbeiten
Man darf sich nichts vormachen, von alleine verwildert die
Kräuterspirale. Das bedeutet wie in jedem Garten muss man
für ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen
Unkräutern und Kräutern sorgen - je nach belieben.
Ist die Kräuterspirale nicht so groß empfiehlt es
sich auch nicht gerade zu groß werdende
Kräuter anzubauen. Dann würde ich keine
Zitronenmelisse, Pfefferminze (macht viele Wurzelausläufer), Salbei,
Lavendel
und schon gar kein Liebstöckel setzen. Dafür findet
sich sicherlich woanders noch ein geeigneteres Plätzchen.
Miniteich
Hat man sich entschlossen auch einen Miniteich anzulegen, gibt
es beim Anlegen des Teiches einiges zu beachten, vielleicht sogar mehr
als bei der Kräuterspirale selber. Je mehr Sonne auf den
kleinen Teich fällt, desto ungünstiger ist es. Das
ist natürlich so formuliert ein Widerspruch zu den
Ansprüchen der Kräuterspirale. Doch der kleine Teich
wird schnell zu warm und die Algen wachsen ziemlich schnell. Man muss
sich halt entscheiden was man möchte. Grundsätzlich
kann man sagen, dass je größer und tiefer der Teich
ist, desto einfacher ist er zu handhaben. Unser Teich ist etwa
1,20m x 1,40m groß und etwa 40cm tief. Auf den Bildern sieht
man in etwa wie der Aufbau ist. Je kleiner ein "Teich" ist, desto
geringer ist die Chance,
dass sich ein biologisches Gleichgewicht einstellt. Gegensätzliche
Anforderungen sind schwierig zu erfüllen. Wasserpflanzen brauchen zum
wachsen und blühen eher volle Sonne, jedoch erwärmt sich dadurch
das Wasser aufgrund der Teichgröße sehr schnell und die Algen vermehren
sich explosionsartig. Ein wenig Abhilfe liefern beschattende Blätter
von Seerosen und Schwimmpflanzen. Richtig Wintersicher sind nur Teiche,
die tiefer als 1m sind. Ansonsten muss man sich einiges einfallen lassen,
damit man die Fische nicht gefährdet.
Ein schattiger Standort hätte also den Vorteil, dass das Wasser sich
nicht so schnell erwärmt, die Blütenpracht aber geringer ist. Seerosen z.B.
brauchen zum Blühen viel Sonne, fehlt diese, kann die Blütenpracht ganz
ausbleiben.
Je größer also das Gefäß bzw. der Teich, desto besser wachsen
die Pflanzen und Tiere und das natürliche Gleichgewicht stellt sich am
ehesten ein.
Folienteich oder Gefäß
Es hat wie immer alles seine Vor- und Nachteile. Grundsätzlich
kann
man einen Miniteich auch als Gefäß betreiben. Diese müssen dann aber
jeden Winter frostsicher
verwahrt werden, da Gefäße die nicht nachgeben beim durchfrieren
Platzen. In der Kräuterspirale bietet sich allein schon wegen der
freien Gestaltung der Bau eines Folienteich an. Auch wenn das Thema
Fische später nochmal extra behandelt
wird, gilt für Fische: Je größer und Tiefer desto besser.
Es gibt mittlerweile verschiedene Arten von (schwarzen)
Teichfolien. Zum einene die PVC-Folien, Kautschuk-Folien (oder auch
EPDM-Folien genannt) und LDPE-Folien. Bitte nur Teichfolien verwenden,
andere Folien sind nicht geeignet,
da sie zu schnell kaputt gehen! Kautschukfolien sind zwar deutlich
teurer in der Anschaffung,
haben aber viele Vorteile gegenüber den PVC-Folien. Sie stinken
nicht, sondern keine
Weichmacher ab, weshalb die PVC-Folien mit der Zeit immer härter
werden. Die anderen beiden Folienarten bleiben auf Dauer
elastisch - Kautschuk auch im Winter. Theoretisch könnte man aufgrund
dieser Eigenschaft den Teich mehrfach umbauen, da die Folie
das mitmacht. Nachteil: Ich hab für kleine Teiche noch keine
Kautschukfolien gesehen, sondern erst ab 3m breite.
Der Bau
Zuerst überlegt man sich grob wie man den Teich gestaltet und macht je
nach Untergrund
ein entsprechendes Loch. In vielen Büchern wird vorgeschlagen zwischen
Boden und Folie
noch Sand zum besseren modellieren zu verwenden und ein Wurzelfließ
unter die Folie zu
legen. Für unseren Teich haben wir beides nicht gemacht, was kein
Problem dargestellt hat
(wir haben aber auch sandige Böden). Ich denke der Sand kann immer
entfallen, solange
keine spitzen Steine die Folie gefährden würden. Bevor die Folie
eingesetzt wird,
sollte die Form des zukünftigen Teiches ziemlich fertig gestellt sein.
Die weiche Folie wird dann vorsichtig und locker eingesetzt. Entweder
vorher recht
kompliziert schon mit Wasserwaage und Holzlatte alles sehr gerade
gestallten oder
so wie wir es gemacht haben langsam mit Wasser auffüllen und dann sieht
man, wo
der Teich noch überläuft. Dann wird der Rand modelliert, denn es ist
wichtig, dass der
Abschluss exakt gefertigt ist und sich oberhalb des umliegenden
Erdbodens befindet.
Desweiteren darf kein Kontakt des Sumpfbereiches zur umgebenden Erde
vorhanden sein.
Dies zieht das Wasser aus dem Teich - schnelle als einem das Lieb ist.
Die Folie sollte am Rand ~10-20cm überstehen. Mehr schadet auch nicht
und wird dann eingegraben.
Unschöne Stellen werden einfach mit Pflanzen, Grassoden oder Steinen
wegretouchiert.
Unser Teich ist etwa
1,20mx1,40m groß und etwa 40cm tief. Auf den Bildern in der
Bildergalerie sieht
man in etwa wie der Bau stattgefunden hat.
Pflanzenauswahl
Es gibt so viele Pflanzen, die man in den Teich und Uferzonen
setzen
könnte, dass es sich kaum lohnt sie hier aufzuzählen. Empfehlenswert
ist einfach ein Gang zum nächstgelegenen
Baumarkt oder besser zu einem größeren Zoogeschäft. Die Beratung ist
dort in der Regel gut.
Es gibt Pflanzen für alle Zonen und Tiefen, winterharte und welche die
im Winter reingeholt
werden müssen.
Es ist jedenfalls ratsam, die Oberfläche so gut es geht zuwachsen zu
lassen. Das vermindert
die Sonneneinstrahlung und damit die Aufwärmung. Das vermindert das
Algenwachstum. Bei uns
übernehmen das die Seerosen ziemlich gut.
Wasserpflanzen gibt es viele verschiedene. Es gibt
Schwimmpflanzen
(z.B. Wassernuss, Wasserlinse), die nur auf der Oberfläche schwimmen,
ihre Wurzeln ins Wasser hängen aber nicht festwurzeln.
Unterwasserpflanzen (z.B. Wasserpest, Wasserstern) leben nur im Wasser,
verwurzeln im Untergrund und produzieren wichtigen Sauerstoff (hilft
gegen Algen). Seerosen und Wasserlilien verwurzeln feste und wachsen
über die Wasseroberfläche hinaus. Die kleinsten Seerosen (Nymphaea
pygmaea) gedeihen schon bei 10cm Wassertiefe. Die letzte erwähnenswerte
Gruppe sind
die Sumpfpflanzen, die es einfach nur ziemlich nass mögen, aber nicht
zu tief im Wasser stehen möchten.
Viel Wasserpflanzenableger kann man sich auch in der Natur
hohlen
und sollten dann aber so schnell wie möglich eingesetzt oder
fachgerecht zwischengelagert werden. Wenn die erforderliche
ideale
Wasserhöhe nicht erreicht wird, kann man einfach Backsteine unterlegen,
wobei das in kleinen Teichen eher selten der Fall sein dürfte.
Bitte beachten, dass Wasserpflanzen die Tendenz zum Wuchern
haben, also nicht zu viele Pflanzen in den Teich setzen.
Gestaltung
Im Grunde sind da keine Grenzen gesetzt. Jeder wird da seine
Kreativität ausleben können. Man sollte nur beachten, dass die Natur
ihre Rhythmen hat und die sollte man mit berücksichtigen. Deshalb halte
ich z.B. von Beleuchtung oder Unterwasserlampen rein gar nichts -
abgesehen davon, dass von Strom im Wasser abzuraten ist.
Vorbeugen
Es kommt vor allem darauf an, das biologische Gleichgewicht des
kleinen Lebensraums durch regelmäßige Kontrolle und wenn nötig
Korrekturen aufrecht zu erhalten. Schädlinge kann man absammeln und
Fadenalgen (vor allem bei kalkhaltigem Wasser) vorsichtig herausziehen.
Der Chemieeinsatz ist sehr schwierig und kann fatale Folgen haben, da
die Dosierung aufgrund der kleinen Wassermenge schwierig ist. Außerdem
stellen sich bei ausreichender Geduld in der Regel Nützlinge als
Gegenspieler ein.
Fische
Man muss klar stellen: Fische haben im Miniteich keine
günstigen
Lebensbedingungen. In Gefäßen sowieso nicht und im Erdreich befindliche
Teiche sind nur etwas besser dran. Durch die Ausscheidungen der Fische
reichern sich im Wasser Nährstoffe an, die zum Wachstum der Algen
beitragen. Sehen kann man die Fische auch nicht so gut, wie in einem
Aquarium. Teilweise muss man die Fische sogar im Winter reinhohlen. Wer
trotz der Bedenken nicht auf Fische verzichten kann, sollte einiges
beherzigen: Die Wassertiefe sollte mindestens 40cm betragen. Eine
hilfreiche Faustformel für die erforderliche Wassermenge, die ein Fisch
braucht ist folgende: Länge des Fisches in cm x 5 = Liter Wasserbedarf.
Manche Autoren geben auch den Faktor 7 oder 8 an. Da
kommt schnell was zusammen.
Die passende Mindestgröße Teichgröße zu den Fischen berechnet man ca. mit 10:5:1.
Das bedeutet ein 10cm Fisch braucht 5x so breit und 10x so lang Platz.
Das wäre ein Minimum von 0,5m x 1m großer Teich. Meistens vergisst man,
dass die Fische noch Wachsen. Die Größenangaben beziehen sich auf die
aktuelle Größe des Fisches!
immer genug Sauerstoff
Für die Sauerstoffzufuhr im Wasser braucht es unbedingt
Unterwasserpflanzen. Es sollte auch nur eine Fischart eingesetzt werden
und davon höchstens 5-6 Stück. Fische brauchen ganzjährige
Versteckmöglichkeiten, entweder durch Pflanzen oder etwas gebautes.
Genügend Sauerstoff muss im Wasser immer vorhanden sein. Die Menge, die
das Wasser aufnehmen kann hängt auch von der Temperatur ab, deshalb sollte
der Teich nicht zu warm werden. Ist die Sauerstoffgehalt zu gering,
dann versuchen Fische oft an der Wasseroberfläche nach Luft zu schnappen,
dies ist aber eine Notatmung und man muss sofort handeln.
geeignete Fischarten
Es ist schwierig geeignete Fischarten zu empfehlen. Der Goldfisch
verträgt die Temperaturschwankungen sehr gut und vermehrt sich bei
guten Lebensbedingungen erfolgreich. So wurden bei uns aus ursprünglich
4 eingesetzten Goldfischen jetzt 18. Auch das ist bei der Teichgröße
zu beachten. Gibt es genügend Abnehmer? Was mache ich sonst damit?
Aussetzen in einheimische Gewässer ist grobe Verantwortungslosigkeit.
Es ist empfehlenswert im Zoofachgeschäft sich intensiv beraten zu lassen
und mindestens ein gutes Buch darüber zu lesen.
Einsetzten
Das Einsetzen der Fische erfolgt nur in einem halbwegs
bewachsenen Teich, niemals in leere Behälter oder Teiche. Fische
brauchen einfach Schutz, um sich wohl zu fühlen. Meist bekommt man sie in
einer Tüte mit Wasser und Luft. Diese legt man in den Teich (wichtig:
nicht in die Sonne!) damit sich die Temperaturen angleichen können.
Nach ca. einer Stunde ist es dann soweit und man entlässt die neuen
Mitbewohner in ihr neues Zuhause. Der Teich sollte 6-8 Wochen
eingefahren werden, denn es muss sich zuerst ein stabiles System einstellen.
Unzählige Mikroorganismen siedeln sich an, die später dafür sorgen, dass
sich ein gesundes Wassermilieu entwickelt. Dieser ist notwendig, um die
ganzen Abfallprodukte der Fische und Pflanzen umzubauen. Berücksichtigt man
dies nicht, läuft man Gefahr den Fischen zu schaden und das will man doch nicht.
Temperatur
Noch ein Punkt zum Thema Temperaturschwankungen. Diese sind zu vermeiden.
Also es geht nicht darum, dass der Teich immer die gleiche Temperatur geht,
sondern um die Geschwindigkeit der Änderungen. Normale Tagesschwankungen,
sind normal und gesund. Doch wird in einen kleinen Teich neues Wasser
zugelassen, muss man auf die Menge achten. Fällt die Temperatur zu schnell
können die Fische Probleme mit der Schwimmblase bekommen.
Wichtige Alarmsignale der Fische
Man sollte sich damit vertraut machen, wie die Fische sich unter
normalen und gesunden Bedingungen verhalten. Folgende Verhaltensweisen
sollte man nicht beobachten: Einige Fische liegen am Boden, sondern sich
ab, klemmen die Flossen, biegen sich, atmen schwer, scheuern sich, springen ständig
aus dem Wasser, fressen nicht oder spucken das Futter wieder aus, taumeln,
Gleichgewichtsstörungen, Notatmung an der Oberfläche oder der Bauch wird dick.
Äußere bedenkliche Zeichen sind weiße oder graue watteähnliche Hautbeläge, trüben
weißlichen Hautüberzug, Geschwüre, Beulen, Rötungen der Flossen oder der
ganzen Haut. Tritt eines der Symptome auf muss gehandelt werden!
Fütterung
Die Frage nach der Fütterung, ist nicht leicht zu beantworten.
Bei Temperaturen unter 12°C stellen die Fische ihre Nahrungsaufnahme
ein. Dann ist eine Fütterung nicht nur unnötig sondern sogar schädlich
für die Fische und das
kleine Ökosystem Teich, weil das Futter zu Boden sinkt und zur
Überdüngung führt. Ob die Fische genügend Nahrung finden ist nicht
eindeutig zu beantworten. Auch da gilt sicherlich je größer der Teich,
desto autarker können die Tiere darin leben. In einem Miniteich an
der Kräuterspirale muss man zufüttern aber
nur wohl dosiert (also so viel die Fische aufessen). Wie oft dies
gemacht werden soll, ist nicht eindeutig zu Beantworten. Manche geben
einmal in der Woche an, andere bis zu mehrmals am Tag. Natürlich
immer nur solange die Temperaturen dazu geeignet sind.
Pflege des Teiches
Zur Reinigung verwendet man niemals Reinigungsmittel, das kann
schlimme Folgen haben. Eine Bürste mit eventuell etwas Sand tun es
auch. Und anschließend mit klarem Wasser abspülen.
Bei Fischbesatz, wie bei uns (ca. 15 kleine Goldfische) muss
der Teich jedes Jahr mindestens einmal im Frühjahr und im Herbst
gesäubert werden. Diese
Arbeit ist nicht zu vernachlässigen. Wer dies scheut, sollte
sich lieber überlegen, ob er sich das antun möchte.
Wir finden jedenfalls, dass sich die Arbeit lohnt und die
Schönheit eines sauberen Teiches mit zufriedenen Fischen ist
ein unglaublicher Lohn.
Wie jede Tierart, hat auch der Fisch sein Verhaltensspektrum.
Lernt man diese kennen, kann man leicht an Verhaltensänderungen
erkennen, ob es ihnen gut geht oder ob etwas nicht stimmt. Im
Zweifel muss ein Fachmann zu rate gezogen werden.
Im Herbst lasse ich alle Pflanzen im Teich, damit
sich die Fische verstecken können und im Frühjahr
dezimiere ich einen großen Teil der Pflanzen, sonst verlandet
der Teich nach wenigen Jahren und im Winter ist dann der Teich nicht
tief genug für die Fische.
Teichtechnik ist heute fast Standard für Teiche mit Fischen. Ich will
dieses Thema nicht zu ausführlich behandeln, da es sicherlich ein
zweischneidiges Thema ist. Ich möchte sie eigentlich nicht, muss mich
dementsprechend aber auch intensiv um den Teich kümmern. Sicherer ist
es bestimmt in Teichfilter usw. zu investieren. Da empfehle ich einen
Fachmann aufzusuchen, der die Beratung übernehmen kann.
Algen ein Thema für sich
Vorraussetzung für Algenwachstum ist immer ein
Nährstoffüberangebot, weshalb zum Bau auch spezielle Teicherde
verwendet wird. Es darf auch kein Übergang von der vom Teich zum
umliegenden Erdreich geschaffen werden. Nährstoffreiches Wasser ist
ebenfalls zu vermeiden - Leitungswasser reicht normalerweise völlig
aus. Fische wie oben beschrieben nicht zu viel füttern, auch wenn es
Spaß macht. Unterwasserpflanzen verbrauchen Nährstoffe und geben
Sauerstoff ab.
Auch Tiere helfen Algen zu dezimieren. Die Spitzschlamm-,
Posthorn- und Sumpfdeckelschnecke futtern einiges weg. Gibt es keine
Algen mehr, fressen sie natürlich die Wasserpflanzen an. Teichmuscheln
filtern das Wasser permanent und reinigen das Wasser damit. Wobei ich
noch keine im Teich hatte, es aber mal ausprobieren möchte.
Wie weiter oben schon mal erwähnt, wird das Algenwachstum
durch Lichtmangel gebremst. Demnach lieber zuviel Pflanzen auf der
Wasseroberfläche haben, als zu wenig. Wobei man dann wieder weniger von
den Fischen sieht. Alles unter einen Hut zu bringen ist eben wie immer
ein kunstvoller Kompromiss.
Blau- und Grünalgen trüben das Wasser und sind deutlich
lästiger und schwieriger zu bekämpfen. Fadenalgen lassen sich relativ
einfach vorsichtig aus dem Wasser ziehen und so in den Griff zu
bekommen.
Der Herbst
Im Herbst, wenn die Pflanzen absterben und Blätter in den Teich fallen
sollte man diese regelmäßig entfernen. Je weniger dort hinein fällt, desto
günstiger für die Fische. Die Pflanzenteile zersetzen sich und bilden
beim Abbau ungünstige Stoffwechselprodukte, die die Fischgesundheit
beeinträchtigen können.
Der Winter
Ohne Fische ist es einfach, da das zufrieren des Teiches
kein allzu großes Problem darstellt. Hat man die Verantwortung für Tiere
auf sich genommen, ist dafür Sorge zu tragen, dass der Teich nicht
zufriert und schon gar nicht durchfriert, denn das Überlebt kein Fisch.
Denn sonst können die Fische unter dem Eis ersticken. Garantiert winterfest ist
der Teich bei einer Mindesttiefe von 80-120cm - je nach Klimatischen
Verhältnissen. Wenn es anfängt zu frieren
kommt bei uns eine Styropor-Glocke auf das Wasser, was das einfrieren
darunter verhindert. Kontrollieren sollte man es natürlich
regelmäßig und falls es doch anfängt
darunter einzufrieren, ja dann muss man sich was einfallen lassen (ist
bei uns noch nie passiert). Hat das Eis eine tragfähige dicke erreicht,
schöpfen wir Wasser aus dem Teich, sodass eine dicke Luftblase unter
zwischen Eis und Teich entsteht. Dieses Luftpolster sort dafür, dass
das Eis nicht dicker wird.
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