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Die Geistesschulung durch Raja Yoga - die acht Stufen

Raja-Yoga, der "königliche" Yoga des Pantanjali, ist ein integraler Yoga. Er umfaßt als äußere Vorbereitung Körperschulung, Atmung und Beherrschung der Sinne, als inners Vorbereitung rechtes ethisches Verhalten, und führt durch Entfaltung des Willens, Konzentration und Kontemplation (Samadhi) zur Welt des Wirklichen und Ewigen.

Yoga ist eine Art Training, die sich jeder selbst auferlegt haben muß. Wenn man den Empfehlungen folgt, kann das Ergebnis überaschend schnell sich entwickeln.

Der Aspirant muß bereit sein der Praxis jeden Tag etwas Zeit zu widmen. Dieser muß jedoch damit rechnen, daß sich sein Leben verändern wird...

Man gliedert Raja-Yoga in 8 Bereiche. Diese sollte man Durcharbeiten. So ca. jeden Bereich einen Monat lang, danach legt man den Schwerpunkt auf die letzen Beiden Schwerpunkte:

  1. Yama - Selbstbeschränkung
  2. Niyama - Selbstzucht
  3. Asana - Körperstellung
  4. Pranayama - Beherrschung des Atems
  5. Pratyahara - Zurückhaltung der Sinne
  6. Dharana - Konzentration
  7. Dhyana - Meditation
  8. Samadhi - Kontemplation

1. Yama - Selbstbeschränkung

Es ist wichtig damit anzufangen, sich und seine eigenen natürlichen Verhaltensweisen zu Betrachten.

Es gibt zwei Betrachtungsmöglichkeiten. Entweder die Verneinte (Enthaltungs-) Variante, mit "du sollst nicht" oder Enthaltung von:

  • Gewalt
  • Unwahrheit
  • Diebstahl
  • Unmäßikeit, Sinnlichkeit
  • Besitzstreben

Oder die postiv ausgedrückten Tugenden:

  • Hilfsbereitschaft, Sanftmut
  • Wahrhaftigkeit
  • Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit
  • Mäßigkeit
  • Freigebigkeit

Gewaltlosigkeit, beinhaltet jegliches Töten und umfaßt auch das Nichtverletzen. Der Aspirant sollte jegliche Handlung abgleichen ob es einem fühlenden Wesen Schmerz zufügt...

Enthaltung von Unwahrheit ist der Bereich des Sprechens, Denkens und Handelns. Hier wird verlangt, dass man keine Unwahrheiten verbreitet. Dass bedeutet auch, dass man kein Urteil über andere fällt, keine irreleitenden Aussagen trifft usw...

Am Ende jeden Tages sollte man sich überlegen, ob man sich an alle Weisungen gehalten hat und beenden sie den Tag mit positiven Gedanken

2. Niyama - Selbstzucht

Niyama oder übersetzt ohne "Einschränkung" beinhaltet fünf Vorschriften:

  • Reinlichkeit
  • Zufriedenheit
  • Strenge
  • Selbststudium
  • Hingabe an ein Ideal

Reinlichkeit beinhaltet nicht nur den physischen Körper sondern vor allem den mentalen Aspekt. Das Ziel besteht darin, sich klar zu werden was mentale Reinheit bedeutet: Frohsinn, Freiheit von verderblichen und erniedrigenden Gedanken, Unschuld, Freundlichkeit...

Aus Zufriedenheit ensteht höchstes Glück. Beginne den Tag mit aktiver Wertschätzung der Menschen, die uns umgeben, unseren Verhältnissen. Sei mit den Geschehnissen einfach zufrieden und mache das Beste daraus. Das Gegenteil würde an den Tatsachen auch nichts ändern - außer das Glück, welches man nicht erfährt.

3. Asana - Körperstellung

Ziel ist es hier, alle Störungen des Denkens zu beseitigen, die durch den physischen Körper verursacht werden.

Entspannungsübungen helfen dem Körper. Eine davon werde ich hier beschreiben, die gut vor jedem Aufstehen (oder auch zu Bett gehen) gemacht werden kann: Auf den Rücken legen, tief durchatmen und jeden einzelnen Muskel entspannen von Fuß bis zum Kopf. Danach in gleicher Reihenfolge alle Muskeln anspannen und anschließend den Körper entspannt ausstrecken.

4. Pranayama - Beherrschung des Atems

Im Gegensatz zum Hatha-Yoga wird hier nicht auf komplizierte Atemübungen aufgebaut, sondern es geht lediglich darum, dass man lernt regelmäßig, tief und entspannt zu atmen. Der Zweck ist, das Blut zu reinigen, die Nerven zu nähren und zur Beherrschung des Verstandes beizutragen, was zu Gelassenheit und innerer Ruhe führt.

Dazu legt man sich auch wieder auf den Rücken oder setzt sich entspannt hin, atmet langsam tief in den Bauch bis nach "oben" und genauso langsam wieder aus. Sechsmal wiederholen und beim letzen mal schnell ausatmen. Denke dabei, dass sich der ganze Körper mit einer kosmischen vitalen, gesundheitsspendenden Kraft erfüllt wird. Versuche gleichzeitig das Kraftfeld zu spüren, welches den Körper umgibt. Es ist die Aura. Beim Ausatmen denke, dass sich alle Unreinheiten auflösen und ein Gefühl von innerer Reinheit sich bildet. Dann das Bewußtsein auf der mentalen Ebene ruhen lassen, die ständige Tätikeit des Verstandes zur Ruhe bringen und sich ruhig und gelassen fühlen...

5. Pratyahara - Zurückhaltung der Sinne

6. Dharana - Konzentration

7. Dhyana - Meditation

8. Samadhi - Kontemplation

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