Tiefe Gedanken
"Der Mensch braucht die Antworten auf gewisse Fragen, die ihm das
Leben aufgibt. Er braucht sie zu der ihm notwendigen Seelenruhe, zum
inneren Frieden, zur Sicherheit im Leben und Wirken; nur durch eine
solche Antwort kann er ein brauchbares Mitglied der menschlichen
Gesellschaft sein, kann er seinen Platz in der Welt richtig
ausfüllen. Gewiss, es gibt unzählige Menschen, welche heute solche
Fragen noch gar nicht aufwerfen, welche keine Sehnsucht nach ihrer
Beantwortung fühlen. Aber diese Menschen tun das nur deshalb nicht,
weil ihnen nicht die Gelegenheit gegeben wird, die Notwendigkeit davon
zu empfinden." Rudolf Steiner
"Das Alltagsleben "treibt" uns voran, und dabei vergessen wir die
Verabredung mit uns selbst, die wir doch brauchen, um unser Leben zu
führen, anstatt von ihm führen zu lassen." J. de Saint Paul
Übersicht
Die Gelassenheit, alles das hinzunehmen, was nicht zu ändern ist,
die Kraft zu ändern, was nicht länger zu ertragen ist
und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.
Die Ludditen oder auch liebevoll Systemfeinde genannt sind seit der ersten Industrialisierung aktiv.
Sie hatten zu ihrer Zeit schon erkannt, dass die Technisierung auf Dauer weder Wohlstand noch Arbeit
für alle bringt.
Die heutigen Ludditen halten sich eher an Henry David Thoreau, er war im 19 Jahrhundert der klassische
Aussteiger, wohnte in den Bergen und genoss die Einfachheit und Ruhe. 100 tausende sind ihm bereits
gefolgt. Sie entziehen sich der Gesellschaft einfach durch Nichtkonsum. Auf einen einfachen
Nenner gebracht schätzen sie das einfache Leben höher als die materiellen Werte. Für sie ist
Langsamkeit ein politischer Akt.
"Unsere Erfindungen sind gewöhnlich hübsche Spielsachen, die unsere Aufmerksamkeit von ersten Dingen
ablenken. Sie sind nur verbessertes Mittel zu einem unverbesserten Zweck..." H.D. Thoreau.
"Verrückt, wie sehr die Menschen abhängig von Bequemlichkeiten
geworden sind, die allen Generationen zuvor nie gefehlt haben" H.D. Thoreau.
Man könnte die Lebensart durch ein schönes Zitat von einem Amish-Prediger zusammenfassen:
"Vor einiger Zeit hat mich ein Verleger gebeten, etwas über kleinräumiges Farmen im
traditionellen Stil zu schreiben. Über die Vorteile dieses Lebensstiels und auch über
dessen Nachteile. Das hat mich den ganzen Sommer beunruhigt. Ehrlich gesagt: Mir
sind keine Nachteile eingefallen."
Sicherlich hat diese Lebensgemeinschaft auch ihre Schattenseiten, jedoch ist es bemerkenswert,
dass es solch eine Gemeinschaft die bisher großen Industrialisierungen durchgestanden hat. Sie
zahlen keine Sozialabgaben, Streitigkeiten werden untereinander geregelt, es gibt kaum Kriminalität
und fast keine Arbeitslosigkeit. Sicherlich ist die Religiosität und der Gehorsam gegenüber dem
Vorsteher der Gemeinde streitbar, doch es bewahrt anscheinend diese Lebensform.
In den Gemeinschaften gibt es keinen Strom, keine Motoren, kein Telefon. Bewirtschaftet wird mit Pferden.
Es macht sie dadurch unabhängig von der Agroindustrie und bilden damit blühende Inseln der Rückständigkeit.
Als Schlusssatz noch ein Sprichwort von den Amish: "Ein Herz, das sich von der Natur entfernt wird kalt."
Es sind die langsamen, denen die Muße bleibt.
Die Nachtseiten eines vom "allmächtigen" Dollars" regierten Planeten
ist eine Gesellschaft, welche auf Egoismus, Orientierungslosigkeit
aufbaut und vom Naturschwund lebt. Es gibt nur eine kleine Minderheit,
die nicht mehr bereit ist Luft, Wasser und Landschaft der Verschwendung
zu opfern.
Private technische Abrüstung macht das Leben billiger und gleichzeitig
reicher, stressfreier und fröhlicher. Damit treffen Sie den Nerv der
Gesellschaft, da sie es nicht nötig haben, wie die bis zur
Selbstaufgabe Angepassten, die Bildschirm und konsumhörig, jedem
Trenddiktat hinterher zutrotten.
Wer weniger Konsumiert, braucht weniger Geld, braucht weniger Zeit um
es zu verdienen, hat mehr Zeit...
Der wahre Luxus ist vor allem kostenlos: Naturgenuss und Stille - Einssein mit der Natur.
Die wahre Qualität der Dinge ist vor allem ein geistiger Faktor. Die
Buddhisten beschreiben es vortrefflich mit der wirklichen Motivation,
also aus welcher Motivation heraus eine Person handelt. Ein sehr schön
passende Sprichwort lautet: "Ein Brot, welches nicht mit Liebe
gebacken wurde macht nur halb satt."
Wir leben in einer endlichen Welt. Mit endlichen Ressourcen.
Die Produktivität wird gesteigert - Jahr
für Jahr. Die Konsequenz daraus, scheint niemand zu beunruhigen:
Steigende Arbeitslosenzahlen und Zerstörung der Umwelt.
Was muss daraus gefolgert werden? Zum einen, dass die Trägheit der
Menschen zur mangelnden Fähigkeit des Umdenkens führt, zum anderen
dass die Lobbyisten sowie die Politiker selten mehr als ein paar Jahre
vorausdenken können und wollen. Beides müsste dazu führen
dass das Nichtarbeiten belohnt werden wird.
Die Befürworter des Fortschritts wissen immer eine endlose Liste unserer
Errungenschaften aufzuzählen, »wie wir's so herrlich weit gebracht« haben.
Rad und Wagen, Pflug und Mähdrescher, Radio und Auto. Medikamente, Geld und
Buchdruckerei. All das hat seine Vorteile. Vieles macht regelrecht Freude.
Verwunderlich nur, daß wir nach Jahrtausenden fortgesetzter Verbesserungen
zwar ein hochkompliziertes, üppiges, ja überladenes, keineswegs aber ein
zufriedenes oder gar glückliches Leben führen. - aus:
Gerhard Schönauer: Aussteigen - aber wie?
Die hier aufgeführten goldenen Lebensregeln zur Erhaltung oder Wiedererlangung
der Gesundheit, Schaffensfreude und geistigen Entwicklung sind von Rödelberger
nahezu 1:1 übernommen.
- Positive, heitere, hassfreie und dankbare Lebenseinstellung
- Hinwendung zum Geistigen
- Sinnvolle Betätigung und Bewegung
- Giftfreie Ernährung
- Wohnen ohne störende Einflüsse
- Gesunde Kleidung
- Heilender Schlaf
Man sollte sich im Klaren sein, dass man diese Fragen nicht innerhalb weniger Minuten
beantworten kann. Viel Energie ist notwendig, um die Antworten zu ergründen.
- Was beugt mich?
- Was richtet mich wieder auf?
- Wann bin ich zum ersten mal im Leben gestanden?
- Wann bin ich zum ersten mal im Leben gelaufen?
- Wie bin ich bisher durch mein Leben gegangen?
- Was ist mir wichtig?
- Was ist mir nicht wichtig?
- Wie sollte meine eigene Grabrede inhaltlich aussehen?
Jeder Mensch bekommt 100 Punkte auf all seine Fähigkeiten, Talente
und Eigenschaften verteilt, als Potenzial und nur einmal im Leben.
Je nach Mensch mal so oder so verteilt.
Mal hier mal da weniger oder mehr Punkte. Im Extremfall wenig diversifiziert. Diese
kann man auch nicht umschichten. Das erklärt, warum man sich es nicht so
schwer machen sollte und vielleicht akzeptieren sollte, dass man eben
manche Dinge nicht kann und auch nicht lernen wird!
Was ist am Tod besonderes? Ist er nicht alltäglich? Ist nicht die letzte
Etappe des Lebens der Tod - oder zumindest das Enden des Teiles welches
man Körper nennt? Er ist so selbstverständlich wie jede einzelne Kleinigkeit
im Alltag für sich genommen. Trotzdem ist es komisch, dass die meisten
Menschen Angst davor haben. Warum nicht so leben, dass es völlig egal ist,
wenn der Tod eintritt?
Bei den meisten materiellen Angelegenheiten sollte man diese auf deren
Notwendigkeit überprüfen. Dabei sollte man den Wortstamm wörtlich nehmen.
Es stellt sich danach die Frage, ob etwas eine Not abwendet. Damit lassen
sich Entscheidungen sehr leicht überprüfen.
Eine weitere Theorie von mir ist, dass es etliche Lebensstufen gibt. Diese fängt
(lässt man Theorien von Wiedergeburten außer acht) bei der Geburt an, geht durch
die Kindheit, Pubertät, Jugend über etliche Bewusstseinsstufen hin zur Erleuchtung.
Nun ist das bittere daran, dass die meisten Menschen aufgrund von Wertevorstellungen
und Priorisierung ihrer Zeit meist in etwa der Pubertät stehen bleiben und sich
fortan nicht weiter entwickeln.
In unserer Leistungs- und Egoindividualgesellschaft zählen meist nur materielle Werte.
Diesen Eindruck vermittelt die Menschheit durch ihre Verhaltensmuster und die Priorität
auf den Wachstums-, Leistungs- und Produktivitätssteigerungswahn. Ewiges Wachstum in
begrenzen Systemen klingt wie Perpedum mobile.
Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt. Alle Natur,
alles Wachstum, aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf
Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht den Glauben an langfristige
Prozesse von viel längerer Dauer als ein einzelnes Leben dauert, die keiner
Einsicht eines Einzelnen ganz zugänglich sind und in ihrer Gänze nur von
Völkern und Zeitaltern, nicht von Personen erlebbar sind. - Hermann Hesse
"Wenn jemand sucht" sagte Siddhartha, "dann geschieht es leicht, dass sein Auge
nur noch das Ding sieht, das er sucht, dass er nichts zu finden, nichts in sich
einzulassen vermag, weil er nur immer an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel
hat, weil er vom Ziel besessen ist. Suchen heißt: ein Ziel habe, Finden aber
heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben. Du Ehrwürdiger, bist vielleicht
in der Tat ein Sucher, denn, deinem Ziel nachstrebend, siehst du manches nicht,
was nah vor deinen Augen steht." - Aus Siddhartha von Hermann Hesse
Geben Sie Ihrem Höheren Selbst die Möglichkeit an Ihrem Wohnort Wurzeln
zu schlagen. Gehen Sie in den Garten oder in den Park, Feld, Wald - einfach in
die Natur. Spüren Sie, das Sie verbunden sind mit ihr.
Ich erhebe mich heute
Durch die Kraft des Himmels:
Licht der Sonne,
Leuchten des Mondes,
Heller Glanz des Feuers,
Schnelligkeit des Blitzes,
Geschwindigkeit des Windes,
Tiefe des Meeres,
Festigkeit der Erde,
Unerschütterlichkeit des Felsens.
Nehmen Sie sich Zeit für die feinen Unterschiede des Jahres. Passen
Sie auf wann die Schneeglöckchen blühen, wenn die Rotkehlchen in
Ihren Garten zurückkehren und das Knospen der Bäume und das Reifen
der Früchte. Statt über das Wetter zu fluchen, sollten Sie es
nehmen wie es ist und die Natur in all ihren Facetten genießen.
Erzählen Sie Ihren Kindern die Geschichten und Mythen der Familie
und bewahren dabei die Familiengeschichte. Befragen Sie ältere
Familienmitglieder über die "gute alte Zeit".
Vermitteln Sie in jedem Fall, dass es um das Verständnis geht,
sich selbst als Teil eines großen Ganzen zu betrachten.
In gewisser Weise ist jeder Mensch ein Philosoph und ein Theologe.
Sind Sie ein platonischer Dualist, oder stehen Sie mit Ihrer
Überzeugung eher den keltischen Pantheisten nahe? Glauben Sie, dass
unsere Welt regelmäßig von etwas Heiligem besucht wird, oder meinen Sie,
dass wir hermetisch von allem Göttlichen abgeschlossen sind? Wissen Sie
was Sie glauben und warum?
Wenn Sie an etwas Übernatürliches glauben, leben Sie dann auch danach?
Praktizieren Sie was Sie glauben? - Es gibt einen Unterschied
zwischen intellektueller Religion und gelebtem Glauben.
Gewöhnen Sie sich eine Geisteshaltung an, die von Dankbarkeit geprägt ist.
Nehmen Sie nichts selbstverständlich hin. Danken Sie der Sonne und
der Erde für Ihr Essen:
Erde die uns dies gebracht, Sonne die es reif gemacht
Liebe Erde, liebe Sonne Euer nie vergessen werde
Der Essensspruch von Morgenstern beschreibt dies Wertschätzung vortrefflich.
Danken Sie auch dem Tier, dessen Produkte sie Essen, Danken Sie
den Pflanzen für Kleidung, Ihren Beinen für das Tragen am Tage, für den
Morgen, als ein Versprechen wieder die Möglichkeit bekommen zu haben
weiter zu Wachsen. Seien Sie dankbar für das, was Sie haben. Betrachten
Sie selbst das Leben als Geschenk.
Weil die Kelten in jedem Augenblick etwas Heiliges sahen, empfanden die
Kelten auch jede Sekunde als Chance zu spirituellem Wachstum. Vielleicht
können wir aus dieser uralten Weisheit etwas über den wahren Wert von
Zeit lernen. Halten Sie inne, und lauschen innerlich den Ereignissen.
Glauben Sie nicht, Sie hätten keine Zeit - jeder hat genug davon.
Konzentrieren Sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge - nicht auf
die dringenden.
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