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Die Pflanzenwelt im Biogarten

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Aubergine (Solanum melongena L.)

Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Typ: Frucht
Planetenkonstellation: Frucht
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Kulturdauer: 127 Tage
Günstige Vorkultur: Kohlrabie, Radischen, Salat, Spinat, Paprika
Mischkultur günstig mit: Kohlrabie, Radischen, Salat, Spinat, Paprika
Keimtemperatur: 20 °C
Saattiefe: 0,5 cm
Planzabstand: 50x50 cm

Aussaat - Pflanzung - Ernte

Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.

Aussaat - Anzucht
Pflanzung - Freiland
Erntezeit

Allgemeines

Die Aubergine wird in Deutschland auch als Eierfrucht bezeichnet. Sie ist eine sehr wärmeliebende bis 1m hohe Pflanze mit hohem Wärmebedarf und ist im Anbau klimatisch anspruchsvoller als Paprika. Sie ist ausnahmesweise ein Nachtschattengewächs welches nicht in amerikanischen Vavilov-Zentren seien Ursprung hat sondern in der Altwelt. Die Araber brachten die Aubergine ca. im 13 Jahrhundert aus dem tropischen Hinterindien nach Europa.



Boden und Klima

Die Aubergine bevorzugt gut drainierten, humusreiche, mittelschwere, saure Böden. Da die Aubergine einen hohen Wärmebedarf hat findet in Deutschland der Anbau vor allem im Gewächshaus statt. In begünstigten Weinbaugegenden, also in warmen, sonnigen Lagen kann der Anbau auch im freien erfolgen. Hohe Temperaturen sind Voraussetzung für einen Fruchtansatz. Ungünstig wirken sich im Frühjahr kalte, schlecht erwärmbare Böden aus.

Anbau

Im Gewächshaus erfolgt das erziehen meist an Schnüren (wie bei Tomaten auch) mit 1 bis 4 Trieben. Im Erwerbsanbau hat sich der zweitriebige Anbau wohl durchgesetzt, da er die höchsten Erträge gebracht hat. Dort gibt es auch auf Tomatenunterlagen veredelte Auberginen. Diese weisen einen höheren Ertrag auf. Im Freiland kann man die Pflanzen auch bei ca. 40cm kupieren. Dann werden sie buschiger und ein Festbinden kann entfallen. Die Pflanze verträgt keinen Frost.

Anzucht

Die wärmeliebende Eierfrucht wird vorgezogen und mit dem Auspflanzen sollte man warten, bis die Temperaturen draußen die 18°C halten.

Pflege

Nicht zu viele Früchte an der Pflanze belassen. So zwei Früchte pro Trieb, mehr mindert die fruchtgrößen deutlich. Überzählige Fruchtansätze werden ausgebrochen oder man stört sich nicht an den kleinen Früchten, dann ist diese Maßnahme nicht notwendig.

Schädlinge und Krankheiten

Wurzelkrankheiten treten eigentlich nur bei nicht eingehaltener Fruchtfolge auf. Alternativ können dann auf dem gleichen Standort veredelte Pflanzen verwendet werden. Auberginen können von allerlei Insekten befallen werden. Dazu zählen Spinnmilben, Blattläuse, Mottenschildläuse (Weiße Fliegen) und Kartoffelkäfer. Botrytis und Sclerotinia als Pilzerkrankung können auftreten. Dagegen hilft vor allem die Luftfeuchtigkeit senken durch regelmäßiges Lüften im Gewächshaus.

Ernte

Die Ernte erfolgt im August und September, wenn die Früchte eine dunkle glänzende Farbe aufweisen und die Samen noch weiß und weich sind.

Lagerung

Eine Lagerung kann maximal bis zu 10 Tagen erfolgen. Temperaturen von 8-10°C und 95% Luftfeuchtigkeit wären ideal. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit bilden sich schnell braune Flecken. Bei tieferen Temperaturen kann sich das Fruchtfleisch braun verfärben

Vermehrung

Die Auberginenvermehrung erfolgt rein generativ über Samen. Die Keimfähigkeit beträgt ca. 100% bis 4 Jahre. Nach 5 Jahren noch ca. 75%, viel länger ist es nicht wahrscheinlich keimfähig. Die Aubergine ist überwiegend Selbstbestäubend. Bevor man Samen erntet, lässt man Früchte verschiedener Pflanzen überreif werden. Dies kann entweder direkt an der Pflanze oder anderswo erfolgen. Wichtig ist, dass der Samenträger nicht verfault oder schimmelt. Man möchte ja nicht Krankheiten vermehren sondern Auberginen. Wenn man nur geringe Mengen ernten möchte, kann man sie aus der Aubergine heraus glauben oder man knetet das Fruchtfleisch in einem Eimer mit Wasser uns spült so die Samen aus. Diese sammeln sich am Boden. Vorsichtig wird nun die überschüssige Brühe abgeschüttet und mit Wasser einige Male nachgespült bis das Spülwasser klar bleibt. Die Samen werden dann getrocknet und trocken aufbewahrt.


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